Heilige Pflanzen: Alpenrose

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  • Alpenrose


    (Almrausch, Donnerrösl; Rhododendron- Arten).


    1. Alpine Heidekrautgewächse mit holzigem Stengel, lederartigen Blättern und glockig-trichterförmigen roten Blüten. Die bei uns vorkommenden Arten, die behaarte (Rh. hirsutum) und die rostbraune Alpenrose (Rh. ferrugineum), werden im Aberglauben nicht weiter unterschieden1).



    2. Nach dem Volksglauben zieht die Alpenrose (wie viele andere rotblühende Pflanzen) das Gewitter (den Blitz) an2), anderseits gilt sie aber in Nordtirol als blitzabwehrend3). Wenn die Alpenrose als Brennholz verwendet wird, dann brennt alles an (vgl. Seidelbast), und man muß die Feuerstätte verändern4). Ein »Dorrosenkranz« (Donnerrose = Alpenrose) verdorrt auf dem Haupt einer Jungfrau, bleibt aber frisch auf dem einer Gefallenen5). Besonderes Ansehen genießen die weißblühenden Alpenrosen (vgl. die weiße Wegwarte), sie zeigen Schätze6) oder Goldadern an7).



    Lexikon: Alpenrose. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (vgl. HWA Bd. 1, S. 307 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Rhododendron ferrugineum L. (syn. Chamaerhododendron ferrugineum); Rostblättrige Alpenrose;


    Vork.: in etwa 1500–2800 m Höhe in der gesamten Alpenkette, der Pyrenäen, dem Appenin und der südkroatischen Gebirge.


    Droge: Rhododendron ferrugineum-Blätter (syn. Folia Rhododendri, Folia Rhododendri ferruginei, Folia Rhododendri fusci, Rhododendri ferruginei folium); Alpenrosenblätter (syn. Rostfarbene Alpenrosenblätter), die getrockneten Laubblätter. Inh.: u.a. Rhododendrin (Betulosid), ein Phenylbutanglucosid sowie Triterpene, Acetylandromedol.


    Anw.: volkstümlich bei Gicht, rheumatischen Beschwerden, Neuralgien, Muskelschmer zen, Migräne und Bluthochdruck. Infolge unzureichender Kenntnisse über die Inhaltsstoffe ist ein therapeutischer Einsatz nicht zu vertreten.


    Hom.: Rhododendron ferrugineum HAB 34; die getrockneten, beblätterten Zweige. Anw.-Geb.: Rheuma, Nervenschmerzen, Hodenentzündungen.


    Rhododendron ponticum L.; Pontische Alpenrose.


    Vork.: Mittelmeergebiet, Kleinasien.


    Inh. und Anw.: s. Rhododendron ferrugineum. Der Honig, der von Rhododendron-Arten stammt, ist giftig (Gifthonig) und enthält insbesondere Diterpene, wie Acetylandromedol. Ein Verzehr kann zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.


    Histor.: Der Gattungsname Rhododendron wurde aus den griechischen Bezeichnungen rhodon (Rose) und dendron (Baum) gebildet. Die Artnamen, z.B. aureum oder chrysanthemum (goldblumig), weisen lediglich auf die Blütenfarbe hin. Die Droge, Folia Rhododendri chrysanthi, war bei den Einwohnern Sibiriens seit langem bekannt und geschätzt und als Diuretikum, Diaphoretikum sowie gegen Gicht und Rheuma verwendet.


    Rhododendron ferrugineum, Rostblättrige Alpenrose


    Lexikon: Rhododendron-Arten. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

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