Schon gewusst…?

Die Christianisierung Skandinaviens und Nordeuropas im 10. und 11. Jahrhundert erfolgte von oben und zumeist durch Zwang ("Schwertmission"). Sie diente vor allem der Festigung des Königtums. Die dänischen, norwegischen und schwedischen Könige versuchten – nicht immer erfolgreich – sich der Kirche zur Festigung der königlichen Zentralgewalt zu bedienen.

  • Heiloo liebe Heidchen,


    Da ich Zuhause keinen Altar habe und mir auch keinen "bauen" werde habe ich vor mir im örtlichen Wald einen zu bauen.


    Dabei bin ich für alle Anregungen offen und hoffe das ihr mir vielleicht Tipps geben könnt wie ich ihn gestalten kann.


    Danke im Vorfeld!

  • Such dir einfach einen abgelegenen (oder auch nicht abgelegenen) Ort und richte ihn dir deinem Geschmack entsprechend ein.
    Ich hatte unter einer Birke mal einen Runenstein deponiert und nutze den Platz immer mal wieder für die Frühlingsgleiche oder anderes.


    Wenn du den Flecken Wald besitzt kannst du auch einen Steinkreis einrichten oder einen größeren Steinaltar. Da baust du aus Feldsteinen einen kleinen 'Turm' nenn ich es mal. Kennt davon noch jemand den Namen?


    Von den Slawen gibt es wohl auch "Überlieferungen" (keine Ahnung ob authentisch oder nicht), laut denen die Altvorderen wohl in oben flachen, großen Steinen opferten, die natürliche Mulden enthielten. Wasser, dass sich in diesen Mulden ansammelte, war heilig.


    Ich selber finde, dass man draußen nach Steinen zum opfern Ausschau halten sollte. Ist einerseits sehr stimmig und man hat einen klaren Bezugspunkt beim Opfer, als 'einfach so' auf die Wiese. Andererseits gibt es hierzu immer wieder mal authentischere mal weniger authentische Quellen/Behauptungen.

    Ich bin im Auftrag Odins unterwegs.
    Und Odin kann es garnicht leiden missbraucht zu werden!

    - Kommissar Schenk, Tatort 'Odins Rache'

  • Meine erste Anregung wäre, dass du den gut abseits bauen solltest. Menschen haben die Angewohnheit gerade sowas gern kaputt zu hauen.
    Ansonsten habe ich einen mit einem großen quaderförmigen Stein (Tisch) und dahinter einen Baumstumm quer über einem Loch stehend, weil wegen Opfer nicht sichtbar und andere nix kaputt machen und so.

  • Hi,
    Ich hab noch keinen im Wald ,habs aber vor in Bälde einen zu bauen.
    Meiner wird nach Möglichkeit etwas größer.
    Meiner(Plan):
    im Kreis zwischen 5 oder 6 Bäumen einen kleinen Zaun aus Ästen errichten und zwischen die Bäume zusätzlich noch Schnüre mit Knochen ,Zapfen, Stoffstücken mit Runen aufhängen.
    In der Mitte ein kleiner Altar aus Holz uns Ästen und sonstige Dekorationen.
    Also das war jetz meine Version-du musst das natürlich nicht übernehmen . (aber kannst dir was abgucken;) )


    Je nachdem wann und wie ich's verwirkliche kommen wahrscheinlich Fotos. ^^
    prost und Heil :prost: ,Michael

  • Mach es definitiv nicht zu groß, viel Fläche = viel Arbeit auch nach dem Bau (siehe nochmal weiter unten) Baue deinen Altar weit abseits aller Straßen, Wege, etc., denn viele Leute haben eben keinen Respakt vor fremden Leistungen und somit wird auf kurz oder lang Randaliert, Müll abgeladen oÄ.



    Mein Tipp wäre, nur für sich, keinen allzu großen Platz aufzubauen, denn wenn mal ein Sturm durchfegt oder ne Rotte Wildschweine durchrennt, braucht es ewig, wieder alles in Ordnung zu bekommen...

  • *räusper*


    Als Umweltplanerin rate ich davon ab, einen Altar vom Weg entfernt aufzubauen :evil: .
    Klar ist die private Atmosphäre wichtig. Aber bedenkt bitte das es in jedem Wald auch Tiere gibt :love: (und Pflanzen :D ). Die Wesen sind durch die Zerschneidung der Landschaft (unsere Wege) eh schon stark in ihrem Bewegungsspielraum eingeschränkt ;( . Einige Arten brauchen mehr als 500m Abstand zu Wegen um nicht ständig aufgeschreckt bzw. gestört zu werden =O . Schaut euch mal ein paar Waldstücke in der Landschaft auf Googlemaps an. Wenn ihr die Abstände zwischen den Wegen messen würdet, kämt ihr sehr bald drauf das da nicht mehr viel Lebensraum für die Tiere ist (in dem sie ungestört leben können). Der Mensch läuft leider sehr oft abseits der Wege durch den Wald X/ (weil es eben so schön, "naturbelassen" :cursing: dort ist), was den Aktionsradius der Tiere noch weiter einschränkt ;(
    Je nachdem in welchem Gebiet ihr unterwegs seit, gilt auch das "Wegegebot" ^^ . Das bedeutet ihr dürft die Wege nicht verlassen. Entweder weil der Besitzer es nicht gestattet, oder weil es in der jeweiligen Schutzgebietsverordnung festgehalten ist (also dem Schutz der Naturgüter dienen soll).


    Mein Umweltplanergewissen ist da definitiv stärker als mein Wunsch nach einem abgeschiedenen Ort an dem ich meine Rituale durchführen kann. Wir Menschen haben unserer Umwelt schon so viel Schaden zugefügt, das ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann aus egoistischen Gründen sehenden Auges noch mehr Schaden anzurichten.

    "Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein." -Voltaire-


    Tu, was du willst, nur schade niemandem. -Grundsatz frei fliegender Hexen-

  • Danke für die guten Tipps Moll :thumbsup:
    Vielleicht dann so höchstens 4m* (* soll mal den 2er ersetzen) also 2 Meter Länge und Breite.
    Und auf jeden unauffällig also: keine Knalligen Farben oder? :ugly:
    Ja und das mit den Tieren ,bei uns hier in Niederbayern gibts (leider) keine Wölfe und Wildschweine , eher Füchse und Rehe etc. aber egal. Ich bin eigentlich auch Umweltschützer und jedesmal wenn ich im Wald bin sammel ich Sachen die da nix verloren haben.Ich halt mich klein und mit natürlichen Materialien nichts aufwendiges wie diese Flechtzäune im Opfermoor Niederdorla,bla.Es sind kaum Wanderwege bei uns in der Gegend : sprich evtl. Abstand ca.2km?. ?(


    Egal ich geh mal morgen in den Wald und schau' was sich machen lässt und geb Bescheid wie es dann aussieht .


    Aber jetz, Gut Nacht 'Teddy drück' :sleeping:
    euer Michael

  • @Michauf


    Wenn es bei euch keine Wanderwege gibt, spricht wenig dagegen, wenn du dich wenige Meter in den Wald reinbewegst. Aber denk mal nach: warum gibt es bei euch keine Wanderwege? Und ein 2km-Abstand....überleg mal, wie weit Wild tatsächlich in seinem Lebensraum unterwegs ist. Nicht alle Tiere haben einen Aktionsradius wie eine Grille :D Ich meine mich an eine Untersuchung erinnern zu können in der die Bewegungen von Wild untersucht wurden. Da wurde festgestellt, das die Tiere sich eine Woche lang nicht in den "gestörten" Radius begeben. Soll heißen, das sie eine Woche lang viele Quadratmeter ihres Lebensraums nicht nutzen können. Und jetzt stellt euch mal vor, was das in stark zerschnittenen Landschaften anrichtet wenn die Menschen sich auch noch abseits der Wege bewegen...


    Und ich bezog mich mit dem Beispiel der 500m-Distanz auf alle Tiere ^^ Also auch Rehe, Füchse, Vögel, Mäuse usw. Jedesmal wenn du in den Wald gehst störst du die dortigen Abläufe. Vergiss das bitte nicht. Und achte vor allem darauf wo du hintrittst. Es gibt viele selten Pflanzen die so klein sind, das du es nicht bemerkst wenn du sie zerstörst...zumindest wenn du nicht hinguckst was du "mitnimmst". Gleiches gilt im Übrigen auch für Insekten.
    In unseren überformten, genutzten Landschaften ist es nicht zu ändern mit jedem Schritt etwas zu stören/zerstören...wenn denn überhaupt noch etwas da ist X/
    Aber in den eher "wilden" Bereichen unserer Landschaften lässt sich das vermeiden. Und da gerade die mitunter die einzigen Rückzugsorte für viele Arten sind, ist es sehr sehr wichtig sie mit viel Vorsicht zu behandeln.

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  • Das wäre dann wiederum ein Vorteil bei uns- die Tiere stören sich nicht wirklich am Menschen, wenn er nicht direkt auf sie zutrampelt. Hier gibts so viele, das sie wohl teilweise nur noch mit den schultern zucken.
    Ich hab diesen Sommer ein Rehrudel beobachtet, das im abstand von vielleicht20 bis 30 metern äste- wir haben uns genau angesehen, dann bin ich demonstrativ ein paar meter zurück, hab mich hingesetzt und zugeguckt, während sie weitergefuttert haben. Sie wussten genau, das ich da bin, es war hellichter Tag und im Hintergrund konnte ich andre Spaziergänger sehen.
    Tagsüber ist das wohl nicht so schlimm. Nachts oder in der Dämmerung sehe ich das anders. Da werden sie alle richtig munter, und da hab ich irgendwie schon öfter das gefühl gehabt, das ich in manche Ecken nicht gehen sollte... da hab ich es dann einfach gelassen.
    Ohne meine Motive dabeizu hinterfragen ;)

  • ei uns laufen die Rehe überall rum, z.B im Garten, auf Wegen, auf der Straße mitten im Wohngebiet,...


    Hier gibts so viele, das sie wohl teilweise nur noch mit den schultern zucken.


    Es kommt auch drauf an in welchem Gebiet man schaut. Wenn sich die Tiere eh immer in der Nähe von Wohngebieten aufhalten und die ständigen Begegnungen mit dem Menschen gewohnt sind, gibts da weniger Probleme. Aber ich bezog mich bei oben beschriebener Untersuchung auf eher "wilde" Landschaftstypen, wo die Tiere eben nicht so viel Mensch kennen.

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  • Ich habe heute dieses Thema gelesen und habe mir selbst Bedenken gemacht, wie ich etwas mehr/besser tun kann. Denn bisher habe ich keine richtigen Opfer an einzelne Götter gebracht, höchstens etwas Trinkgabe an einen Baum für die "Geister der Natur".


    Dann war ich von PC aufgestanden und wollte ein bisschen mit dem Mountainbike herumwuseln. Aber als ich durch einen Stadtpark fuhr, spürte ich plötzlich, dass ich weder Lust noch Kraft hatte, große Strecken zurückzulegen. Ich dachte mir : "Na gut, ich fahre ein bisschen herum hier im Park und schaue, was hier so alles wächst". Und dann, an einer ziemlich entlegenen Stelle, habe ich einen mächtigen Eichenbaum gesehen, und daneben einen Stumpf von einem zweiten Baum, der wohl nicht weniger mächtig gewesen war. Ich dachte sofort an diesen Thread, und dass hier vor mir schon ein richtiger Altar ist, man braucht nicht mal etwas zu bauen.


    Ich habe es vor, morgen wieder zu diesem Ort zu kommen und Opfergabe an Thor zu bringen. Der Ort ist zwar nicht frei vom menschlichen Einfluss, ist halt Stadtpark, aber meistens ist er einsam und menschenleer. Er liegt auf einem Hügel, es gibt noch eine Bank in der Nähe (sehr gut zum da sitzen und nachdenken oder lesen) und ein künstlicher Wasserfall, der mich wiederum an die waldbedeckten Berge Bayerns mit ihren tausend Wasserfällen erinnert. Leider habe ich keine Fotos gemacht.

    Lichtgeboren, zu Licht erkoren
    Wir kommen aus langer, dunkler Nacht,
    Wir kommen von weiten, irren Wegen,
    Wir wollen heimwärts, dem Licht entgegen.
    Aus Suchens Mühen und Kämpfens Wacht,
    Aus Darbens Not und Sehnens Macht,
    Wir tragen im Herzen in treuer Hut
    Den letzten Funken heiliger Glut.

    Waldteufel - Lichtkreuzweihe

  • Hab mir den Thread gerade erst durchgelesen und bin jetzt auf einen guten Ort gekommen hinter meinem Haus befindet sich direkt die Raab dann noch 1Haus dahinter erhebt sich der "Gaasberg" auf dessen Hang ist vor dem Wald ein Schafgehäge etwa 50 Meter nördlich ist eine Ca 10m hohe Kalksteinklippe (direkt beim (noch) Bach) in dieser Klippe habe ich mich schon als Kind in eine kleine Felsnische zurück gezogen dort bin ich ungestört da keiner auf die Idee kommt dort könnte jmd sein niemand kommt hin da es sehr unwegsam ist und man durch das Schafgehäge muss (nur das Alphaschaf wird dort gestört und nimmt Angriffshaltung gegen mich ein obwohl ich die Herde schon seid Monaten füttere) dort werde ich mir einen kleinen Altar bauen

  • Hi, ich war ab Mittag 3 Stunden im Wald und hab mir nen kleinen Opfer-platz angelegt.Hier ein paar Fotos:Vorderansicht des Altars mit Aststatuen und Stofffetzen mit Götternamen:hier die Hinteransicht des Altars hinter den Götterfetzen. Undhier nochmal von der Seite:
    Der Platz ist innerhalb von jetzt doch 5 Bäumen , etwa 12 - 20 Quadratmeter. Einigermaßen auffällig aber mal sehen. Alle Materialien sind biologisch abbaubar . Zwischen die Bäume im Kreis hab ich noch ne Goldene Baumwollschnur in ungefährer Höhe von 1,50 - 2 Meter,an welcher Federn meiner Nymphensittiche hängen.
    Demnächst werden noch Knochen-Windspiele folgen .
    :prost: ,Michael

  • @Michauf
    Ich will dich ja nicht entmutigen, aber die Schnüre dürften dem örtlichen Förster und Jägern wohl eher nicht gefallen. Da kann sich so ziemlich alles was die Größe von Reh und Hirsch hat drin aufhängen oder zumindest verletzen. Wenn die aufgeschreckt werden und losrennen, sehen die die dünnen Schnüre nicht. Falls da was passiert und die Förster/Jäger das spitzkriegen kann das auch für dich brenzlig werden. Würde ich an deiner Stelle also schnell wieder abnehmen. Auch so wird es von der Stabilität her wohl oft wieder aufzubauen sein.


    Such dir lieber einen ruhigeren Ort und halte es für den Anfang klein. Ein gestalteter Opferstein unter einem angeschrägten Baum z.B. Oder wenn es größer werden soll, dann etwas das kein Wild verletzen könnte, also etwas das kompakter ist und somit gut für das Wild sichtbar und als Hindernis wahrgenommen wird.


    Aber trotzdem Respekt für deine Hingabe ;)

    Ich bin im Auftrag Odins unterwegs.
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    - Kommissar Schenk, Tatort 'Odins Rache'

    4 Mal editiert, zuletzt von Sütterlin ()

  • @Sütterlin
    Du hast Recht , Hab ich noch nicht so richtig bedacht.
    Dann geh ich gleich morgen raus und häng das was es wirklich braucht zwischen die beiden Bäume zwischen denen die auffälligen Götterwimpel wehen.

  • Und ich dachte ich hätte einen riesengroßen mahnenden Zeigefinger betreffend der Tiere in den Raum gestellt :D

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