Heilige Pflanzen: Bittersüß

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  • Bittersüß

    (Alpranken, Hinschkraut, Mausholz; Solanum dulcamara).


    1. Botanisches


    Nachtschattengewächs (Solanazee) mit verholztem, windendem Stengel und herz- eiförmigen Blättern. Die violette Blumenkrone ist fünfzipfelig und radförmig ausgebreitet. Die Frucht ist eine rote Beere. Der Stengel schmeckt bittersüßlich. Das Bittersüß wächst nicht selten in feuchten Hecken, unter Gebüsch, an Ufern1).



    2. Der Name Alpranke (der aber auch für das Geißblatt und für die Mistel gilt) wird mit »Alp« (Dämon) in Verbindung gebracht2). Nach anderen soll der Name daher rühren, weil man mit dem am Johannistag gesammelten Samen der »Alfranke« (ob wirklich Solanum dulcamara?) den »Alf«3) zu heilen suchte4). Im 17. Jh. wurde Bittersüß den Kindern gegen »Zauberei« in die Wiegen gelegt5). Ist die Milch verhext, so daß sie sich nicht buttern läßt, so muß man sie durch die Stengel der Alpranke gießen6). Die Wenden geben die Pflanze den Kühen, damit diese besser Milch geben und die Sahne besser zusammengeht7). Im Ermland ist das Bittersüß ein Bestandteil des Kräuterbüschels8). Bei den Ruthenen in Galizien steht das Bittersüß als »matryguina« (= Mandragora, vgl. Alraun) in zauberischem Ansehen9).



    Lexikon: Bittersüß. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (vgl. HWA Bd. 1, S. 1347 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Solanum dulcamara L. (syn. Dulcamara flexuosa, Solanum laxum, S. lyratum, S. scandens). Bittersüßer Nachtschatten (syn. Alpranke, Bittersüß, Hinschkraut, Mausholz, Natterholz, Pißranke, Rote Hundsbeere, Süßholz), s. Farbtafel S. 304, Bild 144.


    Vork.: Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika.


    Droge: Dulcamarae stipes (syn. Caule dulcamarae, Dulcamara, Dulcamarae stipites, Stipites Dulcamarae); Bittersüßstengel (syn. Bitterstiele, Waldnachtschattenstiele). Die Droge ist giftig!


    Inh.: Steroidalkaloidglykoside (0,07–0,4 %), wie a- und b-Solamarin sowie Steroidsaponine (ca. 0,18 %).


    Anw.: zur unterstützenden Therapie bei chronischen Hautleiden, wie Ekzemen oder Neurodermitis. In der Volksheilkunde auch als Blutreinigungstee, bei Übelkeit, Rheuma, chronischer Bronchitis und Asthma eingesetzt.


    Hom.: Solanum dulcamara HAB 1; Bittersüßer Nachtschatten, die jungen Triebe und Blätter vor der Blüte. Anw.-Geb.: Erkrankungen der unteren Atemwege, der Haut, der Nieren, der ableitenden Harnwege sowie des Stütz- und Bewegungsapparates.

    Lexikon: Solanum-Arten. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen (vgl. LAD Bd. 2, S. 288 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

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