Wie umgehen mit den Christlichen Feiertagen?

Schon gewusst…?

Die Wikinger glaubten, dass Nordlichter die aufblitzende Rüstung und Speere der Walküren seien, die auftauchten, um getötete Kämpfer einzusammeln.

  • Bei uns wird nicht so wirklich gefeiert. Am 24.12 wird gefressen und paar Geschenke ausgetauscht. Ostern wird auch gegessen.. nutzen einfach die freie Tage um mit die Familie Zeit zu verbringen und essen :D


    Für mich ist irgendwie schon wichtig dass das Kind erstmal kein „Außenseiter“ ist. Reicht schon dass wir das sind auch wenn das für uns in Ordnung ist, für Kinder ist das nicht schön wenn andere Kids sich lustig machen wenn man anders ist. Kenne nur zu gut wie das sich anfühlt und will meiner Tochter so was sparen bis sie selbst versteht dass die Meinung von anderen unwichtig ist.

  • Die gesetzlichen Feiertage sind nun einmal festgeschrieben, wie eben auch die freien Wochenenden. Allerdings ist niemand gezwungen die Feiertage entsprechend ihres Grundes zu begehen. Davon abgesehen sind die meisten christlichen Feiertage auf heidnische Feste gesetzt worden. Der gemeine Heide kann sich also dahingehend kundig machen, was der heidnische Kalender für den christlichen Feiertag hergibt. Bei mir ist es z.B. so, dass Maria Himmelfahrt ein Festtag der Artemis ist. Das bin ich dann auch gern bereit zu feiern.

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.

  • Ich kann Agnosco nur zustimmen. Die meisten christlichen Feiertage, beruhen auf heidnischen Festen. Da meine Familie und ich unsere Feste meistens draußen verbringen, nutzen wir die christlichen Feiertage, um die Ruhe dafür zu haben. Junior ist mittlerweile 12 und kennt die unterschiedlichen Bedeutungen und kann diese sehr gut trennen.

  • Das moderne Datum kommt von der Hin- und Herschieberei der heidnischen Bezeichnungen durch die Christen.

    Stimmt so nicht ganz. Das geht hauptsächlich auf die Römer und ihr heiliges Fest der Saturnalien zurück. Weihnachten ist also gänzlich Heidnischen Ursprungs.


    https://incipesapereaude.wordp…14/02/19/die-saturnalien/


    Ursprünglich am 17. Dezember und anfänglich nur da, wurden die Saturnalien aufgrund ihrer Beliebtheit bis zum 30. Dezember ausgedehnt.


    Die Christen haben es dann auf den 24. gelegt. Also irgendwie in die Mitte von 17 bis 30.


    Ich empfehle jedem die christlichen Feste ohne Scham zu feiern. Der Ursprung ist eh heidnisch. Das ist ja das Schöne an der christlichen Religion. Eigentlich heidnisch. :D


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Über den 25/12 als Sonnengeburtstag braucht man sich als Heide wirklich nicht den Kopf zu zerbrechen:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(r%C3%B6mische_Mythologie) (Punkt 7: Beziehung zum Christentum, der schräg gedruckte Text.)



    Und zu Ostern: das Fest findet statt am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond... Auch wenn die Kreuzigung und Wiederaufstehung zentral stehen, kann man die Natursymbolik doch nicht übersehen... Klar kann man jetzt meinen, dass die erneute Erstärkung des Sonnenlichts und das Aufleben der Natur im Frühling ja wegen ihres jeweiligen Symbolcharakters gewählt wurden für die Geburt und Auferstehung von Jesus Christus, doch im Prinzip bleiben sie dann religionsunabhängig und können von jedermann feierlich begangen werden. Sogar ohne dahinter das Wirken einer Gottheit zu sehen.

  • [Offtopic]

    Stimmt so nicht ganz. Das geht hauptsächlich auf die Römer und ihr heiliges Fest der Saturnalien zurück. Weihnachten ist also gänzlich Heidnischen Ursprungs.

    Jul war nicht Weihnachten. ;)


    Reihenfolge früher: Mütternacht - Rauhnächte - Jul
    Reihenfolge heute: Jul - Rauhnächte


    Dass die Römer Jul vor die Weihenächte gelegt haben, wäre mir neu. :D

  • "König Hakon war ein guter Christ, als er nach Norwegen kam, und da das Land damals noch ganz heidnisch war und großes Opferwesen herrschte, auch viele einflussreiche Leute da wohnten, deren Hilfe er so wie die Liebe des ganzen Volkes sehr nötig zu haben glaubte, da beschloss er sein Christentum im stillen zu üben. Doch hielt er Sonntage und die Freitagsfasten ein.
    Er gab ein Gesetz, dass das Julfest künftig zu derselben Zeit abgehalten werden sollte wie das christliche Weihnachtsfest. Da sollte jeder ein bestimmtes Maß an Bier brauen oder sonst Strafe zahlen und er sollte die Zeit heilig halten, solange das Bier reichte. Vorher hatte das Julfest aber in der Mittwinternacht [also im Januar] begonnen und dann wurde Jul drei Tage lang gefeiert.
    Hakons Absicht war, wenn er seine Macht im Lande so gefestigt hätte, dass er frei im ganzen Reiche schalten könnte, das Christentum durch Gesetz allgemein einzuführen.
    Vorderhand ging er so vor, dass er die Männer, die ihm am nächsten Standen für das Christentum gewann. Da ließen sich viele aus Freundschaft zu ihm Taufen, manche gaben auch das Opfern auf..."



    -Heimskringla, Geschichte von König Hakon dem Guten, Kapitel 13. Übersetzt nach Felix Niedner

  • Mittwinter im Januar? Bitte um Erklärung.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • Mittwinter im Januar? Bitte um Erklärung.

    Ganz einfach, man hat Runenkalender gefunden, die noch bis in die frühe Neuzeit hinein gebräuchlich waren und vermutlich die Termine des alten (heidnischen) germanischen Mondjahres mit denen des kontinentalen Sonnenjahres (vereinfacht) in Einklang bringen sollten
    Dort wird Mittwinter am 12.- 14. Januar angegeben


    https://en.wikipedia.org/wiki/Runic_calendar


    Im Internet habe ich nicht wirklich aufschlussreiche Informationen darüber gefunden, wenn dich die Thematik interessiert lies am besten das hier:


    https://www.amazon.de/gebunden…mondkalender+der+germanen


    ist aber etwas langatmig :whistling:



    Oh, hier steht auch was, wenn auch etwas überausführlich ^^


    https://de.wikipedia.org/wiki/…eilung_und_Wochenrechnung

  • Inwiefern?
    Mütternacht feiere ich alleine, Heiligabend und chr. Weihnachten mit der Familie, die Rauhnächte über lasse ich den Haushalt so weit wie möglich ruhen, Silvester wieder mit der Familie und Mittwinter wieder für mich.

  • Mit anderen Worten:


    - Kaiser Aurelian führt 274 den 25. Dezember als Feiertag für die Sonne in Rom (und somit große Teile Europas) ein.


    - Die christliche Kirche verlegt die Geburt Jesu vom 6. Januar auf eben diesen 25. Dezember, weil viele Christenmenschen allzu gerne an den heidnischen Feierlichkeiten zu Ehren der Sonne teilnehmen.


    - König Hakon, der insgeheim Christ ist, lässt das Julfest mit dem Weihnachtsfest am 25. Dezember stattfinden.


    Dieser König Hakon gleicht ein wenig dem Kaiser Konstantin, der auch Christ war, sich aber noch der heidnischen Symbolsprache bedienen musste, da die Mehrzahl noch heidnisch war. (Im Da Vinci Code wird es ja so dargestellt, als ob Konstantin heimlich noch Heide war, doch warum hätte er es verheimlichen sollen?)


    Ein skandinavisch-heidnisches Fest wurde also auf das Datum eines christlichen Festes verlegt, welches selbst ursprünglich auf dieses Datum eines römisch-syrisch-heidnischen Fests verlegt wurde.

  • Dass die Römer Jul vor die Weihenächte gelegt haben, wäre mir neu.

    Das haben die Römer auch nicht getan. Das christliche Weihnachtsfest richtet sich nun mal an den heidnischen Saturnalien aus, zwischen 17. und 30. Dezember. Heutzutage am 24. Dezember gefeiert.



    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Mittwinter im Januar? Bitte um Erklärung.

    Hat vielleicht auch damit etwas zu tun, das der Dezember eigentlich der zehnte Monat im römischen Kalender ist. Dezember heißt auch der Zehnte.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • [Offtopic]
    Das habe ich schon beim letzten Mal verstanden, jetzt schlage aber mal bitte den Bogen zum heutigen Juldatum. :ugly:
    Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. :D

  • Das haben die Römer auch nicht getan. Das christliche Weihnachtsfest richtet sich nun mal an den heidnischen Saturnalien aus, zwischen 17. und 30. Dezember. Heutzutage am 24. Dezember gefeiert.

    Genau genommen wurden die Saturnalien, das lustigste und unbeschwerteste Fest der Römer, ursprünglich nur am 17. Dezember gefeiert. Später wurde es auf den Zeitraum 17. bis 23. Dezember erweitert. In der späten Kaiserzeit wurde das Fest dann per kaiserlicher Verfügung bis zum 30. Dezember verlängert.


    Wulfila hat völlig recht, wenn er darauf hinweist, dass die Kirche sich mit dem Weihnachtsfest an den Saturnalien orientierte. Es ist sehr deutlich zu sehen, dass die Kirche damals das heidnische Fest deckeln wollte. Deshalb auch die Adventszeit. Aber auch an anderen Details lässt sich die Übernahme sehr schön nachvollziehen. So war es schon zu den Saturnalien üblich Freunden und Verwandten kleine Geschenke zu machen, wobei das damals nicht so ein Konsumrausch war, wie es heute üblich ist. Aber auch die Tradition einen Baum aufzustellen, stammt von den Saturnalien. Die Römer hatten diesen Brauch von einem Fest in Mesopotanien übernommen, nutzten aber erstmals einen Nadelbaum. Dieser wurde übrigens mit roten Beern geschmückt, was dem heute üblichen Weihnachtskugeln und dem Christbaumschmuck entspricht.


    Besonders auffällig ist, dass die Geburt Jesus von der Kirche willkürlich in den Dezember verlegt wurde. Wer die Geburtsgeschichte von Jesus genau liest findet sehr leicht heraus, dass Jesus nicht im Dezember, sondern vielmehr Ende September oder Anfang Oktober geboren wurde.


    Von daher feiere ich im Dezember immer die Saturnalien, und schlage dabei, ganz im Sinne des alten Festes, auch gern mal über die Stränge.

    Aber der Tempel, der sich in Wolken verliert, heilig der Artemis, ließ alles andere verblassen.