Wie müsste ein heutiger heidnischer Tempel aussehen?

Schon gewusst…?

Dem norwegischem König Ólaf Tryggvason gelang, den isländischen Widerstand gegen das Christentum zu brechen, indem er Söhne aus wichtigen Familien als Geiseln nahm.

  • Heidiho,


    hier mal ein Gedankenspiel, Ihr könntet einen heidnischen Tempel gestalten und bauen. Wie würde der in der heutigen Zeit aussehen. Ein Steinkreis, ein Langhaus aus Holz mit Götterfiguren und Altar, ein modernes Gebäude mit Gruppen- und Seminarraum für Trommelkurse und ähnliches?

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Ich würde gar keinen unbedingt wollen. Mein Tempel ist der Wald. Einen heiligen Hain oder eine Stätte unter einem alten, ehrwürdigen Baum mit Pfahlgöttern und/oder einem Steinkreis dagegen könnte ich mir schon vorstellen.


    Ich erhebe aber keinen Anspruch auf Authentizität, ist meine persönliche Ansicht.
    Ich würde auch einen Tempel, wie auch immer er geartet wäre, betreten und da den Göttern Respekt erweisen, aber dennoch würde ich mich dazu im Freien am wohlsten fühlen.

  • So:





    Gerne auf einem Hügel in einem heiligen Hain, mit einem Steinaltar davor und Runen- bzw. Bildsteinen drum herum.


    Götterstatuen im Innern.


    Alles im Grunde an Shinto-Schreinen orientiert, aber halt im europäischen Stil.




    Wie an anderer Stelle erwähnt, fände ich für heilige Bäume sowas hier geil:



    Der Baum dann in der Mitte der Torbögen.


    Verbindet irgendwie römisch/griechisches Erbe mit dem germanisch/keltischen ^^


    p.s. und gegen Steinkreise hätte ich auch nichts einzuwenden ^^

  • Ich wäre ja auch für große Holzbauten:



    Da kann man in Asien gut Vorlagen klauen...



    Oder was klassisches



    Und hier würde ich sofort selber als Tempeldiener einziehen

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Ich könnte mich als Shinto immer nicht entscheiden was heiliger ist, der Tempel oder die Bäume auf der Anlage :ugly: Gäbe es was vergleichbares hier, ich würde wahrscheinlich extra in die Nähe ziehen :whistling:

    From all the things I've lost, I miss my mind the most...


    hvars þú böl kannt kveðu þat bölvi at ok gefat þínum fjándum frið

  • Und hier würde ich sofort selber als Tempeldiener einziehen

    Extrem wichtig sind natürlich auch die Badewannen aus Gold :ugly:




    Ich könnte mich als Shinto immer nicht entscheiden was heiliger ist, der Tempel oder die Bäume auf der Anlage Gäbe es was vergleichbares hier, ich würde wahrscheinlich extra in die Nähe ziehen

    Eko-Haus in Düsseldorf. Ist allerdings buddhistisch :P


  • Also, dann lass ich meiner Fantasie mal freien Lauf und erhebe dabei keinen Anspruch auf Authentizität!


    der Tempel sollte auf jeden Fall in einem großen, weitgehend naturbelassenen Waldstück liegen.
    Es führt lediglich ein Trampelpfad hin. Er ist also ausschließlich zu Fuß zu erreichen.
    Der Tempel selbst liegt auf einer Lichtung in der sich eine Quelle befindet.
    Er ist aus Naturmaterialien gebaut, also z.B. aus Baumstämmen und hat ein reisiggedecktes Dach.
    Ein großes massives Tor verschließt ihn, das mit Schnitzereien verziert ist.
    Betritt man ihn so ist es zunächst dunkel. Erst nachdem sich die Augen an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnt haben, gewahrt man zahlreiche Pfahlgötter, also geschnitzte Götterfiguren zu beiden Seiten.
    Diese sollten meiner Meinung nach von der Machart her ganz bewusst einfach gehalten sein.
    Zwischen diesen Pfahlgöttern brennen in tönernen Schalen kleine Feuer, die den Raum schwach erhellen.
    Uber der Pforte und an den Wänden sind bannende magische Formeln in Runen geritzt, die diesen heiligen Ort schützen sollen.
    Schreitet man durch diese "Götterallee" dann gelangt man zum Hörg, einer Art "Altar" aus aufgeschichteten Natursteinen, der sich an der Stirnseite des Bauwerks befindet. Auch ein großer flacher Findling kann dafür benutzt werden.
    Auf diesem Hörg legt man seine Opfergaben nieder.


    Kopfkino zu Ende.
    So ähnlich würde ich meinen Idealtempel bauen wenn ich könnte.


    P.S. da waren einige mit dem Posten schneller als ich

  • Ich würde gar keinen unbedingt wollen. Mein Tempel ist der Wald. Einen heiligen Hain oder eine Stätte unter einem alten, ehrwürdigen Baum mit Pfahlgöttern und/oder einem Steinkreis dagegen könnte ich mir schon vorstellen.


    Ich erhebe aber keinen Anspruch auf Authentizität, ist meine persönliche Ansicht.
    Ich würde auch einen Tempel, wie auch immer er geartet wäre, betreten und da den Göttern Respekt erweisen, aber dennoch würde ich mich dazu im Freien am wohlsten fühlen.

    Sehe ich genauso :D
    Und wenn schon, dann wäre ich für eine solche Variante:



    4 Jahre, um eine Kirche von Bäumen zu wachsen - Dekorationen

    „Bäume predigen das Urgesetz des Lebens.“
    (Hermann Hesse, 1877-1962)


  • Die Kirchen sehen meiner Ansicht nach genau so aus, wie sie unsere Vorfahren auch für die Götter gebaut hätten.
    Kirchen sind doch Langhäuser mit Glockenturm.


    Fensterbilder hätte man bestimmt den Helden- und Götter-Mythen geweiht.
    Hinter dem Altar könnte Yggrasil empor ragen, statt einem Kreuz.


    Einige Tempel stünden möglicherweise genau dort, wo heutige Kirchen stehen. Letztere wurden ja regelmäßig auf unseren Heiligtümern gebaut. Es ist nicht auszuschließen, dass unsere Vorfahren dort irgendwann Tempel gebaut hätten.
    Ein Taufbecken hätts nicht gegeben- Dafür eventuell aber drei Brunnen.


    Eigentlich wäre doch vieles sehr ähnlich, wäre es anders gekommen und die Römer hätten die Christen brennen lassen, bevor sie sich wie ein Virus verbreiten konnten.
    Denn in fast allem Gemanisch-Christlichen ist heute Heidnisch-Christliches zu finden. Angefangen bei Windersonnwend, über Ostern bis hin zum Erntedank-Fest. Die Prozessionen enthalten offenkundigst heidnisches Gut und die Heiligen sind weitgehend mit heidnischen Göttern verlinkt.


    Es wäre also fast alles beim "Alten", oder übersehe ich da was?

  • Die Kirchen sehen meiner Ansicht nach genau so aus, wie sie unsere Vorfahren auch für die Götter gebaut hätten.
    Kirchen sind doch Langhäuser mit Glockenturm.

    Die romanischen Kirchen stammen von der römischen Basilika ab


    Basilika_(Bautyp)


    in der Gotik, mehr als 500 Jahre nach der Christianisierung, hat man dann angefangen statt der romanischen Rundbögen Spitzbögen zu bauen, wodurch die Kirchen weiter aufragten.


    Am nächsten an den germanischen heidnischen Tempeln dran sind wahrscheinlich die Stabkirchen in Skandinavien. Niemand kann da so genau sagen, ob die erst mit der Christianisierung als eigentümlicher nordischer Stil aufgekommen sind, oder ob man sich da an schon bestehenden heidnischen Sakralbauten orientiert hat.


    Stabkirche – Wikipedia

  • Ich würde gar keinen unbedingt wollen. Mein Tempel ist der Wald. Einen heiligen Hain oder eine Stätte unter einem alten, ehrwürdigen Baum mit Pfahlgöttern und/oder einem Steinkreis dagegen könnte ich mir schon vorstellen.


    Ich erhebe aber keinen Anspruch auf Authentizität, ist meine persönliche Ansicht.
    Ich würde auch einen Tempel, wie auch immer er geartet wäre, betreten und da den Göttern Respekt erweisen, aber dennoch würde ich mich dazu im Freien am wohlsten fühlen.

    Das unterschreib ich, wies da steht. :goodpost:

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Pah, ihr habt alle den Pool voller Opferblut un die Ecke für die Orgien vergessen. :P


    Ne, im Ernst ich bräuchte auch keinen. Draußen mit Steinkreis oder ein heiliger Hain währen völlig aussreichend.


    Aber Respekt an die, die Tempelhüter werden wollen, das Rumgeopfere des Rings weil da keine Regenbogenfahne an der Tür ist, dann die "Spuren" von Voenix' "Kuschelgruppe" beseitigen und dann sich vor Feierabend noch mit Geza rumschlagen. Kann nicht jeder.

  • Also ohne zugehöriges Moor zum Opfern spiele ich sowieso nicht mit!
    Wo will man das alles unterbringen wenn nicht unter freiem Himmel?

  • Ich würde das rund machen, ein rundes Gebäude in dem man den Lauf der Sonne und Mond beobachten und in Zeremonien einbeziehen kann. Platz für Götterdarstellungen (aus Stein) ringsrum und entsprechend je kleine Altäre, wo man sich auch an jeden Gott wenden und Opfern kann. Das Pantheon ist dafür wirklich eine schöne Vorlage. Aussen, einen großen Platz für auschweifende Feiern, Tanzen, Orgien und natürlich viel Feuer. Hmm...im Winter wirds kalt, also braucht man für die Orgien auch innen einen Platz. Ein Moor wäre auch ganz praktisch, irgendwo muss man ja den Müll und die Opfer-gaben versenken. Wald braucht man auch, würde ich aber für die Bestatungen der Toten verwenden, einen Waldfriedhof.

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)