Verschiedene Behinderungen wie sahen unsere Vorfahren verschiedene Behinderungen?

Schon gewusst…?

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  • Hallo ihr lieben,


    unsere Götter sind ja nicht perfekt haben Fehler Macken sogar Behinderungen wie seht ihr oder wie sahen unsere Vorfahren die einzelnen Behinderungen?


    Ich könnte mir vorstellen das nicht sichtbare Behinderungen gang und gäbe waren auch Körperliche Behinderungen waren wohl nicht selten.


    Ich denke nur fast nicht Lebensfähige Behinderte waren ein Problem oder?


    Ich weiss zum Beispiel durch Hören sagen das Autisten oder Eppileptiker sogar als etwas besonderes im positiven Sinne galten?!


    Und andere Behinderungen vielleicht auch?


    Also im positiven Sinne?!


    Gibt es irgendwelche Belege etwas wie man das nachverfolgen kann?


    Und was denkt ihr selbst über Behinderte?Gehören die entfernt oder in die Gesellschaft?


    Ich freue mich auf Antworten,



    Liebe Grüsse,


    MamaRuna

  • Ein Anhaltspunkt dazu könnte Vers 71 aus den Sprüchen des Hohen sein:


    Zitat

    Der Lahme reitet ein Pferd, eine Herde treibt der Handlose,
    der Taube taugt zum Kampf;
    der Blinde ist besser als ein Verbrannter:
    Niemand braucht einen Toten.


    Anders ausgedrückt: Jeder kann sich auf irgendeine Art in die Gesellschaft einbringen, egal mit welchem Handicap. Wer das eine nicht kann, kann dafür oft etwas anderes besser als andere. Nur wer tot ist, kann wirklich gar nichts mehr tun. :)

  • Wir selber sind Eltern eines geistig, behinderten Kindes!
    Wir wollen kein Mitleid, vielleicht etwas Verständnis - aber keine Sonderbehandlung! Wie unsere Vorfahren darüber gedacht haben, habe ich mir ehrlich noch nie Gedanken gemacht - mal jetzt vom 3. Reich abgesehen, aber darüber mag ich jetzt weder reden, noch die Thermatik vertiefen.


    Über den Rest deiner Frage kann ich dir leider keine Antwort geben, außer was das persönliche angeht!
    Wir sind in unserer Gesellschaft noch weit entfernt von einem humanen Umgang mit Menschen die eine Behinderung haben und das in jeder Form. Ich/ wir haben eigentlich mindestens 1x die Woche irgendeine Reiberei mit irgendwelchen "Menschen", die doch soooo tolerant sein wollen... den Rest erspare ich mir, denn er macht mich verdammt traurig und zerrt noch zusätzlich zum ganzen Rest, an manchen Tagen sehr an meinen Nerven.


    cosmotheoria

  • Und was denkt ihr selbst über Behinderte?


    Ich bin selbst körperlich behindert und will ums Verrecken nicht aus der Gesellschaft/dem Leben entfernt werden ... Ich kann zwar nicht besonders gut laufen, allerdings hält mich das nur in wenigen Punkten davon ab mein Leben so zu gestalten wie es mir gefällt. Jedes Leben ist wertvoll und somit auch schützenswert.


    Gehören die entfernt oder in die Gesellschaft?


    Ist jetzt nicht bös gemeint, allerdings finde ich solche Fragen doch immer etwas beleidigend.

    Es gibt Arschlöcher die behaupten, dass sie an Gott glauben,
    und es gibt Arschlöcher die behaupten,dass sie an Allah glauben.
    Das hat doch mit Religion nichts zu tun.
    Ein Arschloch ist ein Arschloch, fertig aus!

    Volker Pispers

  • Danke für Eure Antworten!


    Kinara ich wollte Eure Meinungen und habe gefragt wie ihr das seht ob Behinderte in die Gesellschaft gehören oder entfernt.


    Denn es gibt Menschen die denken Behinderte gehören NICHT in die Gesellschaft.


    Und ich wollte wissen wie die Mitglieder im Forum das sehen.


    Das war weder Beleidigend noch abwertend gemeint.


    Sondern Fragen ans Forum an die Mitglieder wie die das jeweils sehen ohne Wertung von mir persönlich.


    Ausserdem sind wir 5 also ich meine Kinder und mein Lebensgefährte JEDER selbst Behindert.




    Kinara dann entschuldige ich mich bei Dir wenn Du Dich dadurch beleidigt verletzt oder abgewertet fühlst,das wollte ich nicht und es tut mir Leid!


    Ich wollte lediglich das Thema Behinderung Thematisieren und wissen wie das Forum darüber denkt also jeder einzelne oder die die halt antworten.


    Oder was es eben für Nachweise gibt wie unsere Vorfahren über Behinderungen dachten.


    Es gibt ja die "Märchen" das Germanen/Kelten/Wikinger einfach ausgesetzt hätten als Begründung oder "Erlaubnis" das es ja okay wäre Behinderte abzuteiben auszuschliessen etc...


    Und ich kann mir nicht vorstellen das unsere Vorfahren das getan haben ausser das Kind hätte keine Lebenschancen,denke ich.
    Aber wer weiss vielleicht irre ich mich da.


    Danke Kisa!


    cosmotheoria ich weiss wovon Du schreibst :-( das erleben wir auch fast täglich :-(

  • Man muss schlichtweg auch sagen das früher Behinderungen bei weitem nicht so häufig waren und schwere Behinderungen oft auch dazu führten das betreffende Person recht früh verstarb...
    Ich bin der Meinung das man auf Grund der komplett unterschiedlichen Gesellschaften und Gegebenheiten damals nicht ansatzweise mit heute vergleichen kann.

    Nicht in den Zweigen, in den Wurzeln liegt des Baumes Kraft

  • @MamaRuna
    Danke für die Erklärung :)
    Ich bin es nunmal leider gewöhnt dass diese Art von Fragen meißt genau von den Leuten gestellt werden die Unsereinst ausgrenzen wollen, daher auch meine Reaktion^^
    Es bringt mich halt auf die Palme, wenn Jemand sich über einen Anderen stellt oder der Meinung ist sich anmaßen zu dürfen, ob das Leben eines anderen lebenswert ist. Ich bin froh, dass Du da offensichtlich nicht zu gehörst :D

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    Volker Pispers

  • Ja Du darunter leide ich selbst.


    So wie jetzt ich habe eine wie ich finde sachliche Frage gestellt und werde Missverstanden.
    Das passiert mir ständig und ist Typisch für meine Behinderung und deshalb werden wir immer ausgegrenzt und mans ieht es nicht mal wie schlimm das ist.


    Ergebnis ist das ich meist Leute meide denn ich scheine mich auch schriftlich falsch auszudrücken :-(


    Jetzt hatte ich Dich verletzt und wollte das nicht.


    Dann denke ich meist am besten sollte ich mit niemandem mehr reden oder schreiben.


    Denn ich werde immer falsch verstanden.


    Nicht böse gemeint!Es ist einfach nur so.

  • Dann mach ich mal wieder einen auf on-Topic... ;) :

    Meines Wissens nach war es nicht unüblich, schwache, kranke oder behinderte Kinder gleich nach der Geburt auszusetzen/zu töten. Dies lag aber nicht an der besonderen Grausamkeit (-es gab ja damals ja kein Sozialsystem-), sondern hatte ganz pragmatische Gründe:

    Da Nahrung -anders als heute- nicht im Überfluss vorhanden war, war
    jemand, der aß, ohne etwas zur Ernährung beitragen zu können, einfach nicht tragbar...


    Das hatte meiner Meinung nach nichts mit Geringschätzung körperlich Beeinträchtigter zu tun, denn: Odin hat nur ein Auge, Tyr nur eine Hand und Hödur ist blind... Und alle Genannten wurden verehrt... :thumbup:


    Es gibt auch ein historisches Beispiel für einen beeinträchtigten Wikinger, der sehr erfolgreich war:

    Ivar Ragnarsson, genannt Ivar, der Knochenlose, war ein Wikingeranführer
    :thumbup: . Er spielte sowohl bei der Eroberung des Danelag und auch in Irland eine tragende Rolle.


    Warum er "der Knochenlose" genannt wurde, ist aber unklar... Es dürfte sich wohl um eine körperliche Beeintröchtigung gehandelt haben... Nichtsdestotrotz war er ein erfolgreicher Eroberer und knallharter Motherf***er :evil: !


    Und was denkt ihr selbst über Behinderte? Gehören die entfernt oder in die Gesellschaft?


    Es gibt sicher genug Menschen, die meine geistige Gesundheit in Frage stellen... :ugly: Aber ausgegrenzt wurde ich deshalb noch nicht... :D !


    Außerdem kenne ich jemanden mit Trisomie 21 & finde ihn klasse :thumbup: ! Ich bin da logischerweise (!) für
    Toleranz
    :) (-habe manchmal aber ehrlichgesagt bei Schwerstbehinderten, die ich nicht kenne, ein paar Berührungsängste, da ich nie genau weiß, ob ich mich korrekt verhalte...)

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Jetzt hatte ich Dich verletzt und wollte das nicht


    Wir sind doch hier größtenteils erwachsene Leute, die die Fähigkeit haben miteinander zu kommunizieren, und Missverständnisse sind etwas ganz normales^^ Schlimm ist es nur, wenn soetwas dann unausgesprochen bleibt. Ich denke dass wir das "Problem" mit dem ungeschickt ausdrücken doch jetzt schon wieder geklärt haben und ich nehme es Dir auch nicht übel, weil ich jetzt auch weiß wie Du es gemeint hast :D Wenn ein solches Ausdrucksproblem vorliegt, kann es halt mal sein, dass man etwas sagt/schreibt und man schonmal nicht richtig verstanden wird. Dafür wurde uns die Möglichkeit gegeben sich weiter auszutauschen und auch verstehen zu lernen wie man damit umgeht. Wenn ich nochmal etwas anders verstehe als Du gemeint hast, werde ich erstmal nachfragen, wie Du es meinst^^ mir war nur vorher nicht klar, wie weit sich das Problem bei Dir wirklich auswirkt.


    Dann denke ich meist am besten sollte ich mit niemandem mehr reden oder schreiben.


    Das wäre schade^^ Ich für meinen Teil bin gern bereit zu lernen, wie ich Dich richtig verstehe, doch dafür wäre es hinderlich, wenn Du Dich nicht mehr äußerst^^ Jemanden ausgrenzen, nur weil man sich mal nicht richtig verstanden hat, ist das Letzte was ich will :) Und zur Not bleibt ja immer noch, wie schon oben geschrieben, die Frage wie es gemeint war.

    Es gibt Arschlöcher die behaupten, dass sie an Gott glauben,
    und es gibt Arschlöcher die behaupten,dass sie an Allah glauben.
    Das hat doch mit Religion nichts zu tun.
    Ein Arschloch ist ein Arschloch, fertig aus!

    Volker Pispers

  • Na dann ist ja jetzt wieder "peace, joy & egg cake" angesagt... ;) !


    Bei dem "Knochenlosen" fällt mir die "Glasknochenkrankheit" ein?Vielleicht war es das?


    Jap, eine der Theorien vermutet bei Ivar die Glasknochenkrankheit... :thumbup: ! Er musste ja anscheinend auf einem Schild getragen werden...


    Eine andere These besagt, dass es eine Beinverletzung von einer Schlacht gewesen sein könnte... Die Befürworter dieser These argumentieren, dass ein Kind mit einer Glasknochenkrankheit wohl ausgesetzt/getötet worden wäre...


    Und dann gibt´s auch noch die Vermutung der Asexualität/Impotenz 8o . Dabei stützt man sich auf die Annahme, dass "knochenlos" ein Euphemismus für Impotenz war und Ivar in Folge dessen ohne Nachkommen blieb.


    ...wie gesagt, den tatsächlichen Grund kennen nur die Götter... ;) !

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Ein Anhaltspunkt dazu könnte Vers 71 aus den Sprüchen des Hohen sein:



    Anders ausgedrückt: Jeder kann sich auf irgendeine Art in die Gesellschaft einbringen, egal mit welchem Handicap. Wer das eine nicht kann, kann dafür oft etwas anderes besser als andere. Nur wer tot ist, kann wirklich gar nichts mehr tun. :)


    Persönlich halte ich mich genau daran und finde es auch nicht ungermanisch.

  • Ja?Wieso gab es Deiner Meinung nach nicht soviele Behinderte?


    Wie schon erwähnt von anderen trat der Tod früher ein, krasses Beispiel: früher starb man mit Mukoviszidose im Kindesalter. Dann machte die Medizin Fortschritte und die Lebenserwartung näherte sich dem 20. Lebensjahr und jetzt gibt es auch schon welche, die das überschreiten. Das ist eine Entwicklung erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.


    Andererseits dürfte Behinderung völlig anders definiert worden sein. Z. B. geistige Behinderung, was ist das? In einer Welt, in der man nicht lesen und schreiben können muss, aber anpacken können muss, ist das sicher anders gelagert als heute.


    Ich denke, es gab immer beides, Ausgrenzung und Annahme. Das hing von den Umständen ab und von der Lebenseinstellung. Da erwarte ich auch nicht mal, dass alle gleich dachten, gerade so wie heute. Auch früher schon werden zwei Nachbarsfamilien ganz unterschiedlich gedacht haben. Und heute ist es ebenso. Einerseits gibt die Gesellschaft relativ viel Geld für Kranke und Behinderte aus, andererseits besteht ein gewisser gesellschaftlicher Druck, erwartbar kranke Kinder abtreiben zu lassen. Wir haben da schlicht auch keine klare Linie, die logisch durchdacht wäre.

  • Stimmt heute ist es ja auch nie einheitlich war es nie wird es bestimmt nie sein.


    Ich persönlich finde Menschen sind Menschen jede/r hat einen Wert ist ein Wunder.


    Und oft sind mir andere "Behinderte" lieber wie nicht Behinderte.

  • Ja?Wieso gab es Deiner Meinung nach nicht soviele Behinderte?


    Weil die Art Mensch über die Jahre immer genetisch schwächer geworden ist und es schlichtweg so ist das schwache Kinder, und als das wurden diese des öfteren angesehen, schlicht weg nicht aufgezogen wurden oder eben verstarben.
    Diese genetische Schwäche führt eben auch zu vermehrtem aufkommen von Krankheiten wie Krebs und anderen genetischen Defekten.
    Hart aber ehrlich der Mensch ist ein Auslaufmodel...

    Nicht in den Zweigen, in den Wurzeln liegt des Baumes Kraft

  • Der Mutterinstinkt dürfte früher auch nicht viel anders als heute gewesen sein. Daher wurden behinderte Menschen, sofern überlebensfähig, wohl im Familienverband versorgt sofern es die Ressourcen erlaubt haben (was bei sesshaften Ackerbauern natürlich eher der Fall war als bei nomadisierenden Naturvölkern).


    ?Was Ivarr den Knochenlosen angeht, liegt eine Behinderung gemäß unserem heutigen Verständnis von Knochenlos zwar nahe, es könnte sich dabei aber auch um ein Kenning handeln: Knochenlos = Wind = "guter Navigator" (frei nach Wikipedia).

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