Ne Heidnische Beerdigung... Ja oder Nein ?

Schon gewusst…?

Walhall (altnord. Valhöll ‚Wohnung der Gefallenen‘), auch Valhall, Walhalla oder Valhalla, eventuell verknüpft oder identisch mit dem Götterpalast Valaskjalf, ist in der nordischen Mythologie der Ruheort der in einer Schlacht gefallenen Kämpfer, die sich als tapfer erwiesen haben, der sogenannten Einherjer.

  • Abend,


    mich hat doch der plötzliche Tod von David Astori nachdenken lassen. Unwesentlich älter als ich selbst und ist mit 31 Jahren eines natürlichen Todes gestorben.


    Nun will ich doch schon sicherheitshalber alles regeln falls es mich doch unerwartet trifft.


    Das für mich wichtigste ist aber die Beerdigung selbst. Ich möchte sichergehen das kein Prozent Christentum an der Sache beteiligt wird. Heißt kein Pfaffe, keine Messdiener, keine Kreuze, kein Ave Maria.
    Ich stehe wirklich auf dem Kriegsfuß mit den Kirchen.


    Wie kann man da Vorsorge treffen, wo kann man eventuell einen heidnischen Redner finden, und käme eine heidnische Beerdigung für euch selbst in Frage ?

  • Ähm ja. In der Regel aus der Kirche ausgetreten, kommt ein unabhängiger Seelsorger, mit dem man besprechen kann, wie man sich das Prozedere vorstellt.

  • Man braucht aber nicht unbedingt einen Seelsorger glaube ich.


    Eine Möglichkeit:
    www.friedwald.de

    Die Natur gab uns eine Zunge,
    aber zwei Ohren, so dass wir
    doppelt so viel hören können als wir sprechen.
    :wwiggle:

  • Mein Stiefvater hatte mit Kirche gar nichts am Hut. Null, nada, niente. Und er wollte auch keine Gedenkveranstaltung. Er hat verfügt, dass er kremiert wird, in seine Heimatstadt überführt wird und dort anonym beigesetzt wird. No tamtam.


    Das ist auch gar kein Problem, so die Bestatterin.


    Bei meinem ehemaligen Vorgesetzten wurde die Gedenkfeier rein vom Bestattungshaus und seiner Familie gestaltet. Da war auch nichts kirchliches.


    Der wurde übrigens auch in einem Trauerwald beigesetzt, ich hab das für mich auch so verfügt.

  • Joh, so kenne ich das auch. Niemand ist zu einem christlichen Begräbnis gezwungen.


    Aber warum sollte es nicht auch heidnische Berdigungen geben? Im einfachsten Fall wäre dies z. B. bei mir, ein oder zwei Münzen mit ins Grab zu geben. Ihr wisst schon, wegen der Bezahlung des Fährmanns. Eine kleine Geste, eine heidnische Geste und schon wird es allen Beteiligten als heidnische Beerdigung in Erinnerung bleiben.


    Natürlich könnte man auch größeren Aufwand betreiben, doch manche alte Sitte ist nicht mehr umsetzbar, da sie mit den zur Zeit geltendem Recht kollidieren würde. Es kann der Leichnam eben nicht mehr längere Zeit im eigenen Heim aufgebahrt werden. Verstorbene werden heute umgehend abtransportiert.


    Wer sich natürlich vorstellt, dass ein heidnischer Priester anwesend sein muss, der geht, was zumindest manche heidnische Beerdigungssitte betrifft, in die Irre. Allerdigs weiß ich nicht, wie dies in Gemanien oder noch weiter nördlich gehandhabt wurde. Wäre aber für mich interessant zu hören, was ihr darüber wisst. Wie sah eine Beerdigungszeremonie im alten Germanien, bei den Kelten etc. aus? Nicht nur beim Adel, sondern auch wenn ein Mensch aus dem einfachen Volk gestorben war. Was ist darüber bekannt und überliefert?

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.

  • Beerdigungszeremonie im alten Germanien, bei den Kelten etc. aus? Nicht nur beim Adel, sondern auch wenn ein Mensch aus dem einfachen Volk gestorben war. Was ist darüber bekannt und überliefert?

    so weit ich weiß war zb bei manchen baltischen Völkern (glaube Preußen oder Jatwinger waren das) wurde mit dem Toten noch am Tisch „gefeiert“ also der tote saß mit am Tisch. Sowas würde ich nicht wollen..
    Weiß noch Mama hat für Opa seine Alltagssachen die er sonst immer mit hatte mit ins Grab gegeben- Kamm, Taschentuch, Messer, etwas Geld.. auf dem Sarg wird immer eine Decke draufgemacht dass dem Toten nicht kalt ist.

  • Vielen Dank für die Antwort, windzeit. Das ich mit Verstorbenen am Tisch essen sollte, wäre sehr gewöhnungsbedürftig und möchte ich lieber nicht ausprobieren. Leider ist es heute auch nicht mehr so einfach Grabbeigaben beizufügen.


    Da nur eine Antwort auf meine Frage kam, ist vielleicht so viel über heidnische Bestattungen nicht bekannt. Als Anhänger antiker Kulte aus Griechenland und Rom, bin ich da von der Quellenlage sicher etwas verwöhnt. Schade dass die germanisch/nordischen Heiden im Vergeich dazu nur über wenige Quellen verfügen. So ist Vieles dem Vergessen anheim gefallen, zumal dadurch, dass die Kulte lange Zeit nicht oder nur im Verborgenen praktiziert werden konnten, es nicht einfacher wird, herauszufinden, wie was praktiziert wurde. Ich kann gut nachvollziehen wie schwer es ist, wenn durch fehlende Überlieferungen viele Themen, Bräuche, Sitten, Zeremonien etc. in der Schwebe hängen. Dadurch wird es schwer Gemeinsamkeiten im Kult zu finden, auch wenn es um Beerdigungen geht, wobei ich denke, dass es regional viele Unterschiede gegeben haben könnte. Die oftmals fehenden oder nur spärlichen Überlieferungen bergen für den Kult aber auch eine große Chance, die man ergreifen könnte.

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.