Was ist das Geheimnis von Mutti Merkels Erfolg?

Schon gewusst…?

Im „Wikinger Museum Haithabu“ kann man ein Wikinger-Dorf besuchen, das so authentisch nachgebaut ist, dass man glaubt, man wäre mit einer Zeitmaschine angereist

Zur Seite des Museums geht es hier entlang: Wikinger Museum Haithabu

  • Komisch. Ich kenne z. B. auch Leute die krank sind und sich wünschen, sie könnten arbeiten gehen. Oder schau dir mal Rentner an, die ihr Leben lang gearbeitet haben. Mütter, die sich ihr Lebtag den Hintern für ihre Familie aufgerissen haben und nun ohne alles dastehen. Alleinerziehende, die deswegen keine Arbeit finden. Und gerade, wenn man Kinder hat, ist für Kreativität nicht immer Platz. Wenn man Kinder hat *MUSS* das Geld fließen. Da kann ich nicht experimentieren. Und dumm anstellen ist relativ.


    Also die Leute die heute Renter sind, sind zu großen Teilen sehr gut aufgestellt.
    Dieses katastrophale Generationenvertrag-System funktioniert für die; was für uns auf Grund des demographischen Wandels definitiv nicht der Fall sein wird.
    Wirklich bitterarme Renter, die nicht wissen wie sie Miete und Lebensmittel bezahlen sollen sind selten.


    Die anderen Fälle verstehe ich sehr gut.
    Nur würde ich nie darauf kommen das als Mangel des Staates zu sehen.
    Diese Menschen sind Opfer des zerstörten Familiensystems in unserer Gesellschaft.


    Wie ich schon sagte: eine allgemeine staatliche Sozialhilfe ist für mich das äußerste Netz, das garantieren soll, das Menschen nicht verhungern, erfrieren, hygnienisch und gesundheitlich verkommen und völlig von der Gesellschaft ausgestoßen und abgehängt werden.
    Die Herangehensweise weitere Dinge darüber hinaus als Grundlagen für ein menschenwürdiges Dasein zu definieren die für jedermann über Steuergelder und Sozialversicherungsbeiträge finanziert werden müssten, entspricht nicht meinem Weltbild.


    Deswegen bin ich nicht unsozial oder kaltherzig.
    Wahrscheinlich bin ich der erste, der Leuten in Schwierigkeiten unter die Arme greift wenn ich es denn irgendwann mal kann.
    Aber das hat für mich nichts mit Harz IV zu tun.
    Das ist selbst im Vergleich zu vielen Nachbarländern eine hervorragende soziale Grundsicherung, die sich Deutschland als einer der reichsten Staaten der Erde leistet.
    Alles darüber hinaus ist für mich eine Aufgabe für Familienzusammenhalt und private Initiativen an denen ich mich gerne im Rahmen meiner Mittel beteiligen werde.
    Der alles bezahlende Obrigkeitsstaat dem viele Bürger inzwischen gegenübersitzen wie unselbstständige, schreiende Küken in einem Nest, die gefüttert werden wollen, entspricht nicht meinen Idealvorstellungen.
    Vor allem deshalb nicht weil er untragbare Steuerlasten produziert und das Gemeinwesen trotzdem noch in die Überschuldungsfalle zwingt.
    Das Geld was manche ausgeben möchten ist gar nicht da!


    Stichwort Alleinerziehende:
    Ich bin z.B. auch der Ansicht Kinder sollten sehr überlegt gezeugt werden.
    D.h. vor allem mit einem Partner mit dem man in einer stabilen Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft lebt.
    Das heißt aber auch erst in einer wirtschaftlichen Situation in der man sich nach reiflicher Überlegung zutraut ein weiteres Kind von der Wiege bis zum Schulabschluss zu ernähren.
    Erst den familiären und wirtschaftlichen Rahmen festzuklopfen ist nicht umsonst seit Anbeginn der Zeit das kleine 1-mal-1 der Familienplanung.
    Viele tragische Schicksale alleinerziehender Eltern sind gerade Resultat davon, dass diese Vorraussetzungen nicht gegeben waren.
    Nur diejenigen die trotz vollster Hingabe an ihren Partner von diesem samt Kindern im Stich gelassen wurden, sind für mich unverschuldet in ihre Lage geraten.
    Wenn so ein Partner dann nicht angemessen für die gemeinsamen Kinder aufkommt, ist ebenfalls nicht der Staat schuld, sondern die verkommene Person, die so handelt.
    Da gibt es aber alle Möglichkeiten Unterhalt einzuklagen.


    Kurz gesagt:
    Ich sehe keine Krise des Sozialstaats.
    Der wird aus meiner Sicht noch weiter schrumpfen müssen um endlich mit einem nennenswerten Abbau der Staatschulden beginnen zu können.
    Ich sehe eine Krise der (Groß-)Familie und der Ehe, die durch eine Pseudomoral der Treulosigkeit und eine Aufweichung der Geschlechterrollen zerstört werden.
    Und eine Krise der Selbstständigkeit, Findigkeit, Geschäftstüchtigkeit, Selbstachtung und zivilgesellschaftlichen Verantwortlichkeit der Bürger.


    Könnt ihr mich für steinigen wenn ihr wollt. 8)
    In Deutschland mag ich damit in einer Minderheitenposition stehen, aber von Russland über die Türkei bis in die USA würde mir eine Mehrheit zustimmen.

  • Zitat

    Also die Leute die heute Renter sind, sind zu großen Teilen sehr gut aufgestellt.

    In
    welcher Welt lebst du? Hier sammeln Rentner Flaschen oder gehen weiter
    arbeiten, um über die Runden zu kommen. Viele müssen aufstockende
    Leistungen beantragen.


    Zitat

    Ich bin z.B. auch der Ansicht Kinder sollten sehr überlegt gezeugt werden.


    D.h. vor allem mit einem Partner mit dem man in einer stabilen Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft lebt.


    Das heißt aber auch erst in einer wirtschaftlichen Situation in der man
    sich nach reiflicher Überlegung zutraut ein weiteres Kind von der Wiege
    bis zum Schulabschluss zu ernähren.

    Die beste Planung
    schützt einen nicht davor, arm oder alleinerziehend zu werden. Die
    stabilste Ehe kann zerbrechen und der tollste Job kann wegrationalisiert
    werden und man steht mit nix da. Klar sollte man sich reiflich
    überlegen, ob man mit 20 und ohne Abschluss schon 2 oder 3 Kinder
    möchte. Aber ansonsten muss man da einfach mal mutig sein :) Das klingt
    bei dir alles so pupsnüchtern. Aber man darf auch nicht vergessen, dass
    Kinder ne Bereicherung sind und überhaupt einfach toll. Mal ganz ab vom
    finanziellen Standpunkt. Generell freue ich mich, wenn Menschen sich für
    Kinder entscheiden.


    Zitat

    Nur diejenigen die trotz vollster Hingabe an ihren Partner von diesem
    samt Kindern im Stich gelassen wurden, sind für mich unverschuldet in
    ihre Lage geraten.

    Aha. Und der Rest möge bitte an
    unglücklichen Beziehungen festhalten um nicht stigmatisiert zu sein.
    Klasse, lernen die Kinder gleich das Richtige.


    Zitat

    Wenn so ein Partner dann nicht angemessen für die gemeinsamen Kinder
    aufkommt, ist ebenfalls nicht der Staat schuld, sondern die verkommene
    Person, die so handelt.

    Haha, von "verkommener Person"
    kann man sich aber nix kaufen. Meistens sind die Frauen die
    Leidtragenden, weil sie meistens die sind, die sich um die gemeinsamen
    Kinder kümmern und auf dem Arbeitsmarkt das Nachsehen haben.


    Zitat

    Da gibt es aber alle Möglichkeiten Unterhalt einzuklagen.

    Genau.
    So die Theorie. Haste die Praxis schon mal mitbekommen? Kenne so viele
    Mütter, wo der Mann nicht auffindbar ist, schwarz arbeitet (hat ja
    angeblich nix), und so weiter. Unterhaltsvorschuss ist ein Scherz.


    Irgendwie kann ich grad nur den Kopf schütteln.

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Tja, da schmeißt oftmals die Familie zusammen und alle helfen fleißig. Sowas kennt der Durchschnittsdeutsche gar nicht...


    Und so mancher fleißige Helfer aus der Famiilie kassiert nebenbei Hartz4 sowie Kinder- und Erziehungsgeld für Kinder, die nicht in Deutschland leben. Und das Auto läuft natürlich über den Geschäftsmann. Niemand kontrolliert in Deutschland, ob diese Kinder überhaupt (noch) in Deutschland leben.

    Wolfstreuer


    Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte ...


  • In
    welcher Welt lebst du? Hier sammeln Rentner Flaschen oder gehen weiter
    arbeiten, um über die Runden zu kommen. Viele müssen aufstockende
    Leistungen beantragen.


    Ich lebe in Nordwest-Deutschland.
    Bin in NRW aufgewachsen und lebe jetzt in Niedersachsen.
    Also hier müssen Renter keine Flaschen sammeln.
    Einer meiner Großväter war Arbeiter, hat teilweise 2 ganze Schichten gearbeitet früher, nie Führerschein und Auto besessen etc. - war also kein wohlhabender Mann ders leicht gehabt hätte.
    Von seiner Rente konnten er und seine Frau (die nie erwerbstätig war) im Alter gut leben.
    Der Mann war gut angezogen, oft im Anzug unterwegs und hat das Haus bewohnt das er sich in den 50ern mit eigenen Händen gebaut hat nach der Arbeit.
    Entsprechend - und oft noch sehr viel besser mit Auto und Urlauben im Ausland etc. - ist hier die Lage aller mir bekannten alten Menschen.
    In der ehemaligen DDR sollte es da wegen sehr großzügiger Umrechnung der DDR-Renten in Westmark/Euro eigentlich auch keine großen Schwierigkeiten geben.
    Zumindest ist das mein Stand.
    Vielleicht ist der aber auch falsch und die Zustände sind sehr unterschiedlich?




    Tue ich auch.
    Ich bin auch geneigt zu sagen "Gott/die Götter/das Schicksal erhält die Kinder - nur her damit."
    Aber die Vernunft diktiert mir das was ich da gerade ausgeführt habe.
    Und genauso pupsnüchtern sollten das alle Leute die Eltern werden wollen im Interesse ihrer Kinder abwägen.


    Zitat

    Aha. Und der Rest möge bitte an
    unglücklichen Beziehungen festhalten um nicht stigmatisiert zu sein.
    Klasse, lernen die Kinder gleich das Richtige.


    Weißt du, ich bin der Ansicht man soll sich seine Hörner abstoßen und sich gönnen was man sich gönnen will.
    Und dann sollte man heiraten und haargenau überlegen wer der/die Richtige ist.
    Ich bin auch noch unverheiratet und bleibe es vielleicht noch 10 Jahre.
    Wenn man aber heiratet, dann sollte man das auf der Basis umfassender Lebenserfahrungen tun.
    Man sollte sich selbst jeweils kennen und wissen auf was man sich einlässt.
    Und dann sollte man bereit sein sein Leben einzusetzen um eine ideale Familie zu verwirklichen.
    Das geht nicht immer gut - das stimmt.
    Aber viele über Jahrzehnte glückliche Ehen zeigen, dass das vor allem ein Problem der richtigen Partnerwahl am Anfang ist.
    Dieses "Wir haben uns auseinander gelebt." sehe ich sehr, sehr, sehr kritisch.
    Hat manchmal auch viel mit aus meiner Sicht dekadenten Wertvorstellungen und maßlosen Ansprüchen zu tun.
    Irgendwann muss man sich entscheiden.
    Und wenn man es nur will, kann es auch immer schön bleiben.
    Und das allein ist der Rahmen in dem Kinder aufwachsen sollten aus meiner Sicht.


    Ich bin selbst Scheidungskind.
    Ich habe meinen Eltern nie einen Vorwurf gemacht, aber es ist scheiße.
    Familie ist ein Gebäude das man langsam Generation für Generation, ein ganzes Leben lang aufbaut.
    Man sollte es sich hundert Mal überlegen ob man einen guten Grund hat es zu beschädigen, denn die Reparatur dauert wieder Jahre und Jahrzehnte und sogar Generationen.
    Noch die Enkel und vielleicht sogar Urenkel werden durch einen Schaden in ihrer Groß- oder Urgroßelterngeneration tangiert.


    Zitat

    Genau.
    So die Theorie. Haste die Praxis schon mal mitbekommen? Kenne so viele
    Mütter, wo der Mann nicht auffindbar ist, schwarz arbeitet (hat ja
    angeblich nix), und so weiter. Unterhaltsvorschuss ist ein Scherz.


    Mein Vater hat sich am Unterhalt dumm und dämlich gezahlt.
    Es gibt solche und solche Beispiele.
    Natürlich läuft es nicht immer ideal.


    Ich bin auch der Ansicht, dass man in solchen Situationen versuchen sollte binnen weniger Jahre mit einem neuen Partner eine neue Familie zu gründen.
    Natürlich bietet sich diese Chance nicht immer, aber für die Kinder wäre es das Beste.
    Außerdem wäre die Versorgung der Kinder sicher gestellt.

  • Vielleicht ist der aber auch falsch und die Zustände sind sehr unterschiedlich?


    Ähh ja, sind sie! In NRW arbeiten genug Rentner so, ich hab 2 Jahre in nem Getränkemarkt gearbeitet, die kamen ständig! Oft reichts einfach nicht oder Frührente, meist aus gesundheitlichen Gründen. Mal abgeseghen davon, liegen zwischen den Rentnern die in den 30er und 40er Jahren geboren sind und welchen aus den 50ern oder später Welten.
    Meine Großmutter ist ein Pflegefall geworden, wäre das nicht passiert hätte es gut geklappt, so hat die gane Familie daran zu kanbbern gehabt. Eine Vollzeitstelle und ein Halbzeitstelle, dazu ham wir Kinder nach der Schule auf die alte Frau aufgepasst. Was ein fucking Vergnügen! Gut das ich aus dem "Mittelstandt" komme, sonst wäre nur ein Spaziergang im Wald drinne gewesen.

    Und das allein ist der Rahmen in dem Kinder aufwachsen sollten aus meiner Sicht.


    Ich kann das nachvollziehen und meine Einstelleung zur Ehe sind ähnlich, weil ähnliche Erfahrungen wie du. Aber leider Funktioniert das Leben nicht so einfach und auch nicht schon garnicht die Lieben. Man kann nicht für alles einen Plan haben und man kann nicht alles ausrechnen! Es ist auch unverantwortlich eine Familie für die Fehler oder das Unglück eines Mitglieds zu verpflichten. Dann kommen wir auch wieder zur geerbten Armut.

  • Ja der berühmte Vorzeigeeinwanderer. Rechnet man mal pauschal die Mietpreise+Kaution und das erste Warensortiment, wundert man sich eigentlich nur noch wo das ganze Geld dafür herkommt.


    Also nun ja... jetzt musste ich schon lächeln ein wenig :)


    Du schlägst mit dieser Argumentation deine eigenes Argument. "Der berühmte Vorzeigeeinwanderer" der so hart für seine neue Existenz kämpft ist ein Klischee und der Ausländer der hier Läden mit ominösen Geldgebern finanziert ja wohl ebenfalls.... :rolleyes:



    Hat aber jetzt nichts mehr mit der Ausgangsfrage zu tun, oder?


    sunga


  • Wenn du das ganze aus dem Kontext reisst ist mir deine Meinung aber mal sowas von ganz herzlich egal.


  • Ähh ja, sind sie! In NRW arbeiten genug Rentner so, ich hab 2 Jahre in nem Getränkemarkt gearbeitet, die kamen ständig! Oft reichts einfach nicht oder Frührente, meist aus gesundheitlichen Gründen. Mal abgeseghen davon, liegen zwischen den Rentnern die in den 30er und 40er Jahren geboren sind und welchen aus den 50ern oder später Welten.
    Meine Großmutter ist ein Pflegefall geworden, wäre das nicht passiert hätte es gut geklappt, so hat die gane Familie daran zu kanbbern gehabt. Eine Vollzeitstelle und ein Halbzeitstelle, dazu ham wir Kinder nach der Schule auf die alte Frau aufgepasst. Was ein fucking Vergnügen! Gut das ich aus dem "Mittelstandt" komme, sonst wäre nur ein Spaziergang im Wald drinne gewesen.


    Naja, mein Großvater war tatsächlich Jahrgang 1919.
    Die Generation aus den 50ern ist meine Elterngeneration.
    Bei uns haben alle spät Kinder bekommen.


    Mit der guten Versorgungslage habe ich tatsächlich auf die Generation angespielt die zum Zeitpunkt der Gründung der Bundesrepublik und der DDR als Erwachsene im Arbeitsleben standen und dann in den 80ern und 90ern in Rente gegangen sind.
    Die haben objektiv einen guten Schnitt gemacht, genau wie deren Eltern, die in den 60ern und 70ern Renter waren. (Auch wenn das natürlich nicht durch oder nach dem Krieg zerstörte und geraubte Vermögenswerte ersetzt.)
    Dass es in der Generation der Leute die jetzt auf die 60 zugehen schon teilweise ganz anders aussieht mit Arbeitslosigkeit und unvollständigen Beitragsjahren weiß ich durchaus, aber ich erlebe das in den Regionen in denen ich bisher gewohnt habe nicht so schlimm.


    Was die Pflege angeht so wird es mit der steigenden Lebenserwartung wohl irgendwann normal sein, dass nur noch wohlhabende Leute wirkliche Vermögenswerte vererben können.
    Alle anderen werden ihr Eigenheim und ihre verbliebenen Ersparnisse im Alter "verpflegen".
    Irgendwo muss das Geld eben herkommen.


    Zitat

    Ich kann das nachvollziehen und meine Einstelleung zur Ehe sind ähnlich, weil ähnliche Erfahrungen wie du. Aber leider Funktioniert das Leben nicht so einfach und auch nicht schon garnicht die Lieben. Man kann nicht für alles einen Plan haben und man kann nicht alles ausrechnen! Es ist auch unverantwortlich eine Familie für die Fehler oder das Unglück eines Mitglieds zu verpflichten. Dann kommen wir auch wieder zur geerbten Armut.


    Ich sehe das ein bisschen anders.
    Für mich ist die Familie eine Schicksalsgemeinschaft.
    Wer sich nicht durch asoziales Verhalten (chronische Faulheit, Sauferei etc.) ins Abseits stellt sollte immer und überall ein (moralisches) Anrecht darauf haben vom Familienverband mitfinanziert zu werden, wenn er Hilfe braucht.
    Ich habe das selbst so erfahren und werde es bedingungslos weitergeben.
    Leute sollten Karriere machen um ihre ganze Familie im Lebensstandart zu heben, nicht nur sich selbst.

  • Was zur Hel? Du erklärst hier ernsthaft dass Frau wenn die Ehe nicht geklappt hat sich einen neuen suchen soll damit das Geld stimmt? Abgesehen davon dass die einzigen Kinder die ich finanziell zu unterstützen bereit wäre dasselbe Blut in den Adern haben müssen (ja da zählen auch Neffen, Nichten etc.) und es wohl kaum verlangt werden kann dass ein anderer meine Kinder unterhält, in welcher Welt lebst du? Eine Beziehung hat komplett andere Grundlagen als de Finanzen. Zudem hat meine Mutter das getan, nicht aus finantiellen Gründen, aber sie hat es getan. Dankbar war ich ihr aber keineswegs für den Fremdkörper in der Sippe der weder ein teil von uns war, noch uns ähnelte sich aber angemaßt hatte mir Vorschriften machen zu wollen. War einer der Gründe weshalb ich mit 16 die Chance genutzt habe auszuziehen, hätte ich das nicht getan wäre auf Dauer nicht mehr viel mit seiner körperlichen Unversehrtheit gewesen. Kurz vor knapp war das bei uns des öfteren.


    Was die Rentner angeht so ist meine Großmutter heute noch putzen obwohl sie sich damals ein eigenes Haus gebaut hatten, damit sie noch über die Runden kommen, also erzähl mir nicht unser Sozialsystem wäre so reichlich. Insbesondere als Rentner sollte man seinen Lebensabend geniessen können und das ist mit dem bisschen was die so bekommen nicht drin.

  • So, hier wollt ick ja ooch noch mal.


    Zitat

    Ich bin auch geneigt zu sagen "Gott/die Götter/das Schicksal erhält die Kinder - nur her damit."

    Ähm, nein, das muss man schon selbst tun. Aber mit Kindern weiß man z. B. WARUM man das alles tut. Und mit Kindern kommt wirklich oft Glück ins Haus. Wenn man nicht komplett/faul/doof ist, finden sich immer Wege.


    Und wann ist der Zeitpunkt perfekt? Genau, nie.


    Erstmal Abschluss, Ausbildung, Studium, beruflich etablieren, ausleben, usw. Dann ist man schlimmstenfalls ausm gebärfähigen Alter raus. Was meinste, warum KiWu-Kliniken so boomen? Teilweise, weil die Leute erst so spät loslegen. Und das sind teilweise echt traurige Geschichten.

    Zitat


    Ich bin auch der Ansicht, dass man in solchen Situationen versuchen
    sollte binnen weniger Jahre mit einem neuen Partner eine neue Familie zu
    gründen.


    Natürlich bietet sich diese Chance nicht immer, aber für die Kinder wäre es das Beste.


    Außerdem wäre die Versorgung der Kinder sicher gestellt.

    Ähm ja. So die Theorie.


    Sich schnell nen neuen zu suchen klingt nicht gesund und birgt viele Gefahren. Gerade mit Kindern: Trau, schau wem ;) Für Kinder kann sowas desaströs sein. Mir sträuben sich da die Haare.


    Ich bin auch ein Scheidungskind. Mein Vater hat seine vorzeitige Pensionierung nie verkraftet und hat Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die mit vernünftigem Familienleben nicht kompatibel waren. Wir Kinder haben selbst um die Scheidung gebeten. Unterhalt? Sicher! Meine Mama war jahrzehntelang für ihn zuhause und hat uns Kinder bekommen. Das ist doch total gerechtfertigt! Sie hat übrigens im gehobenen Alter noch ne Ausbildung angefangen (sie kam vom Land und nur die Brüder konnten weiterführende Schulen besuchen), um nicht abhängig zu sein.


    Und ich persönlich würde mich käuflich fühlen, wenn ich nen Mann nur aus monetären Gründen nähme. Nee, dann lieber allein durchboxen, aber in den Spiegel schauen können...

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Also eine meiner Großmütter geht immer noch in Vollzeit arbeiten. Und Rentner die Pfandflaschen sammeln gibt es in NRW mehr als genug. Auch bei der Tafelausgabe stehen sehr viele Rentner. Also so bombig gehts denen nicht.


    Was wirtschaftliche Sicherheit und Kinderplanung angeht: Ich muss gestehen, dass ich aus wirtschaftlicher Sicht in den nächsten 10 Jahren Nachwuchs dringend ablehnen muss. Wir halten uns jetzt schon nur grad so über Wasser und wir sind beide berufstätig. Wenn da ein Job wegfallen würde... Autsch. Und ich finde es durchaus vernünftig sowas bei der Entscheidung Pro/Contra Kind mit einzubeziehen. Ich sehe hier genug Hartz-Mütter rumlaufen um zu wissen, dass ich das nicht will. Klar planen kann man viel, ob es klappt ist was anderes. Aber ich muss ja nicht mit offenen Augen ins Verderben rennen nur weil ein Plan daneben gehen könnte.


    Mag sein, dass ich bald zu alt für Kinder bin. In eine Kiwu-Klnik renn ich jedenfalls nicht. Dann hat es nicht sollen sein. Man kann nicht alles haben.


    Zheydarr =^.^=


  • Ihr tut mir hier Unrecht.
    Wenn ich schreibe "innerhalb der nächsten Jahre (!) mit einem neuen Partner eine neue Familie gründen" meine ich nicht "sich dem/der nächstbesten mit einer dicken Brieftasche an den Hals schmeißen".
    Ich bin einfach der Ansicht, dass alleinerziehend sein prinzipiell ein Missstand und eine harte Belastung für alle Beteiligten ist an dessen/deren Überwindung die Betroffenen hart arbeiten sollten.
    Mit viel Geld kann man die ökonomische Seite ausgleichen, aber dem Menschen der allein die Verantwortung für Kinder tragen muss und den Kindern die ohne Vater/Mutter aufwachsen fehlt hinterher was zum Lebensglück.
    Der Mensch ist (wenigstens in solchen Lebensphasen) nicht zum allein sein, sondern zum zweisamen und familiären Glück geschaffen.
    (Ausnahmen bestätigen die Regel.)


    Die Grundfrage hier ist einfach mit WEM man sich einlässt und in welchen Kreisen man diesen jemand sucht.
    Mit "Kreisen" meine ich hier nicht nur Einkommensschichten, sondern ganz konkret Umfelder, soziale Kreise und Zusammenhänge.


    Viele Leute beklagen sicher immer die Welt und die Menschen wären wer weiß wie schlecht.
    Soooo viele Männer würden ja betrügen, saufen, schlagen, Unterhalt verweigern, ihre Frauen mies behandeln etc.
    Und soooo viele Frauen wären ja chronisch untreu, unzufrieden, eifersüchtig usw. usf.
    Da gibt es ganz arme Schweine beiderlei Geschlechts die glauben ihre Partner "kontrollieren" zu müssen, die ihnen ständig SMS schreiben und sich ungerecht behandelt fühlen oder pathologische Eifersuchtstheorien entwerfen, wenn nicht schnell genug zurück geschrieben wird usw.


    Dabei schwimmen diese Menschen einfach nur in einer sehr trüben Suppe herum - einem trüben "Teich" unter vielen "Teichen" (als Metapher für soziale Kreise) von denen viele nicht annähernd so trüb sind.
    Alles was sie tun müssten wäre aus ihrer Suhle aufzustehen und sich niveauvollere, aufrichtigere und bessere Kreise zu suchen.


    Ein gewisser Teil der so genannten "Unterschicht" leidet in erster Linie an seiner eigenen moralischen Verkommenheit mit der sich die Menschen in diesen Kreisen gegenseitig quälen.
    Ich weiß das sehr gut.
    Ich kannte als Jugendlicher viele solcher Leute aus nächste Nähe: Asoziale, Kriminelle, Ex-Knackis die Jahre und Jahrzehnte gesessen hatten etc.
    Die standen sich alle nur selbst im Weg und haben ihren stressigen und konfliktreichen Alltag jeden Tag aufs neue selbst erschaffen.


    Und das gilt nicht nur für solche Extremfälle, sondern auch für die vielen Schattierungen dazwischen.
    Leute halten sich in den immer gleichen Freundeskreisen mit fragwürdigen moralischen Standarts auf, suchen sich ihre Partner in den immer gleichen verkommenen Discotheken usw. usf. und wundern sich, dass sie als Fischer im Trüben so viel Scheiße fressen müssen.


    Aber ich denke gerade die Leute hier sollten doch verstehen, dass es anders, bewusster und besser geht.
    Das sind hier doch alles Menschen mit einem gewissen Tiefgang die sich sehr bewusst eigene Kreise geschaffen haben, in denen meist auch Werte eine wichtige Rolle spielen.
    Wenn man die richtigen, aufrechten Menschen kennt denen Familie und Integrität etwas bedeuten muss man nicht alles so schwarz malen.


    Dann muss aus "innerhalb der nächsten Jahre wieder heiraten" nicht "sich an den nächstbesten Unsympathen mit nem einigermaßen einträglichen Job verkaufen" werden.
    Überhaupt spreche ich hier bewusst von Ehe und nicht von Beziehungen im Durchlauferhitzer-Prinzip.

  • [offtopic] :facepalm: Oh man hier fehlt neben dem Bedankenbutton einer für Bullshit :facepalm:


    Mal sehen wie lang ich das noch aushalte bis ich zu mache...[/offtopic]

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Also, bevor hier tatsächlich zugemacht wird:


    Werter Wanderer, ich
    möchte dir eine gewisse Lebenserfahrung nicht absprechen. Anzweifeln
    möchte ich vielleicht ein bisschen die ...hm... Qualität der
    Erfahrungen? Das, was du schreibst, lässt eine starke Schwarz-Weiß-Sicht
    der Dinge durchscheinen. Das ist so nicht korrekt, das Leben
    funktioniert so nicht.


    Letzteres würde dir
    jeder Muslim so unterstreichen. Die Ehe ist dort die Hälfte der
    Religion. Ich sage: Verantwortung ist ein großer Teil *unserer*
    Religion. Alleine ist man unter Umständen besser bedient. Wenn man einen
    Kreis aus Freunden und Verwandten um sich hat und zufrieden ist - warum
    sollte man sich nur um einer Partnerschaft willen jemanden suchen? Ich
    kenne Leute, deren zwanghaftes "ich brauch aber jemanden" zu genau dem
    Teufelskreis aus falschen Partnern geführt hat, wie du weiter unten
    beschreibst. Sagst du ja selbst:

    Zitat

    Wenn man die richtigen, aufrechten Menschen kennt denen Familie und
    Integrität etwas bedeuten muss man nicht alles so schwarz malen.

    Geeenau! ;)




    Ich
    bin auch ein Mensch, der lieber an einer Beziehung arbeitet, als sie zu
    beenden. Aber es gibt einfach Gründe, die sind menschlich und völlig
    verständlich. Ich entwickel mich weiter, mein Partner auch. Das kann ich
    doch vorher nicht ersehen. Wenn es in eine Richtung geht, die ich für
    mich nicht mehr tragen kann, dann gehe ich doch? Trotz Kindern - oder
    gerade wegen. Oder Gefühle sind weg. Da kann der Partner von außen noch
    so solide und lieb und alles sein. Es geht dann einfach nicht mehr.
    Alles andere wäre Selbstverrat.


    Zitat

    Dabei schwimmen diese Menschen einfach nur in einer sehr trüben Suppe herum - einem trüben "Teich" unter vielen "Teichen" (als Metapher für soziale Kreise) von denen viele nicht annähernd so trüb sind.

    Falsch! Diese Leute haben Komplexe, nicht mehr und nicht weniger.


    Warum
    diese Standesdünkel? Die Oberschicht ist doch genauso anfällig für
    charakterliche Fehler wie der Rest auch? Wir sind *alles* nur Menschen.
    Klar, die Problematiken sind vielleicht unterschiedlich, aber
    menschliche Grundzüge bleiben doch gleich?


    Zitat

    Ich kannte als Jugendlicher viele solcher Leute aus nächste Nähe:
    Asoziale, Kriminelle, Ex-Knackis die Jahre und Jahrzehnte gesessen
    hatten etc.


    Die standen sich alle nur selbst im Weg und haben ihren stressigen und
    konfliktreichen Alltag jeden Tag aufs neue selbst erschaffen.

    Teilweise
    vielleicht. Bedenke bitte, dass diese Leute es vielleicht nicht anders
    kennen gelernt haben. Das kann ein Teufelskreis aus so vielen Faktoren
    sein. Bevor du urteilst, hätte vielleicht ein Blick hinter die
    jeweiligen Geschichten geholfen, sie zu verstehen. Habe z. B. eine
    Freundin, deren Mutter... naja, sich nicht wirklich gekümmert hat.
    Diplomatisch ausgedrückt. Ihre Kindheit war geprägt von Missbrauch und
    Heimaufenthalten. Schule? Nebensache. Aus dieser Familie arbeitet kaum
    jemand. Sie war bevor sie 20 wurde schon so fertig, dass sie nie
    arbeitsfähig sein wird. Was also kann sie dafür? Ich würde, anstatt ihr
    den Finger vorzuhalten, eher fragen wie die Gesellschaft Menschen wie
    ihr eher hätte eine Hand reichen können. Aber gut. Und sie ist kein Einzelfall.


    Wobei
    ich natürlich sagen muss, dass grundsätzlich die meisten Leute die
    Möglichkeit haben, es anders zu machen oder sich aus diesen Kreisen zu
    entfernen. Aber auch das ist halt nicht immer leicht, wenn das alles ist
    was man hat und kennt. Diese Kreise von außen mal gesehen zu haben, das
    reicht nicht, um sich ein Urteil bilden zu können.

    Zitat


    Aber ich denke gerade die Leute hier sollten doch verstehen, dass es anders, bewusster und besser geht.

    Du redest von Bewusstsein - dabei sind Dinge wie Partnerwahl doch meist unbewusst gesteuert :)


    Aber
    ich weiß theoretisch, was du meinst. Nur klingt das bei dir immer so
    locker ausm Handgelenk. Als wäre nix leichter. Aber du siehst ja, wies
    in der Praxis aussieht. Der böse Bube ist eben interessanter und der
    nette, solide junge Mann geht leer aus, weil uninteressant. Ist zwar
    schade, aber der Lauf der Dinge. Und ist auch kein heutiges Problem. Und
    steuerbar schon mal gar nicht oder nur schwer. Liebe und Vernunft
    beißen sich oft :)


    Und dass ich - also auch jemand von hier,
    vernünftig denkend, blabla ect. - so meine Verständnisprobleme
    angesichts deiner Ansichten habe, zeigt doch nur dass es eben nicht so
    funktioniert wie du uns das hier nahebringen willst.

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur


  • Und am Ende stellt sich dann immer wieder die Frage: Wieso ist in den 15 Jahren niemand auf die Idee gekommen die eigenen Arbeitslosen zu Facharbeitern auszubilden?



    Ja, das ist mir auch aufgefallen. Die politischen Entscheidungsträger meinten wohl entweder, daß die deutsche Reserve überwiegend aus Idioten besteht, oder sie wollten schlicht die Ausbildungskosten einsparen. Beides ist Ausdruck einer demagogischen Politik!

  • Heißt es nicht "wegen Veruntreuung verurteilt"? Wenn ich mich nicht irre ist das "Schlafen in fremden Betten" nicht strafbar.



    Schau mal in § 266 Strafgesetzbuch. Die Strafnorm heißt Untreue. Geregelt werden die Mißbrauchs- (1. Alternative) und die Treubruchsuntreue (2. Alternative). Das hat mit Sex nichts zu tun, es ist ein Vermögensdelikt!