Allergisch gegen die Natur?

Schon gewusst…?

Die Dächer ihrer Häuser deckten die Wikinger für eine effektive Wärmedämmung mit Grassoden.
Im Inneren des Hauses brannte immer ein offenes Feuer. Rundherum bauten die Wikinger Bänke, die Schlaf- und Sitzplätze für die gesamte Familie boten.

  • zumindest ist jetzt auf Arbeit aufgefallen,das Veganer schlechter auf unsere Medikamente reagieren...

    Bei Medikementen,die gegen Brechreiz wirken sollen kriegt die Patientin Krämpfe...

    Schmerz-Medis schlagen nicht ausreichend an.....

    Ist schon doof!

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Ja das ist aus Studien bekannt Die anzahl der Synapsen im Gehirn ist auch geringer. Weil gewisse Protein Verbindungen die im Wachstumsalter das Ausbilden des Gehirns unterstützen Fehlen.

  • Vertragen wir die alten Heikräuter noch oder sind wir schon zu weit von der Natur entfernt?
    Zunehmend habe ich diesen Eindruck...
    Oder hat uns die Apothekenlobby so weit im Griff das wir nur noch mißtrauisch die Natur beäugen?
    Bei manchen Leuten habe ich gegen solche Vorurteile zu kämpfen.....

    Nein weil wir in der Babyphase und in der Jugendphase sie nicht mehr mit Stoffen aus der Natur zusammen kommen wie zu meiner Wachstumsphase vor 54 Jahren wo sich der Körper daran gewöhnt hat. Da her nehmen auch die Allergien zu weil der Körper die Stoffe nicht kennt und sich dagegen wehrt.

  • zumindest ist jetzt auf Arbeit aufgefallen,das Veganer schlechter auf unsere Medikamente reagieren...

    Bei Medikementen,die gegen Brechreiz wirken sollen kriegt die Patientin Krämpfe...

    Schmerz-Medis schlagen nicht ausreichend an.....

    Ist schon doof!

    Doof ist es eher dem Körper tierische Produkte vor zu enthalten. Der Mensch ist nunmal Mischköstler....


    Ich persönlich bin ja Landei, kenne von Großtantewegen noch den Nutzen einiger Pflanzen die von Narren "Unkraut" genannt werden. Bei Magenproblemen nehme ich Tröpfchen auf Kräuterbasis, Bachblüten haben bei der Führerscheinprüfung geholfen.


    Würde zu Hause gern öfters sammeln aber die "Naturschützer" auf den Traktoren sprühen mir zu viel.

  • Darum kann vegane Ernährung Kindern schaden

    Die erste vegane Kita hat eröffnet, die nächste soll bald folgen. Aber: Wer sein Kind unbedingt vegan ernähren will, sollte extrem aufpassen.

    9. November 2018

    Immer mehr Menschen ernähren sich und ihre Kinder vegan – ist das ein Problem? Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf alle tierischen Produkte: Kein Fleisch, kein Fisch, aber auch keine Milchprodukte und Eier. Die meisten Veganer wollen dadurch vor allem Tiere und Umwelt schützen. Viele sind zusätzlich überzeugt, dass eine vegane Ernährung gesünder ist. Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland ernähren sich laut Umfragen derzeit vegan – und es werden mehr. Wer vegan lebt und Kinder hat, überträgt seine Ernährungsgewohnheiten gern auch auf die eigenen Sprösslinge. Kürzlich hat in Frankfurt die erste vegane Kita eröffnet Darum müssen wir drüber sprechen: Eine vegane Ernährung kann die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen Klar ist: Wer komplett auf tierische Lebensmittel verzichtet, der verzichtet auch auf jede Menge Nährstoffe – die teils nur in diesen Produkten stecken. Das erhöht das Risiko für eine Mangelernährung. “Grundsätzlich sind die Risiken für eine unzureichende Nährstoffversorgung umso größer, je stärker Lebensmittelgruppen aus der Ernährung ausgeschlossen werden”, schreibt ein Autorenteam der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) in einer kürzlich veröffentlichten Stellungnahme. Die Gesellschaft empfiehlt eine ausgewogene omnivore Ernährung – mit reichlich pflanzlichen Lebensmitteln und mäßigem Verzehr von Fleisch, Meeresfisch und Milchprodukten. Der Nährstoffbedarf könne so am einfachsten gedeckt werden. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) positioniert sich gegen eine vegane Ernährung bestimmter Gruppen: “Für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche wird eine vegane Ernährung von der DGE nicht empfohlen.” Es sei bei einer rein pflanzlichen Ernährung nur schwer möglich, eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen sicherzustellen. Die DGE schreibt auch, was genau vegan ernährten Kindern leichter fehlen kann: Möglich sei eine Unterversorgung mit Energie, Proteinen, Eisen, Kalzium, Jod, Zink, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B12 (Cobalamin) und Vitamin D – auch die Zufuhr langkettiger n-3-Fettsäuren ist geringer. Insbesondere für Kinder und Schwangere sind diese Nährstoffe aber wichtig. Vor allem das Vitamin B12 können Veganer nur über Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen – es ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorhanden. Das Vitamin ist wichtig für Zellteilung, Blutbildung und die Funktion von Nerven. “Rund die Hälfte der Kinder mit Vitamin-B12-Mangel behält lebenslange neurologische Schäden zurück”, sagt Berthold Koletzko von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Der Mediziner hatte schon selbst mit solchen Fällen zu tun. Aber: Es fehlen große, aussagekräftige Studien – und auch nicht-vegane Ernährung kann ein Risiko sein. Dass eine vegane Ernährung für Kinder Probleme bereiten kann, darauf weisen auch vereinzelte Studien hin. Meist wird von Wachstumsverzögerung und Nährstoffmangel berichtet. Auch eine aktuelle Studie aus Deutschland stützt diese Ergebnisse. Die vorläufigen Resultate der Forscher: Zehn Prozent der vegan und sechs Prozent der vegetarisch ernährten Kinder, die untersucht wurden, sind zu klein für ihr Alter. Das Problem: Die bekannten Studien geben zwar Hinweise darauf, was bei einer falschen veganen Ernährung passieren kann, sie sind aber oft klein und alt – und sagen so über die aktuelle Situation in Deutschland wenig aus. Auch die neue Studie aus Deutschland ist nur bedingt aussagekräftig. Sie zeigt zwar, dass die untersuchten veganen Kinder häufiger wachstumsverzögert sind – aber nicht, ob die vegane Ernährung auch tatsächlich die Ursache dafür ist: “Es kann passieren, dass ein vegan ernährtes Kind kleiner ist als andere Kinder im gleichen Alter”, sagt Ute Alexy, die an der Untersuchung beteiligt war. “Wir können aber noch nicht sagen, woran das liegt und welche Auswirkungen es haben kann. Dafür fehlen uns noch zu viele Informationen.” So könnte die kleinere Körpergröße ebenso mit der Größe der Eltern zusammenhängen, oder damit, dass das Kind länger gestillt und zu wenig zugefüttert wurde – diese Gründe hatten sich in einigen der früheren Studien als Ursache gezeigt. Mit den derzeitigen Daten lasse sich das nicht ausschließen. “Wir erhoffen uns in einer größeren Folgestudie Antworten darauf”, sagt Alexy. In Auftrag gegeben ist sie bereits, 2020 sollen die ersten Ergebnisse vorliegen. Studien zur Ernährung sind jedoch allgemein oft schwierig: Oft müssen die Teilnehmer – oder deren Eltern – selbst dokumentieren, was sie gegessen haben. Dabei kann es leicht zu Ungenauigkeiten kommen und jetzt? Nahrungsergänzungsmittel sind für Veganer ein Muss Wer sein Kind vegan ernährt, sollte unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen und regelmäßig prüfen lassen, ob das Kind Mangelerscheinungen entwickelt. Grundsätzlich sind die Risiken dafür umso größer, je stärker Lebensmittelgruppen aus der Ernährung ausgeschlossen werden. Mag ein Kind beispielsweise keine Hülsenfrüchte, erhöht sich das Risiko weiter. Klar ist: Eine vegane Ernährung führt ohne die konsequente Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sicher zu einem Mangel an Vitamin B12. Besondere Beachtung solle zudem die Zufuhr an Eisen, Zink, Jod, DHA, Kalzium und Proteinen erhalten, schreibt die DGKJ. Nur so lasse sich das Risiko für ernste klinische Folgen wie Wachstumsstörungen, Anämien oder neurologische Schädigungen senken. Vor Nahrungsergänzungsmitteln sollte man keine Scheu haben, sagt Kinderarzt Koletzko: Die zugeführten Vitamine seien genau das, was wir auch über die Nahrung aufnehmen – nur eben synthetisch hergestellt. In einem Beratungsgespräch ließen sich solche Dinge ausführlich erklären und das Risiko für vegan ernährte Kinder so auf ein Minimum reduzieren. “Es bringt nichts, dogmatisch darauf zu beharren, dass vegane Ernährung ungesund sei, darum geht es gar nicht”, sagt Ute Alexy. Es werde immer Eltern geben, die ihre Kinder vegan ernähren wollen. Wichtig sei es, sie dabei zu beraten. Denn richtig umgesetzt, kann auch eine vegane Ernährung Kindern eine normale Entwicklung ermöglichen.

    Quellenangaben zum Artikel: Unsere Quellen

    Ernährungswissenschaftlerin Ute Alexy von der Uni Bonn

    Kinderarzt Berthold Koletzko von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin

    Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zum Thema”Vegetarische Kostformen im Kindes- und Jugendalter”

    Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zum Thema “Vegane Ernährung”

    Umfrage zur Zahl der Veganer in Deutschland

    Fallstudie aus den Achtzigerjahren zu vegan ernährten Kindern: Pediatrics: Shinwell/Gorodischer, 1982

    Studie zu Übergewicht vom Robert-Koch-Institut

    Übersichtstudie zu veganer Ernährung:Nutrition and Health: Hackett et al., 1998

    Aktuelle Untersuchung aus Deutschland

    Genauso gibt es Studien aus der Schweiz.

  • Wikinger Das ist keine Studie, aber ein guter Artikel. Dort steht jedoch: “Es bringt nichts, dogmatisch darauf zu beharren, dass vegane Ernährung ungesund sei, darum geht es gar nicht” "Wichtig sei es, sie dabei zu beraten."


    Dort steht also: Vegane Ernaehrung ist nicht schaedlich, sofern man auf alle Vitamine achtet. Auch als Mischkostler weiß man, staendig Chip zu essen, koennte nicht gerade gut fuer die Gesundheit sein... Außerdem gibt es nicht genuegend Informationen, zu sagen: "Vegan ist kacke!"


    P.S.: Woher kopiert?

  • Pro Vegan

    Schockierend für Vegetarier – Studie: Gesundheitstatus von Vegetariern sehr schlecht

    Vegetarier haben häufiger Krebs und mehr Herzinfarkte, leiden wesentlich öfter an Allergien und zeigen mehr psychische Störungen als Fleischesser. Darüber hinaus ist die Lebensqualität der Vegetarier niedriger und sie benötigen mehr Leistungen des Gesundheitssystems. Das ergab eine aktuelle Studie der Medizinischen Universität Graz, die Sie hier finden:http://www.plosone.org/article…088278&representation=PDF Dies mag zwar einige gesundheitsbewusste Vegetarier schockieren, weil ihnen von Vegetarierorganisationen immer etwas anderes erzählt wurde, aber es verwundert den Arzt und Ernährungsexperten keinesfalls. Denn es wäre absurd, wenn eine Ernährung auf der Basis der mit Abstand gesundheitsschädlichsten Nahrungsmitteln (Milch und Milchprodukte) die Gesundheit fördern würde. Zwar gibt es auch Studien, die eine etwas bessere Gesundheit der Vegetarier zeigen, aber dann ist dies durch einen gesünderen Lebensstil der untersuchten Vegetarier bedingt, aber nicht durch deren Ernährung. In Milch und Milchprodukten sind schon von Natur aus (also auch in Biomilch) extrem gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, wie zum Beispiel Tierprotein, Sexualhormone, Wachstumshormone, gesättigte Fette und Cholesterin. Das sind alles hochwirksame Substanzen, die ein Kälbchen innerhalb kürzester Zeit wachsen lassen, aber beim Menschen zu verheerenden Erkrankungen führen können. Dies können Sie in der China Study von Prof. Dr. Campbell und anderen wissenschaftlichen Publikationen nachlesen, die Sie auch auf der ProVegan-Website finden. Darüber hinaus sind Milch und Milchprodukte laut wiederholten Untersuchungen des Schweizer Bundesamts für Gesundheit (BAG) und anderer Wissenschaftler die mit Abstand am höchsten mit Umweltgiften (Dioxine, PCPs) belasteten Nahrungsmittel. Daher ist nicht zu erwarten, dass eine Ernährung mit schädlichen Milchprodukten zu einer guten Gesundheit führt. Ganz im Gegenteil sind Milch und Milchprodukte der sicherste Weg zu chronischen Erkrankungen, Leid und Siechtum. Die Belege für diese gesundheitlichen Gefährdungen durch Milch und Milchprodukte in der seriösen wissenschaftlichen Literatur sind erdrückend. Auf der ProVegan-Website können Sie dies alles nachlesen: https://www.provegan.info/de/s…itlichen-schaedigungen-d/

    https://www.provegan.info/de/studien/studien-milch/

    https://www.provegan.info/de/infothek/milch/

  • Was dem Thema überhaupt nicht hilft.

    Es ging darum,ob alte Heilpflanzen dem heutigen Menschen noch helfen können..

    Mittlerweile-durch meine Weiterbildung stellt sich herraus,das eine Europäische Kommision dafür zuständig ist,welche Heilpflanzen noch zugelassen sind und welche nicht.

    Finde ich sch........de!

    Vor allem...Franzosen essen ja das gleiche wie Polen,wie eingewanderte Philippines,wie Chinesen.......

    Gerade Corona hat gezeigt,wie wichtig auch der Stoffwechsel bei Erkrankungen ist.

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Gibt es eigentlich noch Aufzeichnungen über die Wirkung von Kräutern aus alter Zeit? Und konnte die Wirksamkeit der Wirkstoffe mit modernen Methoden nachgewiesen werden und wo findet man solche Informationen?


    Ich denke, die Gesellschaft hat sich die letzten 100 Jahre zu stark auf künstliche Medikamente verlassen und viel Wissen über die Natur verloren. Es gibt Situationen, da muss es einfach ein chemischer Hammer sein aber Kleinigkeiten könnte man genauso mit natürlichen pflanzlichen Wirkstoffen oder deren Extrakten behandeln. Schade ist, dass die Allgemeinheit nicht mehr die Wahl hat es sei den der Einzelne befasst sich intensiv mit dem Thema und wer hat heut zu tage noch Zeit dazu?

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)

  • Dieses Wissen ist sogar oft wissenschaftlich belegt, auch gibt es Bücher und Schulungen wo man es erlangen kann.


    Im Rahmen meiner Reha habe ich am Wochenende an Wanderungen und Vorträgen teilgenommen die oft mit Kräutern zu tun hatten.


    Die Führer und Experten haben aber klipp und klar gesagt das dieses Wissen mit langen Stunden von Lesen, lernen und Aufenthalten in der Natur verbunden sind. Dazu muss man den Willen haben, dazu muss man bereit sein.


    Und da kommt natürlich die menschliche Natur in die Quere. Viele haben darauf keine Lust und greifen dann natürlich eher zur Pille.


    Ein anderes Problem ist das Umfeld. Ein Berliner oder Pöttler hat keinen Zugang zu Wäldern und Wildwiesen, auch viele Landeier nicht mehr, denn eine Wildwiese hat in der Agrarindustrie keinen Platz.

  • Es gibt verschiedene Kräutersud die auch MSR bekämpfen zu 99,9 % diese sind aus dem Frühen Mittelalter. Einige sind aus England, Irland, Deutschland.

    Ist in Latein Druiden die den Christlichen Glauben angenommen haben. Einige Pharma Firmen versuchen Wirkstoffe in den Pflanzen Zustandsart-dieseren.

    Das ist was in Moment in meinen Grauen Zellen noch vorhanden ist. Aber solche Kräutersud hatte eigentlich jedes Land Damals.

  • Das aelteste, mir bekannte, geschlossene Werk zu Kraeutern stammt von Hildegard von Bingen, aber ich beschaeftige mich auch nicht ganz so intensiv damit.


    Fuer Stadtmenschen gibt es ja mittlerweile auch Praeperate, dazu ist nicht unbedingt die reine Pflanze noetig.


    Wikinger

  • Rezeptur aus dem Mittelalter tötet Superbakterien

    Wirkt eine mittelalterliche Augensalbe wie ein Antibiotikum? Eine Historikerin und Mikrobiologen haben sich zu einer ungewöhnlichen Allianz zusammengeschlossen, um die Wirkung an gefährlichen Supererregern zu testen. Von Angelika Franz 10.04.2015, 11.24 Uhr

    Man nehme Knoblauch und Zwiebeln und gebe diese mit Wein und Ochsengalle in einen Kessel aus Messing, lasse die Mixtur neun Tage lang ruhen und filtere das Gebräu am Ende durch ein Tuch. Fertig ist die Salbe. Am Abend mit einer Feder aufgestrichen, soll sie bei Augenentzündungen helfen. So steht es in Bald's Leechbook, einer altenglischen medizinischen Handschrift aus dem 10. Jahrhundert. Doch vielleicht steckt noch viel mehr in dieser angelsächsischen Rezeptur, berichtet Christina Lee, Professorin für angelsächsische und Wikinger-Studien an der University of Nottingham. Erste Tests ließen vermuten, dass die mittelalterliche Salbe multiresistente Staphylococcus aureus (MRSA) abtötet - jene Bakterienstämme, gegen die beinah sämtliche verfügbaren Antibiotika wirkungslos sind. Weitere Untersuchungen an Mäusen an der US-amerikanischen Texas Tech University verliefen ebenfalls vielversprechend: "Dieses antike Mittel funktionierte genauso gut, wenn nicht sogar besser, als herkömmliche Antibiotika", berichten die Mikrobiologen. Die Ergebnisse stellten sie auf der Jahreskonferenz der Society for General Microbiology in Birmingham vor. Ein Forschungsantrag für Folgestudien ist bereits gestellt. Überraschung aus dem Kuperkessel. Es begann damit, dass Historikerin Lee sich mit ihren Kollegen, den Mikrobiologen Freya Harrison und Steve Diggle, unterhielt. Diggle hatte von dieser Augensalbe gehört und fragte sich: Wie wirksam könnte dieses Zeug wohl sein? "Das Problem ist, dass die angelsächsischen Rezepte keine Mengenangaben enthalten", erzählt Lee. "Wir mussten also schätzen." Die Forscher stellten sich an die Kochtöpfe und brauten vier separate Versuchsmixturen mit jeweils frischen Zutaten. Zusätzlich kochten sie zum Vergleich eine Variante ohne Gemüse. Für den Test züchteten sie das Bakterium Staphylococcus aureus in Petrischalen - und behandelten auch Mäuse mit infizierten Wunden. Setzten sie die Bakterien nur einzelnen Zutaten aus - also Knoblauch, Zwiebeln, Wein oder Ochsengalle allein - passierte nichts. Erst wenn die im Messingkessel aufgekochte Mischung aufgetragen wurde, ließen sich die Staphylococcus-Populationen fast komplett auslöschen. Nur etwa eines von tausend Bakterien soll die Behandlung überlebt haben. Wirkung nur in der Petrischale?

    Selbst verdünnt half die altenglische Knoblauch-Lösung. Dann reichte die Wirkung zwar nicht mehr aus, um die Bakterien zu töten. Aber sie störte die Kommunikation zwischen ihnen und verhinderte so, dass die Infektion sich weiter ausbreiten konnte. Das erstaunte die Mikrobiologen. In einer Pressemitteilung der Universität gibt Studienleiterin Harrison zu: "Wir waren absolut überrascht, wie effektiv diese Wirkstoffkombination ist." Vor Beginn ihrer Tests hatten sie zwar die Hoffnung, dass das Gemisch einen Effekt hat, denn Kupfer und Gallensalze können bekanntermaßen Bakterien abtöten. Und die antibakterielle Wirkung von Knoblauchgewächsen ist mindestens schon seit der Antike bekannt. Was die Professorinnen dann aber beobachteten, übertraf ihre Erwartungen bei Weitem. Ob damit aber tatsächlich ein Wundermittel gegen die gefährlichen Krankenhauskeime gefunden ist, muss sich erst noch zeigen. "Ob so etwas in einer Petrischale funktioniert oder im menschlichen Körper, das sind zwei sehr unterschiedliche Sachen", mahnt Marc Stadler vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung. "Die einzelnen Zutaten sind ja schon lange bekannte Breitbandspektrum-Antibiotika", sagt er. Aber sie wirkten zum Teil auch unspezifisch, und die seit Jahrzehnten bekannten antibiotisch aktiven Inhaltstoffe von Knoblauch und Zwiebeln seien eben nicht besonders stabil. Daraus ein haltbares Arzneimittel herzustellen, das dann noch die klinische Prüfung besteht, ist laut Stadler "gar nicht so einfach".

    Bald's Leechbook

    So man muss nur suchen das gilt für alle Bereiche.