Wenn Sterben zum Geschäft wird....

Schon gewusst…?

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  • @Kendra Sehr schöner Artikel! Danke fürs teilen. :thumbsup:

    "Egal was passiert, du darfst niemals so tief sinken,

    den Kakao durch den sie dich ziehen, auch noch zu trinken!" :D

  • Die Gerüchte, die ich auf "unserem" Friedhof hier gehört habe, bestätigen das.
    Hier ist lehmiger Boden, in der ganzen gegend, und gegpossen wird reichlich.
    nach 20 Jahren werde manchen Abteilungen neu belegt, und manchmal kommt der Vormieter in erschreckend guten Zustand wieder zu Tage..
    Chef hat da wohl schon so einiges gesehen.
    was dann genau mit den überresten geschieht, weiß ich nicht, vergessen zu fragen.
    Seitdem bin ich aber ein noch größerer Freund von Urnenbestattungen geworden...

  • ttps://www.berchtesgadener-anzeiger.de/startseite_artikel,-das-los-fuer-die-ewige-ruhe-graeberlotterie-in-berchtesgaden-_arid,424298.html?fbclid=IwAR0x4tcJhBdwwinVX7EghoShsfVep6F3VQuXJC6a1nfFesedf5tsHncHQMA


    Das Los für die ewige Ruhe: Gräber-Lotterie in Berchtesgaden


    3.7
    BERCHTESGADEN 16.07.2018 10:46 CEST
    <source media="(max-width: 480px)" srcset="/cms_media/module_img/1694/847165_1_nteaser_5b4bcaf361f78.jpg" style="box-sizing: border-box;">Auf dem Friedhof in Berchtesgaden werden Gräber in einer Art Lotterie verlost.






    Berchtesgaden – Ein Grab aus der Lostrommel: Berchtesgaden wählt diese Methode, um begehrte Gräber auf einem jahrhundertealten Friedhof zu vergeben. Am Mittwoch werden rund 280 Bewerber im Kongresszentrum erwartet, 200 von ihnen werden zum Zuge kommen.


    Mit der Verlosung, so der Geschäftsleiter des Markts Berchtesgaden, Anton Kurz, sollen gleiche Chancen für alle geschaffen werden. »Man wollte ein möglichst gerechtes Verfahren.« Denn jahrzehntelang waren auf dem 1685 eröffneten Friedhof keine Gräber mehr vergeben worden.
    Die Gräber-»Lotterie« sorgt über Bayerns Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit.
    »Das ist ungewöhnlich, aber eigentlich eine schöne Geschichte, die zeigt, dass der Friedhof ein Ort ist, der auch in Zukunft Bedeutung hat«, sagt Oliver Wirthmann, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur und Sprecher des Bundesverbands Deutscher Bestatter.
    Er habe noch von keinem vergleichbaren Fall gehört. »Grundsätzlich ist das ein sehr positives Zeichen, dass alte Friedhöfe reaktiviert werden – und dass man die kulturelle Gewachsenheit von Friedhofsanlagen erkennt.«
    Friedhöfe in Städten und Gemeinden seien wichtig. »Es ist nicht gut, wenn Friedhöfe an den Rand gedrängt werden, nach dem Motto: Das wollen wir nicht sehen.«
    Auch sehr praktische Gründe sprechen für manchen Berchtesgadener für den Friedhof im Ort.
    Gerade für ältere Menschen ist er leichter zu erreichen, als der nach dem Krieg eröffnete in Schönau am Königssee.
    Zu vergeben sind 140 Erdbestattungs- und 60 Urnengräber. Interessenten konnten sich auf einem Plan im Internet oder direkt auf dem Friedhof mit insgesamt 1500 Gräbern aussuchen, wo sie selbst oder ihre Angehörigen dereinst ruhen sollen.
    An den freien Gräbern steckte ein Pflock mit einem Schild. Vergeben werden die Plätze nun in der Reihenfolge der Losziehung: Wessen Los zuerst gezogen wird, hat ersten Zugriff auf besonders begehrte Plätze.


    Schon einmal hatte eine ungewöhnliche Grabvergabe für Schlagzeilen gesorgt.
    In den USA kam vor Jahren die Gruft über dem Grab des Filmidols Marilyn Monroe unter den Hammer – Millionenbeträge wurden geboten.
    »Auf ewig bei Marilyn Monroe« hatte die Frau des über Monroe beigesetzten US-Unternehmers Richard Poncher geworben – sie wollte das auf einem Prominenten-Friedhof in Los Angeles gelegene Grab verkaufen, um eine Hypothekenschuld zu begleichen.
    In Berchtesgaden hingegen entscheidet nicht Geld, sondern das Los.
    Die Kosten liegen zwischen 550 und 760 Euro für eine zehnjährige Liegezeit.
    Der Friedhof in Berchtesgaden war von 1972 bis 1986 für Beisetzungen ganz gesperrt.
    Danach durften dort nur Familien bestatten, die schon ein Grabrecht hatten.
    Weil aber zuletzt immer wieder Plätze frei wurden, sei beschlossen worden, diese neu zu vergeben, sagt Anton Kurz vom Markt Berchtesgaden.
    »Dass so ein großes Interesse besteht, zeigt auch, dass Trauer einen Ort braucht«, sagt Wirthmann. Oft gelte es als »moderne Performance« zu sagen:
    »Ich brauche keinen Friedhof, ich kann im Herzen trauern.«
    Vor allem lokale Persönlichkeiten liegen auf dem Alten Friedhof, etwa Anton Adner, der bis ins hohe Alter zu Fuß unterwegs war, um seine Holzwaren zu verkaufen. Er starb am 17. März 1822, der Überlieferung zufolge wurde er 117 Jahre alt. Er gilt als ältester bekannter Bayer, König Maximilian I. soll zuletzt persönlich für ihn gesorgt haben.
    Kopfzerbrechen bereitet den Verantwortlichen derzeit das Grab des Publizisten Dietrich Eckart.
    Er gilt als früher Anhänger des Nationalsozialismus und Ideengeber Adolf Hitlers.
    Angehörige hatten die Grabstätte gekündigt.
    Nun soll entschieden werden, ob der Grabstein stehen bleibt oder entfernt wird.
    Eckart starb zwar bereits 1923, als Hitler gerade begann, am Obersalzberg in Berchtesgaden sein Feriendomizil zu installieren – und lange, bevor Hitler dort einen zweiten Regierungssitz neben Berlin aufbaute. Dennoch befürchten manche, das Grab könne zur Pilgerstätte für Rechtsradikale werden. dpa

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Ohne EinzelfallprüfungSpahn lehnte 102 Anträge auf Sterbehilfe ab

    https://amp.tagesspiegel.de/po…rbehilfe-ab/25424754.html

    Jost Müller-Neuhof

    Schwerstkranken Patienten wurde der Zugang zu tödlichen Medikamenten pauschal vom Gesundheitsminister versagt. In 31 Fällen steht eine Entscheidung aus.

    Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat auf Weisung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehr als hundert Anträge auf Sterbehilfe abgelehnt. Wie das Institut dem Tagesspiegel auf Anfrage mitteilte, sei in insgesamt 102 Fällen der Zugang schwerstkranker Patienten zu tödlichen Medikamenten versagt worden. In 31 weiteren Fällen sei noch keine Entscheidung getroffen worden.

    Zwar ist die Bonner Behörde aufgrund eines Urteils seit 2017 verpflichtet, die Anträge im Einzelnen zu prüfen. Allerdings hatte Spahn persönlich das ihm unterstellte Arzneimittel-Bundesinstitut anweisen lassen, die Begehren pauschal zurückzuweisen. 24 Patienten sind in der Wartezeit bereits verstorben. Oppositionspolitiker werfen dem Minister vor, geltendes Recht zu ignorieren.

    Ende Februar will das Bundesverfassungsgericht ein Grundsatzurteil zur Sterbehilfe fällen, das auf Spahns Vorgehen Einfluss haben kann. Dabei geht es um das Verbot organisierter Sterbehilfe in Paragraf 217 Strafgesetzbuch. Ärzte, Patienten und Sterbehelfer haben es mit Verfassungsbeschwerden angegriffen. Wird ihnen stattgegeben, wird der Minister seine abwehrende Position überdenken oder möglicherweise aufgeben müssen.

    Das Verwaltungsgericht Köln hat das Bundesgesundheitsministerium bereits jetzt aufgefordert, sein Vorgehen bei diesem heiklen Thema transparenter zu machen. So sollen Spahns Beamte Informationen zu einer Ministervorlage herausgeben, in der sie das Karlsruher Verfahren zum Paragraf 217 bewerten. Dies haben die Kölner Richter nach einer Auskunftsklage des Tagesspiegels im Eilverfahren entschieden (Az.: 6 L 1280/19).


    "Presse und Regierung sind keine Gegenspieler, sondern ergänzen sich"

    Spahn verweigert Informationen zu dem Thema ebenso hartnäckig wie die Sterbehilfe selbst. Das geht nach Ansicht der Richter aber zu weit. Die Presse habe einen „verfassungsrechtlich gewährleisteten Vermittlungs- und Kontrollauftrag“, betonten sie.

    Dieser sei dazu bestimmt, eine den rechtsstaatlichen Grundsätzen entsprechende Ausübung der Regierungsfunktion sicherzustellen. „Dies gilt auch und erst recht für kritische Berichterstattung. Presse und Regierung sind keine Gegenspieler, sondern ergänzen sich notwendigerweise“, heißt es. Eine öffentliche Berichterstattung über die bisher geheim gehaltene Vorlage für Spahn könne eine „positive Auswirkung“ auf die Tätigkeit der Regierung haben.


    Das Ministerium wurde nicht zum ersten Mal zu Transparenz verpflichtet

    Spahn, über dessen Vorstoß zur Organspende der Bundestag in dieser Woche entscheidet, bleibt jedoch bei seiner Linie und hat Beschwerde eingelegt. Darüber muss nun das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen entscheiden.

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Kendra, den Artikel hätte ich jetzt auch hier gepostet, habe ihn heute gelesen. Es ist einfach nur schlimm, man verwehrt Leidenden das würdevolle Ende, um noch ein paar Tage/Wochen/Monate Kasse zu machen. Gleichzeitig sollen wir aber per Gesetz demnächst als Ersatzteillager zum Ausschlachten freigegeben werden. Das ist alles nur noch krank.


    Meine Großmutter hat nach ihrem Schlaganfall noch 8!!! Jahre vor sich hin leiden müssen. Sie wurde nach dem Schlag erst am nächsten Morgen gefunden. Fazit halbseitig gelähmt, kaum noch Sprache, konnte gar nix mehr. Meine Mutter hat sich dann von den Ärzten eine Magensonde einreden lassen. Das hat sie beizeiten bereut. Dank dieser ging das Leiden eben über 8 Jahre weiter. Ihr mußte dann auch noch wegen dem Dekubitus ein Bein amputiert werden. Grausam, so möchte ich nicht enden.

    Nur wer nichts erwartet, kann nicht enttäuscht werden. A. Pope

    Wer in der Demokratie schläft, darf sich nicht wundern, wenn er in der Diktatur erwacht. Goethe

  • Was möchtest du uns damit sagen, Andreas?

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Also Andreas, dann hätte ich also meiner Großmutter ein Kissen aufs Gesicht drücken sollen, um sie zu erlösen.... Wenn du das kannst, Hut ab. Ich hätte vielleicht etwas zusammenbrauen können, aber sie konnte nicht mehr selbständig schlucken. Eine Patientenverfügung hatte sie nicht. Für solche Fälle müßte es eine medizinische Lösung geben. Aber solange Heime und Kliniken gut damit verdienen, muß weiter gelitten werden.

    Nur wer nichts erwartet, kann nicht enttäuscht werden. A. Pope

    Wer in der Demokratie schläft, darf sich nicht wundern, wenn er in der Diktatur erwacht. Goethe

  • Ich arbeite auf ner Palli. Da muß keiner zum Kissen greifen.

    Und im Gegensatz zu anderer Meinung ist es auf der Palli keine Pflicht zu sterben.

    Die Leute lassen selber los-oder gehen nach Hause.

    Allerdings mit ertragbaren Symptomen.

    Wenns nicht ertragbar ist gibt es immer noch die palliative Sedierung-die vom Gesetzgeber genehmigt ist!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Palliative_Sedierung

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

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