Heiden auf dem Vormarsch?

Schon gewusst…?

Mjölnir (isländisch; aus altnordisch Mjǫllnir, Bedeutung umstritten, womöglich „Malmer“, „Blitz“ oder „glänzende Blitzwaffe“) heißt in der germanischen Mythologie ein Kriegshammer, die magische Waffe des Gottes Thor, mit der dieser die Feinde der Götter, vor allem die Thursen (Riesen) und die Midgardschlange, bekämpfte.

  • Aus meiner Sicht geht es voran mit dem Heidentum, das sehe ich an mir und meiner Umgebung. Früh bin ich aus der Kirche ausgetreten und lange ungläubig durch die Welt gezogen. Doch ohne eine Form von Glauben, von Mysterien und Zauber der Zeit die wir hier auf Mutter und Vater Erde verbringen fühlte ich mich nur als funktionale biochemische Lebensform mit der schrecklichen Fähigkeit diesen sinnlosen Zustand auch noch erkennen zu können.
    Wichtig war für mich die Erkenntnis, dass Glaube nichts mit Religion zu tun hat, zumindest nicht der Glaube an das göttliche in allem, auch in mir. Das beobachte ich auch bei anderen Menschen um mich herum. Wir benötigen keinen Stellvertreter Gottes auf Erden, denn alles hier auf Mutter und Vater Erde besitzt selbst den direkten Draht und braucht keinen Vermittler.
    Das ist gleichzeitig auch das Potential durch welches das Heidentum expandieren kann
    Was aus meiner Sicht derzeit noch fehlt ist eine klare und pragmatische Ausrichtung des Heidentum auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner, dem oben genannten.
    Die Aufgabe des Heidentums kann es nicht sein zu leben wie unsere Ahnen, denn da liegen tausende von Jahren dazwischen, mit anderen Zeitqualitäten und Zuständen, in deren Kontext sie ihre Chance hatten. Gleiches gilt für die "alten" Götter. Heute geht es darum heraus zu finden was gut und richtig war und es in die heutige Lebensweise und die heutige Zeitqualität zu übertrage, andernfalls würde das keine Evolution sondern Rückschritt bedeuten und das widerspricht den cosmischen Gesetzen.
    Götter und Wesenheiten sehe ich als Personifizierung von Energiequalitäten bestimmter Entitäten oder Schaffensbereiche, z. B. der Bäume, der Jagd, usw.. Sie vereinfachen den Umgang mit ihnen und sind somit sehr real.
    In der heutigen Zeitqualität haben wir Heiden die Chance im Rückblick auf das was vor uns war, als Sitze unserer Ahnenlinien, die fehl gelaufenen Entwicklungen zu erkennen und zu korrigieren. Hierzu gehört auch die Trennung des Menschen vom göttlichen durch die Religionen, die Trennung der Polarität als Schöpfungskraft von Trinitäten und damit der Entwicklung und des Wachstums. Auch für sich selbst einstehen zu können, mit Klarheit und Selbst-Bewusstsein, auch mal wieder das Schwert zu ziehen um der Scharlatanerei Grenzen auf zu zeigen.
    All dies zu tun wird die Lebensweise der Menschen die Gesellschafts- und Wirtschaftsformen verändern und wir Heiden verfügen über die Schlüssel zu diesen neuen Räumen.
    Was sagt ihr dazu?
    Herzliche Grüße, Norbert

  • Aus meiner Sicht geht es voran mit dem Heidentum, das sehe ich an mir und meiner Umgebung. Früh bin ich aus der Kirche ausgetreten und lange ungläubig durch die Welt gezogen. Doch ohne eine Form von Glauben, von Mysterien und Zauber der Zeit die wir hier auf Mutter und Vater Erde verbringen fühlte ich mich nur als funktionale biochemische Lebensform mit der schrecklichen Fähigkeit diesen sinnlosen Zustand auch noch erkennen zu können.
    Wichtig war für mich die Erkenntnis, dass Glaube nichts mit Religion zu tun hat, zumindest nicht der Glaube an das göttliche in allem, auch in mir. Das beobachte ich auch bei anderen Menschen um mich herum. Wir benötigen keinen Stellvertreter Gottes auf Erden, denn alles hier auf Mutter und Vater Erde besitzt selbst den direkten Draht und braucht keinen Vermittler.
    Das ist gleichzeitig auch das Potential durch welches das Heidentum expandieren kann
    Was aus meiner Sicht derzeit noch fehlt ist eine klare und pragmatische Ausrichtung des Heidentum auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner, dem oben genannten.
    Die Aufgabe des Heidentums kann es nicht sein zu leben wie unsere Ahnen, denn da liegen tausende von Jahren dazwischen, mit anderen Zeitqualitäten und Zuständen, in deren Kontext sie ihre Chance hatten. Gleiches gilt für die "alten" Götter. Heute geht es darum heraus zu finden was gut und richtig war und es in die heutige Lebensweise und die heutige Zeitqualität zu übertrage, andernfalls würde das keine Evolution sondern Rückschritt bedeuten und das widerspricht den cosmischen Gesetzen.
    Götter und Wesenheiten sehe ich als Personifizierung von Energiequalitäten bestimmter Entitäten oder Schaffensbereiche, z. B. der Bäume, der Jagd, usw.. Sie vereinfachen den Umgang mit ihnen und sind somit sehr real.
    In der heutigen Zeitqualität haben wir Heiden die Chance im Rückblick auf das was vor uns war, als Sitze unserer Ahnenlinien, die fehl gelaufenen Entwicklungen zu erkennen und zu korrigieren. Hierzu gehört auch die Trennung des Menschen vom göttlichen durch die Religionen, die Trennung der Polarität als Schöpfungskraft von Trinitäten und damit der Entwicklung und des Wachstums. Auch für sich selbst einstehen zu können, mit Klarheit und Selbst-Bewusstsein, auch mal wieder das Schwert zu ziehen um der Scharlatanerei Grenzen auf zu zeigen.
    All dies zu tun wird die Lebensweise der Menschen die Gesellschafts- und Wirtschaftsformen verändern und wir Heiden verfügen über die Schlüssel zu diesen neuen Räumen.
    Was sagt ihr dazu?
    Herzliche Grüße, Norbert

  • Was sagt ihr dazu?


    Sehe ich in etwa genauso.


    Zitat

    Was aus meiner Sicht derzeit noch fehlt ist eine klare und pragmatische Ausrichtung des Heidentum auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner, dem oben genannten.


    Hm, ich denke, den haben wir.


    Zur Expansion im übrigen: Wir haben in Deutschland die prozentual am stärksten wachsende Religion von allen. Was hauptsächlich daran liegt, daß 10 neue Heiden gleich ein paar Prozentpunkte ausmachen. ^^

  • Was sagt ihr dazu?


    Sehe ich in etwa genauso.


    Zitat

    Was aus meiner Sicht derzeit noch fehlt ist eine klare und pragmatische Ausrichtung des Heidentum auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner, dem oben genannten.


    Hm, ich denke, den haben wir.


    Zur Expansion im übrigen: Wir haben in Deutschland die prozentual am stärksten wachsende Religion von allen. Was hauptsächlich daran liegt, daß 10 neue Heiden gleich ein paar Prozentpunkte ausmachen. ^^

  • Wir benötigen keinen Stellvertreter Gottes auf Erden, denn alles hier auf Mutter und Vater Erde besitzt selbst den direkten Draht und braucht keinen Vermittler.


    öhm.. einige brauchen das nicht. manche wiederum brauchen das sehr wohl. wie schade finde ich es, wenn einer "trotzend" den göttern den rücken zu kehrt weil er kein ZEICHEN bekommen hat. sieht es aber auch nicht ein, dass man dafür auch mal etwas tun muss. sich mehr beschäftigen, oder eben mal was "opfern" oder einfach mal genau ZUHÖREN und HINSEHEN. viele sind abhängig von BEWEISEN. und da dieser glaube mehr aus sich bzw einem herauswächst.. reichen die beweise nicht.


    den punkt zu leben wie unsere ahnen.. ja das sehe ich auch so. logo geht es heute einfach nicht mehr.. die zeit entwickelt sich, der mensch hat sich entwickelt. aber ich denke das ist nicht so wild.. weil mal ehrlich, die götter sind nicht blind und wissen das wir im heute und hier leben.


    öhm wie klar und pragmatisch sollte den deiner meinung nach die ausrichtung sein?
    ich folge zu 90% meinem herzen und meiner inneren stimme. 10% sind verstand, dass ich die heutige zeit nicht vergesse und wahllos meinem "feind" die franziska entgegenwerfe :whistling: ne spass bei seite.. ich versteh echt nicht so 100% was du damit ausdrücken willst, bzw was du erwartest..


    erklär mir das mal bitte bitte..


    lg mandy

  • Wir benötigen keinen Stellvertreter Gottes auf Erden, denn alles hier auf Mutter und Vater Erde besitzt selbst den direkten Draht und braucht keinen Vermittler.


    öhm.. einige brauchen das nicht. manche wiederum brauchen das sehr wohl. wie schade finde ich es, wenn einer "trotzend" den göttern den rücken zu kehrt weil er kein ZEICHEN bekommen hat. sieht es aber auch nicht ein, dass man dafür auch mal etwas tun muss. sich mehr beschäftigen, oder eben mal was "opfern" oder einfach mal genau ZUHÖREN und HINSEHEN. viele sind abhängig von BEWEISEN. und da dieser glaube mehr aus sich bzw einem herauswächst.. reichen die beweise nicht.


    den punkt zu leben wie unsere ahnen.. ja das sehe ich auch so. logo geht es heute einfach nicht mehr.. die zeit entwickelt sich, der mensch hat sich entwickelt. aber ich denke das ist nicht so wild.. weil mal ehrlich, die götter sind nicht blind und wissen das wir im heute und hier leben.


    öhm wie klar und pragmatisch sollte den deiner meinung nach die ausrichtung sein?
    ich folge zu 90% meinem herzen und meiner inneren stimme. 10% sind verstand, dass ich die heutige zeit nicht vergesse und wahllos meinem "feind" die franziska entgegenwerfe :whistling: ne spass bei seite.. ich versteh echt nicht so 100% was du damit ausdrücken willst, bzw was du erwartest..


    erklär mir das mal bitte bitte..


    lg mandy

  • Ich denke auch, dass zur Zeit gute Chancen zur Weiterentwicklung bzw. Revitalisierung des germanischen Heidentums in unseren Breiten besteht. Begünstigt wird das in meinen Augen durch die allgemeine "Glaubenskrise" in weiten Teilen der Gesellschaft und der zunehmenden Abkehr von der Institution Kirche. Die Kirche erreicht die Menschen einfach nicht mehr - mehr noch, durch hausgemachte Skandale vertreibt sie ihre Schäfchen sogar. Das soll uns nur recht sein.
    Viele strecken ihre Fühler aus und suchen nach Alternativen, die sie oftmals in fernöstlichen Philosophien oder der Hinwendung zu Schamanismus und Naturreligion zu finden suchen. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah? Die meisten wissen ja gar nicht, dass unsere Vorfahren auch eigene Glaubensvorstellungen entwickelt und kultiviert haben. Leider herrscht in den Köpfen aber oftmals noch das Bild der primitiven Barbaren vor, die Menschen- und Tieropfer brachten und Angst hatten, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.
    Hier sollte das germanische Heidentum einfach viel offensiver sein und ganz bewußt die Öffentlichkeit suchen, anstatt sich im Hinterstübchen oder in einem subkulturellen Ghetto zu verbergen. Ich bin fest davon überzeugt, dass das germanische Heidentum den Menschen hier mehr zu bieten hat als Christentum und Co., weil es aus der Seele des Volkes geboren wurde und daher auch den Menschen - auch den heutigen Gernerationen, die mit Kirche und Christentum aufgewachsen sind - irgendwo aus tiefster Seele spricht.
    Auch ich achte und respektiere jede andere Religion neben der meinen, aber selbstverständlich bin ich in gewisser Weise auch parteiisch. Denn wenn es nach mir ginge, wäre Asatru zumindest mal eine anerkannte Religion in der Bundesrepublik - wenn nicht sogar Staatsreligion ;)
    Aber mal ersthaft, unser Ziel muß doch wirklich sein: a) mittelfristig als Religionsgemeinschaft staatlich anerkannt zu werden, und b) unsere Brüder und Schwestern mit unserem Glauben vertraut zu machen und sie bestenfalls für diesen Glauben zu gewinnen. Das machen wir selbstverständlich nicht mit Feuer und Schwert, wie es das Christentum so oft getan hat. Asatru ist ja auch keine missionarische Religion wie Christentum oder der Islam. Aber dass man für seine Glaubensvorstellungen eine möglichst große Basis im Volk haben möchte und auch etwas dafür tut, nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden (da wo wir uns heute nämlich leider befinden) ist doch ganz natürlich. In dieser Beziehung sollte man schon wehrhaft sein und seine Interessen verteidigen.
    Da halte ich es ganz mit Ulrich von Hutten: "Sei was du willst, aber was du bist, habe den Mut ganz zu sein!"

  • Ich denke auch, dass zur Zeit gute Chancen zur Weiterentwicklung bzw. Revitalisierung des germanischen Heidentums in unseren Breiten besteht. Begünstigt wird das in meinen Augen durch die allgemeine "Glaubenskrise" in weiten Teilen der Gesellschaft und der zunehmenden Abkehr von der Institution Kirche. Die Kirche erreicht die Menschen einfach nicht mehr - mehr noch, durch hausgemachte Skandale vertreibt sie ihre Schäfchen sogar. Das soll uns nur recht sein.
    Viele strecken ihre Fühler aus und suchen nach Alternativen, die sie oftmals in fernöstlichen Philosophien oder der Hinwendung zu Schamanismus und Naturreligion zu finden suchen. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah? Die meisten wissen ja gar nicht, dass unsere Vorfahren auch eigene Glaubensvorstellungen entwickelt und kultiviert haben. Leider herrscht in den Köpfen aber oftmals noch das Bild der primitiven Barbaren vor, die Menschen- und Tieropfer brachten und Angst hatten, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt.
    Hier sollte das germanische Heidentum einfach viel offensiver sein und ganz bewußt die Öffentlichkeit suchen, anstatt sich im Hinterstübchen oder in einem subkulturellen Ghetto zu verbergen. Ich bin fest davon überzeugt, dass das germanische Heidentum den Menschen hier mehr zu bieten hat als Christentum und Co., weil es aus der Seele des Volkes geboren wurde und daher auch den Menschen - auch den heutigen Gernerationen, die mit Kirche und Christentum aufgewachsen sind - irgendwo aus tiefster Seele spricht.
    Auch ich achte und respektiere jede andere Religion neben der meinen, aber selbstverständlich bin ich in gewisser Weise auch parteiisch. Denn wenn es nach mir ginge, wäre Asatru zumindest mal eine anerkannte Religion in der Bundesrepublik - wenn nicht sogar Staatsreligion ;)
    Aber mal ersthaft, unser Ziel muß doch wirklich sein: a) mittelfristig als Religionsgemeinschaft staatlich anerkannt zu werden, und b) unsere Brüder und Schwestern mit unserem Glauben vertraut zu machen und sie bestenfalls für diesen Glauben zu gewinnen. Das machen wir selbstverständlich nicht mit Feuer und Schwert, wie es das Christentum so oft getan hat. Asatru ist ja auch keine missionarische Religion wie Christentum oder der Islam. Aber dass man für seine Glaubensvorstellungen eine möglichst große Basis im Volk haben möchte und auch etwas dafür tut, nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden (da wo wir uns heute nämlich leider befinden) ist doch ganz natürlich. In dieser Beziehung sollte man schon wehrhaft sein und seine Interessen verteidigen.
    Da halte ich es ganz mit Ulrich von Hutten: "Sei was du willst, aber was du bist, habe den Mut ganz zu sein!"

  • Götter und Wesenheiten sehe ich als Personifizierung von Energiequalitäten bestimmter Entitäten oder Schaffensbereiche, z. B. der Bäume, der Jagd, usw.. Sie vereinfachen den Umgang mit ihnen und sind somit sehr real.



    In der postindustriellen Gesellschaft gehen nur noch diejenigen auf die Jagd, die viel Kohle haben und das anderen unbedingt zeigen wollen.
    Götter als Personifizierungen? Also nicht als zwar personale aber dennoch geistige Mächte? Es behauptet ja niemand, daß Odin ein Mann mit einem roten Bart ist, der ein achtbeiniges Pferd reitet. Aber wenn man die Götter nur noch als Symbole bewertet wie den Berliner Bär für Berlin oder die Marie für Frankreich, wozu brauchen wir dann eine Religion? Dann könnten wir doch alle geschossen bei den Freigeistern (Atheisten) eintreten.



    Gruß, Haganrix

  • Götter und Wesenheiten sehe ich als Personifizierung von Energiequalitäten bestimmter Entitäten oder Schaffensbereiche, z. B. der Bäume, der Jagd, usw.. Sie vereinfachen den Umgang mit ihnen und sind somit sehr real.



    In der postindustriellen Gesellschaft gehen nur noch diejenigen auf die Jagd, die viel Kohle haben und das anderen unbedingt zeigen wollen.
    Götter als Personifizierungen? Also nicht als zwar personale aber dennoch geistige Mächte? Es behauptet ja niemand, daß Odin ein Mann mit einem roten Bart ist, der ein achtbeiniges Pferd reitet. Aber wenn man die Götter nur noch als Symbole bewertet wie den Berliner Bär für Berlin oder die Marie für Frankreich, wozu brauchen wir dann eine Religion? Dann könnten wir doch alle geschossen bei den Freigeistern (Atheisten) eintreten.



    Gruß, Haganrix

  • @ Hanganrix - Wir meinen weitgehend das Gleiche. Mit meiner Aussage wollte ich auf den realen Hintergrund des Götter und Wesenheiten in Form von konkreten "Aufgaben" und "Themenbereichen " eingehen.


    Mandy - Das ist genau die Frage, wo liegt der kleinste gemeinsame Nenner, der es möglich macht, dass zumindest ein Großteil der Heiden gemeinsam nach Außen auftreten und damit eine wahrnehmbare Masse darstellen, die auch eine entsprechende Wirkung und Anziehung ausübt, Morphogenetische Felder usw.
    Ich war lange Zeit "freifliegend" da es so unglaublich viele mehr oder weniger versteckte Heidengruppen unterschiedlichste Richtungen gibt die alle ihr eigenes kleines Süppchen kochen und "ihr" Ding "eifersüchtig schützen, vor wem auch immer. Mir kam es immer so vor, dass sie anders sind und sein wollen, weshalb sie ja in solchen Gruppen sind, dann aber "radikaler" anders deckende, auch insbesondere andersdenkende Heiden, ablehnen, sich als die richtigen Heiden sehen, oder diejenigen die das beste, originalgetreueste, usw. sind und haben, also die AAA´s. Mir sind auch die Probleme mit den PFI-Konferenzen und anderen Versuchen aufgefallen, Heiden an einen Tisch zu bekommen, auch wenn es unverbindlich um die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner geht und darum, sich lediglich zu vernetzen ohne zu missionieren.
    Wie pragmatisch soll es sein? Das ist die Frage. Ich geh mal davon aus, dass alle versuchen ihr Heidentum zu leben. In dem Fall sollte es möglich sein, sich in angemessenen Abständen auch physisch zu treffen, kennen zu lernen, sich aus zu tauschen und gemeinsame Aktionen zu realisieren. Vielfalt bereichert! So kann ein Treffen z. B. eine Plattform sein auf der sich die einzelnen Gruppen und ihre Projekte vorstellen, wertfrei und ohne Missionierung. Und es wird gewiss bestimmte Grundbedürfnisse geben die bei allen gleich sind. Hier könnte man gemeinsam auftreten und damit das eigene heidnische Leben erleichtern und voran bringen.
    Und richtig, die Götter sind nicht blind, das ist ja der Punkt. Was sehen sie derzeit und können sie damit zufrieden sein?
    Die Kelten hatten eine dezentrale Völkerstruktur die über 1000 Jahre über Europa und darüber hinaus erfolgreich funktionierte. Sollten wir modernen Heiden mit Autobahnen, Handies und Internet das nicht auch hin bekommen? Diese Foren sind ja schon eine tolle Möglichkeit.


    Herzliche Grüße, Norbert

  • @ Hanganrix - Wir meinen weitgehend das Gleiche. Mit meiner Aussage wollte ich auf den realen Hintergrund des Götter und Wesenheiten in Form von konkreten "Aufgaben" und "Themenbereichen " eingehen.


    Mandy - Das ist genau die Frage, wo liegt der kleinste gemeinsame Nenner, der es möglich macht, dass zumindest ein Großteil der Heiden gemeinsam nach Außen auftreten und damit eine wahrnehmbare Masse darstellen, die auch eine entsprechende Wirkung und Anziehung ausübt, Morphogenetische Felder usw.
    Ich war lange Zeit "freifliegend" da es so unglaublich viele mehr oder weniger versteckte Heidengruppen unterschiedlichste Richtungen gibt die alle ihr eigenes kleines Süppchen kochen und "ihr" Ding "eifersüchtig schützen, vor wem auch immer. Mir kam es immer so vor, dass sie anders sind und sein wollen, weshalb sie ja in solchen Gruppen sind, dann aber "radikaler" anders deckende, auch insbesondere andersdenkende Heiden, ablehnen, sich als die richtigen Heiden sehen, oder diejenigen die das beste, originalgetreueste, usw. sind und haben, also die AAA´s. Mir sind auch die Probleme mit den PFI-Konferenzen und anderen Versuchen aufgefallen, Heiden an einen Tisch zu bekommen, auch wenn es unverbindlich um die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner geht und darum, sich lediglich zu vernetzen ohne zu missionieren.
    Wie pragmatisch soll es sein? Das ist die Frage. Ich geh mal davon aus, dass alle versuchen ihr Heidentum zu leben. In dem Fall sollte es möglich sein, sich in angemessenen Abständen auch physisch zu treffen, kennen zu lernen, sich aus zu tauschen und gemeinsame Aktionen zu realisieren. Vielfalt bereichert! So kann ein Treffen z. B. eine Plattform sein auf der sich die einzelnen Gruppen und ihre Projekte vorstellen, wertfrei und ohne Missionierung. Und es wird gewiss bestimmte Grundbedürfnisse geben die bei allen gleich sind. Hier könnte man gemeinsam auftreten und damit das eigene heidnische Leben erleichtern und voran bringen.
    Und richtig, die Götter sind nicht blind, das ist ja der Punkt. Was sehen sie derzeit und können sie damit zufrieden sein?
    Die Kelten hatten eine dezentrale Völkerstruktur die über 1000 Jahre über Europa und darüber hinaus erfolgreich funktionierte. Sollten wir modernen Heiden mit Autobahnen, Handies und Internet das nicht auch hin bekommen? Diese Foren sind ja schon eine tolle Möglichkeit.


    Herzliche Grüße, Norbert

  • Ich muss ma wieder ein bisschen schwarzsehen^^


    Friedrich: Ich glaube nicht, dass Asatru den Menschen heute "aus der Seele spricht". Der Fakt ist doch folgender: Leute, die sich zu Asatru bekehren, sind doch meistens Leute, wie du und ich, sprich Männer, meistens so 15-25 (Mein EIndruck). Das deutet nicht grad darauf hin, dass breite Bevölkerungsschichten sich davon angesprochen fühlen. Und Fakt ist, dass sich Religionen vor Allem durch höhere Geburtenraten verbreiten, die wenigsten Menschen wechseln im Leben je die Religion. Wie viele kennst du? Wenn die Frauenquote so bleibt, is Essig mit Wachstum. Bei der geringen Anzahl an Heiden fällt jeder Konvertit ins Gewicht. Aber auf die Dauer ist das wohl eher unbedeutsam.
    Fakt ist doch, dass sich das Christentum gegenüber dem Heidentum durchgesetzt hat. Und das eben nicht nur durch Gewalt, denn das Christentum setzt sich bis heute global gegen indigene Religionen durch, ohne das da einer mit ner Waffe hinter steht (Aktuell ganz stark z.B. in China). Also irgendwas muss daran ja sein, was die Leute toll finden. Und auch wenn das für uns jetzt grade doof ist, wird sich der Spieß nicht einfach umdrehen.


    npaul: Ich glaube, eines der Hauptprobleme ist, dass viele Heiden sich ihre Glaubensgebäude mit einer Radikalität zusammenflickwerken, die oft gruselig ist. Stichwort "Morphogenetische Felder". Das ist eun völlig aus der Luft geriffenes Konstrukt, das erstens nicht authentisch ist und zweitens keine wissenschaftliche Grundlage hat(Die Theorie wird nur von Außenseitern vertreten, man könnte genauso gut an die Hohlwelttheorie glauben oder die zionistische Weltverschwörung). Ich finde, wenn man anstrebt, einen gemeinsamen Nenner zu finden, sollte zumindest eine dieser Voraussetzungen gegeben sein(Also entweder historisch belegbar, oder wissenschaftlich belegt).


    Aber so lange es so viele offensichtliche Glaubensexzentriker gibt (Ich hab mal auf nem Heidentreffen einen getroffen, der behauptete, er sei mit einem Baum (!) verheiratet), koche ich auch gerne erstmal mein eigenes Süppchen. Meine Blotgruppe funktioniert und das ist Alles, was für mich zählt.

  • Ich muss ma wieder ein bisschen schwarzsehen^^


    Friedrich: Ich glaube nicht, dass Asatru den Menschen heute "aus der Seele spricht". Der Fakt ist doch folgender: Leute, die sich zu Asatru bekehren, sind doch meistens Leute, wie du und ich, sprich Männer, meistens so 15-25 (Mein EIndruck). Das deutet nicht grad darauf hin, dass breite Bevölkerungsschichten sich davon angesprochen fühlen. Und Fakt ist, dass sich Religionen vor Allem durch höhere Geburtenraten verbreiten, die wenigsten Menschen wechseln im Leben je die Religion. Wie viele kennst du? Wenn die Frauenquote so bleibt, is Essig mit Wachstum. Bei der geringen Anzahl an Heiden fällt jeder Konvertit ins Gewicht. Aber auf die Dauer ist das wohl eher unbedeutsam.
    Fakt ist doch, dass sich das Christentum gegenüber dem Heidentum durchgesetzt hat. Und das eben nicht nur durch Gewalt, denn das Christentum setzt sich bis heute global gegen indigene Religionen durch, ohne das da einer mit ner Waffe hinter steht (Aktuell ganz stark z.B. in China). Also irgendwas muss daran ja sein, was die Leute toll finden. Und auch wenn das für uns jetzt grade doof ist, wird sich der Spieß nicht einfach umdrehen.


    npaul: Ich glaube, eines der Hauptprobleme ist, dass viele Heiden sich ihre Glaubensgebäude mit einer Radikalität zusammenflickwerken, die oft gruselig ist. Stichwort "Morphogenetische Felder". Das ist eun völlig aus der Luft geriffenes Konstrukt, das erstens nicht authentisch ist und zweitens keine wissenschaftliche Grundlage hat(Die Theorie wird nur von Außenseitern vertreten, man könnte genauso gut an die Hohlwelttheorie glauben oder die zionistische Weltverschwörung). Ich finde, wenn man anstrebt, einen gemeinsamen Nenner zu finden, sollte zumindest eine dieser Voraussetzungen gegeben sein(Also entweder historisch belegbar, oder wissenschaftlich belegt).


    Aber so lange es so viele offensichtliche Glaubensexzentriker gibt (Ich hab mal auf nem Heidentreffen einen getroffen, der behauptete, er sei mit einem Baum (!) verheiratet), koche ich auch gerne erstmal mein eigenes Süppchen. Meine Blotgruppe funktioniert und das ist Alles, was für mich zählt.

  • Ich glaube nicht, dass Asatru den Menschen heute "aus der Seele spricht". Der Fakt ist doch folgender: Leute, die sich zu Asatru bekehren, sind doch meistens Leute, wie du und ich, sprich Männer, meistens so 15-25 (Mein EIndruck). Das deutet nicht grad darauf hin, dass breite Bevölkerungsschichten sich davon angesprochen fühlen.


    Richtig aber weite Teile der Bevölkerung wissen überhaupt gar nicht das es ein gelbetes Heidentum überhaupt gibt. Noch weniger wissen das es den Germanischen Glauben gibt. In der Werbung heißt soetwas "Wer nicht wirbt, der stirbt" und Heiden missionieren ja bekanntlich nicht. Darunter fällt dann auch jegliche Art der Öffentlichen Information. Letzteres wird dann ja auch meist bereits abfällig als Mission bezeichnet und man informiert ja die Öffentlichkeit, schließlich hat man doch eine Homepage auf der sich jeder informieren kann. Man muntert sich dann noch mit so hohlen Phrasen wie "Wer zu uns finden soll der findet uns auch" auf und vergisst dabei das man etwas schlecht finden kann wenn man überhaupt nicht weiß das es existiert.

  • Ich glaube nicht, dass Asatru den Menschen heute "aus der Seele spricht". Der Fakt ist doch folgender: Leute, die sich zu Asatru bekehren, sind doch meistens Leute, wie du und ich, sprich Männer, meistens so 15-25 (Mein EIndruck). Das deutet nicht grad darauf hin, dass breite Bevölkerungsschichten sich davon angesprochen fühlen.


    Richtig aber weite Teile der Bevölkerung wissen überhaupt gar nicht das es ein gelbetes Heidentum überhaupt gibt. Noch weniger wissen das es den Germanischen Glauben gibt. In der Werbung heißt soetwas "Wer nicht wirbt, der stirbt" und Heiden missionieren ja bekanntlich nicht. Darunter fällt dann auch jegliche Art der Öffentlichen Information. Letzteres wird dann ja auch meist bereits abfällig als Mission bezeichnet und man informiert ja die Öffentlichkeit, schließlich hat man doch eine Homepage auf der sich jeder informieren kann. Man muntert sich dann noch mit so hohlen Phrasen wie "Wer zu uns finden soll der findet uns auch" auf und vergisst dabei das man etwas schlecht finden kann wenn man überhaupt nicht weiß das es existiert.

  • Der Fakt ist doch folgender: Leute, die sich zu Asatru bekehren, sind doch meistens Leute, wie du und ich, sprich Männer, meistens so 15-25 (Mein EIndruck).


    Ich kenne zum großen Teil nur Leute zw. 35 und 45, beiderlei Geschlechts. Wobei ich zugeben muß, daß die holde Weiblichkeit mehr Wicca mit nordischem Einschlag praktiziert.

  • Der Fakt ist doch folgender: Leute, die sich zu Asatru bekehren, sind doch meistens Leute, wie du und ich, sprich Männer, meistens so 15-25 (Mein EIndruck).


    Ich kenne zum großen Teil nur Leute zw. 35 und 45, beiderlei Geschlechts. Wobei ich zugeben muß, daß die holde Weiblichkeit mehr Wicca mit nordischem Einschlag praktiziert.

  • Und richtig, die Götter sind nicht blind, das ist ja der Punkt. Was sehen sie derzeit und können sie damit zufrieden sein?
    Die Kelten hatten eine dezentrale Völkerstruktur die über 1000 Jahre über Europa und darüber hinaus erfolgreich funktionierte. Sollten wir modernen Heiden mit Autobahnen, Handies und Internet das nicht auch hin bekommen? Diese Foren sind ja schon eine tolle Möglichkeit.


    Das ist schon richtig, 'npaul', und wenn Du dazu mal was Interessantes lesen willst, dann kann ich Dir Kristin Futterliebs Dissertation "Neopaganismus online" empfehlen. Da wird auch noch wissenschaftlich bestätigt, daß die Heiden das Internet optimal ausnutzen. Und AgarwaenCran hat einfach nur bei google den Titel und den Namen eingegeben und wurde fündig. Ihr könnt das also alle ohne unnötige Kosten lesen. Und wenn Dir die wissenschaftlichen Auswertungen zu lang sein sollten, lies einfach hinten das Ergebnis. Danach sieht es für das Heidentum sehr gut aus!


    Aber es gibt offenbar keine Freude ohne Gefahren. Und die größte Gefahr für das wieder erstarkende Heidentum kommt nicht von außen, sondern, - das war für mich auch eine äußerst überraschende Entdeckung -, von innen. Denn unter dem Deckmantel des Heidentums wird Atheismus verbreitet, leider auch in den Foren. Das ist ein echtes Problem. Achte mal darauf, wie die Leute zu den Göttern stehen!


    Gruß, Haganrix

  • Und richtig, die Götter sind nicht blind, das ist ja der Punkt. Was sehen sie derzeit und können sie damit zufrieden sein?
    Die Kelten hatten eine dezentrale Völkerstruktur die über 1000 Jahre über Europa und darüber hinaus erfolgreich funktionierte. Sollten wir modernen Heiden mit Autobahnen, Handies und Internet das nicht auch hin bekommen? Diese Foren sind ja schon eine tolle Möglichkeit.


    Das ist schon richtig, 'npaul', und wenn Du dazu mal was Interessantes lesen willst, dann kann ich Dir Kristin Futterliebs Dissertation "Neopaganismus online" empfehlen. Da wird auch noch wissenschaftlich bestätigt, daß die Heiden das Internet optimal ausnutzen. Und AgarwaenCran hat einfach nur bei google den Titel und den Namen eingegeben und wurde fündig. Ihr könnt das also alle ohne unnötige Kosten lesen. Und wenn Dir die wissenschaftlichen Auswertungen zu lang sein sollten, lies einfach hinten das Ergebnis. Danach sieht es für das Heidentum sehr gut aus!


    Aber es gibt offenbar keine Freude ohne Gefahren. Und die größte Gefahr für das wieder erstarkende Heidentum kommt nicht von außen, sondern, - das war für mich auch eine äußerst überraschende Entdeckung -, von innen. Denn unter dem Deckmantel des Heidentums wird Atheismus verbreitet, leider auch in den Foren. Das ist ein echtes Problem. Achte mal darauf, wie die Leute zu den Göttern stehen!


    Gruß, Haganrix