Welche Edda-Übersetzung soll ich wählen? Ein Vergleich.

Schon gewusst…?

Allsherjargode (Allsherjargoði) ist eine isländischer Titel. Das es diesen Titel im germanischen Glauben außerhalb Islands gab, ist sehr unwahrscheinlich und nicht belegt.

  • Da ich in letzter Zeit viele Gäste in Themen über die Wahl der Edda-Übersetzung gesehen habe, es dazu aber x Themen mit ein paar Fetzen gibt, dachte ich mir, dass ich einfach mal einen Thread eröffne, in den Passagen der jeweiligen Übersetzungen rein gesetzt werden können, damit man sie ganz einfach vergleichen kann. Ich habe 6 Übersetzungen von denen ich jeweils die selbe Stelle der Völuspa unten einstelle (Strophenzählung kann variieren). Falls jemand noch andere Übersetzungen kennt (vielleicht auch englische) wäre es natürlich sinnvoll die selbe Stelle hier einzustellen, damit man adäquat vergleichen kann. So kann dann jeder selbst entscheiden welche Übersetzung ihm am besten liegt. Ich stelle den Thread mal unter Anfängerfragen, wenn es einen besseren Platz gibt ( wo ihn "Neulinge" besser sehen) kann er gerne verschoben werden.
    Die Übersetzungen sind chronologisch geordnet


    Völuspa: Widar vs Fenrir, Thor vs Jörmungand, Verdunkelung des Himmels, Garm (sofern vorhanden)


    Karl Simrock (1802-1876):



    Wilhelm Jordan (1819-1904):



    Hugo Gering (1847-1925):



    Felix Genzmer (1878-1959):



    Arthur Häny (1924-2019) :



    Arnulf Krause (*1955):

  • Moin.


    Hier zur Ergänzung nochmal der altisländische Originaltext:

  • Heißt? Oder warte mal...ich werde das einfach ins Runische übersetzen.

    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuerlichtes Quell?"

  • Na ja eigentlich meinte ich damit, zur Erklärung, dass ich diesen Text mit Runen austauschen will.

    Also die jetzigen Buchstaben "einfach nur" durch Runen ersetzten.

    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuerlichtes Quell?"

  • Weil...Wikingertum, weil ich Runen mag, und ich könnte mich dadurch auch an die Runen besser gewöhnen.

    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuerlichtes Quell?"

  • Okay....gut dann mache ich das.

    "Wenn das Feuer ohne Dunkelheit nicht leuchten kann, ist dann die Dunkelheit des Feuerlichtes Quell?"

  • Ich schwöre auch schon seit Jahren auf die Edda Übersetzung von Arnulf Krause.

    Weniger Poetisch als die Simek Übersetzung aber gefühlt näher am ursprünglichen Wortlaut.

    Wenn das Thema sowieso beiläufig aufkommt, dann frage ich doch nochmal nach.


    Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass für mich das Hávamál interessanter ist, als der restliche Eddainhalt. In meiner Ausgabe (Genzmer, Diederichs Verlag 2006) ist das allerdings in mehrere Kapitel zerlegt, zwischen die beispielsweise auch die Heidreksrätsel gesetzt wurden. Sprich die Strophen laufen bis 165 fort, sondern beginnen immer wieder bei 1 und werden zeitweise von fremden Texten durchbrochen.


    Ich würde daher gerne Wissen, ob jemand eine Übersetzung empfehlen kann, in der, wie im Codex Regius, das gesamte Hávamál möglichst Wortgetreu als Einzeltext steht.

    Mittlerweile liebäugle ich schon mit der Taschenbuch-Version von "Hávamál - So sprachen die Wikinger" , kennt das jemand?

    Die Taschenbuchversion von Carrie Overton in der Übersetzung von Karl Simrock scheint zumindest qualitativ für den Sack zu sein.


    Bin für jede Empfehlung dankbar!

  • Bei allen Übersetzungen außer bei Genzmer ist das Havamal in durchgehenden Strophen nummeriert. ^^


    Simrock ist sprachlich stellenweise eine Katastrophe, Jordan extrem (bzw viel zu) frei übersetzt, Gering ist ganz gut, hat aber keine Strophennummerierung, Krause ist begrifflich bzw im Wortlaut am genauesten, Häny trifft m.M.n. den prägnanten Ton des Originals am besten.


    Meine Empfehlung wäre Krause fürs Studium, Häny für den Genuss ^^

  • Mittlerweile liebäugle ich schon mit der Taschenbuch-Version von "Hávamál - So sprachen die Wikinger" , kennt das jemand?

    Heute geschenkt bekommen (Taschenbuch).

    Nur das ältere Sittengedicht (Strophe 1-70?), es fehlen also wiedermal knapp 100 Strophen. Und das, obwohl genug Platz in dem Büchlein wäre, denn auf jeder Seite steht lediglich eine Strophe + neu zugeschriebene Überschrift und Seitenzahl. ?(:thumbdown:


    Papierverschwendung!

  • weiß jemand, ob es die Übersetzung von Arnulf Krause noch in einer anderen Ausgabe/Version als die Reclam-Variante gibt? Ich finde leider nichts und irgendwie missfällt mir die Reclam-Optik.

    Nicht dass ich wüsste, Krause wird wahrscheinlich auch einen Vertrag mit Reclam haben. Aber wenn du mit Reclam-Optik die gelben Papierhefte meinst - es gibt auch eine gebundene Version. Die ist designtechnisch auch nicht gerade ein Meisterwerk, aber wenn man den "bunten" Papierumschlag entfernt, hat man einen schlichten schwarzen Leineneinband.


    https://www.amazon.de/G%C3%B6t…rause%2Caps%2C367&sr=8-17



    p.s.


    Bei allen Übersetzungen außer bei Genzmer ist das Havamal in durchgehenden Strophen nummeriert.


    Gering ist ganz gut, hat aber keine Strophennummerierung


    :wacko:


    Hatte bei der ersten Aussage gar nicht an Gering gedacht, weils den, glaube ich, eh nur noch antiquarisch gibt.