Alte Kultstätte im Land Brandenburg - Die Liebesquelle in Woltersdorf

Schon gewusst…?

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  • In Woltersdorf bei Berlin, im land Brandenburg gibt es die Liebesquelle.
    Diese entspringt direkt am Fusse des 106 Meter hohen Kranichberges und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Woltersdorfer Schleuse, direkt am Waldrand und ist von der Straße aus zu sehen.
    Die Quelle existiert seit dem Ende der letzten Eiszeit und tröpfelt vor sich hin.
    Sie ist mit örtlichem Gestein eingefasst und schön gestaltet worden.
    Ursprünglich soll diese der örtlich verehrten Göttin Lioba (Liebesgöttin) geweiht gewesen sein, woraus sich auch der Name der Quelle ableitet.
    Auch die damit in den umliegenden Dörfern verbundene uralte Sage und der dortige alte Brauch, ist darauf zurück zu führen .


    Liebespaare, die aus dem Quellwasser gemeinsam trinken, bleiben sich weiter in Liebe verbunden.
    Daher ist es noch heute Brauch, gemeinsam mit dem Partner aus dem Quellrohr Wasser zu schöpfen und zu trinken .


    Inzwischen hat sich auch der Brauch erweitert darauf, dass an der schmiedeeisernen Einfassung der Quelle, ein Vorhängeschloss, also ein Wunschschloss hinterlassen wird, um einen gemeinsamen Wunsch zu hinterlassen.


    Ob sich auf dem nahen Gipfel des Kranichsberges ehemals ein heidnischer Kultplatz befand ist unbekannt, da dieser inzwischen mit einem Aussichtsturm bebaut wurde und mehrfach das Gelände überbaut wurde, den Rest besorgten dann die Kriegszerstörungen 1945 als der Berg als deutsche Artilleriebeobachtungsstellung genutz und entsprechend beschossen wurde, allerdings sind in der Nähe alte Tonscherben von der Bronzezeit bis in die slawische Zeit, datierbar, gefunden worden und im Aussichtsturm u.a. zu besichtigen.


    Wer sich in Berlin befindet kann leicht die Straßenbahn nach Woltersdorf nehmen und bis zur Endhaltestelle fahren, der Ausflug lohnt sich sowohl aus heidnischer Sicht als auch als schöner Tagesausflug ins grüne Umland .


    Gruß Volker

  • Vielen Dank, das ist garnicht so weit von mir (= Vielleicht mach ich mal einen Zweitagesausflug im August dorthin.. gibt es auch eine Art Museum oder Infozentrum bezüglich der Quelle?


    :prost:

    Ich bin im Auftrag Odins unterwegs.
    Und Odin kann es garnicht leiden missbraucht zu werden!

    - Kommissar Schenk, Tatort 'Odins Rache'

  • Es gibt im Aussichtsturm auf dem nahe gelegenem Kranichsberg, auf dem Weg nach oben, ein paar Schauvitrinen, in denen Fossilien, alte Scherben und sonstige heimatkundliche Stücke, gezeigt werden. Etwas Spezielles zu der Liebesquelle selbst, besonders den heidnischen Bezug,gibt es nur in der örtlichen Brauchtumskultur und auf ein paar Internetseiten.
    Das ist ja auch das Schöne an der Liebesquelle, hier wird an alter Stätte immer noch altes, heidnisches Brauchtum, von der alteingesessenen Bevölkerung ausgeübt. Dazu ist ein Museum also gar nicht nötig, meiner Meinung nach der bessere weg mit solch alten Bräuchen und heidnischen Stätten umzugehen, auch wenn die Ecke inzwischen auch kommerziell stark erschlossen worden ist mit Gastronomie, Hotel, usw. .
    Gruß Volker

  • Wow, davon habe ich mal gehört, aber habe nie erfahren, wo ich das genau finde. Ich komme ja auch quasi von um die Ecke. Werde ich mal aufsuchen.


    Bei Kultstätten in Brandenburg wären mir zu allererst der Harlungerberg in Brandenburg an der Havel (zunächst germanisch, dann slawisch) und dann das Rauener Bergland eingefallen (eventuell der Semnonenhain).

  • Leider versiegte die Quelle 2005. Es ist leider nur noch ein an einen Vogelkäfig erinnendes Schutzgitter über der ehemaligen Liebesquelle vorhanden.

    Brandenburg wird immer trockener - wir sind letzte Woche durch die Schorfheide gewandert - obwohl es Sonntag bis Dienstag zum Teil heftig geregnet hat, war es am Freitag schon wieder furztrocken.

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • In Berlin war es ziemlich windig. In Brandenburg vielleicht auch, und Wind zieht ziemlich viel Feuchtigkeit aus dem Boden. Und dann gibt es ziemlich viel Agrarfläche. Scheiße, im Grunde genommen erodiert der Boden dadurch recht heftig.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

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