100 % Heidnisch ? o.O

Schon gewusst…?

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  • Hey Leute !


    Ich habe erst vor kurzem die Band Falkenbach für mich entdeckt
    und war sofort hingerissen von dieser Musik ! :thumbsup:


    (Habe schon ein Lieblingsalbum : Asa; mein Lieblingslied ist und bleibt Ufirstanan Folk)


    Ja, da ich kaum ein Wort von deren Liedern verstanden habe, habe ich im Internet
    recherchiert. Alles schön und gut.


    Da ich mich nun auch mit der Gruppe (falls man Falkenbach so nennen kann) beschäftigt habe,
    bin ich natürlich auch auf den Wikipedia Artikel über Falkenbach gestoßen, lese ihn mir durch und wundere mich.


    Warum ?
    Na da wird Vratyas Vakyas / eig. Markus Tümmer zitiert.



    Naaaaajaaaaa...das alles findet man unter der Kategorie "Texte und Ideologie".


    Das (was ich absichtlich Rot markiert habe) find ich nun sehr denkwürdig, denn irgendwie hört sich das
    schon ziemlich völkisch an.


    Meiner Meinung nach kann man die Edda nicht vollständig von christlichen Einflüssen "reinigen". Und was bringt das ?


    Was meine konkrete Frage ist,... geht das, 100% Heidnisch sein ? (Abgesehen mal davon, dass heidnisch / Heide ein
    christlich / kirchlicher Begriff ist...er hätte wohl besser Asatru gesagt ?) Wie interpretiert ihr das, ich weis nicht wie ich das
    verstehen soll.
    Die Musik ist echt klasse die Texte finde ich auch ziemlich gut.
    Eine Vereinigung aller Heiden finde ich von der Idee nich schlecht, wäre aber wohl nicht allzu leicht
    umzusetzen. Wie Finrwulf auch meinte, es könne enden wie mit der Kirche, Hierachie und so weiter...
    Wofür bräuchten wir so eine Vereinigung ? Den Göttern Opfern und zu ihnen beten kann man auch alleine, bzw. in kleinen Gruppen.
    Wo ich allerding nichts gegen hätte, wäre die staatliche Anerkennung unserer Religion, eventuell auch ein Tempelbau.


    Das tut hier aber fürs erste gerade nix zu Sache.


    Freue mich über eure Meinungen, vorallem wenn möglich auch von denen, die schon länger mit Falkenbach betraut sind. :D


    :prost:

    „Bäume predigen das Urgesetz des Lebens.“
    (Hermann Hesse, 1877-1962)


  • Kommt daher das die Band Völkisch drauf ist! Ist leider so, ich fand die Musi auch ganz nett, aber die sind schon zusammen mit deutlicher rechten Bands aufgetreten.
    Falkenbach ist nich offen rechts, aber in der Nähe von Rechten fühlen sie sich nicht unwohl und das ist schon Kacke, finde ich. Ich würde so eine politische Unterwanderung nicht hinnehmen, auch nicht von Links. Entweder man ist klar politisch und lebt mit den Konsequenzen, oder man hält seine Schnauze da raus. Wie du schon erkannt hast, kann man einige Äußerungen der Bandmitglieder und auch in den Liedtexten auch politisch verstehen, das muss man dann aber wollen. Ich versuche einen Bogen um solche Bands zu machen, hab das Problem z.B. bei Sturmprechten, da weiß ich zu wenig.
    Ich brauche auch keine Staatliche Anerkennung, Toleranz reicht mir.

  • Das war nicht als Vorwurf gemeint und der Geist ist mir egal, ich störe mich am am "selben Blute". Ein Glaube ist für mich nix was vom Blut abhängig sein sollte. Ich dachte auch das wäre ein Zitat von Falkenbach.


    PS: Versuch das Doppelposten zu vermeiden, du kannst jeden Beitrag nochmal bearbeiten.

  • Meiner Meinung nach kann man die Edda nicht vollständig von christlichen Einflüssen "reinigen". Und was bringt das ?


    Kommt darauf an: Will man die Edda von christlichem Einfluss befreien, müsste man herausfinden, worin sich dieser genau auszeichnet. Das ist alleine deshalb schwierig, weil sich sogar im alten Testament viele Stellen finden, die extrem heidnisch sind (und auch so klingen). Auch manche christliches ist nicht die Neuerfindung des Rades, sondern uralt (und aus anderen Religionen entlehnt).


    Was das bringen würde: Etwas mehr Gewissheit über die Einstellung der eigenen Vorfahren. Was das dann wiederum bringt? Gute Frage. Fühlt man sich ihnen verbunden, wird es einen schon interessieren, was sie so dachten und wie sie lebten und fühlten. Tut es das nicht, dann ist es wirklich eher unwichtig.


    Allerdings gibt es noch genug Parallel-Material zur älteren und jüngeren Edda, sodass man doch einiges erforschen kann, wenn man denn will. Wenn Falkenbach das gerne tun, sollen sie das ruhig machen und alle Heiden können ihre Musik genießen ;-)

    Leiðisk lofða striði landǭss, þanns vé grandar!
    (Thor verabscheue den Menschenfeind, der das Heiligtum verletzt!)
    - Egils saga Skalla-Grímssonar, Kap. 56

  • "des selben Blutes" kann man in meinen Augen durchaus sogar aus dem Kontext ziehen, muß man in diesem Fall aber gar nicht. Was soll es denn bedeuten, wenn man "jene vereinigen" will, die "selben Blutes" sind?




    zur Musik läßt sich von meiner Seite her sagen, daß ich sie irgendwie mag. Der Gesang klingt sehr schön und die Begleitung dazu auch. Obwohl ich eigentlich sonst nicht der Metalfan bin.

    Einmal editiert, zuletzt von Armin ()

  • Naja, was ist denn z. B. mit Leuten, die ein deutsches und ein "ausländisches" Elternteil haben? Die wären ganz schön in der Preduille, weil sie ja nirgends richtig hingehören.


    Oder ich habe eine Freundin, deren Eltern kommen beide aus einem afrikanischen Land. Sie ist aber deutsch sozialisiert und spricht nicht mal die Muttersprache der Eltern. Sie ist nicht religiös, aber wäre sie es, fände ich nix dabei, wenn sie Asatruar wäre.


    Zitat

    Kannst du wie ein Afrikaner tanzen? Niemals, das ist bei denen angeboren.


    Ich denke, das hat eher was mit Sozialisierung zu tun. Bei denen wird einfach mehr getanzt und deswegen lernen die Kinder das ganz früh. Hab ich auch schon bei Orientalen gesehen. Die kleinen Mädchen tanzen schon ganz außerordentlich niedlich. Aber steck ein deutsches kleines Kind in den Pulk und bald tanzt es genauso gut :)


    Na klar, wenn ich mit mitte 30 meinen Indien-Selbsterfahrungstrip habe und mir nen Saree anziehe, wirke ich natürlich wie ne Kuh mit Sattel. Passt einfach nicht. Aber wenn ich noch jung und formbar bin und mich lange genug unter Indern bewege - dann kann ich denke ich auch sehr indisch werden. Zwar nicht vom Aussehen her, aber vielleicht mentalitätsmäßig.


    Dieses "angeboren" sehe ich kritisch, positiv wie negativ. Dann kann man ja genauso sagen, dass Zigeuner alle klauen. Ist halt genetisch bedingt. Kann man nix machen.


    Und warum sollten Ausländer kein Interesse an unserer Religion haben? Ich glaube nämlich schon, dass viele sich dafür interessieren und sie faszinierend finden. Nur findet man diese Leute nicht unbedingt im Ghetto um die Ecke ;)


    Jetzt ohne mit der Nazikeule kommen zu wollen :)

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Das an Stammeskarten festzumachen ist sehr schwierig :) Von der Karte her wäre ich Semnonin (wobei es auch hier wieder auf die Jahreszahl ankäme). Allerdings kommt meine Mama aus Österreich und die Vorfahren meines Vaters aus Ostpreußen. Und wer weiß, aus welchen Winkeln unsere Vorfahren davor kamen? Da ist so viel Spielraum, so viele Jahrhunderte, so viel Bewegung und Vermischung aus der Karte.


    Außerdem fühl ich mich mit den Semnonen gar nicht verbunden, muss ich ehrlich sagen.

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
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    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Da wir nach neuesten genetischen Studien zufolge alle in Europa die selben Gene teilen: "Gestatten: unser neuer Vorfahr.Zu Beginn der Jungsteinzeit lebte er im Norden Eurasiens. Ein kleiner Anteil seiner Gene steckt heute in fast jedem Europäer, egal ob Schwede, Spanier, Engländer oder Ungar. Und diese Gene verbinden uns sogar mit den
    Ureinwohnern Amerikas."
    Zitat aus: Genforschung: Dritter Ast im Stammbaum der Europäer - SPIEGEL ONLINE


    finde ich es ohnehin etwas merkwürdig, wenn man unseren Glauben an Ländergrenzen, die sich geschichtlich permanent verändert haben, festmachen möchte. Wenn man noch weiter zurückgeht, dann stammen wir alle in Midgard von einigen wenigen Menschen ab. Von daher sollte jeder, der sich unseren Göttern nahe fühlt, auch diesen Glauben ohne Vorurteile ausleben dürfen. Über eine rassische Zuordung sind wir den Götternn sei Dank nicht nur rein Vernunftmäßig hinausgewachsen, sondern die moderne Wissenschaft kann dies auch noch durch die Genforschung belegen. Unseren Vorfahren war es ohnehin egal, wo jemand herkam. Es ging primär darum wie derjenige sich verhielt und sich der Gemeinschaft verpflichtet fühlte.

    Möge Dein Gott Dich stets so segnen, wie meine Götter mich gesegnet haben.

  • Ich halte mich an die Veden. Da sehe ich nicht unter altgermanische nur deutsch, wie man im ersten Moment glauben könnte. Glaube auch nicht dass es Götter nur für eine Volksgruppe gibt. Die Natur Götter werden woanders nur anders genannt. Die egsotischen Götter sind heutzutage bekannter als die heimischen.


    Nun ja, ob die "exotischen" ;) Götter - meinst du die indischen? - tatsächlich "bekannter" sind, wage ich zu bezweifeln. Was viele nicht wissen, ist z.B., dass im Alten Indien die Sonne und die Planeten als machtvolle Manifestationen des Göttlichen in der materiellen Welt verehrt wurden. Wer kennt denn z.B. Narasimhadeva als Verkörperung des Planeten Mars oder Buddha als Verkörperung des Planeten Merkur...?

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas ()

  • Unser Heidentum, die Erde und Natur verehren, da kann ich jetzt keinen Chinesen dazuziehen weil der ganz andere Werte und Vergangenheit hat.


    Warum nicht?


    Ich denke, hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen.
    Ein moderner Chinese, der seine Wurzeln verloren hat, wird in der Tat kaum die Werte und Traditionen eines traditionellen Menschen unseres Kulturkreises verstehen.
    Genau so ist es umgekehrt.

    Aber ein traditioneller Chinese weiß, wovon der traditionelle Mensch unseres Kulturkreises spricht.

    Das hat einen ganz einfachen Grund:
    Die Natur ist überall auf der Welt Basis/Lehrmeister der Weltanschauung ihrer jeweiligen Bewohner.
    Und die Natur basiert überall auf der Welt auf den gleichen Grundlagen:

    Tag (Licht/Wärme) und Nacht (Dunkelheit/Kälte), den vier Himmelsrichtungen und den Elementen
    Luft, Wasser, Feuer und Erde (Metall und Holz)

    Lediglich die Tatsache, dass diese Grundlagen je nachdem, wo auf dem Globus man sich befindet, unterschiedlich stark ausgeprägt vorherrschen, haben sich unterschiedliche Vegetationen, Faunen und Lebensbedingungen entwickelt.
    Überall auf dem Globus haben die Naturvölker basierend auf ihren Beobachtungen und täglich gefühlten Erfahrungen in der Natur ihre Weltanschauung entwickelt.
    Sie alle haben mystische Wesen für alles, was die Natur hervorbringt – lediglich ihre Bezeichnungen sind unterschiedlich.
    Und je nachdem, welche der Elemente im jeweiligen Teil der Welt für den Menschen vorherrschen bzw. am wichtigsten zum Überleben sind (z.B. in der Wüste Wasser, bei den Eskimos Licht etc.) haben jene Götter eine anders gewichtete Bedeutung.

    Aber grundsätzlich findet man erstaunlich viele Parallelen in sämtlichen Weltanschauungen der Naturvölker (der „Erdverbundnen“) dieser Erde – auch, wenn sie nichts miteinander zu tun hatten.

    Ich habe viele Menschen aus verschiedensten Teilen dieser Welt kennengelernt, teilweise mit ihnen gelebt, die eines gemein hatten: ihre Weltanschauung hatte ihren Ursprung in ihren traditionellen Wurzeln.

    Ich kann nur sagen: ein traditioneller Chinese (Türke, Pole, Indianer, Inder, Afrikaner etc.pp) hat mehr Verständnis und Gemeinsamkeit mit meiner traditionell begründeten Weltanschauung, als jeder Mensch meines Kulturkreises, der seine Wurzeln verloren hat.

    Du schreibst in Deinem Avatar:
    Religion: Natur

    Die Natur aber kennt keine Ausgrenzung.
    Sie ist ein großer Kreislauf, in dem sich alle Wesen/Arten/Erscheinungen nahtlos wie ein Zahnrad in ein anderes zusammen fügen. Sie existieren miteinander-voneinander-füreinander. Jedes Teil ist individuell – mit seiner ganz persönlichen Signatur – ein kleiner Kreislauf in sich – aber zusammen bilden sie einen größeren Kreislauf, der wiederum Bestandteil des noch größeren Kreislaufes ist.
    Obwohl alle individuell sind, sind sie doch ein großes Ganzes, wo Ausgrenzung nicht stattfindet.

    Genau diese Ausgrenzung ist das, was unser Leben vergiftet – das ist das, was ich schon in meiner Vorstellung zum Ausdruck zu bringen versuchte.

    Wer „Ausgrenzt“ kann meines e.E. nicht gleichzeitig behaupten, die Natur sei sein Lehrmeister.


    Und wo hast du Integration gesehen, außer bei den älteren Generationen.



    Genau, weil diese häufig noch näher an unseren Wurzeln sind, als viel der jüngeren Generationen.
    Aber auch jene der jüngeren Generation, die sich ernsthaft auf die Suche nach ihren Wurzeln begeben haben,
    werden immer Integration leben, weil es ein selbstverständlicher Bestandteil ihres Seins ist…..


    Ich habe mich in München vor Jahren geschämt dass ich keinen Kopftuch trage weil meine ganze Nachbarschaft in Tücher verhüllt war.




    m.W. wäre keine Frau unserer Ahnen auf die Idee gekommen, in der Natur ohne verhüllte Haare rumzuspringen.
    Es hätten sich böse Geister in den Haaren verfangen können.

    Auch heute noch wird kaum jemand, der in der Natur lebt dort länger ohne Kopfbedeckung rumspazieren.
    Das hat einen ganz praktischen Nutzen: wer sich einmal die Ausscheidungen der Blattläuse der Sommerlind vom Auto gekratzt hat, kann sich vorstellen, wie sich das im Haar anfühlt.
    Und auch Zecken, Milben und andere „bösen Geister“ machen sich nicht so gut im langen Haar.

    Du schreibst außerdem vom Voodoo:
    Was ist das anderes, als das, was unsere Ahnen taten, wenn sie unter aufwändigem Ritual den Stachel des Schwarzdorn (Schlehe) sammelten und verfluchten und ihn dann in eine Wachspuppe bohrten, um den Feind durch große Schmerzen damit zu schwächen?

    Ich denke, wer wirklich die Natur als sein Vorbild nimmt und mit ihr im Einklang lebt, wird schwerlich
    eine Ausgrenzung anderer naturverbundener Wesen vornehmen können….und wer das tut, der hat vermutlich noch einen weiten Weg zu seinen Wurzeln vor sich…..

  • Also sowohl was Völker als auch Heidentum angeht, kann man eines sagen: Alles fließt ^^


    Man müsste erstmal definieren was "Heide" denn meint, aber eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass man, gleich welche Definition man nutzt, sagen kann, dass es 100% Prozentige Heiden nicht gibt.
    (außer vilt die Hindus wenn man die mit rein nehmen will)


    In unseren Breitengraden gibt es aber garantiert keine "reinen" Heiden. 1500 Jahre Christlicher Einfluss kann man nicht einfach so umkehren.
    Jeder hier wird Christliche Vorstellungen über irgendwas haben. (andersherum wird aber auch jeder Christ heidnische vorstellungen über irgendetwas haben, denn die tausende Jahre alte Kultur in Europa wurde bei der Christianisierung ja nicht überschrieben, wie das immer gerne dargestellt wird, sondern ergänzt und teilweise "umgeschrieben" )
    btw reicht der Christliche Einfluss im Heidentum auch weiter als nur bis zur Edda. Siehe bspw. im Zweiten Merseburger Zauberspruch: Blut zu Blut, Bein zu Bein vs. Asche zu Asche, Staub zu Staub aus der Bibel.


    Was die Völker angeht, zeigt die Geschichte, dass es kulturelle und sprachliche Verbundenheit und nicht verwandtschaftliche ist, die ein "Volk" formt.
    Das sieht man sehr gut in der Völkerwanderdungszeit, in der sich germanische und asiatische Stämme bspw als Goten begreifen bzw von anderen so genannt werden.


    Ein sehr schönes Veranschaulichendes Beispiel hat m. M.n. Alexander Demant in seinem Buch "Die Kelten" aus der Beck Wissen Reihe gebracht (Wenn ich mich recht erinnere)


    Niemand würde sagen der Preußische König, sagen wir Friedrich II. Der Große, wäre kein Preuße.
    Aber eigentlich sind die preußischen Könige ja Hohenzollern, also Süddeutsche. Interessiert aber niemanden, denn der preußische König ist (zentrales) Mitglied der preußischen Kultur und somit automatisch als Preuße anerkannt.

  • Zitat

    Aber aus welchem Grund soll ich in einer Großstadt meine Haare verhüllen?


    Wer sagt denn, dass du das sollst? O.o


    Entweder möchtest du es oder lässt es. Nur weil mans früher so gemacht hat, muss man es heut lang noch nicht. Man ist durch bloßes Nachahmen vom früheren Leben (oder was man dafür hält) kein echterer oder besserer Heide ;)


    Ich trag nur zum Putzen manchmal eins :D

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Ich trag nur zum Putzen manchmal eins


    ;) ...und ich trag Hut, wenn ich im Unterholz unterwegs bin.....
    ...das mit dem Kopftuch so knoten, dass es hält, habe ich noch nie hinbekommen...und aucch nicht lange ausprobiert....;)

  • Ich bin 100 Prozent Heide,


    ENDLICH haben wir hier im Forum nen Hundertprozenter!! :huhu:
    Vielen lieben Dank, Astet, dass du jeden Sonntag, Oster- und Pfingstmontag und die Weihnachtsfeiertage arbeiten gehst, während wir Halbheiden alle fünfe grade sein lassen. Find ich toll. :thumbup:


    Zitat von Astet Isis

    Weihnachten sehe ich als Heidenfest...


    Ehm.... die Sonnenwende ist ein paar Tage früher. Aber man kann sich ja alles zurechtbiegen, nä?


    Zitat von Astet Isis

    Jetzt habe ich den Weitblick dafür


    Wow! Echt?? 8|


    Ach ja... und:

    Zitat von Astet Isis

    Unser Heidentum, die Erde und Natur verehren, da kann ich jetzt keinen Chinesen dazuziehen weil der ganz andere Werte und Vergangenheit hat.


    Ich kenn einen Neger (ja, ich darf das böse N-Wort mit seiner Zustimmung verwenden und mach das auch ;) ), der seinen Thorshammer mit Stolz trägt, an Ritualen teilnimmt, Runen lesen kann und sich als "Asatru" bezeichnet. Ferner ist in einer befreundeten Gruppe eine Wikingerdarstellerin mit arabischen Wurzeln im Vorstand - auch sie praktiziert. So what?
    Versuch doch mal, deinen oben erwähnten Weitblick dazu zu nutzen, ein klein wenig über deinen Tellerrand hinauszuschauen.


    Im Allgemeinen hilft es auch, die Foren-Hinweisschilder zu beachten. Zum Beispiel dieses hier:


    :umleitung:



    Höchst tolerante Grüße in die Landeshauptstadt! ;)


    :trolle:

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • 100 Prozent Heide heißt was?


    ich denke, wenn man "Heide" jetzt mal gleichsetzt mit "den Wurzeln der eigenen Kultur verbunden" (um Begriffe wie "Gläubig/Ungläubig" mal aussen vor zu lassen), dann bedeutet dies:
    Leben mit "Achtung" vor Mensch, Tier und Natur - "Achtung" vor allem, was (natürlich) ist.


    ...und das bedeutet nicht, dass man dahin zurück gehen muss, wo unsere AHnen vor zig tausend Jahren waren - also keine Heizung, kein Strom, kein ich weiss nicht was noch alles.....


    Auch unsere Ahnen kannten "Fortschritt" und haben diesen immer angenommen.
    Wie Ulfberth schon schrieb: "Alles ist im Fluss" - damit ist auch Veränderung gemeint.
    Wichtig ist nicht, an Altem unter Verleugnung des Neuen festzuhalten,
    wichtig ist m.E. das Alte zu bewahren und das Neue achtsam hinzuzufügen.


    "Achtsam" in diesem Zusammenhang bedeutet für mich zwei Dinge:
    die "Werte" bewahren und den "Lehrmeister" (die Natur) respektieren (durch mein Handeln nicht zerstören).


    Oder anders herum: mir bei allem, was ich tue oder in Anspruch nehme mir bewusst machen, was das für
    Folgen für den nächst größeren Kreislauf, von dem ich Bestandteil bin, hat und bewusst entscheiden, ob ich
    diese Folgen verantworten will und kann.....


    ....im Prinzip heisst das für mich ganz einfach : tue niemandem (Mensch, Tier, Natur) an, was Du nicht möchtest, dass es Dir angetan wird...

  • @ Aset Isis: Jeder sollte zuerst und vor allem anderen 100% er selbst sein...
    Wenn das heißt das man sich als Heide oder Asentreuer fühlt, umso besser. An der Stelle: :thumbsup:


    Die Aussage "Ich bin 100% Heide" klingt ein bisschen wie "Ihr ja nicht so richtig", könnte jemand in den falschen Hals bekommen...


    Ich für meinen Teil dachte beim Lesen "Ich schreib ja auch nicht ich bin 100% Homo sapiens..." :rolleyes:
    Soll heißen: schön dass du dich als Heidin fühlst und dich so nennst, aber das mit einer Prozentzahl zu beziffern halte ich für leicht missverständlich und auch ein bisschen unnötig...ich mein ich hab noch niemanden kennengelernt der nur ein bisschen Heide ist, oder in anderen Worten jemanden der sich als 50% Heide bezeichnet. Wenn sich wer Heide nennt gehe ich für meinen Teil immer von 100% aus, was diese 100% für denjenigen selbst bedeuten (was es für ihn selbst tatsächlich bedeutet "Heide" zu sein und auf welche Weise er in welchem Umfang den Glauben/Rituale/wasauchimmer in seinen Alltag integriert) ist ein anderes Thema: Individualität. Und die ist ja, den Göttern sei Dank, immernoch erlaubt und im Fall der gegenseitigen Akzeptanz (nicht "Toleranz"!) auch meist gern gesehen.


    Edit: Zum eigentlichen Thema kann ich nicht viel sagen, ich kenne die Band nicht. Aber wüsste ich von einem eindeutig rechten Hintergrund würde ich sie wohl nicht anhören, egal wie gut die Musik ist...nennt es kleinkariert oder sonstwas, aber ich bin so :D

    2 Mal editiert, zuletzt von Schwarzfeder ()

  • Ich kenne die Rituale nicht, habe erst angefangen zu lesen und zu lernen. Wie soll ich das verstehen? Soll ich sagen ich bin ein bischen Heide oder gar nicht? Ich trinke auch noch Kaffee und benutze indische Pflanze


    Ups, ich bin ja gar kein Heide ;( und mein Kaffeekonsum......
    Nein im Ernst, bin ich denn nur dann Heide, wenn ich alle Rituale kenne? Von mir:ein klares Nein. Viele, so auch ich, haben ihre eigenen Rituale-keine Vorschriften( wie z.B. in der Kirche), wie etwas minutiös durchgeplant abzulaufen hat. Vieles ist ist gerade hier so'n Gefühlsding.


    @ Aset Isis: Jeder sollte zuerst und vor allem anderen 100% er selbst sein...
    Wenn das heißt das man sich als Heide oder Asentreuer fühlt, umso besser


    Dem kann ich mich nur anschließen.

  • Ups, ich bin ja gar kein Heide und mein Kaffeekonsum......


    Moment - Kaffee ist urheidnisch!!! Genau wie Tee... Der Legende nach sollen zwar mal wieder Christen den Kaffee erfunden haben - aber es gibt berichte, dass das Schwarze Gold schon Jahrhunderte vorher bei den Heidnischen Afrikanern getrunken wurde...


    P.s.


    ich bin 120% Heide

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

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