Wie umgehen mit den Christlichen Feiertagen?

Schon gewusst…?

Frigg / Frick


Gattin des Odin, Schutzherrin von Ehe und Mutterschaft. Webt in ihrem prächtigen Saal in Asgard Wolken. Schafft es nicht, den Tod Balders zu verhindern.

  • Und kennt nun jemand hier eine Quelle, die den Gott Frey, tatsächlich mit dem Sonnabend in Verbindung bringt?

    Denn soweit mir bekannt, scheint der Freitag ja ursprünglich der Tag der Göttin Frigga gewesen zu sein und dann später wohl durch Gleichsetzung oder auch Verwechslung mit Freya, auch zu ihrem heiligen Tag geworden zu sein.

    Woanders hiess es dann, der Freitag wäre Frigga, Freya UND Frey geweiht!

  • Hatte ich vor einigen Wochen erst erklä... naja, anscheinend "versucht" zu erklären.

    Hast du eine Ahnung, wo der Verweis auf Frey herstammt?

    Der Verlinkte Artikel nennt "frô"; Althochdeutsch "frô" = christlicher Herrgott (JHWH); Samstag = Ruhetag des Herrn (JHWH).

    Schreibt jetzt ein christlicher Mönch des ca. 10. Jahrhunderts letzten obigen Satz nieder und ein heutiger Heide ohne Quellenkenntnis oder Kontextverständnis stößt darauf erhält man die zuvor angeführte unhaltbare Theorie.

    Aber das man (Frau) nicht spinnen soll, geht ja tatsächlich auch wieder in Richtung Nornen.

    Könnte man so sehen... wenn die Nornen (welche für Deutschland namentlich keine Relevanz haben) denn irgendetwas mit der Spinnerei zu tun hätten, haben sie aber nicht.

    Das Spinnen war verboten, weil sich damals am Samstag gemäß judeo-christlicher Tradition kein Rad drehen durfte (heutzutage dehnen die Juden es sogar auf das "Beifahren" und den Luftverkehr aus) weil siehe oben! Oder unten für die Kurzfassung.:ugly:

  • Aha!

    Obwohl die (drei Haupt-) Nornen selbstverständlich mit dem Spinnen in Verbindung gebracht werden* und wir zumindest die drei Matronen oder auch die drei Bethen in unserem Kulturkreis kennen.


    * ich geh sogar so weit, Frigga, die Zukunftskundig ist und den eigentlichen Schicksalsfaden webt, mit zu den Nornen zu zählen.

  • Freitag ja ursprünglich der Tag der Göttin Frigga...

    Frigga ist im deutschen Sprachgebrauch ein Eiergericht aus dem süd-östlichen Alpenraum. Sehr delikat, aber ich würde trotzdem nicht so weit gehen, es als Gottheit zu verehren, geschweige denn ihm einen ganzen Tag zu widmen.:D

    Ich habs nicht so mit den Christen aber die Verlinkung ist Richtig.

    Ja dann: Beleg für die Verbindung zwischen Freyr und dem Samstag?


    Obwohl die (drei Haupt-) Nornen selbstverständlich mit dem Spinnen in Verbindung gebracht werden

    Selbes Spiel. Quelle? Ansonsten unhaltbare Behauptung.:*

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    Bei Frigg handelt es sich um die nordisch-germanische Göttin von Ehe, Fruchtbarkeit und heimischen Herd.

    Sie ist außerdem die Gemahlin des Göttervaters Odin.

    Frigg – die große Mutter des Asengeschlechts

    Frigg ist die Tochter der Atmosphären- und Erdgöttin Fjörgynn sowie die Schwester der Fulla.

    Sie trug auch die südgermanischen Namen Frigga, Fricka oder Frija.

    Der Name Frigg bedeutet „Frau“ oder „Geliebte“.

    Frigg gilt als Göttin der Fruchtbarkeit sowie als Mutter- und Liebesgöttin.

    Darüber hinaus wird sie als Schutzgöttin der Ehe und des heimischen Herds verehrt.

    Zu ihren wichtigsten Attributen zählt das Falkengewand.

    Ihre treuen Dienerinnen sind Lofn, Vjofn, Hlin, Sygn und Eira.

    Aber auch Friggs Schwester Fulla fungiert als Dienerin der Göttin und sorgt für ihre Fußbekleidung. Außerdem trägt sie stets ihr Schmuckkästchen.

    Als Botin Friggas fungiert Gna, die ihr oft bei der Rettung von Unglücklichen hilft.

    Die Gemahlin des Odin

    Frigg stellte die dritte und liebste Ehefrau des Göttervaters Odin dar.

    Ihrem Gemahl schenkte sie die Söhne Balder, Hödur, Hermodr und Bragi sowie die Walküren.

    Als Asin lebte Frigg in Asgard, wo sie entweder Sökvabekk (Sinkender Bach) oder den Palast Fensal bewohnte. Dorthin begaben sich die Verstorbenen, die wahre Liebe füreinander fühlten.

    Gemeinsam mit Odin besuchte Frigg auch hin und wieder die Erde (Midgard), um Glück in die Häuser zu bringen.

    Als besonderer Schützling Friggas galt Agnar.

    Frigg und Freya

    Nicht selten wurde Frigg auch mit der Göttin Freya verwechselt.

    So kommt es in den verschiedenen germanischen Sagen oftmals zu einem teilweisen Übergang der beiden Göttinnen.

    Darüber hinaus wurde Frigg oder Frija auch der Wochentag Freitag zugeordnet.

    Dabei handelt es sich um eine Lehnübersetzung der römischen Tagesbezeichnung Veneris dies.

    Dieser Tag war der römischen Liebesgöttin Venus gewidmet.

    Da an dieser Stelle die Zuordnung der germanischen Liebesgöttin Freya passender gewesen wäre, wurde diese oft als Namensgeberin des Freitags genannt.

    Eigenschaften der Frigg

    Die Göttin Frigg verfügt über verschiedene große Fähigkeiten.

    So weiß sie über das Schicksal aller Wesen Bescheid, bewahrt aber stets Schweigen darüber.

    Da ihr dieses Wissen vom Schicksal von Anfang an anvertraut wurde, brauchte sie es im Unterschied zu ihrem Mann Odin nicht zu erwerben, womit sie ihm sogar überlegen war.

    Darüber hinaus verfügte Frigga über die Eigenschaft, in die Zukunft blicken zu können. Vorhersagen über diese wollte sie jedoch nicht abgeben.

    Um an diese Weisheit zu gelangen, war Odin daher gezwungen, weite Reisen zu unternehmen.

    Doch ebensowenig wie Odin dazu imstande war, das Schicksal der Zukunft aufzuhalten, war es auch Frigg.

    Dabei hatte die Göttin jedoch großen Anteil am Schicksal, da es eigentlich von ihr stammte.

    Zu ihren magischen Gegenständen gehörte die Spindel, mit der sie die Fäden des Schicksals spann. Für deren Verwebung sorgten die Nornen.

    Auseinandersetzungen mit Odin

    Kam es unter den Menschen zu kriegerischen Konflikten, ordnete die germanische Mythologie Frigg und Odin oft unterschiedlichen Parteien zu.

    Dabei bildete die Göttin oft den Widerpart ihres Gemahls. So half sie u. a. den Langobarden dabei, gegen die Vandalen zu siegen.

    Frigga und ihr Sohn Balder

    Als Friggs Sohn Balder, der Gott des Lichts, seiner Mutter als Kind anvertraute, dass er immer wieder unter Alpträumen litt, die seinen Tod prophezeiten, reagierte die Göttin beunruhigt.

    Um den gütigen Balder zu schützen, mussten ihr alle Lebewesen auf der Welt schwören, ihrem Sohn kein Leid anzutun.

    Götter, Menschen und Tiere willigten ein und gaben das Versprechen ab, Balder nicht zu schaden.

    Allerdings wurde eine Mistel bei der Ableistung des Schwurs übersehen.

    Dies machte sich eines Tages der hinterlistige Loki zunutze. Als alte Frau verkleidet horchte er Frigga aus, die ihm kundtat, dass nur die Mistel ihrem Sohn Balder schaden könnte.

    Daraufhin schnitzte Loki aus einem Mistelzweig einen Pfeil und überredete Balders blinden Zwillingsbruder Hödur dazu, diesen auf seinen Bruder zu werfen, wobei Loki dessen Hand führte.

    Vom Mistelpfeil wurde Balder schließlich tödlich getroffen und starb.

    Voller Trauer um Balder bat Frigg ihren Sohn Hermodr, sich zur Totengöttin Hel zu begeben und diese darum zu bitten, den Getöteten wieder nach Asgard zurückzuschicken.

    Hel war einverstanden, vorausgesetzt, alle in Asgard würden Balder beweinen.

    Dies taten auch alle mit Ausnahme einer alten Frau.

    Voller Entsetzen suchte Frigga die Greisin auf und stellte dabei fest, dass es sich wiederum um Loki handelte, der gut und gern auf Balder verzichten konnte und nicht daran dachte, um ihn zu trauern.

    So musste Balder im Totenreich Helheim bleiben, was gleichzeitig den Anfang vom Ende bedeutete, weil auf diese Weise das Ragnarök, die Endzeitschlacht, und der Untergang Asgards eingeleitet wurden.

    Beim Ragnarök fanden viele Götter, darunter auch Loki und Friggs Gemahl Odin den Tod.

    Danach kam es jedoch zur Entstehung einer neuen und besseren Welt.

    Frigg und die Sterne

    Als einzige nordische Göttin wurde Frigg in die Sterne versetzt.

    So nannten die Schweden den Gürtel des Orions „Friggs Spinrocken“.

    Dabei besitzt die Göttin einen Wagen, den sie vor den Hund spannt.

    Es gibt aber auch Darstellungen von Friggas Wagen mit einem Widder.

    Das heilige Tier der Göttin stellte jedoch der Reiher dar.

    Nach einer Hypothese, die weite Verbreitung fand, entwickelte sich aus Frigg, die auch den Beinamen Hulla (Huldvolle) trug, die Märchenfigur Frau Holle.

    Darüber hinaus wurde der Asteroid Frigga nach Frigg benannt.

    Das andere ist bei den Christen zu suchen.

    Warum sollte man nicht ein Eier Gericht nach ihr Bennen Eier sind ja ach ein Fruchtbarkeits Symbol.

  • 1. Siehe Wikipedia: Frigga (Gericht)

    An -a suffix has been sometimes applied by modern editors to denote femininity, resulting in the form Frigga.

    2. Selbsterfüllende Prophezeiung

    3. Quelle: Edda.

    Version? Lied? Strophe? Quellenzitat?


    Ist schwer einen Nachweis zu erbringen, der nicht existiert, was?:zaunpfahl:

    Eilt nicht, ich bleibe eh die gaaaaaaanaze Nacht wach.:ugly:

  • Guten Morgen Widulf und Kret ,


    ist meine Schuld, dass der Widulf ans Mittelmeer abgedriftet ist, ich auch mit dem Athener Kalender. Zu Athen galt die Göttin Aphrodite als älteste der Moiren. Nun wurde Aphrodites Tag in unseren Gefilden ja einer weiblichen Gottheit genannt „Frija” (= nordische Frigg) gewidmet.


    Dass die Nornen das Schicksal spinnen, ist wohl auch eine mediterrane Beeinflussung, die sich auch in der Kunst und bei Wagner (Schicksalsseil) wiederfindet. Ursprünglich ward dem wohl nicht so und ursprünglich soll es auch nur die eine Norne Urd gegeben haben... (Obwohl es sicherlich jedem zusteht, sich die Schicksalsgöttinnen als spinnend vorzustellen, ist es wohl wichtig zu wissen, dass dies bei den Nornen keine ursprüngliche Vorstellung war).




    Das mit dem Ruhetag am 5. Tag, bei den Athenern, finde ich auch interressant, da ich bereits ähnliche Überlegungen, bezüglich des Sonnabends (im germanischen) hatte.

    „Ruhetag” war unglücklich von mir gewählt. Ich meinte, dass am 5. Tag des neuen Mondes keine Opfer gebracht wurden. Im Übrigen habe ich diese Listen von verschiedenen hellenistischen Websites, zweifle sie auch nicht an, kann mir aber doch auch nur schwer vorstellen, dass jeder Athener Haushalt neun Tage nacheinander am heimischen Herd geopfert hat. In meinen Büchern taucht immer wieder der erste Tag des neuen Mondes („Noumenia”) auf und ich denke auch, dass der Tag des Neulichts eben (wie bei den Römern) der bedeutendste Feiertag im privaten Kreise darstellte.

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Kret- guten Morgen erstmal.

    Geht es jetzt darum, das ich Frigg mit "a" am Ende geschrieben habe?

    Das die Nornen das wyrd spinnen, dürfte ja wohl Allgemeinwissen sein.

    Muss ich da jetzt echt die Edda für rauskramen?

    Ich mach jetzt erstmal Kaffee!

  • Guten Morgen, Iwan!

    Genau das meinte ich ja mit "Ruhetag"- einfach nur ein Tag, an dem mal keine Gaben (egal für wen) dargebracht werden -man badet, putzt das Haus oder widmet sich sonstigem, das bei all dem geopfere, der Feldarbeit und was sonst noch so im Alltag anfällt, zu kurz kommen würde.

  • Heil dir, Kret!

    Ich muss leider zugeben, das du wohl recht hast:

    auch wenn es als allgemein bekannt gilt, das die drei Nornen das Schicksalsnetz weben, kann ich diesbezüglich in der Edda nichts finden!

    Da ist nur von (Runen-) "Stäben" die Rede,

    was wohl bedeutet, das die heutige Vorstellung, von drei spinnenden Schicksalsfrauen, eher von den römisch-griechischen Parzen/ Moiren entlehnt wurde.

  • Viel schöner fänd ich, wenn der ganze Tööt um Sylvester stattfinden würde (ähnlich wie bei Pratchett "Schweinsgalopp"). Dann könnte man nämlich das neue Jahr gebührend feiern :)

    Was die meisten Leute heutzutage ja gar nicht mehr wissen, ist, das es die Geschenke früher tatsächlich nicht am 24./ 25. Dezember gab, sondern zu Nikolaus und/ oder Neujahr!

    Natürlich war das auch nicht das kommerzielle Affentheater, zu dem die Weihnachtszeit in den letzten Jahrzehnten verkommenen ist.

    Da hat man sich statt über eine Playstation, noch über Äpfel, Nüsse und hausgemachte Plätzchen gefreut- oder ein Paar selbstgeschtrickter Wollsocken!

  • Der 24./25. ist ja auch nicht überall der Gabentag. In den Niederlanden und Belgien ist das noch der Nikolaustag. In Italien kommt die gute Hexe La Befana am 5./6. Januar und bringt die Geschenke und in der Ukraine, Belarus und Russland findet die Bescherung auch am Neujahrsfest statt...


    Natürlich war das auch nicht das kommerzielle Affentheater, zu dem die Weihnachtszeit in den letzten Jahrzehnten verkommenen ist.

    Da hat man sich statt über eine Playstation, noch über Äpfel, Nüsse und hausgemachte Plätzchen gefreut- oder ein Paar selbstgeschtrickter Wollsocken!

    Wollsocken... Da leben welche ja wirklich wie die Könige und Königinnen!

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...

  • Als Kind waren die Geschenke auch ein Muss zu Weihnachten. Brauche ich nicht drüber zu lügen. Aber heutzutage bekomme ich kaum noch was zu Weihnachten, wünsche mir auch nicht wirklich was, aber der Zauber von Weihnachten war für mich ist noch dar... (hat durch Unfalltod duch einen lieben Verwandten/Freund kurz vor dem Fest zwar eine bittersüße Note bekommen... Aber gut, das sprengt jetzt wieder ein Mal den Rahmen...)

    ... irgendwo zwischen Volksbrauchtum und Philhellenentum ...