Leben nach dem Tod

Schon gewusst…?

Dem norwegischem König Ólaf Tryggvason gelang, den isländischen Widerstand gegen das Christentum zu brechen, indem er Söhne aus wichtigen Familien als Geiseln nahm.

  • zu 1:

    Du meintest, du wuerdest dich eigenartig fuehlen, wenn statt Thor Jupiter auf dich wartet. Ich glaube, dass es keine unterschiedlichen Goetter, also aus verschiedenen Pantheons, gibt... bzw. genau meine auf mich warten.


    zu 2:

    Nicht unbedingt, es gibt die Ansicht, dass andere Goetter auch die selben seien koennen, nur unter anderen Namen. Thor = Jupiter zb.

    Wenn alles jedoch auch nur ein "Wirken" oder eine "Naturkraft" beschreibt ist es auch dasselbe.


    zu 3:

    Lass ich so stehen.


    zu 4:

    Ja, wenn ich wueßte ich haette nie Schmerzen, dann würde ich keine Vorsicht walten lassen, das waere langweilig. Ist wie in einem Spiel mit God-Mode ;)


    Es gab n haufen Aenderungen...

  • zu 1:

    Du meintest, du wuerdest dich eigenartig fuehlen, wenn statt Thor Jupiter auf dich wartet. Ich glaube, dass es keine unterschiedlichen Goetter, also aus verschiedenen Pantheons, gibt... bzw. genau meine auf mich warten.

    Ok, interessant! Könntest du das genauer ausführen? Wie siehst du das dann mit dem Leben nach dem Tod? Gibt es hier Gewissheit?

    zu 4:

    Ja, wenn ich wueßte ich haette nie Schmerzen, dann würde ich keine Vorsicht walten lassen, das waere langweilig. Ist wie in einem Spiel mit God-Mode ;)

    Was gibt es besseres als GTA im God-Mode? :D

  • Naja, viel genauer kann ich es gar nicht ausfuehren. :ugly:


    ZB. Jupiter, Zeus und Thor sind fuer mich ein und der Selbe... nur unter anderen Namen (und Aussehen usw. usw.). Das gleiche gilt fuer alle anderen Goetter.


    Die Namen, das Aussehen usw. sind der jeweiligen Region angepasst.


    Achja: Das ist auf gar keinen Fall allgemeingueltig zu verstehen, sondern nur mein Glaube.


    zu 4 nochmal:

    Ohne die schlechten Seiten, wuessten wir nicht wie die guten Seiten im Leben sind. Deine Einstellung scheint mir nur etwas negativ zu sein. ;) Keine Schmerz zu haben ist ein toller Zustand, aber diesen Zustand koennen wir nur schaetzen, wenn wir wissen was Schmerzen sind. Das ist etwas wofuer wir dankbar sein sollten, das erleben zu koennen.

  • Die griechische Mythologie brachte mich zum Heidentum und zur Religion überhaupt (meine Eltern waren nicht einmal mehr getauft). Daher habe ich das nie so verstanden, das man nach dem Tode zu seinen Göttern käme wie bei den Christen und wie das offenbar im germanischen Polytheismus lebt. Der Göttin Artemis war es nicht gestattet, ihren Schützling Hippolytos bis zur letzten Minute seines Todeskampfes beizustehen, da der Anblick eines Toten sie als Göttin hätte verunreinigen können. Es geht hier natürlich um die Leiche, aber auch der Schatten Hippolyts kam nicht zu Artemis, sondern musste in den Hades. Ich persönlich denke daher nicht unbedingt, dass man nach dem Tod zu dem Gott kommt, dem man am meisten verehrt hat im Leben.


    Aber ich kann mich ich auch gern irren. Selbst habe ich eher diffuse Anschauungen. Zur Zeit der Glaube, der göttliche Funke in mir kehre während der Feuerbestattung zur Sonne, zur höchsten sinnlich erfassbaren Gottheit (für mich jedenfalls).

  • Also ich habe da eigentlich keine wirklich klare Vorstellung.

    Dass man tatsächlich zu einer bestimmten Gottheit kommt glaube ich allerdings auch nicht.

    Eine Vorstellung mit der ich mich noch am ehesten anfreunden kann sieht folgendermaßen aus:

    Das was uns im Diesseits, also zu Lebzeiten stark emotional berührte, (auch im negativen Sinn), womit wir uns identifizieren konnten, oder was wir abgrundtief hassten, das begegnet uns in der "Astralwelt" in Form von Bildern wieder.

    Wir nehmen es quasi dorthin mit. Es sind sozusagen unsere geistig-seelischen "Grabbeigaben".

    Mit anderen Worten: es gibt meiner Meinung nach nur ein "Jenseits" in das wir alle (unabhängig von unserem Glauben) nach dem Tod kommen. Aber was wir dort vorzufinden meinen hängt von den mitgebrachten Glaubensinhalten ab. ist also auch nicht objektiv wahr.

    Wir begegnen dort lediglich unserer eigenen "Seelenwelt".

    Auf den heidnisch germanischen Glauben bezogen würde das bedeuten dass Walhall, Bilskirnir, Sessrymnir oder Hel, oder eben das christliche "Himmelreich" keine unterschiedlichen Welten sind, sondern lediglich Befindlichkeiten.


    Zugegeben alles ziemlich lückenhaft und vage, aber ich sagte ja dass ich keine wirklich klare Vorstellung davon habe.

  • Zitat von Zenon

    Wozu das alles? Wozu die Sterblichkeit, wenn unser endgültiger Sinn ein unsterblicher Zustand ist? Warum bleibt uns dieser leidvolle Weg nicht erspart?

    Ja, das ist schon hart. Brutal sogar, wenn man sich diese Frage zur Lebenssinnfrage macht.
    Sich nämlich über das Leben danach zu viele Gedanken zu machen, nimmt wertvolle Zeit für das Leben im Hier.
    Am Ende dieses Lebens, stellt man sich häufiger die Frage nach dem Gelebt-Haben. Und das ist es doch auch, was für dieses Leben wichtig ist.
    Dieses Leben ist eine große Chance ein Leben zu leben. Das ist für dieses Leben Sinn-Potential genug.


    Mir kommt da gerade der Fährmann Graubart in den Sinn. Dessen Erzählung könnte man als eine Lektion in Selbstreflexion deuten und die Szene als Nahtoderfahrung Thors (Graubart will ihn ja nicht rüber lassen). Im Wortgefecht der Geschichte streitet Graubart (Odin) mit Thor darüber, wer die größeren Taten vollbrachte, wobei ihn Graubart ziemlich stichelte. So dass Thor seiner größten Taten erinnerte und sich rechtfertigte.


    Ich glaube, so etwas widerfährt auch uns, wenn wir vor dem Fährmann stehen. Und worum es da geht, scheint schlicht nichts weiter zu sein, als aus eigener Sicht im Leben das Richtige gemacht zu haben. Also dem eigenen Leben einen Sinn verliehen zu haben und das verifizierst du dann im Rückblick.


    In vielen Nahtod-Erfahrungen wird beschrieben, wie das Leben vor den Augen vorbei zieht. Einige berichten von leidvollen Erfahrungen mit Erinnerungen an eigene Taten, mit denen man nicht abgeschlossen hat, Dinge die unerledigt blieben und Schuld.
    Der Übertritt ist der letzte Zeitpunkt, an dem du klärst, wie du zu deinem Leben stehst. Es geht dabei nicht um die Sicht der Anderen auf dein Leben oder irgendein Gesetz, sondern vielmehr um die deinige Sicht darauf. Du gehst mit dir ins Gericht.


    Sowas kennt man ja auch von anderen Religionen, wie z.B. der altägyptischen. Dort müssen sich die Verstorbenen vor Osiris verantworten und Prüfungen überstehen in dem sie sich Dämonen stellen (den eigenen?). Das erstrebenswerte Urteil im Totengericht, ist die Loslösung aller Sünden (siehe z.B. griech. Hamartia = Verfehltes Ziel).


    Recht wahrscheinlich ist die Frage um das Leben nach dem Tod, eher eine Frage um das Leben vor dem Tod.

  • Nach Walhall komm ich nicht da mich der Strohtod ereilen wird da ich in keine Kampfhandlungen mehr mit Realen Gegner eingesetzt werde.

  • Der Göttin Artemis war es nicht gestattet, ihren Schützling Hippolytos bis zur letzten Minute seines Todeskampfes beizustehen, da der Anblick eines Toten sie als Göttin hätte verunreinigen können. Es geht hier natürlich um die Leiche, aber auch der Schatten Hippolyts kam nicht zu Artemis, sondern musste in den Hades.

    kleiner Nachtrag: Die Göttin Aphrodite, Freundin Trojas und der Troer, soll des Troerprinzen Hektor Leichnam, welcher durch den wüsten Achill ins Griechenlager geschleift ward, nachts vor den hungrigen Hunden beschützt haben, denselbigen auch mit Ambrosia und Nektar gesalbt haben... da kam sie ja auch in Berührung mit einer Leiche... also entweder haben wir da wieder zu tun mit den kleinen Inkonsequenzen des Heidentums, oder diese Regel galt eventuell im Kult der Artemis? Zwischen Homer und Euripides liegen ja auch noch ein paar Jahrhunderte... da kann sich schon was geändert haben

    Ach ja, weitermachen, weitermachen, hier gibt's nichts zu sehen. =D

  • Mit diesem deinen letzten Satz hast Du etwas sehr Interessantes angeschnitten.


    Ich hatte das gestern schon gedacht, doch dann offenbar vergessen, daraufeinzugehen (zumal es leider auch das Threadthema sprengen täte).


    Persönlich drängt sich mir auch der Verdacht auf, dass es unter Heiden Bekehrungsversuche Andersgläubiger in erster Linie nicht nur nicht gab, weil es vermutlich das Konzept des Andersgläubigen zum einen wohl nicht in dem Sinne gab, wie es das heute gibt, und zum anderen, weil der einzelne Heide bzw. die einzelne heidnische Gemeinschaft den Göttersegen, den er oder sie genoss, eben nicht gern aus der Hand gab. Die Römer vernichteten zwar auch fremde Heiligtümer wie das der Marser oder das zu Marseille, beschworen aber auch die Schutzgötter der von ihnen belagerten Städte, versprachen ihnen Heiligtümer und Opferfeste in Rom, entführten die Götterbilder nach Eroberung auch buchstäblich aus ihren Heiligtümern, um den Segen, die diese Götterbilder vorher der eroberten Stadt geschenkt hatten, jetzt auf Rom zu übertragen. Natürlich steckt da auch Kalkül und Politik hinter, aber dieser Kalkül und diese Politik würden nicht funktionieren, wenn dahinter nicht die geteilte Annahme steckte, dass der Besitz bestimmter Heilgtümer und Riten ihren Besitzern Schutz und Segen und Wohlstand beschere. Die Götterbilder in griechischen Tempeln sollen sogar gefesselt gewesen sein, damit diese Götter nicht in eine andere Stadt wechselten... Troja konnte auch erst fallen, nachdem das Palladion (ein urtümliches Idol der Pallas Athene) von Odysseus und Diomedes aus der Stadt entwendet wurde.


    Leider fehlen mir von Germanen, Kelten und Slawen ähnliche Zeugnisse.

  • Leider fehlen mir von Germanen, Kelten und Slawen ähnliche Zeugnisse.

    Ja das war so wenn du von den Sippen Anerkannt werden wolltest musste man auch den Glaubens Ritus über nehmen.

    Sonst ist man ausgestoßen worden. Sie haben zwar jeden aufgenommen aber wie gesagt wer den Glaubens Ritus nicht angenommen hat wurde ausgestoßen.

  • Ja, das ist schon hart. Brutal sogar, wenn man sich diese Frage zur Lebenssinnfrage macht.
    Sich nämlich über das Leben danach zu viele Gedanken zu machen, nimmt wertvolle Zeit für das Leben im Hier.
    Am Ende dieses Lebens, stellt man sich häufiger die Frage nach dem Gelebt-Haben. Und das ist es doch auch, was für dieses Leben wichtig ist.
    Dieses Leben ist eine große Chance ein Leben zu leben. Das ist für dieses Leben Sinn-Potential genug.

    Leider drängt und quält mich die Suche nach dem Sinn, nach dem "Warum" so stark, dass es mir keinen Frieden geben mag, ohne eine feste Vorstellung zu leben.
    Grausam ist das.

  • Zitat von Zenon

    Leider drängt und quält mich die Suche nach dem Sinn, nach dem "Warum" so stark, dass es mir keinen Frieden geben mag, ohne eine feste Vorstellung zu leben.

    Grausam ist das.

    Als Hönir den Menschen Geist verlieh, ermächtigte er uns, dem hiesigen Leben selbst einen Sinn zu geben.


    Man könnte es aber auch so sehen, dass man seinem Leben erstmal provisorisch einen Sinn verleiht, bis irgendeiner um die Ecke kommt und einem den wahren Sinn des Lebens mitteilt. Nur um der Zeitverschwendung vorzubeugen. :Horn:
    Es könnte nämlich sein, dass man eine Menge davon verschwendet, den Sinn des Lebens in der Suche nach dem Sinn des Lebens zu sehen.

  • Als Hönir den Menschen Geist verlieh, ermächtigte er uns, dem hiesigen Leben selbst einen Sinn zu geben.


    Man könnte es aber auch so sehen, dass man seinem Leben erstmal provisorisch einen Sinn verleiht, bis irgendeiner um die Ecke kommt und einem den wahren Sinn des Lebens mitteilt. Nur um der Zeitverschwendung vorzubeugen. :Horn:
    Es könnte nämlich sein, dass man eine Menge davon verschwendet, den Sinn des Lebens in der Suche nach dem Sinn des Lebens zu sehen.

    Wir sollten den Titel des Threads hier ändern:

    "Gibt es ein Leben VOR dem Tod?"


    Wenn das geklärt ist, können wir uns mit dem Danach auseinandersetzen... ;)

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • :whistling:



    Fragen

    Heinrich Heine 1827




    Am Meer, am wüsten, nächtlichen Meer

    Steht ein Jüngling-Mann,

    Die Brust voll Wehmuth, das Haupt voll Zweifel,

    Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen:



    „O lös’t mir das Räthsel des Lebens,

    Das qualvoll uralte Räthsel,

    Worüber schon manche Häupter gegrübelt,

    Häupter in Hieroglyphenmützen,

    Häupter in Turban und schwarzem Barett,

    Perückenhäupter und tausend andre

    Arme, schwitzende Menschenhäupter –

    Sagt mir, was bedeutet der Mensch?

    Woher ist er gekommen? Wo geht er hin?

    Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?



    Es murmeln die Wogen ihr ew’ges Gemurmel,

    Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,

    Es blinken die Sterne, gleichgültig und kalt,

    Und ein Narr wartet auf Antwort.