Realsozialismus

Schon gewusst…?

Dem norwegischem König Ólaf Tryggvason gelang, den isländischen Widerstand gegen das Christentum zu brechen, indem er Söhne aus wichtigen Familien als Geiseln nahm.

  • Was die Gesammtheit der Bevölkerung angeht liegst du trotzdem falsch.

    Ich kann dir aus meiner eigenen Erfahrung

    So machen wir beide unsere eigene Erfahrung zum Maßstab.


    Sieh dir alleine mal an was in der Kranken- und Altenpflege geleistet wird.

    Richtig ist, dass es Berufe gibt, die für zu wenig Geld zu hart arbeiten müssen. Nun gibt es zwei mögliche Ansätze:

    1. Niemand muss in diesen Berufen arbeiten, wenn er nicht will.

    2. Die Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes sollte unter harten Strafen überprüft werden.


    Beides passiert nicht? Wessen Schuld ist das?


    Es spricht doch nichts dagegen das sie in den von ihnen gegründeten Unternehmen arbeiten.
    (...)

    Aber das können sie auch für ein normales Buchhaltergehalt tun.

    Und warum sollten sie dann ein Unternehmen in Deutschland gründen und nicht anderswo?

    Dir scheint nicht bewusst zu sein, dass die Gründung von Unternehmen mit großem persönlichem Risiko - gerade auch finanziell - verbunden ist. Und das soll der Unternehmensgründer sich nicht per Gehalt wieder holen dürfen?

  • Eigentlich schon oder kennst du einen sozialistisch/kommunistischen Staat (jetzt oder in der Vergangenheit) in dem die Parteibonzen nicht wie die Maden im Speck leben aber dem niederem Volk diese krankhafte und gescheiterte Idee aufzwingen? Gibt es überhaupt einen kommunistischen Staat, der seine Bürger nicht unterdrückt?

    Der Punkt den du dabei völlig ignorierst ist, dass du dich hier gar nicht mit der eigentlichen Idee des Sozialismus auseinandersetzt, sondern lediglich mit einer Reihe diktatorischer Staaten.


    Du gehst also schon mal grundsätzlich von einem Strohmann aus der mit den eigentlichen Ideen von Marx und den anderen nachfolgenden Gedankenträgern der sozialistischen Idee bestenfalls noch dem Namen nach zu tun haben.


    Auf diese Drecksdiktaturen kannst du von mir aus gerne scheißen wie du willst.

    Mit dem eigentlichen Sozialismus hat das bloß nicht wirklich zu tun.

  • Beides passiert nicht? Wessen Schuld ist das?

    Die Schuld von Lobbyisten und ihren Vollstreckern in der Politik.


    Die Linken Parteien setzen sich schließlich seit bestehen der Republik dafür ein.


    Und das soll der Unternehmensgründer sich nicht per Gehalt wieder holen dürfen?

    Lesen üben wir nochmal ne Runde, nä ;)

    Auch nicht dagegen das sie ihre Einlagen, und von mir aus auch ein bisschen was oben drauf, wieder heraus bekommen.

  • Und warum sollten sie dann ein Unternehmen in Deutschland gründen und nicht anderswo?

    Z.B. weil in einem (idealen) sozialistischen Staat ein erheblich geringes Risiko bestehen würde.


    Wie schon gesagt liegt das eigentliche Problem nicht im Kapitel selbst, sondern in dem Ungleichgewicht der Macht das es mit sich bringt.

    Das eigentliche Ziel des Sozialismus ist das weitestgehende einebnen von Machthirarchien.

    Ich wage alles was dem Manne ziemt;
    Wer mehr wagt ist kein Mann!

  • Ich habe das Gefühl, dass man sich hier thematisch langsam aber sicher im Kreis dreht...


    Immer wenn jemand Bezug auf die Verfehlungen real existenter sozialistischer Systeme hinweist, kommt der Konter, dass das ja gar nichts mit den sozialistischen GRUNDIDEEN zu tun hätte...


    Das Thema ist jedoch REALsozialismus...die noblen Grundideen spielen leider überhaupt keine Rolle, wenn der Mensch es bisher noch nicht auf die Reihe gebracht hat, es erfolgreich umzusetzen....


    Die Grundidee ist oftmals ja gut ... :thumbup: Nur erfolgt deren Umsetzung halt durch Menschen & die sind nunmal fehlerhaft...

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Im "realen Sozialismus", um den es hier geht, gehören Unternehmen aber dem Volk und nicht den Gründern.

    Nicht notwendigerweise .

    Ohne die Möglichkeit die Leistung Anderer auszubeuten gibt es keinen Grund mehr den formellen "Besitz" einzuschränken.

    Wie ich schon sagte liegt das eigentliche Problem darin, dass Leute ihre unverhältnismäßige Macht ausnutzen können um sich noch mehr Geld und somit Macht anzueignen.


    So machen wir beide unsere eigene Erfahrung zum Maßstab.

    Falsch.

    Ich habe ein Beispiel aus persönlicher Erfahrung zur Veranschaulichung gebracht und zudem ein weiteres naheliegendes nicht personenspezifisches als tragendes Beispiel.

    Du argumentierst hier auf Grundlage persönlicher Meinung.

    Ich argumentiere auf Grundlage bekannter gesellschaftlicher Misstände.

  • Die Grundidee ist oftmals ja gut ... :thumbup: Nur erfolgt deren Umsetzung halt durch Menschen & die sind nunmal fehlerhaft...

    Genauso sieht's aus.


    Sozialismus wie im SED-Regime will kein vernünftiger Sozialist oder Sozialdemokrat. Ich persönlich bin schon mit einem Sozial-Kapitalismus zufrieden. Auch Planwirtschaft hat gezeigt, dass sie nicht funktioniert. Aber es sollte nicht alles dem freien Markt überlassen werden, wie eben Kranken- und Altenpflege, Bildung und wenn möglich auch die Wohnungsfrage. Da finde ich dann schon, dass da die Bevölkerung durch demokratisch gewählte Politiker mitmischen sollte. Das ist meine Meinung dazu.


    rosa elefant Ich leugne Venezuela nicht, dort herrscht aber in meinen Augen kein Kommunismus, sondern Realsozialismus/Staatskapitalismus.

  • Aber es sollte nicht alles dem freien Markt überlassen werden, wie eben Kranken- und Altenpflege, Bildung und wenn möglich auch die Wohnungsfrage.

    Die Grundversorgung um dem Ganzen vielleicht einen Namen zu geben.


    Trotzdem bleiben auch in einer sozialen Marktwirtschaft eben immer noch massive Probleme bestehen die sich eben nur über einen (langwierigen und vorsichtigen) grundsätzlichen Strukturwandel beheben lassen.

  • Ganz allgemein wäre ich beim Realsozialismus durchaus dabei, da der jetzt vorherrschende Kapitalismus viele Gefahren für usn beitet, siehe Mietpreise und all das drum und dran.

    Nur müssten wir das System meiner kleinen Ansicht nach "upgraden" d.h. Stromnetze usw. anpassen, um so bessere Überlebenschancen zu haben. Ist nur meine Meinung.


    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuers Lichtquelle?"

  • Das was wir am Tag vom Ausland Kaufen entspricht der Leistung von unseren Abgeschalteten Atomkraftwerken.

    Das Kilowatt wird Pro Jahr immer Teurerer es lebe Öko.

  • Sind den 30 Generationen faul oder zu dumm um besseres für sich zu erarbeiten?

    Weder noch, vielleicht nicht so risikobereit. Letztlich hat jeder die Möglichkeit ein Unternehmen / Geschäft aufzumachen. Z.B. hat ein Kumpel von mir vor Jahren einen Kiosk aufgemacht , heute sind es drei oder vier, ihm geht es gut und ich fahre immer durch die Welt von Baustelle zu Baustelle (was mich nicht stört) . Ich hätte es genauso machen können wollte das Risiko, dass es schiefgeht aber nicht eingehen. Nicht jeder Unternehmer ist ein Blutsauger und ist sich, im besten Fall, seiner Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft bewusst. Es ist sicher nicht alles perfekt, es gibt auch genug Verbrecher und Geschäftemacher, die Großkonzerne wie Google, Amazon etc haben zu viel Macht aber das könnte die Politik ändern ,wenn sie denn wollte.

    In jedem Fall ist das System Soziale Marktwirtschaft besser als jede Form des real existierenden Sozialismus . Und ja ich weiß den richtigen Sozialismus gab es noch nie.

  • Es hat noch nie einen kommunistischen Staat gegeben und die Parteibonzen lebten nicht nach dem Spzialismus/Kommunismus. Man kann da der Idee des Sozialismus' nicht die Schuld geben, dass er falsch ausgelegt und missbraucht wird. Das ist eine etwas simplistische Auslegung.

    Tatsächlich? Das sehen aber Millionen Opfer unter Stalin, Mao, Tito, usw. bestimmt anders. Und du glaubst, es würde in Zukunft aber viel viel besser laufen? Schon allein wenn man sich die, auch wenn ich mich wiederhole, krankhaften Fantasien der Grünen und der SED/Mauerschützennachfolgepartei so wie deren Auftreten und Aussagen betrachtet, wird schnell klar ... die nächsten Parteibonzen die Sozialismus predigen aber Wein saufen bringen sich gerade in Stellung. Gescheiterete Ostexistenz, ich würde mal sagen du lebst entweder in einem Regenbogenland mit rosaroten Einhörnern oder leidest extrem an Realitätsverweigerung.

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)

  • Der Punkt den du dabei völlig ignorierst ist, dass du dich hier gar nicht mit der eigentlichen Idee des Sozialismus auseinandersetzt, sondern lediglich mit einer Reihe diktatorischer Staaten.

    Ganz ehrlich, es gibt einige theoretische Ansätze im Sozialismus, die ich richtig gut finde. Die Praxis aber hat gezeigt, es hat noch nie funktioniert und wird nie funktionieren und jeder Versuch endete in noch größerem Leid, Mord und Unterdrückung.


    Und nein diesen Turbokapitalismus den wir derzeit gerade erleben, wo so viel Geld und damit Macht an einzelne unkontrollierbar konzentriert wird, finde ich auch nicht in Ordnung.

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)

  • Tartar

    Die Praxis kann gar nicht zeigen, dass es nie funktionieren wuerde oder wird. Sie kann nur zeigen, dass es nie funktioniert hat. Wodurch du dich in deiner Theorie, dass es nicht funktionieren kann, nur bestaetigt fuehlst. :S (Ist ein Unterschied, wenn auch "Kruemelkackerei")


    Schau doch, du findest einige Ansaetze im Sozialismus gut, wenn du dich mit Menschen zusammenschließt, die genau so denken.... dann kann was daraus werden.

  • Naja...gibt es nicht bei fast allen Systemen auch irgendetwas Gutes?


    Ich bin mir sicher, dass sogar die Monarchie irgendwo irgendwelche Vorteile hat...

    Man kann auch sagen, dass es vll bisher einfach keine guten Herrscher gab und das ist der eigentliche Grund weshalb sich dieses System nicht durchsetzte …

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Z.B. hat ein Kumpel von mir vor Jahren einen Kiosk aufgemacht , heute sind es drei oder vier

    Nicht jeder Unternehmer ist ein Blutsauger und ist sich, im besten Fall, seiner Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Gesellschaft bewusst.

    Das stellt auch niemand der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat in Frage.

    Ich würde sogar unterstellen, dass ein Großteil der klein- und mittelständischen Unternehmer aufrichtig das Beste für seine Mittarbeiter im Sinn hat.

    Trotzdem leben wir immer noch in einem System das eben nicht jedem die gleichen Möglichkeiten bietet Aufzusteigen oder auch nur den eigenen Lebensunterhalt zu erstreiten.

    Die Praxis aber hat gezeigt, es hat noch nie funktioniert und wird nie funktionieren und jeder Versuch endete in noch größerem Leid, Mord und Unterdrückung.

    Und wieder redest du am eigentlichen Problem vorbei.


    Ich versuche mal das Ganze anders zu formulieren.

    Über das eigentliche Problem sind wir uns ja bereits einig:

    Und nein diesen Turbokapitalismus den wir derzeit gerade erleben, wo so viel Geld und damit Macht an einzelne unkontrollierbar konzentriert wird, finde ich auch nicht in Ordnung.

    Wir sehen die Ursache dafür vor allem in der Übersteigerung der Marktwirtschaft zum absoluten gesellschaftlichen Leitwert.

    Die Lösung die wir Vorschlagen ist anstelle der Marktwirtschaft, die Gemeinschaft wieder zum gesellschaftlichen Leitwert zu machen.

    Das erfordert aber zwangsläufig stärkere Schranken für die Wirtschaft.

    Insbesondere muss zu aller erst die Einflussnahme der Wirtschaft und der Finanzeliten auf die Politik gebrochen werden.

    Das ist der eigentliche Grundgedanke des Sozialismus.


    Solange Menschen die Möglichkeit haben das System auszunutzen um sich Macht über andere zu verschaffen wird es auch immer jemanden geben der das System ausnutzt.

    Und der Kapitalismus ist ein System das darauf zugeschnitten ist sämtliche Macht in die Hände der Wohlhabenden zu konzentrieren.

    Das ist im Kern auch das Problem mit den diversen Staaten die sich auf Marx Ideen berufen haben.

    Anstatt die Macht zu verteilen, wie sie es hätten tun sollen, haben sie Systeme etabliert, um die Macht in ihre eigenen Hände umzuleiten.


    Der Fehler liegt nicht in der Idee. Der Fehler liegt in der Umsetzung.


    Ich sehe das Problem vor allem darin, dass immer wieder versucht wurde das Ganze mit Gewalt zu etablieren.

    Das Chaos einer Revolution ist natürlich idealer Nährboden für Despoten.

    Alle Fortschritte die der Sozialismus für uns erstritten hat, wurden letzten Endes durch Reformen eingeleitet, nicht durch Gewalt.


    Verwechsele nicht das eine mit dem Anderen.

  • Sehr wahrscheinlich werde ich das hier noch einmal bearbeiten....naja. ich persönlich würde er mir nicht anmaßen,einem Menschen, den ich nicht kenne, zu unterstellen, ein auf das Recht pfeifender Blutsauger wie Vampire zu sein. Das ist nicht mein Recht. Es gibt dennoch solche Unternehmen, aber auch Betriebe, die einen Weg fahren, wie man es so schön umgangssprachlich sagt, die Mensch und möglichen Profit in den bestmöglichen Einklang bringen.


    Des weiteren existiert eine tatsächliche Klassenungleichheit in Deutschland, siehe das Schulsystem. Ich würde immer noch gerne an meine Upgrade Idee erinnern. Und das das kapitalistische System den Wohlhabenden die Möglichkeit gibt, die Macht auszunutzen, ist durchaus richtig.


    Eine Revolution kann nicht der wahre Weg sein, der sog. wahre Weg ist ein Weg, der nicht über Leichen und Blut führt. Denn wer sind wir, dxass wir über den Tot anderer Menschen entscheiden, dies ist doch Aufgabe der Götter,oder nicht?


    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuerslichtquell?"