Unterschied Heidentum nordisch und germanisch

Schon gewusst…?

Der Vegvísir (isländisch für Wegweiser) ist ein Symbol, das aus der isländischen Zaubertradition der Galdrastafir stammt. Als Symbol findet er sich mit einer konkreten Darstellung im Huld Manuskript aus dem 19. Jahrhundert. Dort heißt es: „Wenn jenes Symbol geführt wird, soll der Träger weder bei Sturm noch Wind verloren gehen, selbst wenn der vor ihm liegende Weg unbekannt ist“.

  • Das mag sein, dennoch heißt das nicht, dass es kein germanisches Heidentum. Es gibt vll nicht DAS germanische Heidentum oder auch ein allgemeines germanisches Heidentum, dennoch gibt und gab es das germanische Heidentum, wenn auch in unterschiedlichen Interpretation oder auch vermischt mit Regionalen oder sonstwas, das heißt aber nicht, dass es kein germanisches Heidentum gibt. Es basiert ja, so gut es eben geht, auf das Alte.

    Es muss heißen, "gibt und gab es (ein) germanisches Heidentum"


    Ich will damit sagen, dass es vielleicht nicht ein universelles germanisches Heidentum gibt und gab, (dreistoeckiges, lila Haus) doch gibt und gab es grundsaetzliche Bausteine, die alle im germanischen Heidentum gemeinsam haben. Das Fundament ist gleich, darin kann man die Einheit erkennen, das Haus oben drauf, kann Ein- oder Mehrstoeckig, gruen oder blau oder sonst wie sein, je nach Region oder sonst welchen Ausartungen.


    Ist das besser verstaendlich? Wenn nicht, dann schreib ich heute Abend einfach ein bisschen ausfuehrlicher am PC.

  • Ach Kinners... kann man hier nich mal in Ruhe schlafen? ^^

    Ich habe mir die Edda angehört, wäre es möglich das die Wanen vlt die Keltischen Götter wiedergibt, da diese ja ähnliche aussahen ?

    Woher der Mythos vom Wanenkrieg kommt ist absolut ungeklärt. In wie fern die Wanen jetzt an die keltischen Götter erinnern und die Asen nicht, wüsste ich nicht. Zur germanischen Kultur: Wenn man die Germanen mit den Indianern vergleichen will, muss man sich vor Augen halten, dass das Äquivalent zu "Indianer" wohl "Europäer" wäre, da damit Einwohner eines ganzen Kontinents benannt werden. Im Falle von Amerika eines Doppelkontinents. Auf diesen Kontinenten leben in der Tat etliche Völker mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen

    Würde man das jetzt aufs antike Europa übertragen, wären die Germanen einer der Farbkleckse. Eine Gruppe die man vor allem über die Sprache definiert (Deshalb zählen Deutsch, Englisch, Skandinavisch etc zu den germ. Sprachen) aber auch z.B. über Kunstobjekte. Germanischer Tierstil – Wikipedia Und natürlich gibt es bleibende Merkmale innerhalb dieses Kulturkreises. Nerthus ist bspw etymologisch mit Njörd verwandt, für Nerthus ist bei Tacitus überliefert, dass ihr Götterbild in einem feierlichen Umzug in einem Wagen umher gefahren wurde. Für Njörds Sohn Frey ist das selbe von Adam von Bremen in Schweden überliefert. Da liegen 800 Jahre zwischen. Odin/Wodan tritt im althochdeutschen 2. Merseburger Zauberspruch als Heiler auf, in Dänemark wird diese Szene mutmaßlich auf Amuletten (Brakteaten) gezeigt. Im altenglischen Lacnunga ist er ebenfalls ein Heiler. usw. Nibelungenlied (Deutschland) und die Völsungasaga (Island) weisen zwar einige Unterschiede auf, wenn man sie liest merkt man aber ohne Probleme, dass es sich um die selbe Geschichte handelt. Der in Dänemark spielende Beowulf-Stoff wurde in altenglisch aufgeschrieben und generell waren damals die germ. Sprachen wohl noch nicht so weit auseinander wie sie heute sind, so dass Dänisch und Angelsächsisch wohl relativ ähnlich waren, so wie bei uns vielleicht noch Deutsch und Niederländisch. Es gibt zwar zeitliche und räumliche Variationen, vor allem bei Begräbnisriten und Lokalgottheiten/ Geistern und auch Vermischungen, aber den germanischen Raum eine gemeinsame Kultur abzusprechen halte ich für unsinnig. Kultur ist eben nichts statisches, sondern etwas lebendiges. Nur weil man manchmal keine klaren Grenzen ziehen kann, heißt dass nicht, dass es gar keine Kultur gibt. Was das leidige Thema der Definition von "Heide" angeht; wenn man der christlichen Definition nachgeht sind auch und gerade Moslems Heiden. :rolleyes: Ich halte es da lieber mit der modernen Forschung und setze das Wort Heidentum als Platzhalter für die Namenlosen vorchristlichen Religionen in Europa und dem nahen Osten ein. Rekonstruieren muss man so oder so, auch der Aberglaube ist weitestgehend tot und auch in dem was noch überliefert ist sind die christlichen Einflüsse mitunter groß. ich leg mich wieder hin ^^

  • <woltlab-quote data-author="Ichda" data-link="https://asatru-forum.de/index.php?thread/22059-unterschied-heidentum-nordisch-und-germanisch/&amp;postID=445449#post445449"><p>Was sind das immer für Leute die<br></p>
    <ul>
    <li>sich anmelden,</li>
    <li>die Meinung anderer nicht vertragen, darauf einen kleinkindischen Wutanfall kriegen</li>
    <li>und sich dann vom Acker machen?</li>
    </ul></woltlab-quote><p>Tut mir leid das ich so impulsiv reagiert habe. Ich werd versuchen die Ruhe zu bewahren.</p>

  • Nochmal für die Blöden:

    Die religiösen germanischen Schriften gingen beim Brand der Bibliothek von Alexandria (angenommen 48/47 v.Chr) verloren und die bis heute übriggebliebenen Kelten kommen als Bewahrer dieses Wissens in Frage? Hab ich das so richtig aufm Schirm?


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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Nochmal für die Blöden:

    Die religiösen germanischen Schriften gingen beim Brand der Bibliothek von Alexandria (angenommen 48/47 v.Chr) verloren und die bis heute übriggebliebenen Kelten kommen als Bewahrer dieses Wissens in Frage? Hab ich das so richtig aufm Schirm?


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    Die Kelten gelten als bewahrer, ist das denn für dich so abwegig oder benötigst du beweise, wenn ja suche die übrigen Kelten auf die es noch gibt !

  • GermanischerBär


    Ok, also mal zusammengefasst:


    Die "Reste" der Kelten, also Iren und Schotten, nahmen so im 5. - 6. Jhd das Christentum freiwillig an und wurden in den folgenden Jahrhunderten die größten Missionare Europas.


    Die Bibliothek von Alexandria, bzw einzelne Gebäude, brannte(n) mehrmals. Einmal bei der Eroberung durch die Römer, dann in den bürgerkriegsähnlichen Kämpfen zwischen Heiden und Christen und dann wahrscheinlich nochmal bei der Islamischen Eroberung. Spätestens im 7. Jhd ist sie wohl zerstört oder aufgelöst.


    Die Sachsen wurden im 8 Jhd. zwangsmissioniert.


    Das Ende des Heidentums in Skandinavien kann man so grob im 11.Jhd. ansetzen.


    Was haben also die Kelten mit dem germanischen Heidentum zu schaffen?

  • Du verwechselst heidnische Kelten mit keltischen Heiden. Klingt komisch, macht aber nen riesigen Unterschied.

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Und das sind so richtig reinblütige, unvermischte Kelten? Da geb ich dir recht - die zu finden sollte verdammt schwierig sein.... :ugly:

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Es gibt noch heidnische Kelten. Jene die sich nicht dem Christentum zugewandt haben. Die zu finden ist sehr schwierig ! Und versucht nicht immer für alles unlogische Fakten haben zu wollen, das ist im Urheidentum nicht möglich, man kann nur versuchen es für sich selbst erklärlich zu machen.

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  • Diese noch heidnischen Kelten wohnen vermutlich in der selben Nachbarschaft mit dem selben Hexenzirkel auf den sich die Wiccas berufen.

  • GermanischerBär


    Die einzigen bekannten Europäer, die ihre ethnischen Religionen bis zum heutigen Tage haben pflegen können, sind die Mari, ein sprachlich mit den Finnen verwandtes Volk, das in Russland zwischen Moskau und dem Ural lebt. Trotz Kreuz und später Hammer und Sichel haben sie ihren Vielgötterglauben und ihre Vätersitte bewahren können, obgleich viele von ihnen auch Christen oder Moslems sind.


    Die letzten indoeuropäischen Heiden in Europa waren die Balten (Prußen, Litauer, Letten). Der prußische Kult zu Romowe, in dessen Zentrum die drei Götter Patollos, Perkunos und Potrimpos standen, weist Ähnlichkeiten zum skandinavisch-germanischen Kult zu Uppsala um die Götter Odin, Thor und Freyr auf. Sicherlich standen Schweden und Prußen in Kontakt zueinander und möglich beeinflussten die Schweden die Prußen in religiöser Hinsicht, vergleichbar dem griechischen Einfluss auf die Römer in Sachen Religion. Kann es vielleicht sein, dass du Kelten und Balten verwechselst? Ich meine, sollten die Prußen den Uppsalaer Kult in Romowe übernommen haben, dann träfe deine Aussage zu, dann wären die prußischen Balten Bewahrer eines baltisierten germanischen Kults, lange nachdem die Schweden zum Christentum übergegangen waren.


    Vereinzelt gab es wahrscheinlich noch überall in Europa heimliche Heiden, die eben auf irgendeine Weise heidnisch waren, aber wohl kaum im Sinne der Pflege einer uralten heidnisch-religiösen Tradition. Wenn überhaupt nur in abgeänderter Form. Ich denke da an die Schüssel Milch oder Brei, die den Hausgeistern hingestellt worden sein soll, noch lange in christlicher Zeit, oder Berichte über Menschen, die Sonne und Mond für Götter hielten (und das im 15. - 16. Jh.). Oder da diese alte Frau aus Norwegen oder Schweden aus dem 17. oder 18. Jh., die einen hölzernen Thor mit Butter einrieb oder ihm einen Becher Met auf den Kopf stellte?