Vom Zwang, "Gutes zu tun"

Schon gewusst…?

Bis heute weiß man nicht genau wovon sich das Wort Wikinger ableitet.
Die einen glauben, es geht auf „wig“ (Handelsplatz) zurück, andere meinen, dessen Ursprung in „vikingr“ (Seeräuber) zu erkennen.

  • Also ich brauche soziale Kontakte, dafür bin ich geboren. Klingt komisch, ist aber so :ugly:


    Wenn mir Kontakte nicht zusagen, gehe ich denen aus dem Weg. Ich muss nicht alle lieb haben und mich hat auch nicht jeder lieb. Klingt komisch, ist aber so :ugly:


    Hat nichts mit „Ich muss“ zu tun. Klingt auch komisch, ist aber auch so.

  • Alles gut, wie gesagt, vielleicht kommen wir da einfach auf keinen Nenner. Dann mag ich aber auch einfach nicht weiterdiskutieren :)


    Alles sauber zwischen uns.

  • @Ravena, das klingt keineswegs komisch. Einsamkeit macht mich krank.



    Mich wundert es immer. Man soll sich selbst sein. Aber wenn man nun einmal so geartet ist, dass man anderen gefallen möchte, dann soll man sich ändern.


    Wir leben nun einmal in einer Gemeinschaft. Wir müssen uns wohl oder übel ein wenig anpassen. Wenn einer so geartet ist, dass er eher zu Faulheit neigt und darüber seine Bude, seine Klamotten, seinen Körper verkümmern lässt, dann muss dieser sich nicht wundern, wenn er zum Beispiel keine Freundin abbekommt. Oder keinen Freund. Ist vielleicht ein Pillepalle-Beispiel, aber so funktioniert das nun einmal. Ohne Fleiß, kein Preis. Oder no pain, no gain, für wer es angelsächsisch bevorzugt.


    Lieber @Bernd, deine Aussage über das im Hier und Jetzt leben ist zwar sehr schön und durch und durch buddhistisch, doch insofern du nicht eine so offene Definition von „Heidentum” hantierst, dass du darunter alle nichtchristlichen Kulte und Strömungen verstehst, lässt sich diese Aussage nicht auf das Heidentum im engeren Sinne (= die vorchristlichen Stammes-, Polis- und Staatsreligionen Europas) übertragen. Gewiss gab es Verhaltensregeln und Moral bei den verschiedenen heidnischen Europäer*innen, doch diese wurden nach heutigem Wissensstand nicht kultisch/religiös begründet. Religiöse Vorschriften bezogen sich auf die Religion, und nur auf diese.

  • Gesellschaftlichen Druck, neudeutsch Mainstream, gibt es schon und man verspürt den auch mitunter recht deutlich.
    Nach dem Mainstream ist es gerade hip, Gutes zu tun, und die Individuen als Teil der Gesellschaft, die mit diesem Mainstream mitschwimmen, gehen mit recht hohem Missionierungseifer ans Werk.
    Ich selbst tue gern Gutes, aber ich möchte mir sicher sein, dass das Gute auch wirklich gut und nicht nur gut gemeint ist und dann auch ankommt. Daher lehne ich auch etliche "Gute Taten" ab, weil die Organisatoren sich daran eine goldene Nase verdienen, bzw. sich mit fremden Federn schmücken und dann feiern lassen.
    Diesbezüglich sind meine Antennen recht empfindlich eingestellt. ;)
    Dagegen kann es mich unglaublich freuen, jemandem selbst mit eigenen Opfern aus der Patsche geholfen zu haben und zu sehen, dass es ihm jetzt besser geht.
    Ich mache gern Menschen, die ich mag, eine Freude, manchmal auch völlig Unbekannten, wenn mir grad so ist.
    Manches, was als "Gutes tun" verklärt wird, ist für mich allerdings eine Selbstverständlichkeit, wie erste Hilfe, oder Hilfe, wenn ich danach gefragt werde. Ich kann aber ebenso nachvollziehen, dass nicht jeder jede Hilfe leisten kann.
    Vieles ist doch einfach nur soziale Interaktion. Manchmal kommt es mir vor, man solle, wenn man "Gutes" tat, herumgackern, wie eine Henne, die gerade ein Ei gelegt hat. :D

  • Ich glaube, das "Problem" besteht schlicht darin, dass alles Handeln nur noch nach seinem Wert, für sich selbst oder für einen vermeintlich höheren Zweck, der aber kein höherer Zweck ist, sondern nur ganz bestimmten Interessen dient, bewertet wird.
    Dinge, die eigentlich selbstlos wären / sein sollten, werden zum Selbstzweck. Und genau dieser Denke entziehen ich mich. Ich tue Dinge, sog. "Gutes", weil ich jemandem etwas Gutes tun will, jemand anderem.


    Liegt vielleicht daran, dass auch in meinem Leben "früher" vieles nur Selbstzweck war, Egoismu, das "Feigenblatt", um eigene Unzulänglichkeuiten, Makel, zu verstecken.


    Das brauche ich definitiv nie wieder in meinem Leben, das zerstört, erst alles um Dich, dann irgendwann auch Dich selbst. Und dazu, und das ist jetzt mal Egoistisch, bin ich mir zu schade und sind mir die Menschen und kleinen Dinge in meinem Leben zu wertvoll, als dass ich sie einem kranken Selbstzweck opfern wollte.


    Aber wir kommen vom Thema ab ^^

  • Kleiner Nachtrag: Im Endeffekt ist das doch das Selbe wie all der andere Irrsinn: Gendersprech, die sog. Pol. Korrekte Sprache, all das, wo sich einige wenige einen drauf klöppeln und anderen ihre zum Teil echt verquere Sicht aufs Auge drücken wollen. Nee, da bin ich raus.

  • Ich habe manchmal das Gefühl, dass aus unterschiedlichen Richtungen immer mehr Druck auf andere ausgeübt wird, "Gutes zu tun" - wobei "gut" hier jeweils im Ermessen der missionierenden Personen liegt und ganz unterschiedliche Formen annehmen kann: Blut spenden, Veganer sein, Selbstversorger werden, sich für wohltätige Zwecke engagieren...

    Das Problem ist doch nicht neu. Ego aufpolieren, zeigen das man wer ist. Nur kommt das meistens sehr arrogant und hochnäsig rüber.
    Schlimm wirds wenn man es mit aufdringlichen Angebern zu tun hat, die ohne rücksicht auf Verluste mit ihren "Heldentaten" prahlen und dabei vergessen das die Grenzen mit diesem prahlerischen Verhalten recht flott überschritten werden. Das Ganze endet ziemlich schnell in "Rufmord".
    Wie z. B. "Du willst wohl nicht das es anderen Menschen, Frauen, Kindern, Völkern gut geht". "Du willst wohl nicht das der Klimawandel, Umweltschutz, Impfpflicht, Krieg, Asylrecht, Völkerverständigung.....etc."
    Legt man seine eigenen Standpunkte dar, wird man recht flott und hochnäsig als Idiot, absolut Ahnungslos oder als gemeiner Egoist geoutet, was noch harmlos ist denn Begriffe wie Rassismus, Faschismus und rechtsradikal gibt es ja auch noch und natürlich will man das jede menge Menschen sterben müssen.
    Kurz, man wird von diesen Pseudogutmenschen einfach in eine Schublade gesteckt, gedankenlos, vorschnell und ziemlich reißerisch in eine Schublade gesteckt in die man nicht reingehört.
    Es entwickeln sich also in kürzester Zeit vollkommen unnötige Streitereien, die noch schneller eskalieren können und werden.
    Was also kann man dagegen tun ? :rolleyes: Wahrscheinlich gar nichts, denn die einzig wirkliche Lösung, die Regeln des Anstandes einzuhalten, daran werden sich nur sehr wenige Mitmenschen halten. Jedenfalls werden sich diejenigen, die sich recht lautstark einen Heiligenschein aufsetzen, an keine einzige Regel des guten Geschmacks halten.


    Es gibt da wohl nur eine einzige Möglichkeit, Leute kennen lernen, und wenn sie arrogante und hochnäsige Tendenzen an den Tag legen, recht schnell beleidigend werden sofort wieder Rausschmeißen. :blblbl: Wo eine Tür zugeht, da geht eine andere Tür auf.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

  • Da fällt mir der Spruch ein, den wir damals im Marketing gelernt hatten:


    "Tue gutes uns sprich darüber"


    Dabei ging es eigentlich um so Aktionen wie z.b. wenn die Sparkasse mal wieder einen übergroßen lächerlichen 500 Euro Scheck in die Kamera des örtlichen Klatschblattes drückt und mit übertriebenen Grinsen dem Leiter des Kindergartens übergibt. usw. Da geht es auch eher darum positiv im Gespräch zu bleiben.


    Ich denke mit dem derzeitigen Hype möchte man sich anderen gegenüber besser darstellen, Anerkennung erhaschen, über andere stellen, dazu gehören. Ich sehe das auch bei Fotoshootings wo sich die Models gegenseitig hochpushen wer jetzt der größere und bessere umweltbewusste Veganer ist. Total irre wenn man da zuhört, da sind welche dabei deren Ansichten sind so verdreht und verrückt, da haben die früher schon Leute wegen weniger Spinnerein in die Gummizelle gesteckt.


    Aber man sollte sich wie bei allen, erstmal seine eigene Meinung bilden. In der Herde nicht mit gesenkten Kopf blind immer dem Arsch des voraus folgen. Ruhig mal den Kopf heben, aus der Herde austreten und sich umsehen ob die Richtung des Schäfers wieder in den Stall oder doch ins Schlachthaus führt. Man muss nicht überall dabei sein, man muss auch nicht jedem gefallen und man soll sich auf gar keinen Fall verbiegen und selbst belügen der anderen wegen. Tue Gutes wenn du es für richtig hältst und lass es wenn du grad keinen Bock darauf hast.

  • Heil euch!

    Viele Leute verstehen z.B. nicht, das ich mich strikt weigere Organspender zu werden.

    Meiner Meinung nach, gehen wir so in die Totenwelt ein, wie wir gestorben sind und dann will ich in Helheim auf jedenfall meine Organe da wissen, wo sie hingehören- nämlich in meinem Körper!

    Mag egoistisch klingen, aber ich seh das auch nicht ein! Die Götter gaben mir diesen irdischen Leib und mit dem kann ich tun und lassen was ich für richtig halte!

    Mein Kumpel zumindest hat wohl inzwischen akzeptiert, das ich da so "bekloppte, religiöse Beweggründe" für hab. Seitdem nervt er mich auch nicht mehr mit dem Thema!

    Im übrigen will ich auch niemanden meine Bier-Leber und meine schwarze Raucherlunge zumuten! Sollen die sich ihre Ersatzteile doch woanders suchen!