Arbeiten bein einem Christlichen Träger ("Selbsthilfegruppenfaden mit gästen ;-) )

Schon gewusst…?

Dem norwegischem König Ólaf Tryggvason gelang, den isländischen Widerstand gegen das Christentum zu brechen, indem er Söhne aus wichtigen Familien als Geiseln nahm.

  • Hi ich arbeite in einer Kita eines katholischen Trägers.


    Dazu gehört Vorbereitung Christlicher Feste, Kirchbesuche und beten vor dem Mittagessen (sofern ich da nicht anderes wichtiges zu tun finde...)


    Mich würde interessieren ob es andere hier mit ähnlichen Situationen gibt und wie ihr damit umgeht?


    Fakt ist, ohne diese Stelle wäre ich arbeitslos, da ich momentan auf Grund meiner Familiären Sit nicht im Schichtdienst arbeiten KANN.....


    Zu mir; ich machen das mit einer Faust in der Tacshe )oder um meinen Hammer) wissend, das ich das als Kind auch durchlaufen habe und nach meiner Messdienerzeit dennoch meinen eigenen Weg gefunden habe.


    Aber spass macht das nicht. Auch wenn der Rest der Arbeit ein echter Traum ist

    "immer wieder auferstehen,
    ein Ende gibt´s nicht"

    Hagazussa
    im Endloselfchen... Dank dafür

  • Naja da bleibt dir wohl nichts anderes übrig als Augen zu und durch.
    Ist bestimmt nicht angenehm, aber ich bin mir sicher, es gibt schlimmeres. Zumal dir der Rest, also der Hauptteil der Arbeit, ja Spaß macht, und ich nicht glaube dass Thor dir deswegen seinen Hammer an den Kopf werfen wird... :D
    Ist ja nicht so, dass du gegen deine tiefsten moralischen Überzeugungen verstoßen müsstest. Sag einfach das Glaubensbekenntnis nicht mit auf, und das wars.

  • es gibt schlimmeres. Zumal dir der Rest, also der Hauptteil der Arbeit, ja Spaß macht, und ich nicht glaube dass Thor dir deswegen seinen Hammer an den Kopf werfen wird...
    Ist ja nicht so, dass du gegen deine tiefsten moralischen Überzeugungen verstoßen müsstest. Sag einfach das Glaubensbekenntnis nicht mit auf, und das wars.

    1) stimmt
    2) hab ehe nen Dickkopf ;)
    3) sicher nicht


    und sonst gilt immer noch


    "Zahle Losheit mit Lüge"....

    "immer wieder auferstehen,
    ein Ende gibt´s nicht"

    Hagazussa
    im Endloselfchen... Dank dafür

  • Also erstmal kenne ich dein "Problem" sehr gut ^^ Ich war Gruppenleitung in einer kirchlichen KiTa.
    Ein Problem habe ich erstmal mit dem christlichen Gott nicht - mir persönlich hat er noch nie was getan. Ich hab nur keinen rechten Zugang zu ihm, respektiere aber die, die Zugang zu ihm haben. Deswegen würde mir wohl auch kein Hammer in der Hose aufgehen und keine Faust im Herzen ballen :D
    Viel schlimmer empfand ich es, dass Leute dort arbeiten, die sich als Christen bezeichnen, ihre Gebote predigen und selbst nicht fähig sind, die simpelsten davon einzuhalten. Allerdings musste ich feststellen, dass dies traurigerweise in allen Glaubensrichtungen (auch im Asatru) zu finden ist.
    Von daher vielleicht nur ein kleiner Rat: betrachte es als spirituelle Erfahrung und Beigabe, die Dich durchaus wachsen lassen kann, wenn Du es durch Deine Augen betrachtest.


  • Gut das du da arbeitest. Zeigt es uns doch, das du keine Scheu davor hast, sozusagen in der Höhle des Löwen zu arbeiten.
    Wozu die Faust in der Tasche ? Ich trage ganz offen meinen Donarshammer am Hals, auch wenn ich in der Kirche bin. Sozusagen dann erst recht.
    Gut wenn es Spaß macht. Was willst du mehr ?


    Donars segen mit euch


    Uwe

  • In unserer "abendländischen Kultur" kommt man kaum drumrum, sich mit der Institution "Kirche" zu arrangieren. Der eine oder andere von uns wird, um seine Brötchen zu verdienen, dort auch seinen Arbeitgeber finden. Und wenn man ein paar Kröten schluckt, um wie smily "den Rest der Arbeit als Traum" zu bezeichnen, dann passt doch alles.
    Ich für meinen Teil zähl "Mutter Kirche" :rolleyes: auch zu meinen Auftraggebern. Die Kröte, die ich dafür Schluck: die Herrschaften geben keinen Auftrag raus, ohne eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Kirchensteueramtes in den heiligen Händen zu halten - was für mich bedeutet, dass ich trotz grundgegensätzlicher religiöser Einstellung NICHT ausgetreten bin und brav meine paar Peanuts an den Verein zahl. Allerdings - und jetzt kommts - hab ich als selbständiger Handwerksmeister so die Gelegenheit, mir das Einbezahlte mal dem Faktor x² zurückzuholen und mir obendrein weitere Kunden zu rekrutieren. Gerade hier auf dem Land bringt es - vor allem bei der älteren Generation - immense Pluspunkte, wenn man auf den kirchlichen Pfründen gesehen wird. Drum hab ich die Faust in der Tasche schon lang gegen ein süffisantes Lächeln eingetauscht. Vor allem, wenn ich dann über der Buchhaltung sitz.
    Und jaaaa, ich kann das seeeehr gut mit meinem Gewissen vereinbaren, da ich mangels Hölle auch nicht in selbige kommen kann... 8)

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Also ich glaube, in die Hölle kommt keiner. Denn an eine Hölle glaube ich nicht, auch nicht an die der Christen.
    In erster Linie ist es doch auch das, was ich vermittele und den Kids mitgebe. Das "Gebet" konnte ich ganz gut aushalten und für mich auf das Allgöttliche ummünzen, bei uns gab es alternativ auch Tischsprüche, die nichts mit Christentum am Hut hatten. Ich weiß ja nicht, in was für einer Position Du bist, und inwiefern Du da etwas mit beeinflussen kannst. Ich kann Dir in Deinem Fall nur raten, Dich mit Deinen Ideen einzubringen, so dass es auch für Dich passt.
    Als ich dort gearbeitet habe, habe ich in erster Linie keine Christen gesehen, sondern schlicht und ergreifend Menschen. Hinzu kommt, dass viele der Eltern selbst ebenso wenig Christen sind, sie aber aus Ermangelung von Alternativen ihre Kinder, der Förderung selbiger dort unterbringen.
    Ich weiß nicht, wie streng-strikt Deine Arbeitsstelle ist, aber ich denke Möglichkeiten gibt es da schon.
    Für mich steht das soziale Verhalten zuoberst und an einem positiven Miteinander ist auch bestimmt Dein Arbeitgeber interessiert. Wenn Du genug Phantasie hast und kreativ bist, dann lässt sich bestimmt zu Deinen Gunsten etwas bewegen, was nicht auf den einen Gott münzt. Auch die Kirche muss mit der heutigen Zeit gehen - unweigerlich und wenn Du als "Aussenstehender" schon mit einem guten Beispiel vorangehst, sieht das schon ganz anders aus.
    Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit dass Du statt "Gott" "das Göttliche" benutzt. Da kannst Du ja mal sensibel nachforschen.

  • Wozu die Faust in der Tasche ? Ich trage ganz offen meinen Donarshammer am Hals

    "Faust in der Tasche" ist ein sprichwort; meint etwas wiederstrebend zu tun. Würde ich meinen Hammer offen zeigen wäre ich meinen job wahrscheinlich los. Ich brauchte sogar von meinen Heimatgemeinde ein "Pfarramtliches Führungszeugnis *g*

    Drum hab ich die Faust in der Tasche schon lang gegen ein süffisantes Lächeln eingetauscht. Vor allem, wenn ich dann über der Buchhaltung sitz.
    Und jaaaa, ich kann das seeeehr gut mit meinem Gewissen vereinbaren, da ich mangels Hölle auch nicht in selbige kommen kann...

    8)



    Hinzu kommt, dass viele der Eltern selbst ebenso wenig Christen sind, sie aber aus Ermangelung von Alternativen ihre Kinder, der Förderung selbiger dort unterbringen.


    Zu diesen Eltern gehöre ich übrigens selber auch (andere KiTa, gleicher Träger)

    Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit dass Du statt "Gott" "das Göttliche" benutzt.

    schöne Idee.


    Danke für eure Beiträge

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    Hagazussa
    im Endloselfchen... Dank dafür

  • (Man stelle sich einen smily vor, der vor (gespielt-)ehrlicher Entrüstung schon gganz zerknittert ist (und en Zwinkern im Auge hat)



    Ich muss mal kurz (selbsthilfegrupppenmäßig :P ) Frust ablassen...


    Gestern kam der Paffer in meine KiTa um mit den Kindern kirchenlieder zu singen und seit dem macht mein Kpf "laauda tu si oder "Jesus ist unser Fraund"....



    HIIIILFE ;(

    "immer wieder auferstehen,
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    Hagazussa
    im Endloselfchen... Dank dafür

  • Dazu gehört Vorbereitung Christlicher Feste, Kirchbesuche und beten vor dem Mittagessen (sofern ich da nicht anderes wichtiges zu tun finde...)


    Das du dich in diesen Momenten heuchlerisch fühlst, das kann ich verstehen. Zumal, wenn du keinen Zugang zu dem christlichen Gott hast oder sogar nicht mal an ihn glaubst. Mit jedem Gebet gaukelst du den Kindern was vor.
    Trotzdem halte auch ich es für richtig das du es machst. Wie andere bereits schrieben, du ernährst deine Familie und bringst dafür dieses Opfer. Die Alternative wäre Arbeitslosigkeit und irgendwie dann töricht, hättest du dich dafür entschieden. Vermutlich würde dich das weitaus mehr belasten, als diese paar Dinge neben denen zu machen, die dir ein Traum sind.
    Zufälle gibt es nicht und so werden darin Aufgaben für dich selbst zu erfüllen sein. Ravena schrieb es ähnlich, für neue Erfahrungen; die du eines Tages mal brauchen könntest.


    Würde ich meinen Hammer offen zeigen wäre ich meinen job wahrscheinlich los. Ich brauchte sogar von meinen Heimatgemeinde ein "Pfarramtliches Führungszeugnis *g*


    Den Hammer nicht zeigen dürfen finde ich nachvollziehbar, wenn auch richtig doof. Er ist ein Symbol für das Heidentum. Genauso wenig würden Judensterne, Buddhas usw. geduldet werden. Der Kindergarten steht unter dem katholischem Christentum.
    Pfarramtliches Führungszeugnis und andere Dinge die hier erwähnt wurden und zu hören sind, die finde ich aber auch erschreckend.
    Liegt wohl auch daran, dass Katholiken in unserem Land Raritäten sind und die Kirche als Ganzes, etwas ganz Unbekanntes.
    Glücklicherweise sind die Träger der Kindergärten/Tagesstätten bei uns zum größten Teil die Gemeinden, Städte, karitative und private.

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    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen


    - Goethe -

  • Weist du den Mann, dem du wenig vertraust
    Und hoffst doch Holdes von ihm,
    Sei fromm in Worten und falsch im Denken
    Und zahle Losheit mit Lüge.


    Weist du dir Wen, dem du wenig vertraust,
    Weil dich sein Sinn verdächtig dünkt,
    Den magst du anlachen, und an dich halten:
    Die Vergeltung gleiche der Gabe.


    Havamal 44f (Simrock)

  • Glücklicherweise sind die Träger der Kindergärten/Tagesstätten bei uns zum größten Teil die Gemeinden, Städte, karitative und private.


    schön wärs...
    bei mir in der gegend (oder generell als HEP) ist es sehr schwer etwas zu finden, was nicht kirchlich ist ...


    na ja Arbeit macht in der Hauptsache spass und das ist ja wohl das wichtigste

    "immer wieder auferstehen,
    ein Ende gibt´s nicht"

    Hagazussa
    im Endloselfchen... Dank dafür

  • Eine idee zu deiner arbeit . Jedes Cristliches Fest hat einen Heidnischen Ursprung erzähle den kleinen davon du wirst sehen wie offen und toll kinder darauf reagieren und es fällt dir leichter mit den cristlichen ritualen umzugehn

    Gehe deinen Weg,
    auch über Umwege,
    denn jeder Schritt ist es wert gegangen zu werden,
    den er bereichert deinen Schatz,
    der sich Erfahrung nennt.
    u.h. :thor:

  • Eine idee zu deiner arbeit . Jedes Cristliches Fest hat einen Heidnischen Ursprung erzähle den kleinen davon du wirst sehen wie offen und toll kinder darauf reagieren und es fällt dir leichter mit den cristlichen ritualen umzugehn


    Glaubst du ernsthaft, dass sowas in einer christlichen Einrichtung zur Arbeitsplatzsicherung beiträgt??

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.


  • Glaubst du ernsthaft, dass sowas in einer christlichen Einrichtung zur Arbeitsplatzsicherung beiträgt??


    Es ist auch eher die Frage wie es verständlich zu machen ist.


    Als ich mit erwachsenen geistig Behinderten Menschen (auch in kath Trägerschaft) arbeitete konnte ich durchaus auf die Ursprünge der Feste eingehen. Bei den Kids die ich jetzt betreue wird das eher schwierig fürchte ich.... Na ja mal sehen.
    Zur Not krönen wir nen Kartofelkönig und setzten uns mit der Kraft der Natur auseinander und "Erntedank" bleibt Randthema ;)

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    Hagazussa
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