Die besten HISTORIENFILME/-SERIEN

Schon gewusst…?

Der Vegvísir (isländisch für Wegweiser) ist ein Symbol, das aus der isländischen Zaubertradition der Galdrastafir stammt. Als Symbol findet er sich mit einer konkreten Darstellung im Huld Manuskript aus dem 19. Jahrhundert. Dort heißt es: „Wenn jenes Symbol geführt wird, soll der Träger weder bei Sturm noch Wind verloren gehen, selbst wenn der vor ihm liegende Weg unbekannt ist“.

  • Von Babylon Berlin war ich sehr positiv überrascht. Es hatte ja gute Presse, aber ich dachte das ist nur die übliche Lobhudelei für eine deutsche Produktion die es mal international geschafft hat. ^^
    Aber nein, die Serie hält m.M.n. mit der internationalen Konkurrenz locker mit.


    Es geht um einen Kölner Kommissar, der im Jahr 1929 nach Berlin zur Sitte versetzt wird, um ein delikates Video, auf dem ein hochrangiger Politiker zu sehen ist, wiederzubeschaffen.
    Dabei gerät er zwischen die Fronten der Mafia, einiger Trotzkisten und der Schwarzen Reichwehr, die die Monarchie wieder etablieren will. Die Atmosphäre der Stadt Berlin um diese Zeit ist wirklich genial wiedergegeben.





    Outlaw King setzt eigentlich da an wo Braveheart endet und erzählt die Geschichte von Robert de Bruce, dieses Mal historisch ziemlich korrekt. Generell macht dem Film was die Authentizität angeht so schnell keiner was vor, was das Mittelalter angeht dürfte er Spitzenreiter sein. Die Story fand ich zu Beginn etwas langatmig, sie entwickelt sich aber in einem klassischen Bogen wie wir es von Ritterfilmen eben gewohnt sind. Sehr solide Unterhaltung mit grandiosen Bildern, da der Film (anders als Braveheart) komplett in Schottland gedreht wurde.



  • Ich bin auf Beides sehr gespannt. Babyon Berlin ging voll an mir vorbei als es auf ARD gelaufen ist und die lerzten drei Folgen wollte ich dann nicht sehen. Bei Zeiten schau ichs mir an.

    "Niemand in der ganzen Welt übertrifft die Germanen an Treue"

    Publius Cornelius Tacitus
    :wyawn:

  • Ein bisschen Seefahrt. ^^



    Der Admiral - Kampf um Europa


    Niederländische Produktion über den Nationalhelden Michiel de Ruyter.
    In der 2. Hälfte des 17. Jhdt. Sind die Sieben Vereinigten Provinzen der Niederlande auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie konkurrieren mit England um die Vorherrschaft zur See, was in 3 aufeinander folgenden Kriegen mündet. Zusätzlich ist die Republik im Innern zwischen zwei Parteien gespalten: Den Saatsgesinnten und den Onaniern, welche den Prinzen von Oranien zu einer Monarchie verhelfen wollen.
    Der Film ist recht nah an den historischen Ereignissen und zeigt als einer der wenigen wirklich Seeschlachten mit Manövern etc. Da sich die Handlung über 20 Jahre erstreckt wirken die Ereignisse manchmal etwas gehetzt und es wird auch viel schwarz-weiß gemalt, aber dennoch handelt es sich m.M.n. um einen überraschend guten Film mit packender Atmosphäre.








    Hornblower


    Die Miniserie lief schon um das Jahr 2000 und ist bisher an mir vorbeigegangen.
    Wir begleiten die fiktive Figur des jungen Horatio Hornblower bei seiner Karriere in der Britischen Marine während der Koalitionskriege gegen Frankreich


    Beginnend als unbeholfener Fähnrich steigt der talentierte Hornblower schnell die Karriereleiter auf, bleibt dabei aber stets Menschlich gezeichnet. Insgesamt ist die Serie sehr detailverliebt und zeigt gute Einblicke in das Leben an Bord.


  • Ich würd gern Outlander nochmal aufgreifen. Die ersten beiden Bücher hab ich jeweils 5x gelesen, die anderen auch so 2-3x. Jaja ich weiß, Frauendingenskirchen. Und einen Haufen Sex. Nun, nicht wirklich nur für Frauen, find ich. Die Story von Diana Gabaldon, einer Honorarprofessorin für "Quanitative Verhaltensökologie" (was auch immer das ist), ist gut recherchiert (sie hat eine Universitätsbibliothek und sie weiß sie zu benutzen)und in der Serie von mittlerweile 4 Staffeln ein Mitspracherecht. Natürlich ist es auch eine Fantasyserie, denn wer von uns hat schon von Zeitreise in der Form gehört.


    Die Schauspieler liefern eine tolle Leistung ab, vor allem Tobias Menzies als Black Jack Randall/Frank Randall lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. (okay, das ging mir auch so, als Marc Alaimo "Gul Dukat Deep Space 9" hinter mir herging, durfte ihn hinterher im Rahmen einer Star Trek Convention als sehr netten Menschen kennenlernen) Die Szenen, die Sam Heughan als Jamie und Tobias Menzies als Black Jack Randall abliefern, sind teilweise schwer auszuhalten und kein Mainstream mehr für meinen Geschmack.


    Dann finde die Miniserien zur jüngeren deutschen Geschichte (oft mit Heino Ferch, sehe ihn unheimlich gerne) oft gelungen. Da ist natürlich der schon von Cal erwähnte "Der Untergang" mit dem kürzlich verstorbenen Bruno Ganz sehr gelungen.


    Aber auch "Das Wunder von Lengede", welches sich mit dem Grubenunglück von 1963, wo 11 Kumpel für 14 Tage in völliger Dunkelheit verbrachten und dann in einer aufsehenerregenden Rettungsaktion gerettet wurden.


    Und natürlich die Filme/Miniserien zu Ereignissen in Berlin. Da ist "Der Tunnel" von 2001, in dem es um eine Flucht aus Ost- nach Westberlin geht, "Die Luftbrücke - nur der Himmel war frei", "Kudamm 56 und Kudamm 59". Zur Luftbrücke ist zu sagen, dass ich als aufgewachsenes Kreuzberger Kind (von 1974 bis 2001) natürlich noch viele ältere Nachbarn kannte, die sich bestens an die Luftbrücke erinnerten. Auf dem Flugfeld Tempelhof stand seinerzeit noch eine originale Maschine, und Gail Halvorsen hat mir als Kind mal ein Autogramm gegeben, als jährlich der Tag der offenen Tür auf Tempelhof veranstaltet wurde. Da ist alles halt sehr nah, aber dennoch heutzutage als historisch einzustufen. Ach Mist, ich bin alt.

  • Das ist so ziemlich das beste was ich seit langer Zeit gesehen habe:




    Sehr detailgetreu, krasse Atmosphäre, extrem tragisch ohne auch nur einen Hauch Kitsch. Mir fehlen da tatsächlich die Worte. :|

  • Rom, zwei Staffeln.
    Rom wird so dargestellt, wie es wohl auch wirklich wahr. Schmutzig und stinkend. Korruption und Meuchelmord bestimmten den Alltag. Ein kleiner Wermutstropfen sind Computeranimationen, die man sogar bei Gegenwind erkennt. Tut der Serie aber keinen Abbruch.
    Die beiden Hauptpersonen Pullo und Vorenus hat es tatsächlich gegeben.
    Werden beide als wetteifernde Centurionen im gallischen Krieg beschrieben. Im Buch nicht im Film.


    The Terror, nur eine Staffel.
    Es geht um die Schiffe Erebus und Terror bzw um Kapitän Sir John Franklin der 1846 die Nord-West-Passage finden soll. Ein Dämonischer Eisbär macht der Expedition ein Ende.


    Die Wahrheit war nicht ganz so dämonisch-romantisch. Alle 129 Mann der Besatzung sind im Packeis langsam aber sicher, nach jahrelanger Tortur, erfroren.


    Lonesome Dove, nur vier Folgen.
    Für Freunde des epischen Westerns. Tommy lee Jones und Robert Duvall. Beide einfach grandios.
    Zwei ehemalige Texasranger treiben eine Kleine Viehherde von Texas nach Montana.
    Vielleicht war der "wilde Westen" tatsächlich so.


    Death Valley. Nur eine Staffel, kurze Folgen.
    Genial witzig. Zombies, Werwölfe und Vampire. Und natürlich ein durchgeknalltes Polizeirevier im San Fernando Valley. Die UTF "undead task force" wird von einem Kamerateam begleitet. Beide erleben dabei die haarsträubensten Abenteuer.
    Haarsträubend ist auch, das die Serie trotz Kliffhänger, vollkommen unverständlich, trotz heftiger Proteste der Fans, nach nur einer Staffel eingestellt wurde.


    Special Unit Two.
    Ist eine geheime Task Force, die auf Dämonen und Kreaturen jeglicher Art spezialisiert ist. Mehr als nur witzig. Wurde ebenfalls aus unverständlichen Gründen nach nur zwei Staffeln eingestellt.


    Gettysburg und Gods and Generals
    Absolut sehenswerte Schinken über den Bürgerkrieg 1861-1865. Wobei Schinken nicht abwertend gemeint ist. Regisseur Robert F. Maxwell hatte ursprünglich einen Dreiteiler vorgehabt. Nur spielte Gods and Generals nicht genug Geld ein. So wurde ein dritter Teil nie verwirklicht.


    Warehouse 13.
    Eine extrem starke und witzige Serie um die Mitarbeiter des Warehouse 13, die geheimnisvolle Artefakte jagen müssen.


    Donars segen mit euch


    Uwe

  • Eine weitere sehr geile Serie über die jüngere Vergangenheit ist "Narcos". Sie behandelt den Aufstieg und Fall Pablo Escobars und damit den Beginn des Drogenkrieges.
    Die Ereignisse sind ebenfalls sehr authentisch dargestellt (auch wenn man das stellenweise kaum glauben mag :ugly: ), die Ambivalenz aller Seiten wird herausgearbeitet und es herrscht ein sehr zynischer Unterton. Definitiv eine meiner Lieblingsserien. :thumbup:


    Der Nachfolger "Narcos: Mexico" leitet zum Drogenkrieg in Mexico über und ist ebenfalls sehr gut, auch wenn der charismatische Escobar fehlt.