Gendern wir uns jetzt zu Tode?

Schon gewusst…?

Die politische Organisation der Wikinger gleicht am ehesten einem demokratischen System.
In Island tagte vor über 1000 Jahren zudem das „Thingvellir“, das als eines der ältesten Parlamente der Welt gilt.




  • Hab ich irgendwas verpasst, oder führen Bienenstöcke mittlerweile Wahlen durch?
    Gilt das dann demnächst auch als Parallelgesellschaft?

    Zitat

    Eine Alternative sei noch in Bienenkanzlerin zu sehen, aber auch hier könnte man Assoziationen zu Gewaltherrschaften konstruieren, heißt es.

    Ach, i wo! Kritisiert da etwa jemand indirekt die "Mutti"? ;)

  • Gender UND GenderIN :facepalm: !

    Sitzen 2 Mädels beim Frühstück:


    Mädl1: "Reich mir mal die Salzstreuerin!"
    Mädl 2: "Tut mir leid, ich hab eine Muskelkatze...
    :ugly: !"


    Mei hab ich gelacht! :D Passt!
    Ich komm aus der Generation, in der "Kampf für die Rechte der Frauen" noch eine etwas andere Bedeutung hatte und ich hab mich in jungen Jahren für die Rechte von uns Frauen aktiv und intensiv eingesetzt.
    Alice Schwarzer und Konsorten waren mir immer suspekt. Für unsereins waren die damals schon entweder studierte Weiber, die in einem Elfenbeinturm lebten und gar nicht mitkriegten was an der Basis abging. Oder Tussen von gut betuchten Männern, die den gelangweilten Ladys mit Vitamin B und Eurönchen eine "Beschäftigung/Pöstchen" (Frauenbeauftragte etc.) verpassten, damit sie nicht zu sehr rumnervten.
    Als dann auch noch das damische Gegendere mit der Sprache anfing, hats mir eh gereicht.
    Sowas kann nur Weibsen einfallen, die den ganzen Tag nix um die Ohren haben.


    Themen wie z.B. Frauen, die verheiratet waren, durften ohne Unterschrift des Ehemannes bei keiner Bank ein eigenes Konto eröffnen -
    oder die reale Situation von geschiedenen alleinerziehenden Müttern und ihrem täglichen Kampf für sich und die Kinder eine lebenswerte Zukunft zu schaffen-
    das waren damals schon keine publicitiyträchtigen Themen für die feministische Haute-Volaute.


    Die Gründerinnen der Frauenbewegung und einige die danach kamen, samt der Frauen, die ganz ohne Medienrummel vor Ort mit angepackt, sich engagiert und sich um die wirklichen Nöte der Frauen gekümmert haben, die haben meine volle Achtung und Bewunderung.
    Einige andere haben sich an der sozialen Ungerechtigkeit und dem Leid der Frauen ihr nicht oder nur teilweise vorhandenes Profil geschärft und davon profitiert. Denen gilt meine Verachtung.


    Und bevor einige vielleicht anwesenden Feministinnen sich auf die Zehen getreten fühlen:
    Schauts mal, was heut im feministischen Lager abgeht und was da für Kuriositäten die Runde machen.
    Da ist in jedem Flüchtlingskamp oder Armenviertel mehr Frauensolidarität in einer Stunde vorzufinden als manche von Euch in all den Jahren net geschafft haben aufzubauen.
    Habe die Ehre! :)


    Holuntar

  • Liebe HeideX,


    ich bin empört und möchte mich distanzieren - das In/Innen wie z.B. oben bei Gender und GenderIn ist ein weiteres Zeichen der Intoleranz - denn es suggeriert das es nur zwei Geschlechter gibt. Aber was ist zum Beispiel mit Two Spirit intersexuellen Hermaphroditen - die fühlen sich dadurch zurecht diskriminiert.


    In und Innen ist schon wieder out - X ist in - ich hoffe unsere PolitikX und ReportX leisten hier Aufklärung :-D


    Oder man (oh ich meine) oder X macht es wie bei FacebookX


    Neue Profileinstellungen: Facebook kennt jetzt 60 Geschlechter - Online | STERN.de

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.



  • Ein gesundes Gehirnkastl kann doch so einen Blödsinn net produzieren, oder???
    Ich sags doch: gebt den Narrischen, die sich so eine Gehirnk..ke ausdenken, was vernünftiges zu tun: Ehrenamtlich in Flüchtlingslagern helfen oder alte Menschen betreuen etc. ist wesentlich sinnvoller.


    Mei, die drehen immer mehr am Rad. Ich weiss schon, warum ich mich hier in meiner bajuwarischen Dorfidylle immer wohler fühl. :D
    Wahrscheinlich bin ich für so einen Schmarrn einfach schon zu alt.....den Göttern sei Dank!!! ;)



    Holuntar

  • Lann Hornscheidt im taz.lab-Interview: Schluss mit der Zweigeschlechtlichkeit - taz.de
    Wenn man nur verstehen würde was der/die Typ/in will?
    Zitat aus einer anderen Zeitung:


    Quelle:
    Lann Hornscheidt: Warum die Universität Freaks braucht - DIE WELT

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Das ist mir besonders aufgefallen:


    "Eine
    geschlechtssensible Sprache kann dabei helfen, dass Menschen, die
    diskriminiert sind, das Gefühl haben, sie können das ausdrücken, worüber
    sie diskriminiert sind.


    Wie viele E-Mails bekomme ich von Leuten,
    die gesagt haben, sie hätten ihr Leben lang ein totales Unwohlsein
    gehabt damit, sich als weiblich oder männlich sehen zu müssen, das aber
    noch nicht einmal benennen können. Und was eröffnen sich für diese
    Personen jetzt für Möglichkeiten etwas so einfach mit Hilfe von
    Sprachhandlungen in Frage stellen zu können und nicht mehr hinzunehmen. "


    Das ist in meiner Augen ein derartiger Blödsinn. Die Leut müssen sich heutzutag auf Teufel komm raus profilieren. ich muss doch net zwanghaft jedem mitteilen, wer oder was ich genau bin bzw. wie ich sexuell ticke?
    Ist denn die Selbstdarstellungskrankheit schon so am grassieren oder was ist los mit dieser Gesellschaft?


    Mir reichts jedenfalls, mich als weiblich zu bezeichnen. Und ich hab trotzdem in all den Jahren keinerlei Komplexe deswegen entwickelt und hab mich auch net weniger deutlich wahrgenommen gefühlt.
    Sind die alle narrisch.... :D


    Holuntar




  • Bin ja per se auf den Begriff "Feminismus" allergisch. Für mich ist das per se eine Lobbyvereinigung die wenig mit Gleichberechtigung zu tun hat. Gleichberechtigung hingegen finde ich töffte. Wenn jemand tatsächlich unverschuldet und zu Unrecht benachteiligt behandelt wird, dann muss an dieser Stelle etwas getan werden, ganz gleich wie viel Landmasse oder auch nicht südlich des Äquators zu finden ist.


    Ich werde mich nicht mit unnützen und aufwändigen Kinkerlitzchen in der Sprache aufhalten und als alter Sexist trage ich auch schwere Dinge und halte die Tür auf oder reiche in der Kälte meinen Mantel.


  • Zitat aus einer anderen Zeitung:


    Und solche Leute werden auf unsere Jugendlichen losgelassen? Alle krank...
    Gut das ich zu doof zum studieren war.


    Zitat

    Ohne die Impulse, aus denen Identitätstheorien wie Gender Studies wuchsen, gäbe es Conchita Wurst oder Lady Gaga nicht,
    ?


    Und wäre das jetzt so ein Verlust? Wenn ich diesen Wurst Typen schon sehe kriege ich zuviel. Alle krank...

    Zitat
  • War ja irgendwie klar, dass das Thema nicht sinnvoll aufgegriffen wird. Stattdessen wird sich an Extrembeispielen und Idioten aufgehangen, die nicht mehr alle Latten am Zaun haben.
    Ja, in der Genderpolitik und -forschung gibt es Leute, die es übertreiben müssen (beispielsweise das x oder das Gendern von unbelebten Gegenständen, wie der "Salzstreuerin").
    Dass das aber nur einen Bruchteil dieser Menschen ausmacht, wird einfach vollkommen außer Acht gelassen und ein eigentlich sinnvolles Thema in die Lächerlichkeit gezogen.


    Aber wenn dann jemand kommt und Asatru in die rechte Ecke stellt, weil ein Bruchteil davon Nazis sind, ist das Geschrei groß.
    Glückwunsch zur Doppelmoral.

  • Ja, in der Genderpolitik und -forschung gibt es Leute, die es übertreiben müssen (beispielsweise das x oder das Gendern von unbelebten Gegenständen, wie der "Salzstreuerin").


    Gefühlt sind das 99,9 % der Genderforschung...


    Wobei ich mich immer frage, was man da erforschen muss - Mädchen haben eine Vagina, Jungs haben einen Penis :-D


    Also bis jetzt habe ich noch nie etwas anders außer Gejammer, Generve, Miesmacherei und Realsatire aus den Reihen von GenderforscherInnen gelesen...

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


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  • Sprache schafft Realität. Wenn wir etwas hören/lesen, enstehen in unseren Köpfen Bilder nach der Formulierung. Wenn aber immer nur männliche Endungen benutzt werden (für Menschen!), wird immanent immer das Bild der männlichen Akteure gesehen, Frauen und weiblich wahrnehmbare Personen werden außer Acht gelassen. Dagegen wird versucht vorzugehen.


    Aber wie gesagt, wer immer nur nach dem Haar in der Suppe sucht, nach den lächerlichen Beispielen (die ich genauso lächerlich finde, obwohl ich Gendern befürworte) und denen, die es übertreiben müssen und sich als PC-Polizei aufspielen müssen, nur damit ihr das gesamte Thema in den Dreck ziehen könnt und euch nur nicht inhaltlich damit beschäftigen müsst, seid ihr auch nicht besser als die.


    Ich kann mich noch an Themen hier im Forum erinnern, wo gefeiert wurde, wie selten wir doch in Schwarz-Weiß denken. Ich merk davon nicht viel, wenn ich mir eure Beiträge hier anschaue.


    Firnwulf: Natürlich, weil das die Lauten sind. Wissen wir doch, die Lautesten, populistischsten sind meist die Vollidioten, die nix differenziert betrachten können.


    Klar, binäres Geschlechtermodell nach dem biologischen Geschlecht anbringen, bla. Nur haben sich die Zeiten ein wenig geändert, heutzutage haben die Menschen die Freiheit, zu sein was sie wollen und sich als das zu definieren, was sie wollen. Und viele haben keinen Bock mehr auf aufgezwungene Rollenbilder, nur weil sie das eine oder andere Geschlechtsteil besitzen.
    Biologie bestimmt nicht gänzlich das soziale Leben, das muss einigen erstmal klar werden. Wir sind fähig zu rationalem Denken, eigenen Entscheidungen, individuellen Handlungen. Wir können alles reflektieren. Warum bringen wir es nicht fertig, dieses Schwarz-Weiß-Denken zu verbannen?

  • Nur haben sich die Zeiten ein wenig geändert, heutzutage haben die Menschen die Freiheit, zu sein was sie wollen und sich als das zu definieren, was sie wollen. Und viele haben keinen Bock mehr auf aufgezwungene Rollenbilder, nur weil sie das eine oder andere Geschlechtsteil besitzen.


    Is ja auch schön und gut, nur muss man damit nicht Jedem aufn Sack gehen.

  • Prinzipiell gebe ich dir Recht, Gednerforschung (also die Erforschung von gesellschaftlichen Modellen der Geschlechter) könnte vielleicht ganz interessant sein, aber genauso wie bspw. die Ernährungs- und Bildungswissenschaften ist sie verseucht von Interessenverbänden.
    Viel Politik, wenig Wissenschaft.


    Mehr wollte ich auch gar nicht sagen. Trotzdem wid sich an den populistischen Beiträgen aufgehangen und das ganze Thema ins Lächerliche gezogen. Muss doch nicht sein.

  • binäres Geschlechtermodell


    Gibt es noch ein anders (PflanzInnen, PilzInnen, SchneckInnen und sonstige ZwitterInnen ausgenommen)


    Und viele haben keinen Bock mehr auf aufgezwungene Rollenbilder, nur weil sie das eine oder andere Geschlechtsteil besitzen.


    Was mich an der ganzen Diskussion nervt, die Anzahl der TransgernderX die ein riesen Fass wegen allem aufmacht, bewegt sich einem hundertstel Promillewert, muss aber ständig die Mehrheit nerven und irgendwelche Sonderrechte verlangen... Dieses Gendermainstreaming ist vollkommen außer Kontrolle geraten und zu einer riesigen Lachnummer - und auch Geldvernichtungsmaschine geworden...


    Genau wie im Heidentum, Heide sein reicht nicht, deswegen werde ich Plastikschamane - Homosexuell oder Transsexuell zu sein reicht nicht, deswegen werde ich jetzt Transgendersicbutschfemmeeinhornkatze und verlange ein Transgendersicbutschfemmeeinhornkatzenklo von meinem Arbeitgeber und möchte nicht mit Herr oder Frau sondern mit "ihre Transgendersicbutschfemmeeinhornkatzemenschheit" angesprochen werden...

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Ich schäme mich ja fast, dass so offen vor meinen GlaubensXen preiszugeben.
    Aber ich bin ein Mann, einfach so, ohne Schnörkel, Psychosen und unerfüllten Sehnsüchten und ich bin, das macht es noch schlimmer, einfach nur Hetero. Beides möchte ich auch gerne bleiben und stehe dazu.


    Das macht mich jetzt zu einer gesellschaftlichen Randgruppe und ich fordere ein Gleichstellungswesen das für meine Rechte kämpft.

  • Eigentlich hat man sich hier doch nur über Absurditäten lustig gemacht?


    Machen wir uns übers gesamte Heidentum lustig, wenn wir Fritzlar verlachen? Sehe das Problem nicht.


    Abgesehen davon ist es eine legitime Meinung männliche und weibliche Rollen in unserer Biologie verankert zu sehen.
    Es gibt da bspw. die Mosuo, die tatsächlich in einem Matriarchat Leben, d.h die Großmutter ist das Familienoberhaupt und hat das Sagen.
    Soweit jedenfalls die Berichterstattung der westlichen Feministen.
    Die verschweigen aber, dass die Befehlsgewalt der Frauen auf die Männer übergeht, sobald es um Landwirtschaft, Häuserbau, Fernhandel (Karawanen) und Kriegsführung geht.
    Also offenbar kennt sogar ein Gesellschaftsmodell, das unserem Diametral entgegengesetzt ist die typischen weiblichen und männlichen Domänen.