Heidentum, fernab der kultischen Heimat

Schon gewusst…?

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  • Da heute Aiolos mit aller Gewalt über Deutschland hinwegfegte und ich alle Aktivitäten einstellen musste, habe ich endlich die Gelegenheit auf ynohtnas Frage »Mich würde interessieren, wie du »dein« Heidentum praktizierst?«zu antworten.


    Ich weiß natürlich nicht, in welche Richtung konkret die Frage abzielt, aber ich versuche es einmal mit einer allgemeinen Erklärung.


    Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage ist angesichts der Tatsache, dass in unseren Breitengraden griechische und römische Tempel rar gesät sind, eigentlich recht einfach: Vor allem im eigenen Heim, aber auch auf Reisen, wo ich die alten Heiligtümer besuchen kann.



    Zum Glück existieren zahlreiche Aufzeichnungen über Tempel und Rituale, über die Sicht auf die Götter und wie sich der Umgang mit ihnen, mit der Zeit auch änderte. Natürlich sind die Überlieferungen nicht vollständig, und manche, weiterhin bestehende Geheimnisse werden vielleicht auch nie gelüftet werden, aber die Quellen sind dennoch vielfältig und ermöglichen ein intensives Studium der Kulte.



    Zu Hause »mein« Heidentum zu praktizieren (mit allem was dazugehört,) ist kein Problem. Bis auf einige wenige Mysterienkulte, wie etwa der aus Eleusis, steht es jedem offen, die Kulte auch im eigenen Haus auszuüben. Opfer, Gebete, Statuen und Bilder der Götter, ein Lararium, alles ist möglich.



    Natürlich weiß ich, dass bei einigen Ritualen sehr genau auf den Wortlaut geachtet wurde. Doch diese Praxis unterschied sich stets von Heiligtum zu Heiligtum, von Stadt zu Stadt. Zu Hause übernahm schon in der Antike der Hausherr die priesterlichen Aufgaben. Für den heimischen Kult galten diese strengen Regeln nicht. Die Gebete und Rituale wurden dort entsprechend der Situation, und im Ermessen des Hausherrn ausgeübt. Es galt auch in der Antike eine allgemeine, wenn auch nicht stets geltende Lockerheit im Umgang mit den Göttern.



    Ich hoffe das ich damit die Frage zumindest in den Grundzügen beantworten konnte, denn natürlich könnte ich zu diesem Thema noch viel mehr schreiben. Sollten sich weitere Fragen auftun, werde ich aber auch diese gern beantworten.

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.

  • Nein, überhaupt nicht, und selbiges trifft auf Italien zu.


    Das ich mich diesem Kult zugewandt habe hat keine ethnologischen Gründe. Die sind meineserachtens auch nicht von Bedeutung. Für mich war eine spirituelle Erfahrung der Punkt, an dem ich begriff, dass ich zu diesem Kult gehöre oder dieser zu mir passt oder wie auch immer man das sehen mag.

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.

  • Alles klaro, aber sonst hättest Du mir vielleicht ein paar Fragen zum Klima Griechenlands beantworten können... Obwohl: kannst Du vielleicht auch so?

  • Oho, besser nicht, bevor ich Unsinn erzähle. Ich plane aber eine Rundreise durch Griechenland und kann danach gern Auskunft geben.

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.

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