Wie umgehen mit den Christlichen Feiertagen?

Schon gewusst…?

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  • Da ich meine 10 Beiträge noch nicht voll habe und das ein Punkt ist der mich als Mama massiv beschäftigt,vorallem weil mein Sohn erst 1½ Jahre alt ist und spätestens im Kindergarten damit in Berührung kommt.


    Wie handhabt ihr das zu Ostern oder Heiligabend, Weihnachten, Nikolaus?
    Verzichtet ihr auf diese Tage und wenn ja wie reagieren eure Familien darauf?


    Und wenn nicht wie bringt ihr euren Kindern bei warum ihr diese Tage doch feiert?


    Für Weihnachten bin ich auf dem Standpunkt es ihm nicht als Fest zur Geburt Christi zu erklären sondern als Fest der Liebe (denn mit dem "eigentlichen" Sinn verbinde ich es schon lange nicht mehr).


    Oder schneidet sich das zu sehr mit den Julfest? :|


    Ich bin gespannt und freue mich auf Anregungen ^^

  • Hey ReSa,


    die Feiertage die du nennest haben die Christen von den Heiden "gestohlen".


    Wir feiern Julfest unter uns 3en und gehen dann zum Weihnachtsfest zu Oma und Opa (die verstehen das eh nicht).


    Ostern ist Ostera. Google mal nach. Es gibt viele Infos die zeigen wie die Feste IN ECHT entstanden sind. Es wäre jetzt wirklich zu viel alles hier aufzuschreiben.


    Meine Tochter geht sehr offen mit diesen Themen um. Mich würden die Themen auch sehr interessieren, jedoch bin ich auch noch nicht freigeschaltet.


    Wenn du magst komm in den Chat. Ich bin noch drin.

  • Tag :)


    Mini ist in einem katholischen Kindergarten. Hauptsächlich deswegen, weil das Gesamtkonzept, das sie bieten und der Umgang mit den Kindern einfach nur großartig ist. Und ja, sie bekommt dort auch den ganzen christlichen Kram mit. Ok, sie diskutiert auch schon mal mit dem Kindergartenleiter darüber, dass es Gott nicht gibt und dass die Muslime in ihrer Gruppe einen anderen Gott haben und dass Mama sowieso von vielen anderen Göttern spricht, aber da geht der Kindergarten auch sehr offen und tolerant mit um (ich liebe sie). Der Leiter argumentierte damals, dass es viele unterschiedliche Glaubensrichtungen gibt und jeder den passenden für sich finden kann, wenn er das möchte.


    Weihnachten ist beispielsweise so, da bei uns in der Restfamilie niemand religiös ist, es ist das Fest der Freundschaft, Liebe und Verbundenheit. Und ja, Hase glaubt noch an den Weihnachtsmann. Jesus ist ihr da egal. Dass ursprünglich der Nikolaus die Bescherung durchgeführt hat, weiß sie.


    Viel schöner fänd ich, wenn der ganze Tööt um Sylvester stattfinden würde (ähnlich wie bei Pratchett "Schweinsgalopp"). Dann könnte man nämlich das neue Jahr gebührend feiern :)


    Ostern ist bei uns auch eher mit Ostara zu verbinden, eher der Beginn des Frühlings.


    Um die Feiertage kommen wir nicht rum. Wenn Kind fragt, erkläre ich. Wenn Kind wissen will, woher, dann greife ich auch mal ganz tief in die Erläuterungskiste.

  • Zwischen christlichen und heidnischen Feiertagen liegt in der Regel genug Zeit, um sie alle zu feiern, die einen halt im großen und die anderen im kleinen Familienkreis.


    Ostern und Pfingsten ---zeitlich verschoben---> Ostara bis hohe Maien (Frühlingserwachen, beginn des Sommers)
    Reformationstag/Allerseelen ---zeitlich verschoben---> Meinweke (Ahnen- und Heldenfest)
    Heiligabend ---zeitlich verschoben---> Mütternacht (Dankfest für Idisen / Matronen)
    Weihnachten ---zeitlich verschoben und um zehn Tage verlängert---> Rauhnächte/ die Zwölften (Ruhezeit zwischen den Jahren)
    Heilige drei Könige ---zeitlich verschoben---> Mittwinter/Jul (Wiedererstarken der Sonne, Austreiben des Winters)


    Und selbst, wenn die Daten mal auf den selben Tag fallen, kann man immernoch zweimal aus je unterschiedlichen Anlässen feiern.


    die Feiertage die du nennest haben die Christen von den Heiden "gestohlen".

    [irony]Und heutige Heiden haben sich das "Julfest" am christianisierten Datum "zurückgestohlen", also sind alle wieder quitt. :winkewinke: [/irony]


  • [irony]Und heutige Heiden haben sich das "Julfest" am christianisierten Datum "zurückgestohlen", also sind alle wieder quitt. :winkewinke: [/irony]

    Ja wahrscheinlich feiern die meisten an den Weihnachtstagen.


    Wir feiern am 21.12. zu dritt zuhause und dann am 24. oder 25. mit den Großeltern. Die Variante ist uns am liebsten.


    Genauso wie wir am Wochenende um den 21.12.18 ein Lagerfeuer mit Freunden machen. Es sind zwar keine Heiden, jedoch finden wir es alle schön. Und Feuer nur bei warmen Wetter ist ja auch quatsch.


    Meine Tochter hat sich dazu entschieden in den Religionsunterricht zu gehen, weil der Ethik-Unterricht ihr zu doof ist. Sie diskutierte auch schon des Öfteren mit ihrer Lehrerin, welche das aber wiederum nicht ganz so witzig findet... ;)

  • @Sab-und-Rob
    Geht jetzt arg OffTopic, aber den 21.12. meinte ich mit dem christianisierten Jul-Datum. :P
    Jul wurde von den alten Heiden am ersten Vollmond NACH der Wintersonnenwende gefeiert, also erst im Januar. Das moderne Datum kommt von der Hin- und Herschieberei der heidnischen Bezeichnungen durch die Christen. :ugly:

  • hei! @ReSa8890


    Du wirst wenn du Kinder hast nicht an diesem Thema vorbeikommen, wie du selbst diese Feiertage feierst. Denn was willst du denn dem Kind antworten wenn du selbst keine Antwort weißt? Du musst dich also intensiv damit beschäftigen wie Du das siehst und das kannst du Deinem Kind auch so vermitteln.


    Ostara wird bei uns mit einem Opferfeuer begangen. Da sind dann auch Oma und Opa zugegen und jeder der darauf Lust hat und sich darauf einlassen kann. Wir schauen nach einem geeignetem Tag an dem jeder der will Zeit hat und dann wird das fest irgendwann in den Osterferien gefeiert (meistens richten wir uns nach dem Mond).


    Der sog. Heilige Abend ist bei uns die Mütternacht und da wird zumindest bei uns auch ein Feuer gemacht und den Nornen gedacht...Allerdings ist das nur ein Bestandteil der Rauhnächte und des Julfestes, dass zur Wintersonnenwende beginnt. Da gibt es auch bei uns Geschenke aber halt nicht am Heiligen Abend sondern immer ein paar Tage vorher.


    Den Nikolaus sehen meine Kinder als Odin an, der als Weltenwanderer verschiedene Gestalten annehmen kann.


    Aber das sind wirklich nur meine familieninternen Begebenheiten und hat nichts mit irgendeinem Verein zu tun.


    Die Kinder sind nicht dumm, ihnen ist es möglich eine eigene Spiritualität zu entwickeln wenn man sie lässt und nicht zu sehr mit "Dogmen" abspeist. Sie wissen der Donnerer ist der Freund von uns Menschen und beschützt uns vor den Riesenkräften die immer wieder versuchen Midgard heimzusuchen. Ich erzähle ihnen immer wieder von den Sagas und den Göttinnen und Göttern und all den anderen Wesenheiten. Sie bauen schnell eine Beziehung zu diesen Wesen auf. Als Beispiel finden meine Kinder die Alben und Geistwesen der Natur sehr wichtig und opfern ihnen genauso wie den Göttern. Ich finde das klasse und lass sie sich entwickeln. Klar kommen fragen aus der Schule und sonst wo her aber bei diesem Thema nehme ich es gerne mit jedem Theologen oder sonstigen Geistlichen auf, wobei ich keine Streitgespräche führe, sondern nur Meinungen und Ansichten versuche zu vermitteln.


    Hab keine Angst ihr werdet das Schaffen! Die Godz sind immer bei euch :prost:

  • Ostern

    Ich liebe Ostern - ein freier Montag, das muss man feiern

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Den Nikolaus sehen meine Kinder als Odin an, der als Weltenwanderer verschiedene Gestalten annehmen kann.

    Ja genau so ist es bei uns auch. Odin reitet mit Sleipnir durch die Welt.


    8 Beine - 8 Rentiere des Weihnachtsmanns. Alles wieder Erfindungen und Behauptungen warum etwas so ist. Aber es liegt Nahe.

  • Bei uns wird beides gelehrt. Entscheiden darf sie später selber.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • Weihnachten und Ostern waren bei uns immer Familienfeste, ohne lebendigen Bezug zur Kirche, mehr aus Tradition, als aus christlicher Überzeugung (meine Eltern wurden nicht mehr getauft). Unter meinem Einfluss haben sich die heidnischen, oder eher naturbezogenen Assoziationen zur Wintersonnenwende und Frühlingsanfang bei meinen Leuten breitgemacht. Nur Mutti und ich sind so ein bisschen romantisch veranlagt, die anderen sind eher praktisch, nüchtern, naturwissenschaftlich und rechnerisch unterwegs. Aber auch denen, vor allem meinem Bruder, kommt die „natürliche” Erklärung von Weihnachten und Ostern sehr gelegen, da er doch einige polnische (katholische) Mitarbeiter hat, und die fragen manchmal, warum er denn Weihnachten usw. feiere, wo er doch kein gläubiger Christ ist. Auch mir wurde die Frage schon einmal von einem Kollegen gestellt. Ich sage natürlich nicht, dass Weihnachten und Ostern eigentlich heidnische Feste sind, denn das stimmt ja nur zur Hälfte (Christen feiern ja nicht absichtlich heimlich heidnische Feste, sie halten sie ja für christlich und sie sind ja auch christianisiert, und vielleicht wurde Jesus von Nazareth ja auch am 25. Dezember geboren), sondern sage einfach, dass diese Feste nun einmal mit der Sonnenwende und dem Frühlingsanfang zusammenfallen. Punkt, aus.


    Andere christliche (Feier)tage haben für mich erst unter Einfluss des Heidentums an Bedeutung gewonnen, wie Pfingsten (Rosenfest, Fest der „unreinen” Toten) und Johanni (Nixenfest).


    Und der Totensonntag, das evangelisch-preußische Gegenstück zu Allerseelen, wurde ja ursprünglich vom preußischen König eingeführt und wird staatlich geschützt (und gefördert?). Die evangelischen Kirchen sprechen lieber von Ewigkeitssonntag, hatte ich mal gelesen. Egal. Es ist eine preußische Tradition, haben wir schon als Kinder gemacht.



    Wie sieht das eigentlich mit „profanen” Feiertagen aus, wie dem Tag der Arbeit und dem Tag der deutschen Einheit? Aus kirchlicher Sicht sind die doch eigentlich ziemlich heidnisch, wird doch die Schöpfung (Arbeit, Einheit) anstelle des Schöpfers geehrt. Einheit ist sogar eine römische Göttin.

  • Gefeiert wurde jeder Feiertag.
    Wir feiern ohnehin zu wenig,da sollte man jede Gelegenheit nutzen das Leben zu feiern!
    Allerdings sollte auch die Diskussion nicht zu kurz kommen.
    Wir haben sogar Karfreitag gefeiert-als Tanzorgie,weil die Götter uns gerne fröhlich sehen!

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Also ich breche den Kontakt zu jedem ab, der christliche Festtage begeht.
    Der Umgang mit Ungläubigen trübt nur die echte reine Authentizität©

  • Weihnachten und Ostern waren bei uns immer Familienfeste, ohne lebendigen Bezug zur Kirche, mehr aus Tradition, als aus christlicher Überzeugung [...]



    Nur Mutti und ich sind so ein bisschen romantisch veranlagt, die anderen sind eher praktisch, nüchtern, naturwissenschaftlich und rechnerisch unterwegs.

    Same here. Mein Mann sieht sich als reinen Atheisten und die Familie ist halt so "joar, ist halt Tradition, nech?"

    Wir feiern ohnehin zu wenig,da sollte man jede Gelegenheit nutzen das Leben zu feiern!

    100 %


    Der Umgang mit Ungläubigen trübt nur die echte reine Authentizität©

    Sobald 'n Copyright dran ist, will ich das nicht mehr *krchchch*

  • Ich schätze es ist wichtig, dass ihr beide euch einig werdet,
    damit ihr eure Art des Feierns nach Außen hin vertreten könnt.
    Ansonsten mag ich dieses Buch sehr gerne:
    Lebenslustig mit Kindern durch Jahreskreis
    Das ist zwar nicht für true Asatru gemacht, aber beinhaltet viele schöne praktische Ideen,
    wie man Jahreskreisfeste kindgerecht und praktisch gestalten kann.

  • Also ich feiere Weihnachten ganz normal, mit einer Einschränkung allerdings.
    Es gibt keinen speziell christlichen Baumschmuck! (Kugeln, Kerzen und Sterne sind für mich weltanschaulich neutral)
    Engelsfiguren lehne ich ab! Und eine Krippe kommt mir nicht ins Haus!
    Ansonsten sehe ich das recht entspannt. Für mich ist das heutige Weihnachtsfest die um ein paar Tage verschobene Wintersonnenwende. Und man hat ein paar Tage frei.
    Ich muss dazu allerdings ergänzen dass ich keine Kinder habe und alleine lebe, ich kann also in dieser Hinsicht machen was ich will.



    Grüße von Unwodir

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