Die 9 Tugenden

Schon gewusst…?

Die politische Organisation der Wikinger gleicht am ehesten einem demokratischen System.
In Island tagte vor über 1000 Jahren zudem das „Thingvellir“, das als eines der ältesten Parlamente der Welt gilt.




  • Schon wieder?!


    Ja! Unbedingt! Was gibt es denn wichtiger es als die eigenen Werte? Und es gibt einen spannenden neuen Blog-Eintrag.


    Die 9 Tugenden sind wohl fast allen in der einen oder anderen Ausprägung bekannt. Einen guten Überblick gibt es sonst hier:
    http://asentr.eu/ethik.html


    Und nun bringt der rote Geysir uns einen neuen Blickwinkel durch eine per Click sortierbare Statistik. Danke für die Mühe!


    https://rotergeysir.de/neun-edle-tugenden-zu-kurz-gedacht/


    Auch wenn ich die 9 Tugenden in der Satz-Version sehr begrüße, bringt mich die Statistik zum Grübeln. Was sagt Ihr?


    Es wäre auch schön, wenn @Ullers Schneeschuh das nicht verpasst, waren doch damals in der farbigen Diskussion sehr gute Argumente gefallen.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • Eine sehr schöne und hilfreiche Zusammenstellung. Vor allem die Aufklärung am Anfang ist für Neulinge wie mich sehr hilfreich, man ist ja dann doch mit bestimmten Dogmas aufgewachsen und die damit verknüpften Bilder wird man schlecht los. :ugly: Super Artikel!

    "Egal was passiert, du darfst niemals so tief sinken,

    den Kakao durch den sie dich ziehen, auch noch zu trinken!" :D

  • Was sagt Ihr?

    Die Neun Tugenden haben mich nie interessiert, weil sie erstens eine arge Anlehnung an die zehn Gebote sind und zweitens das ganze auch sehr versimpeln und zum Teil auch martialisieren. Wenn man das Havamal liest, oder besser noch die Isländersagas, dann bemerkt man halt, dass eigentlich eine gewisse "Bauernschläue" und eben respektvolle Zurückhaltung wohl vor allem geschätzt wurden. Ist im Grunde doch heute noch genauso.


    Wiedermal ein sehr guter Artikel des Roten Geysir.

  • Danke für diesen Artikel.


    Ich persönlich habe auch mit diesem Neuzeit-Wertekanon relativ wenig zu schaffen. Ich halte es da mehr mit dem Autor: ich interpretiere die Verse für mich, ziehe mir meine Essenz heraus, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder einen Ge- und Verbote-Status.
    In eben dieser Geboteaufstellung sehe ich auch den Verlust der eigenständigen Interpretation und somit dem Erfahren und Leben persönlicher Werte. Jeder hat ja auch unter verschiedenen Umständen andere Prioritäten, WAS eben grad wichtig ist, zu be- oder verarbeiten etc.pp.


    Aber ich glaube, das ganze ist der menschlichen Mentalität geschuldet: viele brauchen und wollen doch einen Vorturner, der ihnen sagt, was sie wie wo wann zu leben, zu lieben, zu glauben haben. Alles andere könnte ja anstrengend werden ;)

  • Diese neun Tugenden sind für mich persönlich nichts. Sie erinnern mich zu sehr an das "du musst, du darfst nicht, du sollst" der Wüstenvereine.


    Ich lebe nach meinen eigenen Werten.

  • Sei dies, mach jenes, halte dich an diese Worte bla bla bla.


    Ist es denn im Großen und Ganzen nicht das, was man allgemeinhin als Moral, Anstand und Benehmen von Kindesbeinen an gelernt haben sollte?


    Die meisten Dinge sind für mich eine Selbstverständlichkeit ohne dass ich etwas auswendig lernen muss.


    Ganz davon abgesehen, dass die Gebote der Latschenträger teilweise eher das dumme Volk klein halten sollen und das Nachdenken sperren.


    Den Blog hatte ich die Tage schon gelesen, ich fand ihn interessant.


    Ansonsten seh ich das wie Helsger und Ichda.

  • Das Thema ist ein Bumerang,es kommt immer wieder!


    Das ist doch wie mit dem Drang einen Leitfaden (Anfängerliteratur z.b.) eine Gemeinschaft oder Gruppierung ,einen Priester, Anweisungen wie man es "richtig" macht und ähnliches haben zu wollen.


    Das kriegt man vor allem mit christlicher Kinderstube eingebrannt. Du brauchst einen Priester der sagt was du zu denken hasst, ein Buch was dem Priester (oder umgekehrt) zustimmt, eine Gemeinde die dafür sorgt das du die Dogmen befolgst und den"Fachhändler" der dich mit Kram versorgt den du angeblich brauchst.


    Das wird man nicht so einfach los.

  • Zu unterstellen, man würde im Alltag keine gelernten oder selbst als Fazit gezogenen Werte zur Entscheidungsfindung nutzen, sondern mal schnell die Situation mit dem ganzen Havamal oder gleich allen Quellen dieser Welt vergleichen, ist gelinde gesagt gaga.


    Jeder von uns zieht seine Fazits, seine Schlüsse und setzt seine eigenen Anker. Und wenn jemand nun fragt: „Was sind eigentlich die Werte des Asatru?“ Dann wäre ich erschrocken, wenn der Angesprochene mit verschlossenen Lippen 10Kg Bücher überreicht.


    Ein Satz wie „Selbständigkeit ist besser als Abhängigkeit“ ist zwar schon recht komplex für unsere simplen Gehirne, wie wir sie im Alltag nutzen aber es ist ein guter Tipp, ein Hinweis, ein Anker. Es ist aber auch ganz sicher kein „Sei selbständog oder brenne in der Hölle!“


    Genau dieser Satz hat aber auch eine wichtige Folge: Er verpflichtet den Einzelnen, die vielleicht erlernten Tugenden auch selbständig zu hinterfragen und zu diskutieren. In dem Punkt widerspreche ich @Helsger entsprechend.


    Wieso allerdings immer wieder von den Tugenden zu einem „Vorturner“ oder dem Christentum gesprungen wird, will sich mit nicht erschließen. Auch wenn das Wort „Leitfaden“ sehr negativ klingt, ist ein Grundlagenwerk schon eine wichtige Vorraussetzung. Nebenbei arbeitet unser Gehirn eh so und wälzt nicht vor jeder Reaktion die gesamten Quellen vor unserem inneren Auge durch. Wenn das Gehirn aber eh so arbeitet, habe ich dann nicht sogar die Pflicht, hier mit dem Bewusstsein einzugreifen und die Fazits zu prüfen und ggf. zu korrigieren?


    Die Frage eigene oder diktierte Werte stellt sich für mich aufgrund der weiten Interpretationsmöglichkeiten der Tugenden nicht wirklich.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • Irgendwie kam mir gerade in den Sinn, wie das Forum aussehen würde, wenn jeder in jedem Faden posten würde, an dem er kein Interesse hat.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • :D Die Fragen nach Ethik und Paradies kommen doch ganz natürlich auf, wenn man aus einer christlichen Umgebung zum Heidentum "wechselt". Deshalb werden diese Fragen auch immer wieder gestellt werden. Alles ganz normal. ^^

  • Die Neun Tugenden haben mich nie interessiert, weil sie erstens eine arge Anlehnung an die zehn Gebote sind und zweitens das ganze auch sehr versimpeln und zum Teil auch martialisieren. Wenn man das Havamal liest, oder besser noch die Isländersagas, dann bemerkt man halt, dass eigentlich eine gewisse "Bauernschläue" und eben respektvolle Zurückhaltung wohl vor allem geschätzt wurden. Ist im Grunde doch heute noch genauso.

    sehe ich auch so...

  • Ich halte auch nicht viel von zusammengepressten Werten in Form der 9 Tugenden. Eher kann man das Havamal als ethiscehn Grundanker betrachten.

  • Persönlich habe ich die letzte Regel von LaVey übernommen:

    So beim Überfliegen klingen die Regeln alle nicht verkehrt.

    Ein paar von den Punkten hätte ich zwar eh vorausgesetzt aber vor dem "Satanismus" Hintergrund macht es schon Sinn das noch einmal unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen.