Loki = böser Gott?

Schon gewusst…?

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  • Zitat von Blauer

    Wenn ich dich recht verstehe (also jetzt hier in dem zusammenhang) behauptest du Odin und Co. sind vergleichbar mit Menschen?

    Das glaube ich auch.


    Und genau darin sehe ich das Entscheidende, das das Heidentum vom Monotheismus trennt. Und was das Heidentum -wie ich finde- deutlich besser macht.


    Um meine These zu bekräftigen, werde ich monotheistische und polytheistische Gottheiten vergleichen.


    Beginnen wir mit dem Monotheismus.
    Monotheistische Götter neigen zur Allmacht. Sie sind nicht nur allmächtig, sondern auch allwissend und unsterblich. So wird es zumindest in ihren Schriften und von ihren Anhängern behauptet.


    Nun zu den polytheistischen Göttern.
    Sie sind viel menschenähnlicher. Sie sind bei Weitem nicht allmächtig, wie allein schon das Beispiel mit Balders Tod zeigt. Bleiben wir bei diesem Beispiel. Es zeigt zudem, dass die Götter sich jeden Erfolg, jeden Sieg hart erkämpfen müssen. Dafür müssen sie auch betteln, und sogar ihr Leben in gefährlichen Missionen für die Sache riskieren. Und ab und an scheitern sie sogar, wie dieses Beispiel auch zeigt.
    Kommen wir zur Allwissenheit. Die Götter sind nicht allwissend, nicht einmal Odin ist es. Nur die Nornen wissen alles, logisch, da sie ja die Schicksale für alles und jeden spinnen müssen.
    Unsterblich sind sie auch nicht, siehe Ragnarök.


    Und sie sind auf keinen Fall perfekt, wie es monotheistische Gottheiten von sich behaupten.


    Heidengötter sind in ihrem Wesen folglich den Menschen sehr ähnlich. Sie fungieren quasi als Vorbild, dem man nacheifern kann, so wie Kindheitshelden, zu denen man aufnlickt. Sie unterscheiden sie von den Menschen einzig dadurch, dass sie von Natur aus überlegen sind. Ihr Blut, ihre Abstammung, ist göttlich, sie/es reicht bis an den Anfang der Zeit zurück. Zudem sind ihre körperlichen Eigenschaften übernatürlich ausgeprägt. Zum Beispiel Thors Kraft oder die Geschlechtsorgane der Fruchtbarkeitsgötter. Diese natürliche Überlegenheit zeichnet das Göttergeschlecht aus.


    Der monotheistische Gott jedoch ist kein Vorbild. Viel eher ist er ein weit entferntes, niemals erreichbares Ideal. Das Gute an einem Vorbild ist ja, dass man genau so werden kann wie er/sie. Beim Eingott ist das nicht möglich. Denn er bleibt -egal was man tut- immer übermächtig, unantastbar.



    Nun das große Fazit.


    Dadurch, dass Heidengötter den Menschen so wesensverwandt sind, ist es nur ein schmaler Grat zwischen Mensch und Gott. Der Mensch kann die moralischen Maßstäbe, die die Götter setzen, relativ leicht erreichen. Siehe Havamal.
    Doch die monotheistischen Götter sind den Menschen immer haushoch überlegen. Das ist das, was sie ausmacht. Sie sind unerreichbar, der Sterbliche KANN sie nicht auch nur im Entferntesten erreichen. Immer sehen sie auf die Menschen herab.


    Als der Monotheismus durchgesetzt wurde, hat das natürlich dem Absolutismus Tür und Tor geöffnet....



    Verzeiht mir bitte diesen langen Text in der Nacht.... ;) :ugly:

  • Z.b. wenn man sich rausreden möchte. Loki kann einem dabei helfen, er kann aber auch dafür sorgen das wir uns noch tiefer ins Unglück reden.


    Wir sind die Gelackmeierten, er lacht sich schlapp.

    :goodpost:

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