Sind wir Götter?

Schon gewusst…?

Jarl, verwandt mit dem englischen „Earl“, dem deutschen Grafen entsprechend, war ab der Germanischen Eisenzeit (375 n. Chr.) bis ins Hochmittelalter ein Fürstentitel in den nordischen Ländern. Es ist daher eher unwahrscheinlich das es einen Jarl im Gebiet des heutigen Deutschland gab.

  • Heil euch,


    Blasphemie!!! ;Pfaffe;


    ... oder darf man sich solche Fragen stellen? ^^


    Betrachtet man die überlieferte Schöpfungsgeschichte, bemerkt man schnell, dass nahezu alles Göttliche quasi auseinander entstanden ist.
    So z.B. Buri von Audhumbla erschaffen (erschleckt) und Vafthrudnir aus den Füßen Ymirs. Ähnlich sind auch Andere erschaffen worden oder aus Göttlichem geronnen.
    Der Göttervater selbst und seine Brüder aus Bör und Bestla. Das setzt sich so durch die gesamte Überlieferung fort, bis hin zur Erschaffung der Menschen.


    "Besaßen nicht Seele, und Sinn noch nicht,
    Nicht Blut noch Bewegung, noch blühende Farbe.
    Seele gab Odin, Sinn gab Hönir,
    Blut gab Lodur und blühende Farbe."


    Zu meiner Frage.
    Da nun alles Göttliche nach Ymir und Audhumbla aus Göttlichem entstand, so auch wir, sind wir dann per sé Götter oder göttlicher Abstammung?
    Es scheint in der Mythologie keinen Unterschied zu machen, wie Götter entstehen, solange die Quelle ihrer Existenz göttlich ist. Die Quelle unserer Entstehung ist ebenfalls göttlich.


    Die Frage stelle ich mir nur aus religionsphilosophischer, oder sagen wir aus mythologischer Sicht. Aus spiritueller Sicht ahne ich das schon lange.


    Beste Grüße
    WulfazHerdja

  • Göttlicher Abstammung sind wir auf jeden Fall, denke ich. So sind wir von Odin und seinen Brüdern erschaffen worden und Heimdall hat doch sogar die Stände der Menschen gezeugt. Das heißt, dass das göttliche in uns steckt. Zu Göttern macht uns das meiner Meinung aber nicht. Die Verehrung würde das eher ausmachen schätze ich. Da aber von uns keiner Kaiser oder Pharao ist, erübrigt sich das :D

    "Egal was passiert, du darfst niemals so tief sinken,

    den Kakao durch den sie dich ziehen, auch noch zu trinken!" :D

  • Ich denke das uns höchstens Tiere als Götter oder gottgleich betrachten.


    Aber Götter sind wir keine. Auch wenn der G-Man das gerne von sich behauptet.

  • Zitat von Kendra

    Da folge ich ja eher der Tiamattheorie.
    Aber wir sind hier im Asatrue.

    :-)
    Da ich der Schrödinger-Katze-Theorie und zudem keiner Buchreligion folge, komm ich damit auch und gerade als Asatru klar. Es ist alles möglich, bis man es (die Tatsache) betrachtet. Selbst dann ist das noch subjektiv. ^___^
    Wer weiß, wer weiß...



    Zitat von Havald

    Das heißt, dass das göttliche in uns steckt. Zu Göttern macht uns das meiner Meinung aber nicht. Die Verehrung würde das eher ausmachen schätze ich. Da aber von uns keiner Kaiser oder Pharao ist, erübrigt sich das

    Dann sind Boygroup-Mitglieder also Götter? Michael Jackson?
    Selbst proportional betrachtet, haben einfache Boygroups oder Michael Jackson mehr Verehrer als jeder Pharao oder Kaiser der Geschichte. Sogar Mythen haben sie.


    Wenn also nicht das Göttliche in uns den Götterstatus ausmacht, sondern die Verehrung, wäre Hollywood sowas wie Asgard. Das hinkt! ^^

  • Ich meine schon kultische Verehrung. Religiöse Ehrfurcht und so weiter. Groupies und Fans zeigen zwar ähnliches Verhalten, aber glauben doch nicht wirklich, dass ihre Idole Götter im religiösen Sinne sind. Meist klingt diese Phase des Lebens auch nach einiger Zeit wieder ab. Da Glaube ja oft ererbt und mit Traditionen verbunden ist, finde ich, dass man das kaum vergleichen kann.

    "Egal was passiert, du darfst niemals so tief sinken,

    den Kakao durch den sie dich ziehen, auch noch zu trinken!" :D

  • @Havald


    Aber ritualmässig geht die Verehrung doch schon in die religiöse Richtung. Fans opfern, beten an (Liebesbriefe), geben sich hin (teils kreischend, wie in Trance bei Konzerten) und glauben an eine Art Unfehlbarkeit ihres Idols. Ja und sie folgen sogar ihren "Lehren". Natürlich rudimentär. Aber sie ziehen sich so an wie ihre Idole, übernehmen Vorlieben und bauen deren Aussagen in ihr Weltbild ein.


    Eine recht hohe Anzahl Menschen hielt z.B. M.Jackson sogar für eine Art göttlichen Alien. Elvis Presley ist unsterblich und John Lenon ein Prophet.

    Was die Welt dir nicht gab,
    das kann die Welt dir nicht nehmen!

  • Was mir verrät,das Du keine Ahnung hast,was ich mit Tiamat meine.
    Die Märchen erzählen,als Tiamat das Chaos seinen Krieg verlor dachte man daran die Verbündeten Tiamats zu bestrafen.
    Man schlachtete ihren Geliebten und Sohn und sein Blut wurde verwandt um eine Sklavenrasse-den Menschen zu erschaffen.Man brauchte Diener und Arbeiter....
    Die Menschen sind deshalb mit dem Chaos,der Vernichtung usw. blutsverwandt.
    Was das Thema Umweltschutz ,Kriege usw. so grandios beantwortet.....

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Mir leuchtet nicht ganz ein wozu Götter die mächtig genug sind Welten und die darauf lebenden Organismen zu erschaffen Sklaven bräuchten. Und wären wir wirklich mit dem Chaos und der Vernichtung blutsverwandt dann nur über n paar Ecken, dafür sind wir in unserer Zerstörungswut viel zu ineffizient ^^

    From all the things I've lost, I miss my mind the most...


    hvars þú böl kannt kveðu þat bölvi at ok gefat þínum fjándum frið

  • Wären wir darin noch effizienter hätten wir das Mittelalter nicht überlebt...
    Obwohl.....
    Es kommt ja alle Generationen vor das alles Wissen verloren geht...
    Dampfmaschine und Hydraulik kann man schon in Rom und Griechenland...
    Ich geh mal den Aluhut holen....

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Dampfmaschine und Hydraulik kann man schon in Rom und Griechenland...
    Ich geh mal den Aluhut holen....

    [irony]In Atlantis hatten sie auch schon Antigravitationsflugscheiben! Und Druiden :whistling: [/irony]


    Sicher hast du Recht, aber wäre Chaos und Zerstörung die Uressenz des Menschen wär spätestens beim Bau der Atombombe Schicht im Schacht gewesen^^ Mir ist das zu einfach und es erinnert mich auch an das Konzept von Erbsünde. Wir Menschen sind von Grund auf pöse und verdorben und gefallen und jadajadajada :rolleyes: Wenn man so denkt kann man die Verantwortung für sein Handeln auf seine grunsätzlich verdorbene Natur abwälzen, man ist ja nur ein wildes Tier das nichts dafür kann. Wir sind weder gut noch böse. Wir sind diversen Neigungen, Bedürfnissen und Impulsen unterworfen die wie Gezeiten an uns zerren. Aber wir haben die Freiheit Nein zu sagen, sich nicht den zerstörerischen Neigungen hinzugeben. Aber es ist einfacher sich gehen zu lassen. Wie man sieht^^

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    hvars þú böl kannt kveðu þat bölvi at ok gefat þínum fjándum frið

  • Ich finde das schwer zu beantworten.
    Wenn, bin ich Teil eines Gottes - oder mehrerer. Mein Körper ist Teil dieser Erde und somit für mich Teil eines göttlichen Wesens.
    Egal ob wir nun einen Gott, einen "Star" oder eine Religion verehren - wir binden uns damit an ein "Konstrukt" und werden Teil davon. Das verändert das Selbst und bestimmt mit über den Weg, den wir gehen.
    Selbst dieses Forum hat einen "Gruppengeist", an den wir alle angebunden sind. :)

  • Götter: Nein, keiner von uns hier anwesenden. Aber ich glaube schon, dass Menschen göttlich werden können und ihnen sehr mahe kommen können. Aber ich glaube auch, dass dazu göttliche Leistungen gehören. Ganz ernst, ich glaube, dass jemand wie Elon Musk das Zeug dazu hat. Der Dalai Lama vielleicht noch. Konsumvieren wie Jackson dürfen vielleicht irgendwann als Negativbeispiele für Verführung und Schwäche herhalten.


    Göttlicher Abstammung: Wir von den Asen, Vanem und auch Riesen. Andere von anderen Göttern.

    "A sane and normal society is one in which people habitually disagree, because general agreement is relatively rare outside the sphere of instinctive human qualities." C.G. Jung

    "Ich verlasse mich darauf, dass die Götter auch wollen, dass wir überleben. Sie werden uns nicht im Stich lassen, wenn wir sie nicht vergessen" Fortabt Sjael

  • Wir sind erfüllt von einer Kraft die uns Leben lässt und selbst das Leben ist. Unser Geist bzw. das Ego versucht diesen an sich unerklärlichen Vorgang anhand von Konzepten, Mythen und eigenen Erklärungen uns selbst begreiflich zu machen. Dadurch entstehen Philosophien oder Lehren. Aus manchen niedergeschriebenen Dingen werden Dogmen.
    Wenn wir uns geistlich trauen den Punkt zu betrachten, bevor das Ego bzw. das Ich versucht sich mit irgendeiner Erklärung oder mit irgendeinem Konzept zu identifizieren, dann spielt die Frage ob wir Götter sind keine Rolle mehr. Denn die Kraft die uns Leben lässt wird dann still wahrgenommen ohne Anstrengung.

  • Ich vermute mal stark, dass wir göttlicher Abstammung sind,weil die Götter metaphorisch den Kosmos des ganzen Universums abbilden und das ausnahmslos, also sind auch Menschen Götter, zu Deutsch, wenn ich die Wahl hätte zwischen Odin und meinen Ahnen, würde ich immer Odin nehmen, weil ich weiß, dass Odin ein Symbol für meine Ahnen ist. Das legt er auch in seinem Selbstopfer dar, wo er für 9 Tage und 9 Nächte = 9 Tage an Yggdrasil hängt. Es kommt ihm natürlich viel kürzer vor, weil er sich ja erst entwickelt,neun Monate Schwangerschaft und das noch nicht Geborene verfügt über alle Komponenten für ein Bewusstsein.Die Runen sind Geheimnisse und zwar des Seins und so wird Odin geboren, später wird er dann verschlungen von Fenrir, der ein Teil der Frau ist, das kennt man ja. Der Wolf als Großmutter, die großen Augen kommen übrigens von der Adrenalinausschüttung, doch nach Ragnarök dem Schicksal der Götter, die ja den Kosmos darstellen, aber dem Universum unterliegen, welches auch Welt all heißt, die letzte zyklische Instanz ist Ragnarök, bis es wieder von Neuem beginnt. Doch vorher kehrt Baldur noch aus Helheim zurück,interessant weil das eine Symbolische Wiedergeburt ausdrückt,daher ist für mich Baldur der europäische Ureinwohner der materiellen Welt. Also das göttliche ist das Mysterium des Seins, und deshalb gehört meiner Meinung nach die Natur genauso wie der Mensch zum göttlichen dazu.


    LG Rolf Wittner