Christengott im Polytheismus

Schon gewusst…?

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  • Nein, er wird für Gott gehalten wegen der Dinge, die Vorbildcharakter haben. Sein Vorbildcharakter wird für so groß gehalten, dass man sagt, der ist wie Gott.


    Ganz so einfach ist das nicht ^^
    Jesus tut nicht einfach gute Dinge, er predigt vor allem von den angeblichen Absichten Gottes. Das macht ihn erstmal zum Propheten, wie es vor ihm ja schon einige gab, aber dabei spielt er immer wieder darauf an, dass er der prophezeite Messias sei (Haus Davids), und manche glauben ihm halt, manche halten ihn für einen Gotteslästerer.
    Mit der Hinrichtung wurde er dann zum Märtyrer und es wurden Wundergeschichten über ihn verbreitet. (Allen voran die Auferstehung) Eben ein (Mysterien)Kult, man glaubt dran oder nicht.


    Johannes 10 Lutherbibel 1912



    und lauter Menschen schauen nur zu jeweils einem einzigen Idol auf und versuchen ihm ähnlich zu sein, und all das andere Gute, was auch Vorbildcharakter haben könnte, wird mehr oder weniger ignoriert, nicht weil man es nicht anerkennt, sondern weil man zu sehr damit beschäftigt ist, sein jeweiliges eines Idol zu idolisieren. Das ist irgendwie so... wenig zielführend.


    Wie ich schon sagte, Monotheismus halt ^^

  • Auch gibt es Menschen ( Harry Eilenstein ), die behaupten, Jesus wäre Schamane gewesen, weil er u.a. solange in der Wüste war, um Erkenntnis zu erlangen, weil er geheilt hat und Jünger um sich scharte und weil er " auferstanden wäre, jedoch glaube ich nicht, daß sein " Nahtoderlebnis " auf freiwilliger Basis beruhte.

    Es könnte auch sein, dass ihr das erste Mal auf der Welt seid
    und eure Vergangenheit noch vor euch liegt.


    Boualem Sansal, algerischer Schriftsteller

  • Zuuuuuu spääääät..... ;( ............................

    Es könnte auch sein, dass ihr das erste Mal auf der Welt seid
    und eure Vergangenheit noch vor euch liegt.


    Boualem Sansal, algerischer Schriftsteller

  • Für mich ist der christliche Gott nicht mit dem Polytheismus zu vereinen. Er sagt ganz klar das er nicht möchte das man andere Götter neben ihm hat. Ich bete ihn nicht an und opfere ihm nichts, denn mit einem solch grausamen Gott möchte ich nichts zu tun haben.
    Anders sehe ich das bei Jesus. Er war ein kluger Kerl, auf ihn trinke ich ein Met, gedenke ihm aber nicht mehr als meinen Ahnen.

  • Gleichwohl ich mehr oder minder Mitbegründer dieses jenen Threads bin, frage ich mich eigentlich, wenn ich so lese, was wir alles zum jüdischen Gott und zum Galiläer schreiben und über diese wissen, wer von uns betet denn eigentlich konkret den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs an? Neben den anderen Göttern meine ich.

  • lol, was will ich denn von einem Gott, der nicht mal auf meinem Kontinent beheimatet ist? ^^
    Ich bete ja nichtmal slawische oder keltische Götter an.

  • lol, was will ich denn von einem Gott, der nicht mal auf meinem Kontinent beheimatet ist?
    Ich bete ja nichtmal slawische oder keltische Götter an.


    Da die Kelten in Ostarrichi "abhingen", ist Cernunnos auch in meinem Herzen beheimatet <3 ! Und wie könnte ich zum finnischen Bier-Gott "Nein" sagen... ^^ !


    Aber den Christengott kann ich iwie nicht fassen... :S ! Er ist (anscheinend) alles und dadurch iwie auch...
    ...nichts...
    :ugly: !


    Zudem finde ich es (-anders als die alten Heiden) paradox als Polytheist einen monotheistischen Gott anzubeten...!
    Der historische Jesus hingegen, finde ich, war schon iwie ein cooler Hippie & einige seiner Ideen waren auch nicht unbedingt schlecht...
    :be_cool:

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • [offtopic]

    Und wie könnte ich zum finnischen Bier-Gott "Nein" sagen... !


    Und Gott Radegast? (Oder Ninkasi und Tjenemit ^^)
    [/offtopic]

  • Historischer Christus?


    Gibt es irgend einen Beweis, das es den jemals gegeben hat?


    Theoretisch könnte ich sagen "ja", aber in ähnlich spärlicher Form wie bei Sokrates und vielen anderen antiken Personen. Praktisch gibt es für historische Ereignisse überhaupt keine Beweise, es sei denn, man war dabei. Wir können auch vom mythologischen Christus sprechen, wenn dir das lieber ist, aber das ist Haarspalterei.


    @Kisa:


    Klar, wenn man das göttliche Mysterium in Jesus nicht akzeptiert, dann bleibt ein Mensch übrig, der Prophet, Rabbi, Schamane, Heiler, was auch immer ist. Spirituell und theologisch lässt sich das schon begründen, warum gerade Jesus das vollkommene menschliche Abbild Gottes ist, aber darüber diskutiere ich nicht gerne und das ist auch nicht Thema hier (zumal da ein Rattenschwanz, u.a. antiker griechischer Philosophie dran hängt). Nur ein Tipp: Es gibt da etwas, das fängt im neugermanischen Sprachgebrauch mit "L" an und hört mit "iebe" auf, und zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze "Neue Testament".


    Zwei Probleme bleiben dabei aber:


    1. Ist mir immer noch nicht klar, wer oder was der "Christengott" ist, vor allem, weil Christen und ihre antiken jüdischen Vordenker gar nicht beanspruchen, einen eigenen Gott zu haben und ihnen das auch von anderen Seiten zugestanden wird. Ein paar Zitate:


    Zitate: Gott der Christen, Gott der Welt « ProRel Tübingen


    Am prägnantesten Böhme ("...so wirst du auch alle deine Brüder sehen und erkennen: sie seien Juden oder Christen, Türken oder Heiden. Oder meinst du, Gott wäre nur der Christen Gott? Auch die Heiden leben in Gott: Wer Recht tut, ist ihm lieb und angenehm.")


    2. Funktioniert das christliche Mysterium nicht mit einem polytheistischen System, denn wenn Jesus das vollkommene menschliche Ebenbild Gottes ist, von welchem "Gott" sollte er das sein? Man wird zwangsläufig ein übermächtiges Wesen oder einen besonderen Menschen aus Jesus machen ;)


    Aber wie gesagt, ich will hier nicht über Jesus und Christentum diskutieren, nur erklären, warum ich die Fragestellung nicht für sinnvoll halte.

  • @ Efeukrone: Danke für deine Beiträge zu Christus, sehr interessant.


    Also in jedem Falle Menschenopfer und ggf. Tempelprostitution her


    Menschenopfer im gewissen Sinne wäre gar nicht schlecht. Und mit "im gewissen Sinne" meine ich im allegorischen-spirituellen-esoterischen Sinne: Dass man sich des Sterblichen entledigt, es "opfert" und sich damit dem Geistlichen nähert.

  • Keiner "unserer" Götter, klar. Aber, was mich interessiert: Hast du, wenn du mit Jesus sprichst, nie den Eindruck, dass er dein Heidesein verurteilt?


    Nicht im geringsten. Der lacht sich eher ins "Fäustchen" wenn ich in der Kirche Donar und Wodan innerlich anrufe. Zum Christentum habe ich eh mehr die Einstellung, das das Christentum heidnischer ist als die Christen es wahrhaben wollen.
    Man möge mir mal ein Fest nennen, das nicht irgendwie heidnischen Ursprungs ist. Das fing schon mit Konstantin dem Großen an. Als der das Christentum in Rom zur Staatsreligion machte, waren über Nacht nicht nur alle Römer Christen, sondern alle heidnischen Feiertage christlich.


    Saturnalien – Wikipedia


    Die Saturnalien, ein klar heidnische Fest, wurden kurzerhand auf Jesus umgemünzt. Usw usf.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Nicht im geringsten. Der lacht sich eher ins "Fäustchen" wenn ich in der Kirche Donar und Wodan innerlich anrufe. Zum Christentum habe ich eh mehr die Einstellung, das das Christentum heidnischer ist als die Christen es wahrhaben wollen.
    Man möge mir mal ein Fest nennen, das nicht irgendwie heidnischen Ursprungs ist. Das fing schon mit Konstantin dem Großen an. Als der das Christentum in Rom zur Staatsreligion machte, waren über Nacht nicht nur alle Römer Christen, sondern alle heidnischen Feiertage christlich.


    :goodpost:


    Die Saturnalien, ein klar heidnische Fest, wurden kurzerhand auf Jesus umgemünzt. Usw usf.


    „Saturnalien“ existieren u.a. noch als studentisches Fest, bei dem man in der Vorweihnachtszeit mit den Dozenten „abrechnet“ :D .

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  • Nicht jeder, der anders denkt, wie man selbst, ist dumm !


    habe ich auch nicht gemeint ^^ kam da was falsch rüber ? ;)


    Namen sind Schall und Rauch, was gemeint ist ist entscheidend.


    stimmt so nicht, Gott ist ein germanisches Wort. damit haben die Christen ein Stück Heidentum übernommen. Hätten Moslems und Juden nie getan. Tun die auch heute nicht.


    Was gibt es Schöneres, als die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind? Indem man ein Bild versorgt wie ein Kind, bezeugt man so der Gottheit die größte Ehre und zeigt seine Zuwendung. Zumal viele der Götterbilder ja auch echt geweiht werden/wurden. Man bat mittels Ritual die Gottheit, in das Götzenbild einzuziehen.Daher war es schon ein Stück die Gottheit selbst.


    Na ja, Götzendienst ist es trotzdem, auch wenn es ein schöner ist. ^^


    Keiner "unserer" Götter, klar. Aber, was mich interessiert: Hast du, wenn du mit Jesus sprichst, nie den Eindruck, dass er dein Heidesein verurteilt?


    Nicht im geringsten. Ich habe eher das Gefühl das Jesus nicht im geringsten unglücklich darüber ist, das ich in seinen Gemäuern abwechselnd mit Donar, Woden und mit Ihm spreche.
    Und wie schön öfters erwähnt, halte ich das Christentum eh für heidnisch geformt.
    Der marienkult z.B. wurde überall wo sich das Christentum breitmachte an die Stelle der weiblichen Gottheiten gesetzt. Der Steinmann Petrus ersetzte wohl Herakles und Donar. Wodan und Jesus haben den Opfertod gemeinsam, für das Christentum religionsstiftend. Wodan, Vili und Ve stellen eine Weltenerschaffende heilige Dreifaltigkeit dar. Vater, Sohn und der heilige Geist sind das Gegenstück der Christen. Immerhin versuchte man Wodan zu löschen. Der Wodanstag wurde zum Mittwoch.
    Marienkult, Ikonen, Bilder an Wänden und Decken, wenn das kein Götzendienst ist, weiß ich nicht was Götzendienst ist.
    Moslems leisteten immer ganze Arbeit indem sie alles Andere radikal auslöschten. Juden verdrängten einfach alles was nicht in ihren Kram paßte. Obwohl auch im Alten Testament und in der Thora steht, das alles Götzenartige vernichtet werden muß.


    Also, kurz und bündig, für mich ist das Christentum nichts anderes als eine Fortsetzung heidnischer Elemente in einer anderen Gewandung. ^^ Auch wenn es den Christen nicht paßt.


    Donars segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • stimmt so nicht, Gott ist ein germanisches Wort. damit haben die Christen ein Stück Heidentum übernommen.


    Das heute verwendete Wort Gott ist aber konzeptlos. es steht für das unnennbare, höchste, nicht für eine konkrete Vorstellung.


    Der Name Gottes :: bibelwissenschaft.de


    Es geht einfach nur darum die hohe Stellung auszudrücken, deshalb nennen ihn Christen auch Herr oder Vater oder Himmlischer König, oder oder oder.
    Alles nur Ehrentitel.



    Also, kurz und bündig, für mich ist das Christentum nichts anderes als eine Fortsetzung heidnischer Elemente in einer anderen Gewandung


    Zum Teil stimme ich dir da zu, ist eigentlich auch eindeutig, die Kernelemente, Erlösung und Vergebung der Sünden, Wiederauferstehung etc. sind aber nicht "heidnisch".


    Und die Protestanten verneinen nochmal ein Gutes Stück an Heidnischen Einflüssen in den alten Kirchen. Marienkult, Heiligenkult, Ikonen Reliquienkult etc

  • Das heute verwendete Wort Gott ist aber konzeptlos. es steht für das unnennbare, höchste, nicht für eine konkrete Vorstellung.


    Der Name Gottes :: bibelwissenschaft.de


    Man ist das ein Fuck :S , was die da gemacht haben, nur um den Namen ihres Gottes nicht zu nennen müssen, dürfen oder was auch immer. :wacko:


    Und die Protestanten verneinen nochmal ein Gutes Stück an Heidnischen Einflüssen in den alten Kirchen. Marienkult, Heiligenkult, Ikonen Reliquienkult etc


    Die katholen waren ja auch manchmal recht bescheuert. Das eine Dorf hatte die Füße, das andere Dorf den Kopf vom heiligen Sankt Schweißfuß und bevor sie sich geprügelt haben, hat jeder seine wirklich authentischen Knochen angebetet. Ein Schwachsinn. :rolleyes:


    Donars segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Na ja, Götzendienst ist es trotzdem, auch wenn es ein schöner ist.


    Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich gefragt, was denn so schlecht an Götzendienst sei. Doch nun verstehe ich, dass damit eigentlich Materialismus im Allgemeinen gemeint wird. Und auch einige der "erleuchteten" oder mehr philosophischen Heiden betrachteten die Statuen nur als Symbole der Götter, nicht als die Götter.



    Die katholen waren ja auch manchmal recht bescheuert. Das eine Dorf hatte die Füße, das andere Dorf den Kopf vom heiligen Sankt Schweißfuß und bevor sie sich geprügelt haben, hat jeder seine wirklich authentischen Knochen angebetet. Ein Schwachsinn.


    Bei dem Satyriker Lukian, einem hellenistischen syrischen Autor der Antike, steht in seiner "Jupitertragödie" (bin mir des Titels nicht sicher) just das Gleiche geschrieben, allerdings über die Ägypter, wo das eine Dorf die Schulter anbetet, das nächste dafür einen anderen Körperteil... etc. Ich glaube, dass diese Art von Fetischismus dem Heidentum nicht unbekannt ist.

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