Survival - Thread

Schon gewusst…?

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  • Dachte ich hau hier einen Thread für interessierte mal rein
    Na dann:


    Das Messer


    Als Basis dient ein Taschenmesser, das mindestens die folgenden Funktionen
    besitzen sollte: zwei Klingen
    (Eine Einteilung in eine Arbeitsklinge und eine Klinge für
    Nahrungsmittel ist sinnvoll, so dass man zum Apfel Schälen nicht die
    Klinge benutzt, mit der man zuvor noch andere Sachen gemacht hat.),
    eine Holzsäge, ein Dosenöffner und eine Schere.
    Weitere Funktionen sind nach Belieben ergänzbar. Es sollte aber darauf
    geachtet werden, dass das Messer trotz allem noch gut in der
    Hand liegt.
    Zur Messerpflege gehört, dass das Messer nach jeder Nutzung am
    besten unter fließendem Süßwasser gereinigt wird. Danach ist es
    ordentlich zu trocknen. Nicht rostfreie Messer werden zudem mit
    einer dünnen Schicht Öl eingerieben; wenn mit dem Messer auch
    Lebensmittel bearbeitet werden, sollte darauf geachtet werden, dass das
    Öl für den Menschen unschädlich ist (z. B.
    Speiseöl). Das Nachschärfen erfordert ein wenig Übung und ein Abziehstein. Ein
    Kombinations-Stein mit einer Körnung 1000/3000 zum Schärfen und Polieren
    ist gut geeignet. Für Unterwegs
    nimmt man einen entsprechend kleinen Stein („Formstein“ oder auch
    ein Stück vom günstigen „Riemchen“, wie z. B. dem Rozsutec Stein). Das
    Nachschleifen unterscheidet sich vom Schärfen; hier
    werden Macken und Ausbrüche behandelt. Ungeübte überlassen das am
    besten einem Könner oder sie nehmen aushilfsweise s. g. Messerschärfer
    (Schärfhilfe) die den richtigen Winkel von selbst
    finden sollen. Für grobe Arbeiten kann man sich zusätzlich noch ein großes Messer
    mit feststehender Klinge anschaffen. Eine Empfehlung ist, Liebhaberei
    gegen Verlust abzuwägen. Hier sei aber auf
    das Waffengesetz hingewiesen.

    Die Taschenlampe


    ganz klar ^^


    Vertäuungsmaterial


    Werden für alle Konstruktionsaufgaben gebraucht (Hütten, Fallen usw.) Dazu
    können Seile, Schnüre oder auch
    Draht verwendet werden. Mein Geheimtipp für die Notreserve ist
    Zahnseide. Sie ist verhältnismäßig reißfest und super kompakt.


    Feuerzeug


    Feuer ist lebenswichtig, da es Licht und Wärme spendet. Licht und Wärme sind
    eine wichtige (wenn nicht sogar die wichtigste) psychologische Stütze in schweren Situationen.
    Des Weiteren benötigen wir das Feuer zur Nahrungsaufbereitung und zum
    Abkochen des Trinkwassers.


    Tarn oder Poncho


    Ein Tarp ist ein wasserundurchlässiges Stück Stoff. Meist besteht es aus
    Kunstfaser und sollte etwa 2 mal 2
    Meter groß sein. Es dient als Dach beim Bau einer Notunterkunft, zum
    Auffangen von Regenwasser, zum Transport von Verletzten, und man kann
    sich darin einwickeln gegen Regen und Kälte. Ein Poncho
    ist gegenüber einem Tarp etwas kleiner, besitzt aber eine Kapuze und
    kann als Regenschutz bequem über der Kleidung und der Ausrüstung
    getragen werden. Ein Poncho sollte immer in Verbindung mit
    einer Regenhose getragen werden.


    Schlafsack


    Daunenschlafsäcke haben das größte Wärmvermögen. Sie sind aber empfindlich gegen Feuchtigkeit, hier sind
    Kunstfaser-Schlafsäcke geeigneter.

    Wasserflasche


    Feldflaschen, Trinkblasen, Kanister, Wasserbeutel erleichtern die
    Aufbewahrung und den Transport von Flüssigkeiten ungemein.
    Sie sollten nicht zu groß sein, um sie noch transportieren zu können (etwa 2-3 Liter).
    Sie bieten mehrere Vorteile und zwar lassen sie sich leicht tauschen, sind billig, durchsichtig (man
    sieht ob das gefilterte Wasser wirklich sauber ist; man hat seinen
    Wasservorrat gut im Blick), sind leicht, unkaputtbar. Ihr
    einziger Nachteil ist die kleine Öffnung oben, so dass die Reinigung
    nicht ganz einfach ist.
    Wann immer es möglich ist, empfiehlt es sich, mehrere kleinere
    Wasserflaschen mitzunehmen, statt eines
    großen Kanisters. Der Wasservorrat lässt sich auf diese Weise besser
    verstauen und falls ein Behältnis mal leckt oder kaputt geht, verliert
    man auf diese Weise nicht seinen gesamten Wasservorrat.
    Des Weiteren kann mit kleinen Flaschen der Wasservorrat besser
    rationiert und mit Anderen Personen geteilt werden. Auch lässt sich der
    Wasservorrat später an den Bedürfnissen anpassen, d.h. nicht
    benötigte Kapazitäten (Flaschen) können entsorgt werden, was bei
    einem Kanister nicht möglich ist.


    Der Survival-Gürtel


    An dieser Stelle möchte ich einen Ausrüstungsgegenstand behandeln, der
    nicht nur in Notsituationen extrem hilfreich sein
    kann. Ob es sich dabei um einen Survival-Gürtel, ein Survival-Pack,
    eine Survival-Weste oder ähnliches handelt, ist grundsätzlich egal und
    bleibt der Vorliebe des Trägers überlassen. Eines haben
    jedoch alle gemeinsam: Sie sind "Wundertüten", die einem draußen in
    einer Vielzahl von alltäglichen -aber auch unerwarteten- Situationen
    helfen. Je nach dem, was man vor hat und wo man sich
    befindet, kann sogar das Leben davon abhängen!


    Der von mir jetzt hier vorgestellte Survival-Gürtel ist ein individuelles Teil,
    das ich mir zusammengestellt habe. Es ist für
    meine Ansprüche konzipiert. Und daher sollen die Gegenstände hier
    nur als Vorschläge betrachtet werden. Je mehr Ihr Euch mit Survival
    beschäftigt und "draußen" seid, umso mehr werdet Ihr
    herausfinden, was Ihr braucht und was nicht. Außerdem kommt es
    natürlich darauf an, was Ihr machen wollt.
    Also, los geht’s


    Der Gürtel


    Dabei solltet Ihr folgende Überlegung berücksichtigen: Leder ist
    geschmeidig und sieht auch gut aus. Aber wenn es naß wird und längere
    Zeit nicht richtig trocknen kann, leidet das Material
    erheblich.


    Ich bevorzuge einen Leinen-Gürtel. Ihn kann man - im Gegensatz
    zum Ledergürtel - problemlos am Feuer trocknen, und er paßt sich dem
    Körper recht gut an.


    Die Tasche(n)


    Nun bleibt es Euch überlassen, ob Ihr lieber nur eine Tasche nehmt,
    die Ihr an den Gürtel hängt und in der Ihr Euer Zeug unterbringt oder ob
    Ihr lieber mehrere kleinere Taschen nehmt.
    Wichtig ist, dass die Utensilien, bis auf ein paar Ausnahmen, trocken untergebracht werden.
    Ich bevorzuge nur eine Tasche. Dies hat den Vorteil, dass ich die
    Tasche bei unterschiedlichen Aktivitäten so schieben und drehen kann,
    dass sie mich nicht stört.
    Mir gefällt der "alte" Brotbeutel der Bundeswehr recht gut.
    Darin bekomme ich alles unter, was ich brauche.

    Der Inhalt


    Ich liste den Inhalt hier nur auf und schreibe zum Teil in Klammern
    den ein oder anderen Begriff dahinter, der auf die Nutzung dieses
    Gegenstandes hinweist. Die Beschreibung und eigentliche
    Nutzung eines jeden Artikels aus meinem Gürtel würde den Rahmen hier
    sprengen. Das "Tolle" an dem Überlebensgürtel ist nämlich, dass alle
    Utensilien multifunktionell sind und damit einen
    mehrfachen Nutzen haben.


    -Mind. 10 m Angelschnur (30er Stärke) (z.B. Unterkunftsbau, Fallen, Angel, Alarmanlage)
    -Mind. 10 m Nylonband, ähnlich "Maurerschnur" (wie oben)
    -Angelhaken der Größen 6, 8, 10, 12, 16. (Von 6 für größere Raubfische z.B. Aale bis 16 für Köderfische)
    -Sicherheitsnadeln (wenn der Knopf mal fehlt, bis hin zum improvisierten Angelhaken)
    -Nadel und Faden (Kleidung sollte in Ordnung sein, und Knöpfe fliegen schnell mal)
    -Kleinere Kerze (Feuerstarter, Licht)
    -Papier und Bleistift (zum Feuer entzünden, Nachrichten hinterlassen, Schritte zählen beim Marschieren etc.)
    -Skalpell (mediz. Plastikskalpell, der recht lange Griff kann z.T. abgebrochen werden -> kleineres Packmaß)
    -Sekunden- oder 2-Komponenten-Kleber (für Reparaturen jeder Art, insb. der Schuhsohlenbesser)
    -Streichhölzer und Reibfläche in Dose für Kleinbildfilme (wohl nicht, um Zahnstocher zu schnitzen.
    -Triller-/ Signalpfeife (Notsignale, Verständigung, Orientierung etc.)
    -Ca. 70 cm langer Schlauch, für Belüftung von Aquarien (Atmen unter Wasser, Feuer, Destillieren von Wasser)
    -Gasfeuerzeug, außer jemand will es ganz klassisch mit Reibung machen
    -Einige Meter Blumendraht (Unterkunft, Fallen, Alarmanlage etc.)
    -Pinzette (für Splitter, die sich entzünden könnten etc.)
    -Kleine Taschenlampe
    -Metallspiegel mit Peilloch und Dorn zum Anpeilen (Notsignale)
    -Kaliumpermanganat (überaus sinnvoll für Erste Hilfe, Medizin, Notsignale, Feuer, Wasseraufbereitung)
    -Zucker (hilft psychisch, wenn der Kaffee mal süß schmeckt, Feuer, Essen)
    -Kartenausschnitt
    -Strickmütze (Über den Kopf verlieren wir den prozentual größten Anteil an Körperwärme)
    -Medizinische Nadel + Faden (steril verpackt)
    -Pflaster (wenn sich draußen kleine Wunden entzünden, kann’s große Probleme geben)
    -2 Verbandspäckchen (eins zum Verbinden, zweites auch als Druckpolster für Druckverband mit Dreiecktuch verwendbar)
    -Jodtinktur (Wunddesinfektion, Entkeimung von Wasser, Behandlung von Blasen etc.)


    Über diese "Grundausstattung" hinaus habe ich
    in meinem Gürtel noch folgende Dinge untergebracht:


    -Teebeutel
    -Ein paar Brühwürfel
    -2 Gefrierbeutel (zum Transport der unterschiedlichsten Dinge, von Wasser bis Abfall)
    -Etwas Speisesalz (wirkt auf die Psyche Wunder, wenn man länger draußen ist)

    Ich weiß, es sieht aus, als würde man das ganze Zeug nie alles "in" dem Gürtel, der Weste oder dem Päckchen verstaut
    bekommen. Aber laßt Euch gesagt sein: ES GEHT!


    An den Gürtel kommt dann noch ein gutes und scharfes Gebrauchsmesser für
    gröbere Arbeiten mit einer Klingenlänge von ca.
    12-15 cm. Und am Hosengürtel trage ich noch gerne ein
    Multifunktionswerkzeug mit feststehenden Funktionen und sehr scharfer
    Klinge fürs Schlachten, Filetieren und sonstige Feinarbeiten.
    Aber das Thema Messer ist wieder so umfassend, dass dafür ein eigenes Kapitel erforderlich wäre.
    Ihr werdet Euren eigenen Gürtel mit der Zeit individuell zusammenstellen und verändern.
    So soviel mal zum anfangen von meiner Seite aus, vllt gibs paar interessierte an der
    sinnvollen Freizeitbeschäftigung


    Während die Sonne und der Mond sterben,
    beginnt eine Reise zu einem Schattenmeer.
    Der Bär beobachtet den Scheiterhaufen.
    Der Körper wird in ein Steingrab gelegt.


    Hinter einem Schleier kann man das Weinen der Erde hören;
    das Sommerlicht verschwindet,
    der Eichengeist wird in ein Boot gesetzt,
    Winter und Herbst gewinnen wieder.


    :othala:


  • Für mich als Bushcrafter (den Begriff kennst du ;) ) sehr interessant und erfreulich dass es auch hier im Forum solche Menschen gibt, die dem Survival-/Bushcrafthobby frönen.
    Danke für diese Übersicht. Ist zwar für mich wenig Neues dabei, aber für Einsteiger sehr interessant :)


    Wenn dich die Ausrüstung die ich mitschleppe interessiert könnten wir uns ja mal austauschen.

  • Den Begriff kenne ich ja, ist in Deutschland aber eher unbekannt.
    Ja mir blieb jetzt leider nichts anderes übrig als es ein wenig
    "oberflächlich" zu formulieren, da ich nur 10.001 Zeichen
    zur Verfügung hatte und ich es deshalb stark dezimieren musste.
    Eigentlich wollte ich noch viele Bilder einfügen und tiefer in die
    Materie eingehen, aber das kann ich ja noch heute oder die Tage nachholen
    wenn ich genügend Zeit finde ;)


    Auf dein Angebot gehe ich gerne ein, stets eine Freude zu sehen dass sich jemand dafür interresiert.
    Dahinter steckt ne größere Philosophie als sich die meisten überhaupt vorstellen können/mögen


    Während die Sonne und der Mond sterben,
    beginnt eine Reise zu einem Schattenmeer.
    Der Bär beobachtet den Scheiterhaufen.
    Der Körper wird in ein Steingrab gelegt.


    Hinter einem Schleier kann man das Weinen der Erde hören;
    das Sommerlicht verschwindet,
    der Eichengeist wird in ein Boot gesetzt,
    Winter und Herbst gewinnen wieder.


    :othala:


  • Dahinter steckt ne größere Philosophie als sich die meisten überhaupt vorstellen können/mögen


    So schauts aus ;)
    Ist auf jeden Fall eines der geilsten Hobbys ever. Würde mich freuen wenn dieser Thread guten Anklang finden würde.

  • So melde mich auch zu Wort xD
    Sehr interessant das Thema ich selbst hatte leider noch nicht die Gelegenheit eon Tour zu machen ist in Deutschland auch recht schwer in Bezug auf Fallen stellen und angeln...
    Aber was mich nun doch interessieren würde wo liegt der Unterschied beim Bushcraften und Survival?

    Nicht in den Zweigen, in den Wurzeln liegt des Baumes Kraft

  • Aber was mich nun doch interessieren würde wo liegt der Unterschied beim Bushcraften und Survival?


    -Survival ist eine Situation zu meistern, mit dem was man "am Mann" in diesem Moment zur Verfügung hat.
    -Bushcraft ist das einfache leben im Wald mit Hilfe von Werkzeugen und Ausrüstungsteilen in Kombination mit Materialien die die Natur bietet.


    also Survival ist die Fähigkeit gefährliche
    Situationen zu überleben. Unter dem Begriff Survival werden die
    verschiedensten Arten des Überlebens zusammengefaßt. Zum Beispiel:


    - Überleben im militärischen Bereich (z.B. Tarnen oder auch Bunkerbau)
    - Überleben von Naturkatastrophen (Trinkwasser- & medizinische Versorgung)
    - Überleben von Endzeit Szenarien (Welt nach dem Atomkrieg)
    - Steinzeit Survival (so leben wie die Menschen in der Steinzeit)
    - Überleben in Krisenregionen (sowas machen z.B. Reporter)


    darunter befindet sich dann auch


    - Bushcraft (Überleben im Wald)
    Bushcraft ist also nur ein Teilaspekt des Survival. Allerdings ist es
    auch der Teil, der für z.B Wanderer am meisten von Interesse ist.
    Daher wird das in Outdoor Foren oft gleich gesetzt. Man sagt zwar
    Survival, meint aber eigentlich Bushcraft. ;)


    Während die Sonne und der Mond sterben,
    beginnt eine Reise zu einem Schattenmeer.
    Der Bär beobachtet den Scheiterhaufen.
    Der Körper wird in ein Steingrab gelegt.


    Hinter einem Schleier kann man das Weinen der Erde hören;
    das Sommerlicht verschwindet,
    der Eichengeist wird in ein Boot gesetzt,
    Winter und Herbst gewinnen wieder.


    :othala:




  • Während die Sonne und der Mond sterben,
    beginnt eine Reise zu einem Schattenmeer.
    Der Bär beobachtet den Scheiterhaufen.
    Der Körper wird in ein Steingrab gelegt.


    Hinter einem Schleier kann man das Weinen der Erde hören;
    das Sommerlicht verschwindet,
    der Eichengeist wird in ein Boot gesetzt,
    Winter und Herbst gewinnen wieder.


    :othala:


  • Guten Morgääähn!


    Einmal im Jahr ein oder besser 2 Wochen alleine ohne Zivilisation in Schweden, da sieht man das Leben mal wieder etwas klarer.
    Ohne Handy, Arbeit, Stress, Uhren und den ganzen Schrott den keiner braucht.
    Zum üben mal innerhalb von 3 Tagen Quer durch den Harz nur mit ner Flasche Wasser, einem Flintstein, einer Regenplane und nem Messer.
    Diverse Anzeigen wegen Wild Campen inbegriffen - was dir in Schweden nicht passieren kann, da ist Naturverbundenheit ein Grundrecht! - und zwei Anzeigen wegen Wilderei, ja, ja, der Take-Down-Recurve sollte zu Hause bleiben :archer: .
    Mein Traum irgentwann mal 3 Monate durch die kanadischen Rockies....Wenn ich mal nix mehr schreibe, schickt einen Suchtrupp los :D

  • Meine Frau nörgelt, schrecklich wenn man nur einen Computer hat. :cursing:


    Hier ein paar interessante Seiten zum stöbern.


    Survival-Netzwerk
    Survival Wiki
    survival24.org | Survival Wissen / Survival Videos


    Meiner Meinung nach sollte man auf einen Schlafsack verzichten und stattdessen lieber eine Decke nehmen. Sollte tatsächlich mal ein Notfall eintreten ist man in so einem Ding gefangen wie die Gurke in einer Roulade.
    Schwedenstahl gehört in jede Ausrüstung, Es ist zwar schön mit Steinzeitausrüstung umgehen zu können, aber der Schwedenstahl ist wirklich praktischer. Der erzeugt schöne Funken von 3000 Grad Hitze. ^^
    Eine Analog Uhr, also so ein umständliches Ding mit Rad zum Aufziehen, gehört auch zur Ausrüstung. Kann man nämlich zur Not als Kompass benutzen.
    Kompass natürlich. Waldläufer nehmen Stöckchen und orientieren sich am Sonnenstand.
    Wer mal wirklich etwas survival genießen will, sollte auf das stromfressende Teufelswerk wie Handy, GPS usw. verzichten. Im Ernstfall ist Strom aus Steckdose eh nicht mehr da und somit der gesamte Elektrokram wert und nutzlos.
    Auf Zelte möglichst verzichten. Planen reichen absolut. Ein echter Waldläufer baut sich seine Behausung eh selber. ;Pfaffe;
    Messer, Klappspaten, 600gr Axt, vielleicht noch eine Klappsäge.
    Holzkohle. Holzkohle liefert jedes Lagerfeuer wenn man es denn anbekommt :S Mit Holzkohle kann man desinfizieren, kann man sich Aktivfilter bauen.
    Selber bauen ist genau der Punkt. Wer nicht mit Verstand improvisieren kann ist rettungslos verloren. Deswegen sollte man sich auch nicht auf Gebrauchsanweisungen verlassen. Auf guten Seiten steht nicht umsonst das die Liste nur eine Anregung darstellt und auf dem Erfahrungsschatz des jeweiligen Urhebers aufbaut.
    Fangt in sicheren Zeiten an in der Natur zu übernachten, so könnt ihr am besten in Erfahrung bringen, was man beim nächsten mal besser machen kann und muß.
    Gerade beim survival, auch beim bushcraften, kann man so viel Scheiße bauen, so viel verkehrt machen, das man auf den Weltuntergang keine Lust mehr hat. :evil: Kommt dann wirklich einer wird es hart :prior: (ehre sei den Ori)


    Ich glaube das reicht erstmal


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Kurzer Tip wie man mit hilfe einer Analoguhr die Himmelsrichtung Süden bestimmen kann.


    Die Uhr sollte möglichst genau gehen und auf Normalzeit (unwort Winterzeit) eingestellt sein. Das vereinfacht die Angelegenheit sehr.


    Bitte beachten, Vormittags benutzt man die Einteilung vor der 12 und Nachmittags die Einteilung nach der 12.


    Die Uhr bitte waagerecht halten. Den kleinen Stundenzeiger bitte ziemlich genau in Richtung Sonne halten, nun stellen wir uns eine gedachte Linie von der Mitte der Uhr über die 12 hinaus, als Anschlagpunkt vor (wichtig ist die 12 als Endpunkt). Anhand der Minuten zwischen dem Stundenzeiger und der 12 halbieren wir die Strecke zwischen Stundenzeiger und der 12 und ziehen uns eine gedachte Linie durch genau diese Mitte. Dort liegt Süden.


    Noch ein kleiner Trick. Gilt besonders auf dem Lande und oft auch in Großstädten. Kirchtürme sind bei älteren Kirchen meist in Richtung aufgehender Sonne gebaut worden. Also in Richtung Osten. Der Grund dafür ist, das die Altäre die aufgehende Sonne einfangen sollten. Trotzdem vorsicht, was bei den Katholen ziemlich sicher funktioniert muß bei modernen, evangelischen Kirchen nicht mehr stimmen. Osten kann man also ganz einfach anhand von alten Kirchtürmen bestimmen. Auf dem Lande ziemlich sicher.


    Edit:
    Finger weg von Himmelsrichtungsbestimmung durch Moos an Bäume. Der Moosbewuchs an Bäumen richtet sich nicht nach der Himmelsrichtung, sondern ist abhängig davon aus welcher Richtung der Wind am meisten weht. Wer also nicht weiß aus welcher Richtung der Wind innerhalb seiner eigenen Region weht, sollte diese Methode peinlichst unterlassen.

    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

    2 Mal editiert, zuletzt von wulfila ()

  • Birken sind wasserintensive Bäume. Ideal wenn man im Wald oder überhaupt in eine Notlage geraten ist. Birkensaft kann man trinken. Soll sogar sehr gesund sein.


    Man bohre ein kleines Loch in eine Birke. Bitte keinen Krater und nicht durch den Baum durch, nur die Stärke des kleinen Fingers bzw. 8mm stärke und nur so tief bis etwas Wasser tropft. Wir wollen den Baum ja nicht umbringen. Noch eine kleine Vorbereitung: wir brauchen unbedingt einen Holzverschluß in größe des gebohrten Loches. Birken sollen ca. 2 Wochen "Nachbluten" bevor sich die Wunde endgültig schließt. Und da wir Birken lieb haben, helfen wir ihr, indem wir die Austrittswunde selber verschließen. ^^
    Es gibt sogar jede Menge nette Filmchen über dieses Thema.


    Staffel 1 - Episode 1 (Birkenwasser) - Noris Bushcrafters - YouTube


    Apropos Wasser, niemals Wasser aus stehenden Gewässern trinken. Die Keime die da drinnen enthalten sein können, wollen wir lieber nicht wissen und erst recht nicht persönlich kennen lernen. Flatus Flatulenz ist ein hinterhältiger Freund.
    Sauberes Wasser also Fließendes Wasser, vielleicht sogar Quellwasser, ist das A und O beim Überleben. Wobei natürlich auch fließendes Wasser keine 100%ige Sicherheit darstellt. Im Zweifel ist ein Wasserfilter immer die richtige Lösung. 20 Minuten abkochen hilft auch.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

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    Friedrich Nietsche

  • noch was zu trockenem Holz zum Feuer anzünden. Abgebrannte Streichölzer nicht wegwerfen. Die Holzreste sind geniale Feueranzünder. Also aufheben und in eine Schachtel packen. Da draußen in der Wildnis, sind trockene Hölzchen Gold wert.
    Übrigens kann man vergammelte, nasse Holzreste durch Körperwärme wieder trocken kriegen. Also nicht scheuen etwas nasses Holz in die Innentasche der Jacke zu stecken. Einen Versuch ist es allemal wert.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

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    Friedrich Nietsche

  • Ich hol den Überlebenskampf nochmal hoch ^^



    schaut euch dieses Video bitte an und ihr wißt, das ihr garantiert keine 100 Liter Rucksäcke für 200 € braucht. Wenn es wirklich brennt, habt ihr nichts dabei, garnichts. Survivel fängt mit Schmerzen an und hört mit Schmerzen noch lange nicht auf.


    ! Beschränkt euch also auf das absolut Notwendigste und seid erfinderisch !


    Donars Segen mit euch


    Uwe

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    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Der Tipp mit dem Birkenwasser ist gut, das Zeug schmeckt auch gar nicht übel.
    Wenn ich allerdings sehe, was so an Ausrüstung empfohlen wird, das ist eher Camping als Survival :D

  • Richtiges Survival kann man hier in D so oder so nicht richtig machen. Bushcraften kommt da eher hin, als Survival.

  • Wenn ich allerdings sehe, was so an Ausrüstung empfohlen wird, das ist eher Camping als Survival


    Stimmt ^^ , aber ganz nackig wollen wir auch nicht in den Weltuntergang ziehen. :D


    Donars Segen mit euch


    Uwe

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    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

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