Leben nach dem Tod

Schon gewusst…?

Bis heute weiß man nicht genau wovon sich das Wort Wikinger ableitet.
Die einen glauben, es geht auf „wig“ (Handelsplatz) zurück, andere meinen, dessen Ursprung in „vikingr“ (Seeräuber) zu erkennen.

  • Hallo.


    Mich würde interessieren, wie ihr persönlich das Leben nach dem Tod seht.
    Seelenwanderung, oder ob ihr Einzug in eine Halle der Götter anstrebt. In welche dann?
    Oder vertretet ihr eine Art Ganztodglauben? Also hier leben und dann futsch.


    Also, lasst uns über den Tod reden.
    :achmed:

  • Schwer zu sagen, ich halte Wiedergeburt für möglich, oder auch den Einzug in eine der Götterhallen, oder nach Helheim, je nachdem, was für die Seele vorgesehen ist, aber das wissen nur die Nornen.
    Ich denke, ich komme nach Helheim oder, so Thor will, nach Bilskirnir. Sollte dafür die Zeit noch nicht reif sein, hieße das Wiedergeburt. So zumindest mein Bild vom Leben nach dem Tod.

  • Ich sehe Helheim als jenseitige Welt, wer will kann nach seinem Tod dort bleiben oder zurück kommen oder wo anders hin gehen. Ich glaube nicht dass jemand gezwungen wird ein physisches Leben anzutreten, meinem Glauben nach sind wir freiwillig hier. An ein Gericht glaube ich nicht, ich denke dass man sich selbst schon genug die Hölle heiß macht^^ Lediglich dass einem bewusst wird was man anderen Menschen angetan hat und das aus der Sicht der Person nochmal erlebt (ehrlich gesagt keine Ahnung woher die Vorstellung kommt). Und das ist unter Umständen die Hölle, ja^^ Ich glaube auch nicht daran dass ich für meine guten Taten belohnt werde. Ich tue Gutes weil es mir Freude bereitet. Würde ich an einen Lohn nach dem Ableben glauben könnte ich nicht dafür garantieren nicht nur um des Lohnes Willen Gutes zu tun. Das fände ich falsch. Ach ja... Irgendwie ist meine Jenseitsvorstellung ein wildes Brimborium :ugly: Und das kann sich auch mit neuen Informationen und neuen persönlichen Erfahrungen ändern^^

    From all the things I've lost, I miss my mind the most...


    hvars þú böl kannt kveðu þat bölvi at ok gefat þínum fjándum frið

  • meinem Glauben nach sind wir freiwillig hier.

    Boah, bin ich doof, dass ich mir DAS hier antue^^


    Ich bin relativ offen für die Überlegungen, die so durch die Welt schlingern und stimme sowohl @Jens Christiansson als auch @Jollyface zu.


    Terry Practhett hatte eine für mich sehr schöne Interpretation. TOD kommt ja nach dem Ableben (bzw während des Ablebens. Einige seiner "Kunden" fragen dann auch, wie es weitergehen würde und er fragt meist (sinngemäß) "Wie hättest Du es denn gerne? Es ist Deine Entscheidung."


    Im Grunde gehe ich auch erstmal von Helheim aus. Was ich komplett ablehne, ist die Vorstellung eines Himmels (obwohl ich die Darstellung in "Supernatural" sehr reizvoll finde) mit Wolke, Harfe und so und die Vorstellung einer Hölle, in der man vor sich hinbrutzelt.


    Gleichzeitig halte ich auch die Vorstellung für nett, dass man nach seinem Ableben in einer Art Zwischenstation landet und sich vielleicht dort selbst noch mal entscheidet, ob man noch mal herkommt oder weiter geht und dann dort bleibt, wo man glaubt, dass man hinkommt.

  • Boah, bin ich doof, dass ich mir DAS hier antue^^


    Joah, das denke ich mir auch oft^^ Aber Scheiße ist nunmal der beste Dünger :ugly: Ich hab in meinem Leben Erfahrungen gemacht die mich an den Rand der Existenz getrieben haben, und ich habe mich oft gefragt was die Scheiße eigentlich soll. Wenn ich so zurück blicke sticht eine Sache ganz klar heraus: Die Zeiten die mir am meisten abverlangt haben und in denen ich am meisten gelitten hab sind gleichzeitig die Zeiten die mich weiter gebracht haben als alles andere. Und das wichtigste ist die Demut und das Mitgefühl das damit einhergeht. Ich weiß, sind nicht unbedingt germanische Werte, aber das gilt unabhäängig jeder Religion. Und wenn es mich reißt werd ich wahrscheinlich sagen:"Joah, ist ok so, ich geh mit wenn es sein muss, aber war geil"

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  • Tja, wer bin ich schon, dass ich weiß wo und wie ich mal wohin komme.
    Als wünschenswert stelle ich mir Helheim vor. Jedoch auch nicht mit rosaroter Brille.


    Der Umstand, dass das Heidentum keinen Gebärmutter mäßigen Himmel mit sich bringt, führt glücklicherweise mit sich, dass man sich mit dem Diesseits gebührlich beschäftigt.

  • Da antworte ich mal mit einem Zitat:
    "Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist Unsinn, solange das Leben über den Stoffwechsel definiert
    wird."
    2/3 meines Lebens hätten keinen Sinn wenn ich es verneinen würde-das Leben nach dem Tod.

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Ich weiß nicht.....
    Eigentlich wollte ich immer auf eine Reha-station. Glück erleben.
    Und alle sagen,ich sei die perfekte Palliativschwester!
    Ich weiß nicht was die anderen sehen.....
    Eine Palliativschwester ist wie eine Hebamme-nur von der anderen Seite.....
    für mich stellt sich die Frage nach dem Glauben nicht mehr.
    Spätestens nach einigen Spukgeschichten nicht mehr....

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Das wir selbst entscheiden können ob wir in Helheim bleiben wollen kann ich mir irgendwie nicht vorstellen



    Vielleicht kommen wir auch nach mehreren Lebenszyklen erst nach Helheim (also wenn die Zeit reif ist)


    Schwer zu sagen, ich halte Wiedergeburt für möglich, oder auch den Einzug in eine der Götterhallen, oder nach Helheim, je nachdem, was für die Seele vorgesehen ist, aber das wissen nur die Nornen.
    Ich denke, ich komme nach Helheim oder, so Thor will, nach Bilskirnir. Sollte dafür die Zeit noch nicht reif sein, hieße das Wiedergeburt. So zumindest mein Bild vom Leben nach dem Tod.


    Ja, sowürde ich das auch sehen


    Ich. Bin. Nicht. Freiwillig. Hier.
    Aber wenn wir schon mal da sind...

    Doch Du weisst es nur nicht :thumbsup:




    Zum Schluss sind wir doch sowieso alle in der Matrix :D

  • Ich halte Wiedergeburt für möglich, auch, das unsere Taten einen Einfluss auf das haben, was auf uns auf der anderen Seite erwartet.
    Wie das jetzt genau aussieht... Ich bin sicher das meine vorstellungskraft dazu nicht ausreicht.
    Ob ich freiwillig hier bin... wenn, dann soll mich mal bitte jemand in den Hintern treten für soviel Blödheit.
    Und wenn man so alt ist wie man sich manchmal fühlt, dann hab ich schon reichlich Runden auf dem Buckel...

  • Ist eine schwierige und eigentlich nicht zu beantwortende Frage.
    Alles was man sagt, möchte oder erträumt sind dann Wunschträume.


    Ich hoffe/wünsche/erträume mir eine Nachwelt, in der ich mit Freunden und meiner Familie "leben" kann, wie ich es für richtig halte.
    Als Handwerker/Arbeiter entweder nach Helheim oder in Thors Schlösschen.

  • Ich bin auch für die erträumte Nachwelt mit Familie und Freunden.


    Meine Jensseitsvorstellungen sind allerdings auch ein Brimborium.


    Ich weiß jetzt nicht mehr genau, vom welchen Denker es genau ist, doch in Jostein Gaarders Sofies Welt gab es zwei schöne Zitate:


    „Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen. Die Seele Gott, wenn sie in Gott ist angekommen.”


    „Was Du verlierst, ist unendlich Mal geringer als was Du gewinnst.” Damit wird gemeint, dass man beim Tode zwar die jetztige Gestalt für immer verliert, dafür aber zum Teil der Weltseele oder des Weltgeistes wird, des Ganzen.


    Das finde ich schön, auch wenn ich es eher auf die sichtbare Welt übertragen würde. Energie geht nicht verloren. Wir hören auf, als Mikrokosmos zu existieren, werden aber Teil des Makrokosmos, unser Atem zur Luft, unser Leib zur Erde usw. ...


    Ich tue Gutes weil es mir Freude bereitet. Würde ich an einen Lohn nach dem Ableben glauben könnte ich nicht dafür garantieren nicht nur um des Lohnes Willen Gutes zu tun.

    Genau das ist meine größte Kritik am Christentum.