Heilige Pflanzen: Anis

Schon gewusst…?

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  • Anis

    (Pimpinella anisum).


    1. Botanisches


    Aus den östlichen Mittelmeerländern stammendes Doldengewächs (Umbellifere), dessen eirunde Früchte als Gewürz dienen. Die Grundblätter sind langgestielt, ungeteilt oder dreilappig, die Stengelblätter dreiteilig, die Blüten sind weiß. Bei uns wird der Anis ab und zu angepflanzt1).



    2. Ähnlich wie der verwandte Kümmel dient auch der Anis wegen seines aromatischen Geruches als antidämonisches Mittel2). Gekauften Tauben gibt man Anis, um sie an den Schlag zu fesseln3). Man buk an Lichtmeß Anisbrote und fütterte vier Wochen lang die Tauben, damit sie recht gedeihen sollten4).



    Lexikon: Anis. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (vgl. HWA Bd. 1, S. 447-448)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Pimpinella anisum L. (syn. Anisum vulgare, A. officinarum, Apium anisum, Carum anisum, Pimpinella anisum cultum, Selinum anisum, Sison anisum, Tragium anisum); Anis (syn. Änes, Aneis).


    Vork.: Mittelmeergebiete, Anbau auch in anderen subtropischen Gebieten, vor allem in Südostasien, Argentinien, Chile und Mexiko.


    Drogen: 1. Anisi aetheroleum (syn. Oleum Anisi); Anisöl, das äther. Öl aus den reifen Früchten.


    Inh.: trans- Anethol (90–95 %, ätherische Öle) sowie cis- Anethol (0,3–0,4 %), Methylchavicol (Estragol, Isoanethol, 1–4 %), Sesquiterpene (1–2 %), besonders g-Himachalen (0,7–1 %).


    Anw.: in Zubereitungen bei dyspeptischen Beschwerden, äußerlich zur Inhalation und als Einreibung bei Katarrhen der Luftwege. Volkstümlich bei mangelnder Stilleistung, bei Regelanomalien, bei Libido- und Potenzmangel sowie äußerlich in Form von hautreizenden Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden sowie als Mittel gegen Insekten und Läuse.


    Geg.: Allergie gegen Anis oder Anethol.


    2. Anisi fructus (syn. Anisium, Anisum, Fructus Anisi, Fructus Anisi vulga ris, Semen Absinthii dulce, Semen Anisi); Anis (syn. Anisfrüchte, Süßer Kümmel), die getrockneten Früchte.


    Inh.: äther. Öl (2–6 %, s. Anisi aetheroleum), Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Reservestoffe.


    Anw.: dyspeptische Beschwerden, zur Inhalation und äußeren Anwendung bei Katarrhen der Atemwege. Volkstümlich zur Unterstützung der Milchsekretion. Im Haushalt als Gewürz, ferner in der Likörindustrie.


    Hom.: 1. Pimpinella anisum (syn. Anisum) HAB 34, die getrockneten, reifen Früchte. Anw.-Geb.: Nackenschmerzen, Hexenschuß. 2. Pimpinella anisum, äthanol. Decoctum HAB 1; Anis, die getrockneten, reifen Früchte. Anw.-Geb.: anthroposophische Therapierichtung.


    Lexikon: Pimpinella-Arten. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

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