Wikingergebet

Schon gewusst…?

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  • Du mein gütiger Vater,
    ich meine Tage oft damit vergeudet Pläne zu schmieden.
    Das hier war nicht so geplant.
    Ich möchte dich in diesem Moment, nur um eins bitten:
    Lass mich in den nächsten Stunden nicht mutlos sein.
    Für alles, was wir hätten denken müssen und niemals gedacht haben.
    Für alles, was wir hätten sagen müssen und niemals gesagt haben.
    Für alles, was wir hätten tun müssen und niemals getan haben.
    Ich bitte dich Gott, um Vergebung."


    “Dort treffe ich dann, meinen Vater,
    dort treffe ich meine Mutter,...meine Mutter...
    meine Schwestern und meine Brüder,
    dort treffe ich dann all je Menschen...
    meine Ahnenreihe ....
    von Beginn an.
    Sie ... rufen bereits nach mir.
    Sie bitten mich meinen Platz zwischen ihnen einzunehmen.
    Hinter den Toren von Walhalla,
    wo die tapferen Männer für alle Ewigkeiten
    ...LEBEN!."


    Jetzt stelle ich mal ne ganz blöde Frage.
    Ihr kennt alle den Text aus dem Film der 13. Krieger.
    Der zweite Teil wird immer wieder als Wikingergebet ausgegeben.
    Meines Wissens gibt es dafür keine Quelle außer dem Film,auch wenn es nett geschrieben ist....
    Als "Sterbe"gebet interessiert es mich natürlich.Aber welchen Sinn macht es nur die Hälfte des Gebets zu verwenden.
    Mit ein wenig Dichtkunst wäre auch der erste Teil "geschmeidig" zu machen.
    Also welchen Sinn macht das Gebet eigentlich? Als "Bekenntnis"?
    Ich bin zwiegespalten......

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Ich finde, die beiden passen so rein gar nicht zusammen. Der erste Teil ist in meinen Augen so eine Art Winsel- und Rumheulerei, der zweite Teil ist ein ganz klares Statement, sich mit dem Schicksal abzufinden.

  • Ich empfinde den ersten Teil eher als ein "Sterbegebet", wirkt mir jedoch etwas zu christlich. Doch dies kann man je mit wenigen Worten ändern, wenn man möchte.
    Ich würde auch in der 6.,7. und 8. Zeile die drei "müssen" durch "sollen" ersetzen. Bei "muss" in solchen Gedanken sträubt sich mir jedesmal das Gefieder. :D
    Für mich wirkt es vollständig.


    Der zweite Teil wirkt auf mich eher wie ein Bekenntnis.
    Aber auch diesem empfinde ich als vollständig.


    Merle

  • Auch wenn es fiktiv ist... :rolleyes:


    Für mich klingen beide Teile chronologisch vertauscht... ;)


    Teil 2 VOR der Christianisierung... :vikinghammer: :archer: :thumbup:
    Teil 1 nach der Christianisierung... ;Pfaffe; ;( ;( ;( :sadrain: :thumbdown:

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Die Würde des Thor ist unantastbar... :vikinghammer:

  • Das sind zwei Gebete die jeweils für sich allein stehen. Der Hauptcharakter ist Moslem und betet zu Allah, die Nordmänner wiederholen ihr Totengebet, das schon früher im Film eingeführt wurde, der Hauptcharakter stimmt mit ein.



    Die Szene ist an Ibn Fadlans Reisebericht angelehnt, also keine Fiktion, jedenfalls so lange der Bericht selbst keine Fiktion ist, aber das sei dahingestellt. ^^



    Zitat

    Er antwortete: "Das erste mal als sie hoch gehoben wurde sagte sie: "Seht dort, ich sehe meinen Vater und meine Mutter dort sitzen!" Das zweite mal sagte sie: "Seht dort, ich sehe alle meine toten Verwandten dort sitzen!" Und beim dritten mal sagte sie: "Seht dort, ich sehe meinen Herrn im Paradies sitzen und das Paradies ist farbig und grün und zusammen mit meinem Herren sind Männer und junge Diener. Er ruft nach mir. Laßt mich zu ihm gehen!" Und so gingen sie mit ihr zum Schiff.

    Krakarslekt

  • Ich bin zwiegespalten......

    ich auch...


    ich finde es kann schon sehr "kraftvoll" sein ein "Gebet" aufzuschreiben um es dann immer wieder so wiederzugeben. aber ich kann mich mit diesem "Versuch" mit dem göttlichen oder den Göttern in Kontakt zu treten nicht so recht anfreunden...denn die "intensiveren Momente" durfte ich durch spontane "Aussprachen" am Feuer oder allein in der Natur erleben...


    ich lebe meine Spiritualität sehr individuell aus. Dazu gehören gewisse kurze "Mantra ähnliche" Wörter (z.b. Runen oder Götternamen) die ich im Geiste oder auch "laut" wiederhole... Aber ein Gebet ist bei mir immer wie eine direkte "Ansprache" an eine Göttin, einen Gott oder sonstige Wesenheit. Meist Bitte und Dank zugleich... Alles Spontan so gefällt es mir am besten...

  • ich auch...


    Aber ein Gebet ist bei mir immer wie eine direkte "Ansprache" an eine Göttin, einen Gott oder sonstige Wesenheit. Meist Bitte und Dank zugleich... Alles Spontan so gefällt es mir am besten...

    So handhabe ich es auch. Für mich ist es ganz klar eine direkte Ansprache, die sich aus einer Situation, aber auch aus einem Gefühl heraus ergeben kann -
    Z. B. wenn ich draussen sitze, die Amsel im Abendlicht singt und ich mich darüber so freue. Da danke ich dann ganz spontan, das kommt von Herzen und ist auch für mich sehr persönlich.


    Merle

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