Moderne Götterdarstellungen

Schon gewusst…?

Die Wikinger waren nicht einfach nur wilde Unmenschen. Die Vorstellung von wild aussehenden Plünderern mit irrem Blick ist nichts Anderes als ein Mythos. Tatsächlich wurden die Teile Großbritanniens, die von den Angel-Dänen besetzt waren von ihren Angel-Sächsischen Nachbarn als überaus sauber beschrieben, da sie darauf bestanden, mindestens einmal die Woche zu baden und ihre Haare stets gut frisiert hielten.

  • Ob da wohl das astrologische Symbol, für das Sternzeichen Wassermann bei rauskommt?

    Eher für Fische. Über den Wassermann regiert seine Schwester Hera-Juno. Das Sternzeichen des Wassermanns geht zurück auf Ganymed, den Mundschenk von Heras Gemahl Zeus. So lesen wir es im Astronomicon von Marcus Manilius.


    Schicke Bilder aber Trotzdem. Den Neptunbrunnen am Alex kenne ich natürlich nur zu gut. :-)



    Ein Triton und eine Tritonide posieren am Weißen See im Berliner Bezirk Weißensee, wo mein Opa wohnt :


    berlin-pankow-weissensee-state-park-weisser-see-aussichtsplattform-und-aussichtspunkt-mit-skulpturen-des-bildhauers-hans-schellhorn-zwei-tritonen-t65164.jpg


    Berlin_Weissensee_Weisser-See_Spaziergang_Triton-weiblich_Foto-Wolfhard-Spies.jpg

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Hallo Widulf!

    Die Mesopotamier waren auch sehr große Experten in Sachen Astronomie-Astrologie, aber Poseidon-Neptun ist ja doch ein griechisch-römischer Gott. Die Astrologie kam aus dem Orient (Mesopotamien und Ägypten) zu den Griechen und Römern.


    Auch in der modernen Astrologie wird Wassermann nicht vom Planeten(gott) Neptun, sondern vom Saturn und Uranus regiert.

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Das stimmt auch. Das Sternzeichen des Wassermannes wird oftmals als Meermann, sogar mit Dreizack, dargestellt. Völlig richtig, was Du schreibst!



    wassermann-2.jpg



    Weißt Du, die Zuweisung der Tierkreiszeichen zu den zwölf Olympischen Göttern war eine späte Entwicklung. Astrologie war so ein bisschen die Esoterik des 1 vorchristlichen Jahrhunderts bis in die Spâtantike. Für die kleinen Leute war Astrologie um den Willen der Götter zu ergründen natürlich etwas günstiger, als Opferschau oder Orakelbesuche. Römische Dichter haben sich zuweilen sehr darüber mockiert.

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Obwohl die Astrologie, natürlich bestimmte, komplizierte Kenntnisse vorraussetzt, wärend die meisten Orakel aus dem Volksglauben, ja eher schlicht gestrickt sind und so auch für fast jeden anwendbar.

    Astrologie an sich schon, aber es gab damals ja auch schon Ephemeriden zu kaufen : https://de.wikipedia.org/wiki/Ephemeriden

    Man konnte Astrologie also betreiben, ohne den Sternenhimmel zu beobachten. Orakelstätten gab es nicht an jeder Ecke und für Opferschauungen musste man eben erst ein Opfertier kaufen und dazu noch den opferschauenden Priester bezahlen.



    Hier sehen wir Eos, Schwester der Sonne und des Mondes, Mutter der Winde und der Sterne nach griechischer Mythologie :



    Eos-594x1024.jpg

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Hatten die denn in den Städten so gar kein Nutzvieh?

    Ansonsten gibt es ja auch noch ganz viele andere Orakel:

    von Vogelflug- und Wetterbeobachtung, über Losorakel, bis hin zum Münzwurf.

    Ich glaube, es gibt eigentlich nichts, das nicht schon als Orakel genutzt wurde. Meist Alltagsgegenstände, wie Sieb und Schere, sogar Spielkarten oder vieleicht auch Flaschendrehen ( ? ).

  • Um diesen Thread nicht zweckzuentfremden, ein Bild des Rügener Rügenslawengottes Rugievit oder Rinvit :



    1df29d5eef5ce37896b247dd149bb384.jpg


    Ansonsten gibt es ja auch noch ganz viele andere Orakel:

    von Vogelflug- und Wetterbeobachtung, über Losorakel, bis hin zum Münzwurf.

    Ich glaube, es gibt eigentlich nichts, das nicht schon als Orakel genutzt wurde. Meist Alltagsgegenstände, wie Sieb und Schere, sogar Spielkarten oder vieleicht auch Flaschendrehen ( ? ).

    Alles richtig und trotzdem war die Astrologie seit dem ersten vorchristlichen Jahrhundert bei der Stadtbevölkerung des römischen Reiches rasend populär.