Gewissensfrage....

Schon gewusst…?

Die politische Organisation der Wikinger gleicht am ehesten einem demokratischen System.
In Island tagte vor über 1000 Jahren zudem das „Thingvellir“, das als eines der ältesten Parlamente der Welt gilt.




  • Wenn man immer falsches Handeln belohnen würde,könnte man Selbsterhaltung und Gewissen ausschalten können?
    Was ist das Gewissen und woher kommt es?
    Ist es anerzogen?
    Von Außen herangetragen?
    Ist es die innere Stimme was richtig und was falsch ist?
    Kann man Gewissen manipulieren?
    Was denkt Ihr?
    Gerade bei der letzteren Frage bin ich mir überhaupt nicht sicher,da unsere Werte doch stark von anderen(unserer Umgebung)abhängen....

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Naja, als bestes Beispiel wäre da das 3. Reich zu nennen. Die Umstände, und was die Leute im Einzelnen dazu getrieben hat, sind natürlich zu komplex und individuell um sie hier im Einzelnen aufzuführen. Aber Kinder, die so aufgewachsen sind, haben erst später gemerkt, dass dieses Weltbild total verdreht und menschenverachtend ist.


    Oder Kriege im Allgemeinen. Da tun Leute auch Dinge, die sie so vielleicht nicht tun würden, weil sie dafür belohnt oder eben nicht bestraft werden.


    Werte/Scham/Gewissen im Allgemeinen, ich denke, da ist viel anerzogen. So als Beispiel: Eine Muslima die irgendwo "da drüben" aufgewachsen ist, würde sich wahrscheinlich zu Tode schämen, wenn sie im T-Shirt dastünde. Wir eher nicht, weil es bei uns immer noch als "angezogen" und "anständig" gilt.


    Nur als kurzer Gedanke, ich muss leider schon wieder und kanns nicht weiter ausführen :/ Morgen vielleicht mehr :)

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • bin auch der meinung das anerzogen und vorgelebt ist


    aber auch die innere stimme was wiederum aber auch anerzogen ist wenn man es genau nimmt

    Allvater


    gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
    und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden

  • Ein Gewissen ist ja immer eng mit den Werten verbunden, die in einer Gesellschaft vermittelt werden und stützt sich auf Ethik und Moral.


    Werte ändern sich bzw. sind regional verschieden.


    Ich kann nur ein schlechtes Gewissen haben wenn ich (vermeintlich) gegen Normen und Werte verstoßen habe.


    Beispiel - Standesunterschiede
    Ich glaube wenige hatten zu einer Zeit, in der Sklavenhaltung "normal" war, ein schlechtes Gewissen, sich welche zu halten.
    Heute regt sich meins aber schon, wenn der Aldiverkäufer hinter mir einen runtergefallenen Pudding aufwischt....
    Die moderne Form der Sklaverei gibt es auch bei uns noch (z.B. Zwangsprostitution), ist aber moralisch verwerflich und strafbar.


    Oder Beispiel Frauenrechte, die sowohl dem Wandel der Zeit unterliegen wie auch regional völlig unterschiedlich sind.
    Während in einigen Ländern die Frauen sogar vor dem Gesetz anders behandelt werden als Männer, würde in unserer Zeit und unseren Gefilden denke ich jedermanns Gewissen anspringen, wenn ein ein Mann über seine Frau bestimmt (ähem, ich weiß meine Herren was Ihr jetzt denkt, aber nein, das ist nicht besser für uns ;) )
    Auch kann ich mit Inbrunst behaupten, dass ich kein schlechtes Gewissen habe,weil ich nicht dem christlichen Glauben angehöre.
    Das wäre möglicherweise anders, wenn ich in einem christlichen Umfeld großgeworden wäre.


    Gewissen ist also anerzogen.


    Die innere Stimme ist meiner Meinung nach eher der Part, der sich aufgrund meiner subjektiven Gedanken und Schlußfolgerungen bildet.
    Also weniger anerzogen, sondern erfahrungsbedingt.

    "Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer." Sokrates

  • Das ist ein sehr schwieriges Thema. Ich denke zu einem großen Teil ist Gewissen anerzogen und abhängig von der Gesellschaft in der wir leben. Aber ich glaube, dass der Mensch grundlegend von Natur aus in der Lage ist Empathie für andere Lebewesen zu empfinden. Der eine mehr, der andere weniger. Es gibt so viele Menschen, die eine "normale" Erziehung nach gängigen moralischen Vorstellungen genossen haben und dennoch kein ausgeprägtes Gewissen haben. Im Gegenzug gibt es Menschen die einen Haufen Scheiße durchgemacht haben und denen das Leben grundsätzlich nur in die Fresse gespuckt hat und die sind trotzdem empathisch, moralisch "normal", "gut"...


    Aber hier geht es schon wieder los: Was ist "gut"? Was ist "böse"? Ich glaube das Gewissensthema hängt ganz eng mit Gut und Böse zusammen. Und Gut und Böse ist niemals schwarz und weiß sondern voller feiner Abstufungen und immer davon abhängig aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Ein ganz banales Beispiel: Jemand lebt vielleicht von seiner Ernährung her vegan, hat aber kein Problem damit Kosmetik und Putzmittel von Firmen zu nutzen, die Tierversuche durchführen. Erlebe ich ganz häufig. Da gibt es unendlich viele Beispiele. Im einen Moment hilft man einem Freund und im nächsten Moment versucht man jemandem etwas schlechtes zu tun den man nicht mag. Unser Gewissen ist in vielerlei Hinsicht äußerst flexibel.


    Zheydarr =^.^=

  • hmmmmmmmmmmmmmm
    gute Frage


    Teils, denke ich, ist es anerzogen und von der Moral der Gesellschaft bestimmt, in der man lebt.
    Inwieweit man sich davon tatsächlich beeinflussen lässt, hängt auch vom Charakter ab, denke ich, denn es gibt ja immer wieder Leute, denen das schlechte Gewissen auch ziemlich egal ist oder die einfach keins bekommen und ihre eigenen Regeln machen.
    und letzteres muss nicht schlecht sein.
    Wenn man mehr drüber nachdenkt, sich tatsächlich damit auseinandersetzt, vielleicht auch Erfahrungen macht ... sollte eigentlich über die Moralvorstellungen seiner Gesellschaft hinausgehen können und selber Kriterien finden, was akzeptabel ist und was nicht. Wenn ich mich z.b. von Mitgefühl und Empathie bestimmen lasse, bekomme ich bei vielem ein schlechtes GEwissen, was in der Gesellschaft heute völlig in Ordnung ist. Im anderen Extrem kann jemand, dem Mitgefühl völlig abgeht, auch dazu kommen, dass er/sie alle Regeln überschreitet und kein schlechtes GEwissen bekommen ... das extrem hier wären Psychopathen.


    also für die, die nicht nachdenken, nach-fühlen behaupte ich mal so .. ist es v.a. anerzogen.
    und zusätzlich ist es abhängig davon. wie sehr man sich in andere hineinfühlen kann

  • Mal als kurzen Einwurf (ich kann das später noch weiter ausführen), es ist insoweit eine Gewissensfrage, die einerseits von der Erziehung und dem Vorleben abhängt, man muss erst einmal "kennen", bzw. kognitiv aufnehmen und zum Zweiten der emotionale Teil muss dieser Entsprechung "zustimmen", findet im emotionalen Teil keine Zustimmung statt, wird auch, trotz Kenntnis kein schlechtes Gewissen "erzeugt".

  • Zur Zeit arbeite ich die Verhörmethoden der Polizei durch.
    Da vieles auf psychologischer Ebene passiert,bleiben viele Wunden unentdeckt.
    Wo bleibt da das Gewissen,wenn vermeintlich Gutes getan wird,Verbrechen aufzudecken ?
    Meiner Meinung nach rechtfertigt zugefügtes Leid nicht unlautere Mittel.
    Meiner Meinung nach gibt es in der Konstellation nur Täter.
    Als energetisches Wesen sehe ich andere Verstrickungen.
    Viele Verhaltensweisen des Menschen sind nur auf Überleben gepimpt,nicht auf Moral und Gewissen.
    Moral und Gewissen sind irgendwie höher angesiedelt.
    Manchmal stelle ich mir die Frage,ob beides nur dafür sorgen soll,das die Menschheit nicht ganz ausflipt.
    Sozusagen ein latenter Selbsterhaltungsknopf,der die rasante Fahrt aufhalten soll.
    Kurioser Weise haben die mit dem geringsten Knopf die meißte Machtbefugnisse.
    Was soll heißen:
    Das Universum hat Humor!
    Schade nur,das uns Menschen dabei der Spaß vergeht!

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Wenn man immer falsches Handeln belohnen würde,könnte man Selbsterhaltung und Gewissen ausschalten können?
    Was ist das Gewissen und woher kommt es?
    Ist es anerzogen?
    Von Außen herangetragen?


    Uralte Frage und nach wie vor offen. Von den profanen Theorien zum Gesellschaftsvertrag bis hin zu den göttlichen Geboten, die aus dem Dornbusch kommen, kannst Du alles finden.


    Ich selbst neige zur Herausbildung gesellschaftlicher Konventionen. Wenn ständig Leute übereinander herfallen, sich betrügen oder bestehlen, ist keine höhere Zivilisation möglich. Sieht man an den Ländern wo Bürgerkriege herrschen oder Banden regieren. Dort geht's den breiten Massen dreckig. Deshalb, so glaube ich, hat sich soziale Moral und Ethik nach praktischen Erwägungen herausgebildet. Was den "Blick in den Himmel" nicht auszuschließen braucht. Aber Gewissen kann sich ändern: Die römischen Massen fanden das Töten von Gladiatoren tugendhaft, natürlich nur, wenn im Kampf die Regeln beachtet wurden, Abraham fand es tugendhaft, seinem Gott El Shaddai seinen Sohn Isaak zu opfern. Aber ich denke, die Menschen haben zu allen Zeiten gewußt, was es bedeutete, einem Anderen ein Leid zuzufügen.

  • Meiner Meinung nach ist das Gewissen das, was uns von unmoralischem Handeln zu unserem eigenen Nutzen , also rein Instinkt-gesteurtem Taten,abhält. Rein vom Instinkt her wäre z.B. Diebstahl sehr natürlich. Das wir uns trotzdem nicht einfach Alles nehmen was uns gefällt liegt an unserer Erziehung, die gewisse Tabus in unserem Bewusstsein etabliert hat.
    Durch extrem Situationen kann diese Barriere überwunden werden. In Bezug auf Kendras Posting erinnere ich mich an einen Fall von Kindesentführung vor einigen Jahren, in dem der Verdächtige durch die Polizei regelrecht gefoltert wurde um das Versteck/Gefängnis preiszugeben. Rechtlich eindeutig falsch, moralisch fragwürdig, aber den betreffenden Polizisten war in dem Moment ihr Wille (Instinkt?) das Kind zu retten wichtiger als ihr anerzogenes Gewissen.

    Tu das, von dem du denkst es müsse getan werden. Was daraus wird wissen nur die Götter.

  • Ich für meinen Teil denke das die Gewissensfrage bei uns Menschen von Hause aus unterschiedlich ausgeprägt ist. Der Eine hat sehr viel Gewissen, der Andere weniger, wieder ein Anderer hat gar keins.
    Ich behaupte mal das Adolf, Joseph und Mao nie ein Gewissen hatten, weil sie von Natur aus skrupellose Sauhunde waren.
    Die Frage nach dem Gewissen ist für mich nur zweitrangig Kultur abhängig weil es auch unter dem Einfluß von Tyrannen immer wieder Menschen gab, die durch barmherzige Gesten bewiesen, das nicht alle Menschen zu verrohen sind. Natürlich haben auch die aus Gründen des Selbstschutzes mitgemacht, bewiesen aber das sie in Wahrheit anders sind.
    Das Gewissen kann man meiner bescheidenen Meinung nach nicht wie mit einem Schalter an oder ausschalten. Entweder man hat eins oder man hat keins mit all seinen Schattierungen.
    Natürlich spielen äußere Umstände immer eine Rolle bei der Gewissensfrage. Droht mir selber die Todesstrafe für Barmherzigkeit, muß ich ich wohl doch Skrupellos sein. Soll heißen das der Selbsterhaltungstrieb eine ganz große Rolle spielt wenn es um die Frage des Gewissens geht.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Jeder hat ein gewissen. Es wird aber durch die gesellschaftliche und eigene moral, ansichten und der persönlichkeit geprägt. Aber es hängt auch von der eigenen lebenssituation ab. Hitler, stalin und mao hatten sicherlich ein gewissen. Die frage ist nur bei was, wann, wo etc..