Realsozialismus

Schon gewusst…?

Die Wikinger glaubten, dass Nordlichter die aufblitzende Rüstung und Speere der Walküren seien, die auftauchten, um getötete Kämpfer einzusammeln.

  • Und irgendein Schreiberling regt sich darüber auf, dass sich hier tatsächlich jemand um Osterfeuer bemüht und haut so richtig einen raus und zieht die Rechte der Bürger ins Lächerliche. Dafür habe ich null Verständnis.


    Und deswegen war es natürlich automatisch ein Multikulti-Kommunist, der die eigene Kultur hasst. Alles klar! Dass der Raubtierkapitalismus und der Konsumismus genauso schädigend sein können für Traditionen - ich mache gerne auf das Tanzverbot aufmerksam und die Beschwerden über den angeblichen Geldverlust von Diskothektenbetreibern u. Ä. -, das wird gerne außer Acht gelassen.
    Ach ja, ich mache mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt...


    @Perma: Das fürchte ich eben auch: allen guten Ansätzen zum Trotz, wenn irgendwann dann einmal das Geld zu Neige geht... Eine freie Marktwirtschaft, bzw. eine Marktwirtschaft, die auf Profit aus ist, wird wahrscheinlich doch vorteilhafter als eine Planwirtschaft sein. Aber wenn schon Kapitalismus, dann bitte Sozialkapitalismus, wie wir den teilweise jetzt schon in Europa haben, kein Raubtierkapitalismus. Es kann und will auch nicht jeder Unternehmer sein... Leistungen können auch erbracht werden, ohne das man davon reich wie Krösus wird! Ich finde diesen Satz If you're so smart, why ain't you rich echt sehr bezeichnend. Und zudem das Dümmste, was ich je gelesen habe...

    Einmal editiert, zuletzt von Iwan-Dummerjan ()

  • Du hast vollkommen recht. Aus meiner Sicht ist eben das obere 1% der Reichen das so wie ich das gehört habe wohl 80%+- des Kapitals an sich bindet und Geld mit Geld verdient das Problem.


    Diese wenigen gierigen Familien treiben eine Generation nach der anderen in die Lohnversklaverei. Wenn man es schaffen könnte diese Leute unter Kontrolle zu bringen wäre allen geholfen.


    Dazu kommt das man der jüngeren Generation klar machen sollte das sie eben nicht den ganzen Müll der ihnen von solchen Menschen vor die Füße geworfen wird zu konsumieren.


    Mein Traum wären freie Menschen die wirklich zusammenleben, gemeinsam für das tägliche Brot sorgen, gemeinsam Kultur schaffen und die Götter verehren.


    Perma

  • Vollkommen einer Meinung.


    Diese wenigen gierigen Familien treiben eine Generation nach der anderen in die Lohnversklaverei. Wenn man es schaffen könnte diese Leute unter Kontrolle zu bringen wäre allen geholfen.


    Die Gefahr besteht darin, dass dann wieder jene, die diese reichen Familien kontrollieren, selbst korrumpieren. In der DDR sollen sich die oder einige Politiker die Zähne ja auch mit Westzahnpasta geputzt haben...


    Aber ich stimme Dir zu, befürchte nur, dass da schon sehr starke Persönlichkeiten für nötig wären. Asketen oder Philosophen oder Mönche, Menschen, die selbst keine materiellen Ansprüche stellen.


    Dazu kommt das man der jüngeren Generation klar machen sollte das sie eben nicht den ganzen Müll der ihnen von solchen Menschen vor die Füße geworfen wird zu konsumieren.


    Genau, und das ist in meinen Augen derzeit auch irgendwie die einzige sinnvolle und wirksame Lösung/Waffe gegen die Reichen: Es ihnen eben NICHT gleichtun wollen. Minimalismus, freiwilliger Verzicht (aber keine Armut >> Armut ist etwas anderes, damit ist nicht zu spaßen!). So wie das eigentlich mehr oder weniger auch durch das Christentum und den Buddhismus, den Stoizismus und den Epikurismus gepredigt wird.

  • Dann erklärt sich mir aber nicht wieso die SU der einzige Abnehmer von Landwirtschaftsmaschinen der BBG Leipzig war. Da haben immerhin 6000 Leute gearbeitet.


    Das kannst Du doch nicht ernsthaft fragen?! Im Fach Planwirtschaft wäre das jetzt eine glatte 6. Weil das vorher so festgelegt wurde. Es gab nicht nur die jeweiligen Pläne für ein Land. Es gab klare Vorgaben von Moskau, welcher sozialistische Staat welche Waren zu produzieren und wohin zu liefern hatte.


    Es gab keine Angebot-Nachfrage Situation, es gab nur und ausschließlich die Vorgabe von Moskau, wenn es um den Binnenhandel ging. Die hätten niemals was anderes produzieren können, wenn Moskau diese Maschinen haben wollte. Die hätten nicht sagen können, nee, die Italiener zahlen aber mehr dafür oder Rasenmäher für Groß-Britannien bringen aber mehr Devisen.


    Und natürlich hat Russland sofort aufgehört in der Ex-DDR irgendwas zu kaufen, weil sie mit der Wiedervereinigung dann harte Devisen hätten zahlen müssen. Und die Betriebe waren dank Planwirtschaft durch die Bank nicht mehr modern genug, um nun in unserem System so ohne weiteres weitermachen zu können.


    Was sich da an Legenden um den Sozialismus rankt ist ja wirklich hahnebüchen.

  • Diese wenigen gierigen Familien treiben eine Generation nach der anderen in die Lohnversklaverei.

    die frage, die zu selten aufgeworfen wird: wie sind diese familien eigentlich reich geworden?

    oft: durch eigene arbeit.


    will man ein kind aus einer arbeiterfamilie wirklich dafür bestrafen, wenn es es endlich schafft, sich aus dem "ich bin in der 30. generation finanzielle unterschicht" hochzuarbeiten und sich ein gutes einkommen zu erwirtschaften? ("vermögensabgabe" u.a.)

  • oft: durch eigene arbeit.

    Durch eigene Arbeit wird niemand reich. Reich wird man nur, wenn man sich Produktionsmittel aneignet, Reichtum erbt, geschenkt bekommt, stiehlt oder betrügt, andere für sich arbeiten lässt oder durch einige abstrakte Prozesse wie ein Künstler dessen werte auf einmal astronomische Preise erzielen, Lottogewinne, Bitcoin, Sktengründung oder Influencen - aber nicht durch körperliche Arbeit und nur sehr, sehr selten mit geistiger Arbeit. Die meisten Menschen am Boden der Einkommenspyramide arbeiten weit aus mehr, als die an der Spitze...

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Reich wird man nur, wenn man sich Produktionsmittel aneignet

    indem man sie zum beispiel selbst baut oder von den ersten ersparnissen kauft. frechheit von denen.


    aber nicht durch körperliche Arbeit

    das ist zum glück auch nicht die einzige art von arbeit, sonst wären ganze berufsfelder keine arbeit. übrigens gerade die besser bezahlten.

    und natürlich könnte man mit körperlicher arbeit reich werden. beispiel: vermieter. direkt enteignen zur strafe?

  • beispiel: vermieter. direkt enteignen zur strafe?

    Ja - jeder nur noch ein privates Eigenheim, der Rest wird in volkseigenes Vermögen umgewandelt. Privates Wohneigentum das selbst benutzt wird ist Steuerfrei, Luxusimmobilien, werden dafür extra teuer besteuert.


    indem man sie zum beispiel selbst baut oder von den ersten ersparnissen kauft. frechheit von denen.

    Dann fang mal an, ich bin gespannt wie reich Du wirst.

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

    Einmal editiert, zuletzt von Firnwulf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Firnwulf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ja - jeder nur noch ein privates Eigenheim, der Rest wird in volkseigenes Vermögen umgewandelt.

    Damit ist das Bauen von Mehrfamilienhäusern unwirtschaftlich, denn die hohen Kosten bekommt ein Vermieter nicht wieder eingespielt. Ahnst du, welche Folgen das für die Verfügbarkeit von Wohnungen haben wird?


    ich bin gespannt wie reich Du wirst.

    Darüber möchte ich ohnehin keine Auskunft erteilen.

  • Damit ist das Bauen von Mehrfamilienhäusern unwirtschaftlich, denn die hohen Kosten bekommt ein Vermieter nicht wieder eingespielt.

    Volkseigenes Vermögen, es wird nur noch einen Vermieter geben ohne Spekulation und Gewinnmaximierung .

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


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  • es wird nur noch einen Vermieter geben

    Hast du den Eindruck, dass die DDR-Wirtschaft mit all ihren "volkseigenen Betrieben" in irgendeiner Weise konkurrenzfähig war? Mein Lieblingsbeispiel sind die Autos: Trabis gibt es nicht deshalb nicht mehr, weil irgendwer diese große Konkurrenz gefürchtet hätte - sie waren nur einfach technisch überholt und daran ist maßgeblich die sozialistische Planwirtschaft schuld.


    Und auch bei Wohnungen willst du lieber nicht die Energieeffizienz von vor 50 Jahren haben - und die elektrische Infrastruktur auch lieber nicht. Blöderweise muss man dafür erst mal investieren und Investments scheinst du ja in Gänze abzulehnen.


    es wird nur noch einen Vermieter geben ohne Spekulation und Gewinnmaximierung .

    Und warum sollte dann irgendjemand Wohnungen bauen wollen, wenn er davon nix hat?

  • Hat jetzt nicht direkt was mit Realsozialismus zu tun, der Artikel weist aber schön auf, was derzeit schiefläuft bei den Roten, die doch eigentlich die Belange der arbeitenden Bevölkerung beherzigen sollte:

    https://m.tagesspiegel.de/poli…ien-wandeln/26306850.html


    Der Artikel ist vom Oktober vergangenen Jahres. Der Begriff "Lifestyle-Linke" war mir gar nicht so geläufig. Ich pflegte diese "Liberallinke" oder, etwas gehässiger, "Bourgeoisie-Linke" zu nennen.