Die Traumwelt - Viel schöner als die Realität

Schon gewusst…?

Der norwegische König Olav I. Tryggvason drohte im 10. Jahrhundert damit, alle Isländer in Norwegen töten zu lassen, nachdem ihm der aus Island zurückgekehrte Missionar Þangbrandr (Thangbrand) mitgeteilt hatte, dass wenig Aussicht auf eine Christianisierung des Landes bestehe.

  • Ich träume jede Nacht sehr intensiv und ich kann mich meistens noch Tage danach an diese Träume erinnern. Meist begleitet mich nach dem Aufwachen und wenn ich den Traum dann in Erinnerung rufe, ein Gefühl der Melancholie. Eigentlich passiert in meinen Träumen nichts aufregendes. Ich kann weder fliegen, noch hab ich irgendwelche außergewöhnlichen Talente. Trotzdem fühle ich mich in meinen Träumen sehr wohl. Mir geht's gut und ich bin angstfrei.
    In der Realität sieht alles ganz anders aus.


    Kennt ihr das vielleicht auch ? Dass ihr euch in euren Träumen wohler fühlt ? Begleitet euch dann auch so eine Art von Sehnsucht wenn ihr euch an eure Träume erinnert ?


    Ich kann die Gefühlslage nur schwer beschreiben. Ist es Sehnsucht ? Oder Melancholie ? Jedenfalls ist es ein klein wenig schmerzhaft.

  • Hallo Mondkind,


    ja natürlich spiegeln unsere Träume unsere Sehnsüchte, aber dienen auch der Erholung und zeigen oft einen Weg auf, wie es sein könnte, wenn wir diesen Weg gehen.


    Du bist in der Realität nicht angstfrei, sagst Du. Hast Du schon einmal versucht, aktiv etwas gegen Deine Ängste zu unternehmen?

  • Versteif dich nicht so sehr auf deine angstfreie Traumwelt. Versuche lieber dich der Wirklichkeit des Lebens zu stellen. Das ist natürlicher schwer, ich weiß, aber ein Leben in einer Traumwelt, bzw. der Versuch, führt unweigerlich zu Melancholie, Angstzuständen, Panikattacken, Weltfremd sein und führt zu Isolation. Da wieder rauszukommen verlangt unanständig viel Selbstdisziplien.
    Ich will ja nicht sagen das du deine Träume vergessen sollst, aber lebe lieber im richtigen Leben und nicht in einer Traumwelt.


    Donars Segen mit dir


    Uwe

  • Ich leide schon seit Jahren an einer sozialen Phobie. Es gibt Phasen da kann ich ganz gut vor die Tür gehen. In den letzten Monaten ist es aber wieder schlimmer geworden. In meinen Träumen bin ich halt angstfrei und kann einfach so mit Menschen reden und überall hingehen. Einfach so. Das was für die meisten Menschen total einfach ist, ist für mich eine große Hürde.

  • Ich für meinen Teil tue mich immer schwer damit psychische, wie soll man sagen, "Krankheiten ?" als solche zu akzeptieren. Du bist nicht einfach nur schüchtern ? und diese Schüchternheit hat dich eventuell in eine Situation gebracht in der du dich selbst isolierst ?


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Vom Kopf her weiß ich was mir helfen würde. Ich muss mich der Angst stellen und einfach raus gehen aber die Umsetzung ist nicht so leicht.


    Schüchtern bin ich wohl auch. Zumindest bin ich, in einer Gruppe von Menschen, stumm wie ein Fisch. Am Anfang zumindest. Diese Angst geht aber weit über die Schüchternheit hinaus. Ich meide Situationen wo ich Menschen begegnen könnte. Sei es Bus fahren, in die Stadt gehen....


    Sorry, ich wollte jetzt gar nicht so viel über meinen Zustand schreiben. Will jetzt hier auch nicht wie ein psychisches Wrack rüber kommen ;).

  • Off-Topic:


    Will jetzt hier auch nicht wie ein psychisches Wrack rüber kommen ;).


    Damit dürftest du dich hier in guter Gesellschaft befinden ;)
    Aber nein, für mich bist du kein "psychisches Wrack". Du hast Angst, mal mehr mal weniger. Du flüchtest vor dem was dir Angst macht, das ist ein natürlicher Reflex. Es kommt drauf an, das du nicht von der Angst beherrscht wirst, bzw. ihr nicht zu viel Macht gibst. Und es ist wichtig, wie du dich damit fühlst.

    • Möchtest du diese Angst nicht mehr haben? Dann unternimm etwas dagegen (ist leicht gesagt, ich weiß, aber das wäre der Weg).
    • Ärgert dich die Angst, aber schränkt sie dich im Leben nicht so stark ein, das du ernsthaft krank wirst (ich meine damit Depressionen, Suizidalität usw.), dann reicht es ggf. das du damit lebst und es dabei belässt. (ob das der einfachere Weg wäre, sei mal dahingestellt).
    • Ist die Angst ein guter, geliebter Freund, auf den du nicht verzichten möchtest? Das wäre der Punkt an dem du deine Freundschaften noch einmal überdenken solltest ;)

    In-Topic:


    Meine Träume sind teilweise auch sehr intensiv. Damit meine ich allen voran die Gefühle. Allerdings muss ich dazu sagen das das erst auftritt, seit ich meine Basismedikation nehme (jeden Tag eine Spritze Glatirameracetat).
    Davor waren meine Träume selten sehr intensiv und ich habe mich noch seltener an sie erinnert. Es war eher so, das ich einen verschwommenen Eindruck zurückbehalten habe. Und erst, wenn eine ähnliche Gefühlssituation im wachen Zustand auftritt, die der des Traumes ähnelt, erinnere ich mich wieder an ein bisschen. Aber ich würde jetzt nicht sagen, das sich mir dadurch neue Aspekte, Eindrücke oder Wege erschlossen haben.
    Dementsprechend fühle ich mich in meinen Träumen auch nicht sicherer, dazu müsste ich mich nälich an meine Traumwelten erinnern ^^ .

    "Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein." -Voltaire-


    Tu, was du willst, nur schade niemandem. -Grundsatz frei fliegender Hexen-

  • Wichtig ist, dass Du in kleinen Schritten vorgehst. In für Dich angemessenen Schritten. Eine gewisse Soziophobie habe ich auch. Es ist mittlerweile so, dass ich, ohne es zu wollen oder willentlich beeinflussen zu können, zurückweiche, wenn mir jemand zu nahe kommt. Ist nicht ganz einfach.
    Wichtig sind auch richtige Freundschaften. Zumindest aber Bekannte unter denen Du Dich wohlfühlst.

  • Ne Freundin von mir war in ner SHG. Sie hat mir erzählt, dass sie dort immer kleine Aufgaben bekommen hat. Die klangen für "normale" Leute eher lächerlich. Also z. B. nach der Uhrzeit fragen oder wenn die Verkäuferin im Laden fragt "kann ich Ihnen helfen" einfach mit "Nein" antworten. Für sie wars aber anfangs recht schwer, sagte sie. Aber sie war immer stolz, wenn sie was geschafft hat.


    Mh, wenn du weißt, was dir schwer fällt, kannst du dir ja auch so kleine Aufgaben geben. Schwierigkeitsgrad steigend. Und wichtig ist auch, dich regelmäßig für Erfolge zu belohnen :)


    Wobei es manchmal schwer sein kann, sich alleine zu motivieren.

    "Are you challenging me? If you're challenging me, you have to have a
    sword in your hand. While my heart beats, I rule and you hold your
    tongue... or I'll cut it out."
    Cerdic, King Arthur

  • Durch meine Angst- Panikattacken habe ich auch die Menschen gemieden. In der Klinik letztes Jahr habe ich gelernt damit umzugehen. Was mir sehr geholfen hat war Muskelentspannung nach Jakobsen gekoppelt mit einem Glückstagebuch. In diesem Tagebuch schreibst du nur Sachen, die dich glücklich oder stolz auf dich selbst gemacht haben. Mache das mal so 2 Wochen und du wirst sehen, wie oft du dich am Tag wohl fühlst.
    Stellst du dich denn selbst unter Druck, wenn du raus gehst? So als müsstest du irgendeine Leistung erbringen? Oder denkst du, dass du dich irgendwie lächerlich machst?
    In so einer Klinik merkt man erstmal, wie viele Menschen psychische Schwierigkeiten haben. Du bist also kein Einzelfall. Gib dir jeden Tag eine kleine Aufgabe. Wenn dir das zu viel erscheint, dann halt alle 2 oder 3 Tage. Zur Not denkst du dir halt, dass alle Menschen dumm und schei** sind, dass mach ich auch oft. Du kannst dann also nur besser sein als der Rest des Pöbels ;)
    Ich weiß ja nicht, wie es sonst um deinen Körper steht. Eventuell bist du auch mit dir unzufrieden (Aussehen, Gewicht) Mir hilft es derzeit auch viel Sport zu treiben, weil ich mich dann einfach vitaler fühle und mehr vertrauen in meinen Körper habe. Und wenn du anfängst mit Spazieren gehen. Ich hab mit Nordic Walking angefangen, was ich auch noch 2-3 mal die Woche mache. Da benutzt du sehr viele Muskel, wenn du nach der ALFA-Technik läufst.
    A = aufrechter Gang
    L = langer Arm
    F = flacher Stock
    A = angepasste Schrittlänge


    Manche finde diese Technik nicht schön, aber ich mache es jetzt seit 1 Jahr und bin zufrieden.
    Sooooo, genug gequatscht. Viel Erfolg! Heil dir!

  • Zitat

    Du bist nicht einfach nur schüchtern ? und diese Schüchternheit hat dich eventuell in eine Situation gebracht in der du dich selbst isolierst ?


    Wulfila, was bedeutet für dich "einfach nur"? Ich denke nicht, dass Schüchternheit - eine Form von sozialer Angst - angeboren ist. Introvertiertheit vielleicht ja, aber das ist nichts, was primär mit Angst, Schüchternheit oder Unsicherheit zu tun hätte. Jedenfalls sehe ich Schüchternheit keinesfalls als "gesund" oder "einfach so gegeben" an. Meine Meinung.

  • So, dann will ich mal...


    Zitat

    [quote='Sunny','http://www.asatru-forum.de/index.php/Thread/20607-Die-Traumwelt-Viel-schöner-als-die-Realität/?postID=297263#post297263']Wovor hast Du konkret Angst?
    Was fürchtest Du?


    Hmm, das ist eine gute Frage. Es gibt Tage, da will ich nicht gesehen werden und unter Menschen fühle ich mich so angreifbar. Ist schwer zu erklären aber vielleicht wisst ihr ja, wie ich das meine.


    Und ja, mein Aussehen macht mir auch Probleme. Ich empfinde einen richtigen Selbstekel. Besonders weil ich durch die Medis so zugenommen habe. Ich war eigentlich immer sehr schlank. Doch auch in meiner schlanken Phase hatte ich diesen Selbstekel und wenn ich dann raus gegangen bin...ach, es war eine reine Qual...


    Und ich merke gerade, dass ich keinen anständigen Satz zusammen kriege... :thumbdown:

  • Hmm, das ist eine gute Frage. Es gibt Tage, da will ich nicht gesehen werden und unter Menschen fühle ich mich so angreifbar. Ist schwer zu erklären aber vielleicht wisst ihr ja, wie ich das meine.


    Doch auch in meiner schlanken Phase hatte ich diesen Selbstekel und wenn ich dann raus gegangen bin..


    Magst Du Tiere, speziell Pferde?


    LG
    Kirstin