Aktive Sterbehilfe?

Schon gewusst…?

Die Christianisierung Skandinaviens und Nordeuropas im 10. und 11. Jahrhundert erfolgte von oben und zumeist durch Zwang ("Schwertmission"). Sie diente vor allem der Festigung des Königtums. Die dänischen, norwegischen und schwedischen Könige versuchten – nicht immer erfolgreich – sich der Kirche zur Festigung der königlichen Zentralgewalt zu bedienen.

  • Ich werde immer auf die götter vertrauen und keine patientenverfügung machen aber das solte jeder für sich entscheiden .Aber meine erfahrungen sagen mir das ich da auf dem richtigen weg bin .

    Gehe deinen Weg,
    auch über Umwege,
    denn jeder Schritt ist es wert gegangen zu werden,
    den er bereichert deinen Schatz,
    der sich Erfahrung nennt.
    u.h. :thor:

  • Ich werde immer auf die götter vertrauen und keine patientenverfügung machen aber das solte jeder für sich entscheiden .Aber meine erfahrungen sagen mir das ich da auf dem richtigen weg bin .

    Gehe deinen Weg,
    auch über Umwege,
    denn jeder Schritt ist es wert gegangen zu werden,
    den er bereichert deinen Schatz,
    der sich Erfahrung nennt.
    u.h. :thor:

  • Heil euch,


    Ich glaub das Thema Sterbehilfe wurde hier schonmal diskutiert,
    aber ich würd trotzdem da nochmal n paar Gedanken loswerden
    Bewertung der Sterbehilfe im Hinblick eiens polytheistischen Menschenbildes


    Von jeher, wird das Leben, unabhängig vom Kulturkreis als das wertvollste Gut des Menschen überhaupt angesehen.
    Im Hinblick auf das Recht eines Menschen das Leben eines anderen zu beenden, und den die Verantwortung die damit einhergeht,
    führt das zur Diskussion der Frage, inwiefern der Mensch autonom handeln und bewerten kann.
    Ansätze dazu liefern abgesehen von den großen monotheistischen Weltreligionen, die Medizinethik und damit Verknüpft auch Ansätze, die von einem dualistischen Tod und einem Menschen ausgeht, dessen primäre Ziel die Selbsterhaltung ist, wobei er zum Wohl seines Umfeldes agiert.
    Gehen wir, wie es das Christentum lehrt, von einem Gott gegeben Leben aus, schließt das die Sterbehilfe von vorneherein aus.
    Aus medizinischer Sicht, wird dies mitgetragen , so untersagt der "Eid des Hippokrates" ausdrücklich jedes Handeln des Arztes was zum Schaden des Patienten führt.
    Problematisch wird diese Sichtweise des strikten Euthanasieverbots, sobald man sich vom christlichen Weltbild entfernt und sich einem anderen, polytheistischen Weltbild nähert,
    in dem der Tod wesentlich anders gehandhabt und bewertet wird. Parralel zur Entwicklung des Medizinethik, die sich nach der Entdeckund des Hirntodes , neu ausrichten musste,
    geht der Polytheist noch einen Schritt weiter. Im Zentrum steht der Mensch als biologisches Wesen, und sein Streben nach dem etwas abstrakten Begriffs des "Heils".
    Der Mensch ist Teil des Weltenheils, des Kreislaufs aus Schöpfung, Bewahrung und Zerstörung.So ist der Tod das Ende der Existenz, unwiederruflich und ohne ein Weiterleben einer wie auch immer gearteten Seele. Der Mensch ist absolut autonom, in allen Aspekten. Der Mensch ist gleichfalls den Göttern sterblich und fehlbar, ein Leitbild eines unfehlbaren, allwissenden Wesen wird abgelehnt. Als Konsequenz ist der Tod nichts was zu fürchten ist, wer stehts "das Beste aus seinem Leben gemacht hat", wer die Zeit nutzte wird sein Ende anders auffassen, zumal der Tod selbst in seiner Dualität die Grundlage für Neues schafft.Im Hinblick auf die Sterbehilfe heißt das konkret:
    Aus Konsequenz zum Menschenbild der absoluten Autonomität, ist ein Leben im Wachkoma unwürdig, seine natürliche Freiheit ist auf ein Minimum gezwungen.
    Damit wird in diesen Fällen die Sterbehilfe absolut legitim und ermöglicht dem Patienten einen Abschied in Würde. Bei der Problematik Depressiver mit Selbsttötungswunsch muss weiter ausgeholt werden.
    Inwiefern lässt sich ein Depressiver als Autonom bezeichnen?
    Wie auch jeder andere organische Vorgang
    Meiner Meinung lässt sich eine Depression nicht nur als Krankheit bezeichnen sondern vor allem als Behinderung geistiger Art.
    Seine subjektive Wahrheit hat den Bezug zur Realität verloren, nichtsdestotrotz ist es seine persönliche Wahrheit.
    Er ist autonom in seiner Wahrnehmung, in der seines Umfelds, keineswegs. Trotzdem ist er in der Lage , gemäß seinen Verhältnissen zu agieren:
    Wie es auch schon im Havamal (" Lied des Hohen", Spruchsammlung aus der Edda des Snorri Sturlosson) heißt es 70.


    "Der Hinkende reite, der Handlose hüte ;
    Der Taube taugt noch zur Tapferkeit.
    Blind sein ist besser als verbrannt werden: Der Tote nützt zu nichts mehr."


    Sofern diese geistige Krankheit zu einem Selbsttötungswunsch führt, ist es an seinem Umfeld ihn davor zu bewahren,
    seine eigene Handlungsfreiheit würde ihm schaden.
    In diesem Fall darf keinesfalls die Autonomie vor Gesundheit gehen, das wäre ein enormer Irrtum.



    Es zeigt sich, primär ein positivistisches , diesseitsfixiertes Gedankengebäude, das einige Aspekte der Bioethik wesentlich anders bewertet als die christliche, oder die konventionelle Bioethik.
    Dieses Bild findet allerdings seine Grenzen in der Diskussion der Frage inwiefern der Mensch in seiner Freiheit beschnitten werden darf, um ihn vor sich selbst zu schützen.


    (ethikerörterung)

  • Heil euch,


    Ich glaub das Thema Sterbehilfe wurde hier schonmal diskutiert,
    aber ich würd trotzdem da nochmal n paar Gedanken loswerden
    Bewertung der Sterbehilfe im Hinblick eiens polytheistischen Menschenbildes


    Von jeher, wird das Leben, unabhängig vom Kulturkreis als das wertvollste Gut des Menschen überhaupt angesehen.
    Im Hinblick auf das Recht eines Menschen das Leben eines anderen zu beenden, und den die Verantwortung die damit einhergeht,
    führt das zur Diskussion der Frage, inwiefern der Mensch autonom handeln und bewerten kann.
    Ansätze dazu liefern abgesehen von den großen monotheistischen Weltreligionen, die Medizinethik und damit Verknüpft auch Ansätze, die von einem dualistischen Tod und einem Menschen ausgeht, dessen primäre Ziel die Selbsterhaltung ist, wobei er zum Wohl seines Umfeldes agiert.
    Gehen wir, wie es das Christentum lehrt, von einem Gott gegeben Leben aus, schließt das die Sterbehilfe von vorneherein aus.
    Aus medizinischer Sicht, wird dies mitgetragen , so untersagt der "Eid des Hippokrates" ausdrücklich jedes Handeln des Arztes was zum Schaden des Patienten führt.
    Problematisch wird diese Sichtweise des strikten Euthanasieverbots, sobald man sich vom christlichen Weltbild entfernt und sich einem anderen, polytheistischen Weltbild nähert,
    in dem der Tod wesentlich anders gehandhabt und bewertet wird. Parralel zur Entwicklung des Medizinethik, die sich nach der Entdeckund des Hirntodes , neu ausrichten musste,
    geht der Polytheist noch einen Schritt weiter. Im Zentrum steht der Mensch als biologisches Wesen, und sein Streben nach dem etwas abstrakten Begriffs des "Heils".
    Der Mensch ist Teil des Weltenheils, des Kreislaufs aus Schöpfung, Bewahrung und Zerstörung.So ist der Tod das Ende der Existenz, unwiederruflich und ohne ein Weiterleben einer wie auch immer gearteten Seele. Der Mensch ist absolut autonom, in allen Aspekten. Der Mensch ist gleichfalls den Göttern sterblich und fehlbar, ein Leitbild eines unfehlbaren, allwissenden Wesen wird abgelehnt. Als Konsequenz ist der Tod nichts was zu fürchten ist, wer stehts "das Beste aus seinem Leben gemacht hat", wer die Zeit nutzte wird sein Ende anders auffassen, zumal der Tod selbst in seiner Dualität die Grundlage für Neues schafft.Im Hinblick auf die Sterbehilfe heißt das konkret:
    Aus Konsequenz zum Menschenbild der absoluten Autonomität, ist ein Leben im Wachkoma unwürdig, seine natürliche Freiheit ist auf ein Minimum gezwungen.
    Damit wird in diesen Fällen die Sterbehilfe absolut legitim und ermöglicht dem Patienten einen Abschied in Würde. Bei der Problematik Depressiver mit Selbsttötungswunsch muss weiter ausgeholt werden.
    Inwiefern lässt sich ein Depressiver als Autonom bezeichnen?
    Wie auch jeder andere organische Vorgang
    Meiner Meinung lässt sich eine Depression nicht nur als Krankheit bezeichnen sondern vor allem als Behinderung geistiger Art.
    Seine subjektive Wahrheit hat den Bezug zur Realität verloren, nichtsdestotrotz ist es seine persönliche Wahrheit.
    Er ist autonom in seiner Wahrnehmung, in der seines Umfelds, keineswegs. Trotzdem ist er in der Lage , gemäß seinen Verhältnissen zu agieren:
    Wie es auch schon im Havamal (" Lied des Hohen", Spruchsammlung aus der Edda des Snorri Sturlosson) heißt es 70.


    "Der Hinkende reite, der Handlose hüte ;
    Der Taube taugt noch zur Tapferkeit.
    Blind sein ist besser als verbrannt werden: Der Tote nützt zu nichts mehr."


    Sofern diese geistige Krankheit zu einem Selbsttötungswunsch führt, ist es an seinem Umfeld ihn davor zu bewahren,
    seine eigene Handlungsfreiheit würde ihm schaden.
    In diesem Fall darf keinesfalls die Autonomie vor Gesundheit gehen, das wäre ein enormer Irrtum.



    Es zeigt sich, primär ein positivistisches , diesseitsfixiertes Gedankengebäude, das einige Aspekte der Bioethik wesentlich anders bewertet als die christliche, oder die konventionelle Bioethik.
    Dieses Bild findet allerdings seine Grenzen in der Diskussion der Frage inwiefern der Mensch in seiner Freiheit beschnitten werden darf, um ihn vor sich selbst zu schützen.


    (ethikerörterung)

  • Nach meinem Praktikum im Altenheim Folgendes:
    Ich habe die Patienten gesehen, die nichts mehr können und nur sabbernde Fleischklumpen an Ernährungssonden sind. Das ist kein Leben, nur Qual.
    Ich werd definitiv eine Patientenverfügung abschließen.


    Der Wert eines Lebens sollte nicht gleich gehalten werden. Das heißt, ein Pflegefall, der nichts mehr kann, nur noch an Maschinen hängt, für den keine Hoffnung auf Besserung besteht - ist, verzeiht mir den Ausdruck, nicht mehr viel wert. Im Prinzip nur eine Geldvernichtungsanlage für nichts. So ein Fall kann eine Familie ruinieren.
    Außerdem heißt es doch so schön "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und nun frag ich mich, wo da noch Würde zu finden ist...

  • Nach meinem Praktikum im Altenheim Folgendes:
    Ich habe die Patienten gesehen, die nichts mehr können und nur sabbernde Fleischklumpen an Ernährungssonden sind. Das ist kein Leben, nur Qual.
    Ich werd definitiv eine Patientenverfügung abschließen.


    Der Wert eines Lebens sollte nicht gleich gehalten werden. Das heißt, ein Pflegefall, der nichts mehr kann, nur noch an Maschinen hängt, für den keine Hoffnung auf Besserung besteht - ist, verzeiht mir den Ausdruck, nicht mehr viel wert. Im Prinzip nur eine Geldvernichtungsanlage für nichts. So ein Fall kann eine Familie ruinieren.
    Außerdem heißt es doch so schön "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und nun frag ich mich, wo da noch Würde zu finden ist...

  • Der Wunsch nach einem natürlichem Leben beinhaltet
    für mich auch den Wunsch nach natürlichem sterben!
    Ich möchte meine Seele nicht künstlich in meinem materiellen
    Körper halten wenn sie weiter wandeln will !Ich denke aber
    auch das jeder die Freiheit haben soll nach philosophischen,ethischen
    religiösen oder sontigen Kriterien zu urteilen...Daher halte ich eine
    Patientenverfügung für absolut angebracht...Desweiterem denke ich
    das man bei diesem Thema absolut keine pauschale Antwort finden kann
    da die Fälle so unterschiedlich sein können ...

  • Der Wunsch nach einem natürlichem Leben beinhaltet
    für mich auch den Wunsch nach natürlichem sterben!
    Ich möchte meine Seele nicht künstlich in meinem materiellen
    Körper halten wenn sie weiter wandeln will !Ich denke aber
    auch das jeder die Freiheit haben soll nach philosophischen,ethischen
    religiösen oder sontigen Kriterien zu urteilen...Daher halte ich eine
    Patientenverfügung für absolut angebracht...Desweiterem denke ich
    das man bei diesem Thema absolut keine pauschale Antwort finden kann
    da die Fälle so unterschiedlich sein können ...

  • Ich würde auch für eine Patientenverfügung stimmen, wenn der Betroffene nur noch "vegetiert". Wenn er seine Meinung äußern kann, muss man danach handeln!
    Aber wenn er nur noch durch die Kraft von Lebens-erhaltenden Maschinen überleben kann, ist das kein Leben. Ich habe gelernt, dass jedes Leben besser ist als der Tod. Aber vegetieren ist einfach keine richtige Form des Lebens!


    Wenn aber die Hoffnung auf Besserung besteht, wäre ich der letzte, der für aktive Sterbehilfe stimmen würde!


    lg,
    Knoten

  • Ich würde auch für eine Patientenverfügung stimmen, wenn der Betroffene nur noch "vegetiert". Wenn er seine Meinung äußern kann, muss man danach handeln!
    Aber wenn er nur noch durch die Kraft von Lebens-erhaltenden Maschinen überleben kann, ist das kein Leben. Ich habe gelernt, dass jedes Leben besser ist als der Tod. Aber vegetieren ist einfach keine richtige Form des Lebens!


    Wenn aber die Hoffnung auf Besserung besteht, wäre ich der letzte, der für aktive Sterbehilfe stimmen würde!


    lg,
    Knoten

  • ach ja, wo fängt das leben an, wo hört es auf? darauf wird der mensch während seines Daseins in einer körperlichen Hülle nie eine richtige Antwort finden. Ich versuche mich danach zu richten, was mein Gefühl, was mein Glaube mir dazu sagt.Ich würde mich nie durch ein Gerät am Leben erhalten wollen, wenn meine Seele diese Welt in meinen Augen schon fast verlassen hat. Ich würde nur solange leben wollen wie ich mein eigener Herr sein kann. Aber woher soll man denn wissen, dass diese Menschen, die nur noch "vegetieren" wie hie gesagt wurde, sich nicht doch noch an ihr Leben klammern, mit einem Fuße vielleicht schon bei den Göttern stehend, und jeden Atemzug genießen, bei dem sie noch einmal die herrliche Luft unserer Welt einatmen?
    Eine schwierige Frage, ich finde hier ist persönliche Empfindung gefragt.Ein weiterer Aspekt ist die Struktur unserer Gesellschaft. Wenn ich als alter Mensch als "Ballast" angesehen und in irgendein Altersheim abgeschoben werde, stelle ich mir den Lebensabend weniger wünschenswert vor als im Kreis meiner Familie, wo man noch von dem frischen Leben umgeben ist, dass einem nachfolgt und nicht nur von lauter Alter und Tod. So würde ich auch noch in sich anbahnender geistiger Umnachtung leben(!) wollen.
    liebe grüße

  • ach ja, wo fängt das leben an, wo hört es auf? darauf wird der mensch während seines Daseins in einer körperlichen Hülle nie eine richtige Antwort finden. Ich versuche mich danach zu richten, was mein Gefühl, was mein Glaube mir dazu sagt.Ich würde mich nie durch ein Gerät am Leben erhalten wollen, wenn meine Seele diese Welt in meinen Augen schon fast verlassen hat. Ich würde nur solange leben wollen wie ich mein eigener Herr sein kann. Aber woher soll man denn wissen, dass diese Menschen, die nur noch "vegetieren" wie hie gesagt wurde, sich nicht doch noch an ihr Leben klammern, mit einem Fuße vielleicht schon bei den Göttern stehend, und jeden Atemzug genießen, bei dem sie noch einmal die herrliche Luft unserer Welt einatmen?
    Eine schwierige Frage, ich finde hier ist persönliche Empfindung gefragt.Ein weiterer Aspekt ist die Struktur unserer Gesellschaft. Wenn ich als alter Mensch als "Ballast" angesehen und in irgendein Altersheim abgeschoben werde, stelle ich mir den Lebensabend weniger wünschenswert vor als im Kreis meiner Familie, wo man noch von dem frischen Leben umgeben ist, dass einem nachfolgt und nicht nur von lauter Alter und Tod. So würde ich auch noch in sich anbahnender geistiger Umnachtung leben(!) wollen.
    liebe grüße

  • Ich kenne mehrere Menschen, die bereits die fünfte oder gar achte Chemo hinter sich haben, und obwohl sie (wie zunehmend auch ich...) an der Wirksamkeit der Chemotherapie an sich (ver-)zweifeln, hängen sie verdammt an ihrem Leben, würden gerne noch so einiges tun und geben sich NICHT geschlagen trotz gewaltiger Qualen.


    Ich halte viel von diesen meinen Freunden.
    Mag sein, dass sie keine Chance haben.
    Aber sie kämpfen, trotz Schmerz, trotz Qualen, sie kennen das Leben seit Jahren nur als körperliche Folter.


    Sie fragen nicht nach einem Schalter und bitten nicht darum, ihn zu bedienen, falls es soweit sein sollte, dass sie es nicht mehr aushalten.
    Sind es denn besondere Ausnahmen?
    Ich weiß es nicht. Niemand, der nicht betroffen ist, kann so etwas beurteilen. Ich sehe aber gerade bei vielen Krebskranken, die ich persönlich kenne, einen wesentlich höheren Überlebenswillen als bei so manchen nicht körperlich Kranken Mitmenschen, die an ihrer eigenen Psyche leiden und am liebsten nicht existierten.


    Nur mal so zum Nachdenken...


    Gruß vom Alten Brockmann, der Klischees verabscheut.

  • Ich kenne mehrere Menschen, die bereits die fünfte oder gar achte Chemo hinter sich haben, und obwohl sie (wie zunehmend auch ich...) an der Wirksamkeit der Chemotherapie an sich (ver-)zweifeln, hängen sie verdammt an ihrem Leben, würden gerne noch so einiges tun und geben sich NICHT geschlagen trotz gewaltiger Qualen.


    Ich halte viel von diesen meinen Freunden.
    Mag sein, dass sie keine Chance haben.
    Aber sie kämpfen, trotz Schmerz, trotz Qualen, sie kennen das Leben seit Jahren nur als körperliche Folter.


    Sie fragen nicht nach einem Schalter und bitten nicht darum, ihn zu bedienen, falls es soweit sein sollte, dass sie es nicht mehr aushalten.
    Sind es denn besondere Ausnahmen?
    Ich weiß es nicht. Niemand, der nicht betroffen ist, kann so etwas beurteilen. Ich sehe aber gerade bei vielen Krebskranken, die ich persönlich kenne, einen wesentlich höheren Überlebenswillen als bei so manchen nicht körperlich Kranken Mitmenschen, die an ihrer eigenen Psyche leiden und am liebsten nicht existierten.


    Nur mal so zum Nachdenken...


    Gruß vom Alten Brockmann, der Klischees verabscheut.

  • Brockmann, welche Klischees meinst du hier?
    Natürlich, solche Fälle existieren und sie sind bei Bewusstsein und können ihre Meinung noch frei äußern, da spricht nichts gegen ihr Leben, aber (und das haben wir oben ziemlich deutlich gesagt), wie ist das bei Menschen, die nicht mehr bei Bewusstsein sind und nur noch auf den Tod warten?

  • Brockmann, welche Klischees meinst du hier?
    Natürlich, solche Fälle existieren und sie sind bei Bewusstsein und können ihre Meinung noch frei äußern, da spricht nichts gegen ihr Leben, aber (und das haben wir oben ziemlich deutlich gesagt), wie ist das bei Menschen, die nicht mehr bei Bewusstsein sind und nur noch auf den Tod warten?

  • "würdet Ihr den Stecker ziehen,wenn Euchjemand darum bittet?"


    Ja,würde ich! Ich würde sicher niemandem,der nach meinem Wissen,depresiv ist,dabei helfen,oder Ratschläge geben,wie man sich am schnellsten von dieser Welt schafft,aber jemandem,dessen Leben nur noch von Maschinen bestimmt wird und aus Qualen besteht,den würde ich auf verlangen erlösen.


    Mfg Jörg

  • "würdet Ihr den Stecker ziehen,wenn Euchjemand darum bittet?"


    Ja,würde ich! Ich würde sicher niemandem,der nach meinem Wissen,depresiv ist,dabei helfen,oder Ratschläge geben,wie man sich am schnellsten von dieser Welt schafft,aber jemandem,dessen Leben nur noch von Maschinen bestimmt wird und aus Qualen besteht,den würde ich auf verlangen erlösen.


    Mfg Jörg