Germanisches Heiligtum errichten! Aber wie?

Schon gewusst…?

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  • Ich möchte bei mir nebenan gerne ein germanisches Heiligtum errichten. Und zwar auf den 1100m² Land, die ich nicht nutze und auch zukünftig keine Verwendung für habe. Auf diesem Stück Land stehen viele Bäume. Das hintere Ende ist wie ein Wald, halt nur viel kleiner. Und ziemlich mittig steht dann noch eine ca. 15 bis 20 Meter hohe und gut proportionierte Eiche und weiter vorne eine ca. 10 Meter hohe Birke und ein ca. genauso großer Apfelbaum. Vor allem die Eiche hat es mir angetan, ich verbinde sie irgendwie mit der Donar-Eiche. Daraus würde ich gerne früher oder später ein Heiligtum machen, welches ich selber nutzen möchte, aber welches auch andere germanische Gruppen benutzen können. Ich plane darin auch einen Teich zu bauen, weil zur Natur gehört für mich auch irgendwie Wasser und zudem habe ich das ganze Gelände gerade mit 3 Meter hohen Gitterzäunen gesichert. Leider weiß ich nicht wie ich dabei vorgehen soll. Reicht es einfach aus dieses Stück Land zum Heiligtum zu erklären? Muss es geweiht werden? Wenn Ja, von wem und wie? Die Eiche gehört Thor/Donar, aber wem weihe ich die Birke und den Apfelbaum?

  • Ich würde Dir empfehlen, bevor Du ernsthafte Umbauten machst, eine Organisation Deines Vetrauens zu finden. Man benötigt einige Jahre, um dann herauszufinden, zu wem man passt. Aber ein „Heiligtum“ braucht Menschen um zu „leben“. Also mindestens eine Organisation in Deiner Nähe oder eine internationale mit gelegentlichen Pilgern. Nicht zuletzt sollte Dich jemand bei sowas begleiten, der sowas schon mal gemacht hat.


    Es gibt auch andere Ansätze, um Energie von Aussen dazu zu holen.
    Eine Organisation aus den USA, die eher im Odinismus verortet ist, hat ein Gelände für ihre Rituale gebaut. Darin gibt es eine Opferstätte für Thor und es werden Mjölnir aus aller Welt dort gesammelt und aufgehängt. Deren Kultur ist aber generell bereits ausgefüllt und enthält viele Komponenten. Fitness und Kampfsport sind bei denen zum Beispiel wichtige Komponenten. Die Organisation selbst hat aber auch sehr aktive Mitglieder und oft Besucher. Zumindest an Energie mangelt es somit nicht.


    Warum nutzt Du das Gelände nicht erst mal für Dich selbst und machst Dir später Gedanken um ein „Heiligtum“, wenn Du dieses mit Leben und Menschen füllen kannst? Ein einfacher Spielplatz und ein Grillplatz, die jeden Monat von einer Glaubensgemeinschaft genutzt werden, wären nach meiner Überzeugung das beste Heiligtum.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • Eichen sind dem Donnergott geweiht. Das ist gut. Fang am besten tatsächlich klein an und bringe unter der Eiche dem Donnerer Opfer dar. Am besten nicht täglich, weil es sich im Alltag als schwer erweisen kann, täglich zu opfern, aber vielleicht erst mal nur ein Mal im Monat oder in der Woche (der Donnerstag bietet sich geradezu an).


    Versuche Dich ein wenig einzulesen in die Lektüre zu germanischen Kulten. Büchertipps findest Du hier im Forum. Ich habe jetzt keine parat... Ich würde vielleicht auch erst einfach mit Bier anfangen, eventuell Gebäck. Als Opfergaben, meine ich. Ich glaube, dass hier im Forum auch einmal der Ablauf eines (nord)germanischen Rituals genannt wurde. Den Platz um die Eiche jedenfalls sauber und aufgeräumt halten. Ein Heiligtum ist ja quasi wie ein Erdensitz der Himmlischen, die PriesterInnen bzw. TempeldienerInnen eine Art von Hauspersonal.


    Wenn Du die Eiche als Pilgerstätte auch von anderen nutzen lassen würdest, fände ich das ganz gut. Darf man fragen, wo in Deutschland Deine Eiche steht?

  • Du kannst dich ja von Bildern der von Bonifatius gefällten Donareiche oder dem Romowe-Heiligtum inspirieren lassen, obwohl da natürlich viel Phantasie mitschwingt.



    Romowe:




    Die Eiche in Romowe war dreier Götter Tempel: Perkunas (Donar), Patollos/Pickollos (Wodan) und Potrimpos/Patrimpas (Frey). In der Voransicht der beiden letzten Bilder sieht man Patrimpas, zu seinen Füßen Feldfrüchte und Schlange. Das Feuer rechts brennt dem Donnergott, die drei Schädel links sind dem Kriegs- und Totengott gewidmet.


    Der Legende nach war die alte Eiche in der litauischen Stadt Stelmužė auch dem Donnerer geweiht:


  • Naja ein Stück Land zum "Heiligtum" erklären wirkt etwas schräg.


    Meiner Meinung nach wird etwas nach langer Zeit von selbst zum Heiligtum wenn an diesem Ort Rituale verrichtet werden oder es einen Treffpunkt / Mittelpunkt für die Gemeinschaft darstellt.


    Von einem Zaun drum rum würde ich abraten...wirkt eher sehr egoistisch und wenig einladend.
    Ob man da groß künstlich was umbauen muss ist schwer zu sagen - ich kenn die Gegebenheiten nicht.
    Für mich gilt: Je natürlicher und wilder, umso wohler fühle ich mich.

    "I found no solution in the truth, that my madness can be cured"
    "What if this madness seems to be nothing else but my real me"

    ~ Nargaroth, Ash

  • Es wird schwierig werden....
    Zum einen.
    Wenn Du besondere Aufbauten benötigst braucht man unter Umständen ne Baugenehmigung. Selbst ein Teich kann genehmigungspflichtig werden.


    Ist was besonderes sichtbar läufst Du gefahr dem Vandalismus Tür und Tor zu öffnen....
    Selbst wenn es Dein Grundstück ist kann es passieren,das Dir die christliche Gemeinde ein paar Spaßvögel schickt......
    Da werden Statuen umgeworfen,Stelen abgesägt..usw.
    Gegen ein am Boden liegendes Labyrinth sagt meißt keiner was.
    Ein buddhistischer Zengarten wird eher akzeptiert als mit einem Tierschädel geschmückter Baum.
    Du verstehst was ich meine.
    Offizielle Weihe des Landes.....glaube nicht das das anerkannt wird....

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Da ich die genaueren Gegebenheiten nicht kenne und auch nicht weiß was Du Dir vorstellst, kann ich nur sagen was ich machen würde wenn ich ein ähnliches Areal zur Verfügung hätte.
    Ich würde die ganze Sache möglichst einfach halten.


    Ein einfacher Steinhaufen (ein sogen. Hörg) auf dem die Opfergaben abgelegt werden genügt.
    Das ganze kann man noch quasi eingrenzen durch größere Steine die in gewissem Abstand herumgelegt werden, oder einfach durch eingeschlagene Pflöcke die den "Ve" den heiligen Ort abgrenzen.
    Mehr braucht es eigentlich nicht.

  • Welche Kraft Bäume hast du im Grundstück bei mir Ist es ein Nussbaum Da hab ich einen 1,5m Hohen Grabstein er ist ein Findling und war nicht einfach den am Grab von meinen Vater auf zustellen es brauchte eine Richterliche Entscheidung. Weil er Runen hatte. Nach 25 Jahren wurde das Grab aufgelassen. Den Stein habe ich von einen Steinmetz holen lassen und auf der Rückseite ein selbst Verfasstes Gebet in Runen ein Meißeln lassen. Das aufstellen und drei weiteren kleinen Findlingen in die Halbschalen Gemeißelt wurden die Poliert sind mit Gebohrten Abflussloch. Die Kosten Betrugen 1500 Euro. Da wir 63 Gläubige sind hat sich die Ausgabe Gelohnt. Wichtig vor dem Benutzen mit Neunerlei Holz ein Segnen und Met Versprengen.

  • Ich gehe später nochmal näher auf die bisherigen Beiträge ein. Aber das hier ist der Ort auf dem ich das Heiligtum gerne errichten wollen würde.



    Ein Heiligtum wird es erst dieser Gebetsplatz wenn er über Generationen hinweg benutzt wird.
    Wie gesagt ein Kraftbaum eine Wasseraderkreuzung man braucht halt einen Energiepunkt wo man eine Gebetsstätte anlegt.

  • Die beiden Birken sehen sehr schön aus. :thumbup:
    Ich würde sie auf jeden Fall belassen und einen Eibenhain anpflanzen. Eichen dazwischen werden größer als die Eiben, die Eiben vertragen den Schatten der Eichen sehr gut und es sieht malerisch aus, wenn die Bäume eine gewisse Größe erreicht haben. Dazu einen Opferstein, oder einen Steinhaufen, zu Altar geschichtet und gut.
    Zum Heiligtum wird es nicht von alleine, dazu muss es jemandem heilig sein, gern auch einer Gruppe von Gleichgesinnten, und auch so behandelt werden.

  • Um die Eiche könnte man wunderbar den Jahreskreis mit großen Steinen symbolisieren. In der Mitte, vor der Eiche, ein Steinaltar (Felsblock). Das hat jetzt der Landschaftsgärtner in mir erdacht.
    Aber wie schon hier geschrieben wurde, kann man ein "Heiligtum" nicht bauen. Das entsteht, in dem es Menschen heilig wird.
    Du könntest ja das Mitwinter dort ausrichten und eine Einladung hier im Forum dazu hinterlassen.
    Eventuell entsteht dann die eine oder andere Bande mit Gleichgesinnten. Dadurch könnten weitere Nutzungs-Anlässe entstehen und der Ort dir und Anderen mit der Zeit heilig werden.


    Richtig heilige Orte entstehen doch aber von selbst und ziehen Benutzer an. Alte, meist lange Zeit unberührte Orte, an denen die Atmosphäre anormal ist und Flora und Fauna sich ungewöhnlich zeigen.

    Was die Welt dir nicht gab,
    das kann die Welt dir nicht nehmen!

  • Schöne Idee.
    :thumbsup:


    Am einfachsten wäre mMn. ein einfacher, vieleicht Knie- bis Hüfthoher Ringwall mit einem Steinhaufen als Opferaltar in der Mitte. Vielleicht noch eine kleine Feuerstelle zum verbrennen der Opfergaben.
    Das einhegen von Opferplätzen ist sowohl für die Germanen als auch für die Wikinger archäologisch belegt.
    Hier ist ab 5:15 Minuten eine Rekonstruktion eines solchen Ringheiligtums zu sehen.


    Und hier nochmal ein paar Details zu den historischen Heiligtümern.
    Asentreu - Altarformen


    Ansonsten gibt es glaube ich von Naturheiligtümern ohne irgendwelche Aufbauten über einfache Opferstege bis hin zu Tempelgebäuden so ziemlich alles.
    Ein richtig oder falsch gibt es da also eigentlich nicht.
    Hauptsache du fühlst dich da wohl und kannst da neue Energie und Erholung tanken.

    Ich wage alles was dem Manne ziemt;
    Wer mehr wagt ist kein Mann!

  • Es bestünde noch die Möglichkeit "Pfahlgötter" aufzustellen.
    Also einfache aus Stämmen geschnitzte Figuren die die Götter darstellen denen dieses Heiligtum geweiht ist.


    Das setzt nicht zwangsläufig besondere handwerkliche Begabung voraus!


    Die in Mooren gefundenen "Pfahlgötter" waren in vielen Fällen keine besonderen Meisterwerke der Schnitzkunst!


    Doch garade ihr einfaches, wildes, archaisches Aussehen kann eine besondere Atmosphäre erzeugen, die das was ich "rituelles Erleben" nenne begünstigen kann.

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