Verschiedene Götter, verschiedene Opfer?

Schon gewusst…?

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  • Hallo meine Lieben, ich beschäftige mich gerade mit folgendem Gedanken:


    Wenn ich unseren Göttern Opfer darbringe, ist es relevant WAS ich WEM opfere? Ich weiß dass es üblich ist Met, Bier und Lebensmittel zu opfern, aber giebt es da auch Unterschiede? Giebt es Götter die vllt kein Bier "mögen" und zB. Wein vorziehen würden. Oder weiß man von einem Gott (vllt. aus Quellen oder aus eigener Erfahrung) dass er besonders gerne Brinen bekommt? Und habt ich auch Erfahrungen damit, nicht ess- oder trinkbare Opfer wie zB. selbst gemachte Kunstgegenstände oder Dinge mit persönlichem Wert zu opfern?


    Anlass meiner Frage ist der: Ich war ziemlich Traurig dass es heuer so lange keinen Schnee gemacht hat. So habe ich Skadi angerufen sie möge doch etwas Schnee machen und eine Woche später fand ich mich im Winter-Wunderland wieder. Also Dank würde ich ihr gerne ein besonderes Opfer darbringen das speziell ihr Freude macht. Da sie ja auch die Göttin der Jagd ist würde sie sich vllt über ein paar selbst geschnitzte Pfeile oder über einen Brocken Fleisch freuen?!


    Habt ihr Erfahrungen mit solchen persönlichen Opfern gemacht? Oder mache ich mir vllt einfach generell zu viele Gedanken und es kommt gar nicht so sehr darauf an WAS man opfert, sondern dass das was man opfert von Herzen kommt?


    Danke schonmal für eure Antworten.
    Liebe Grüße, Sonnwin

    "Wandel und Wechsel liebt, wer lebt - das Spiel drum kann ich nicht sparen.“
    - Das Rheingold, Wotan

    Einmal editiert, zuletzt von _Sonnwin_ ()

  • Also grundsätzlich geht es denke ich vorallem um den Akt des opferns. Ich jedoch opfere auch lieber Dinge die für mich zur Gottheit passt oder sich für mich richtig anfühlt. An Jul hab ich zum Beispiel ein selbstgemachtes Lederarmband geopfert. Freya würde ich beispielsweise etwas Fleisch oder Katzenfutter opfern klingt vielleicht komisch aber die Katzen sind ihre Tiere wir kann man Zuneigung besser zeigen als ihr liebe zu teilen?
    Ich hoffe du verstehst wie ich es meine.
    Opfere was sich für dich richtig anfühlt und es wir richtig ankommen. Selbst gemachte Pfeile sind doch klasse ;)

    Nicht in den Zweigen, in den Wurzeln liegt des Baumes Kraft

  • Oh, schönes Thema :)


    Also, ich denke persönlich, dass primär der Akt des Opferns wichtig ist. Wir opfern Dinge, die wir gern mögen und die auch eben ein "Opfer" für uns bedeuten.


    Das heißt zum Beispiel, ich opfere den besten Bissen eines Essens und nicht die Reste. Oder etwas, das mir etwas bedeutet, oder etwas gekostet hat. So wie deine Pfeile. Die haben Zeit gekostet. Und gibt es etwas Wertvolleres als Zeit? :)


    Wir persönlich opfern bunt gemischt. Es fängt mit Keksen oder Schokoladenstückchen an, geht weiter bei Genussmitteln wie Alkohol oder Zigaretten (ohne Filter, wichtig!) und hört auf bei Silberringen oder ganzen Fässern, Fleisch und dergleichen.


    Wie heißt es in der Edda? "Die Gabe muss nicht immer groß sein". Wenn ich draußen unterwegs bin, hab ich manchmal spontan das Gefühl, etwas hinterlassen zu wollen. Und natürlich hab ich dann meist nur Kleinigkeiten dabei. Ich denke, da ist es der Gedanke, der zählt. Wenn ich aber um etwas bitte, dann darf es ruhig größer sein; denn die Edda sagt ja auch, dass die Gabe angemessen sein muss. Lieber zu viel geopfert und zu wenig erbeten. Wenn man das vergisst, holen sich die Götter oftmals etwas zurück - und das ist oft nicht gerade angenehm.


    Und schachern ist auch nicht. Ich hab den Göttern mal ein Stück Silber versprochen, damit ich eine Super-Jobgelegenheit bekam. Ich bekam sie auch! Nur nicht so wie ich dachte und ich bin, naja, sagen wir es mal diplomatisch, etwas weiser aus der Situation rausgegangen. Änderte aber nix an der Sache, dass sie das Silber dann auch bekommen mussten. Nicht immer wird uns alles so gewährt, wie wir das gerne hätten.


    Zu persönlichen Gaben. Nun ja. Ich denke, Met ist immer so das Universalopfer. Bier opfert mein Mann meist Thor, seinem Fulltrui. Ich finde, zu einem bäuerlichen Gott passt Bier perfekt! Odin wäre für mich eher Met. Freya wäre für mich persönlich ein schönes Stück Schokolade. Frau eben, nech? Ich als Frau freue mich immer über was Süßes. Schönes Obst oder dergleichen wäre auch eine Möglichkeit. Oder ein paar geknüpfte Bänder.
    Früher ließ man ja auf dem Feld die letzte Garbe für Sleipnir stehen. Von daher ist Katzenfutter und dergleichen auch nicht abwegig.


    Wie schon erwähnt, die Pfeile empfinde ich persönlich als eine ganz tolle Idee :)

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Aus den Überlieferungen geht hervor dass Odin vor allem den Met sehr zu schätzen weiß.
    Auch Pferdeopfer werden vor allem im Zusammenhang mit ihm (und mit Freyr) erwähnt.
    Bieropfer werden häufig im zusammenhang mit Thor erwähnt.
    Allgemein werden Trankopfer in den Quellen deutlich häufiger erwähnt als Sach- oder Blutopfer.


    Ich opfere auch gerne etwas "persönlichkeitsbezogen".
    Eine Kleinigkeit über die sich die betreffende Gottheit freuen könnte.
    Wenn ich unter freiem Himmel trinke kriegt Thor eigentlich immer einen mit Schluck ab.
    Jörd kriegt von mir Brot aus dem Korn das wir von ihr erhalten und Freyr erhält von mit Früchte oder Pferdefleisch falls ich gerade etwas dahabe.
    Freja erfreue ich mit einem Fichtennadel-Duftöl. Das habe ich mal ersatzweise genommen als ich gerade keinen Met im Haus hatte und es schien ihr zu gefallen.


    Da ich eher selten konkrete Wünsche an bestimmte Götter habe bringe ich auch nur selten spezielle Opfergaben.
    Die Idee selbstgemachte Pfeile o.ä. zu opfern gefällt mir gut.
    Ich werde mir vieleicht mal die Arbeit machen kleine Götterfetische aus Holz oder Ton anzufertigen um sie dem Moor zu übergeben.

    Ich wage alles was dem Manne ziemt;
    Wer mehr wagt ist kein Mann!

    Einmal editiert, zuletzt von Asgrimm ()

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