Wie Startet man als Anfänger??

Schon gewusst…?

Frouwa/Freya (an. Freyja)


Die Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit. Sie wählt vor Odin die Hälfte der gefallenen Helden, die zu ihr nach Folkwang statt nach Walhall kommen.

  • Zitat von Der Nasche

    1Ich kontrolliere und bestimme alles !
    2WETTER ! 3NATUR ! 4TIERWELTEN ! 5TRAUMWELTEN ! 6BÖRSE ! 7Vorallem wie TEUER es in einkaufszentren ist !
    8Viel spass mit der nächsten FLÜCHTLINGSWELLE die ich euch auf den HALSE schicke

    1) Also auch, wie groß dein Hirn und dein ...... ist? :ugly:
    2) Pff, ein paar Wetterzauber kenn ich auch bzw. ich wüsste, wo ich sie auftreiben kann. Wetterrituale gab es in ländluchen Regionen genug.... :whistling:
    3) Mit der komme ich sehr gut aus.
    4) Och, Tiere sind doch nett, wenn man ihnen gegenüber respektvoll ist. Nicht mal die Mücken greifen mich an....
    5)Wenn ich wollte, könnte ich diese selbst beeinflussen.
    6)Geld ist mir egal.
    7) Wenn ich die nötigen Kapazitäten hätte, könnte ich mich zum Großteil selbst versorgen, also von dem her....
    8) willst du uns mit Ali und Murat erpressen, oder wat?


    Zitat von Der geheilte Nasche

    Stimmt Jens, danke für Deinen Rat ich werde mich sofort in Behandlung begeben und hoffen ein besserer Mensch zu werden

    Endlich! :ugly:

  • Heil euch!

    Ich wollte (wenn auch etwas spät) mal ein paar Worte zu dem Thema loswerden.

    Hier standen des öfteren Sachen wie, wenn man sich mit den Göttern beschäftigt, wäre man schon mittendrin und so.

    Das mag zwar gut rüberkommen, entspricht meiner Meinung nach aber nicht ganz der Wahrheit!

    Grad in Zeiten von "Vikings" und

    "Assassins Creed Valhalla" bemerke ich ein steigendes Interesse an der nordischen Mythologie- was ja jetzt erstmal 'ne gute Sache ist!!!

    ABER...

    wenn man sich dann mit solchen Leuten unterhält, werden oft nur billige Klischees aufgewärmt oder es kommen obskure, post-pubertäre Krieger- Helden- und Gewaltphantasien zum vorscheinen, die mit Asatru kaum oder garnix zu tun haben.

    Da liegt für mich der Unterschied, zwischen:

    a) mal kurz einen Blick in die Edda geworfen zu haben und

    b) einen "Glauben", auch tatsächlich zu Leben!

    Da ich mein Heidentum auch ein bisschen nach aussen trage (Tattoos und dergleichen), werde ich auch öfters mal von Menschen angesprochen, die sich für "so was" interessieren.

    Den wenigen, denen es wirklich ernst damit ist, kann ich auf die Frage, wie man am besten anfangen sollte, immer nur das Errichten eines eigenen Hausaltars empfehlen!

    Jetzt werdet ihr sagen: "Eine Naturreligion gehört aber in die Natur!"

    Das erklärt sich ja auch von selbst, aber ich habe ebenfalls festgestellt, das viele Leute- grad am Anfang, etwas brauchen (nennen wir es mal einen Bezugspunkt), das das, was sie zuvor nur in der Theorie kannten, "real" für sie werden lässt.

    Ich glaube auch, wenn ich meinen Altar oder die Frey- Ikone im Garten oder auch das Bild der Totengöttin an meiner Wand, nicht ständig vor Augen hätte,

    das ich viel, viel seltener opfern würde, da man im Alltag ja auch noch anderes im Kopf hat.

  • Den wenigen, denen es wirklich ernst damit ist, kann ich auf die Frage, wie man am besten anfangen sollte, immer nur das Errichten eines eigenen Hausaltars empfehlen!

    Jetzt werdet ihr sagen: "Eine Naturreligion gehört aber in die Natur!"

    Nö, das wird hier kaum jemand sagen, keine Angst. Es gibt hier im Forum sogar eigens einen Thread dazu mit schönen Bildern! 😂



    Beißt sich das für Dich aber nicht mit Deiner Hochkulturenallergie? 😉

  • Heil euch!

    An Iwan: Ich hab da leider keinen Einfluss drauf, aber WIR sind nunmal eine Hochkultur heutzutage- ob und was es uns eingebracht hat, ist wohl Ansichtssache!

    An Wikinger: Ein Hausaltar, der sich auch tatsächlich im Haus befindet, hat natürlich den Vorteil, das man da seine Ritualgegenstände und sonstiges (ungeachtet des Wetters) drauf stehen lassen kann.

    Oder auch bei schlechtem Wetter, drinnen bloten kann.

    Ich erinnere mich da z.B. an ein Disablot/ Lichterfest im Wald, wo kein einziges Teelicht, trotz Windglas so richtig brennen wollte!

  • Heil euch!

    An Iwan: Ich hab da leider keinen Einfluss drauf, aber WIR sind nunmal eine Hochkultur heutzutage- ob und was es uns eingebracht hat, ist wohl Ansichtssache!

    An Wikinger: Ein Hausaltar, der sich auch tatsächlich im Haus befindet, hat natürlich den Vorteil, das man da seine Ritualgegenstände und sonstiges (ungeachtet des Wetters) drauf stehen lassen kann.

    Oder auch bei schlechtem Wetter, drinnen bloten kann.

    Ich erinnere mich da z.B. an ein Disablot/ Lichterfest im Wald, wo kein einziges Teelicht, trotz Windglas so richtig brennen wollte!Wie so kein

    Wieso keine Petroleum Fackeln mit Docht.

  • Für mich wird es keinen Hausaltar geben. Meine Götter spüre ich draußen, auf den Feldern, im Wald, wenn ich in den Bergen unterwegs bin. Keine Edda und kein Netflix kann das ersetzen. Bei mir war es sogar anders herum, erst das Gefühl für die Götter ohne zu wissen welche oder was und dann erst nachgelesen.

  • wenn man sich dann mit solchen Leuten unterhält, werden oft nur billige Klischees aufgewärmt oder es kommen obskure, post-pubertäre Krieger- Helden- und Gewaltphantasien zum vorscheinen, die mit Asatru kaum oder garnix zu tun haben.

    Moin Widulf.

    Diesen Eindruck habe ich z.B. auch bei über 99% aller "Heiden".

    Ich selber gehe das ganze ja von einer vergleichsweise trockenen Richtung aus an, da kann ich schon verstehen das da nicht jeder den selben Zugang findet wie ich.

    Aber der allgemeine Mangel an Grundkennntnissen zur Quellenlage ist schon beschämend.

    Da liegt für mich der Unterschied, zwischen:

    a) mal kurz einen Blick in die Edda geworfen zu haben und

    b) einen "Glauben", auch tatsächlich zu Leben!

    Ich hatte ja schon ein paar mal herausgestellt, dass die alte Sitte vor allem eine praktische Religion ist.

    Ich denke der beste Einstieg ist sich zunächst einmal mit der Lebensrealität der Menschen damals vertraut zu machen.

    Dafür eignen sich die Isländersagas am besten.

    Auch wenn sie historisch mitunter nicht unbedingt die genausten Quellen sind, so spiegeln sie doch das normale Leben und den Zeitgeist dieser Epoche ziemlich gut wieder.

    Etwas einsteigerfreundlicher ist da vieleicht "children of ash and elm" von Neil Price.

    Das Buch liefert einen sehr groben Überblick über die Wikingerzeit und ihre Kultur.

    Diese Gundkenntisse helfen beim durchlesen der Edda deutlich dabei Dinge in Kontext zu setzen.

    Für die restlichen Verständnislücken empfehle ich "The Viking Way - magic and mind in late iron age scandinavia" von Prof. Neil Price und "Schamanismus und archaische Extasetechnik" von Mircea Eliade für extra Kontext (wenn auch mit ein wenig vorbehalt zu genießen).


    Wichtig ist auch zu verstehen, dass Asatru im Kern eine praxisorientierte Religion ist.

    Anders als in den monotheistischen Religionen spielen Frömigkeit und persönliche Hingabe an die Götter im historischen Heidentum kaum eine Rolle.

    Die gemeinsam mit der Hof-/Dorfgemeinschaft, dem Waffenverbund oder der Familie begangenen Rituale dienten dem Übertragen von Heil auf die Gemeinschaft und die Besitzungen (in erster Linie natürlich die Felder) und zur sozialen Bindung der Gemeinschaft.

    Ebenso aber auch dem Erbitten von unmittelbarem Beistand.

    Viele dieser Rituale werden den Charakter von Volksfesten gehabt haben, bei denen mehrere Dörfer und Höfe auf der Umgebung zusammen kamen um gemeinsam zu feiern.


    Das sollte man m.M.n. auch bei der Neubelebung der alten Sitte im Auge behalten.

    Für mich geht es bei den Ritualen nicht um einen "Gottesdienst" sondern eher um ein "Familientreffen" bei dem den Göttern und Ahnen als Teil der Familie Ehre und Anerkennung erwiesen wird.

    Der Rituelle Teil erfüllt hier die Funktion einer liebgewonnenen Tradition, die den Ritualplatz für die Dauer des Rituals aus der profanen, der "weltlichen" Zeit herrauslöst und einen heiligen "zeitlosen" Raum schafft in dem die Anwesenheit der Götter und Ahnen erlebt werden kann.


    Was die Praxis angeht hat sich bei mir seit den Anfängen fast nichts geändert.

    Meine erste Blótbeschreibung hier im Forum gibt immer noch einen recht guten Eindruck von der Art wir ich Rituale abhalte.

    -Blótbericht-

    Für weitere praktische Tipps hatte ich vor einigen Jahren mal einen Thread ins Leben gerufen der da weitere anregungen geben kann:

    Ritualabläufe und Zeremonien


    Das wären zumindest meine Empfehlungen wie man als Anfänger starten sollte.