Heilige Pflanzen: Braunwurz

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  • Braunwurz

    (Scrophularia nodosa).


    1. Botanisches


    Einen halben bis einen Meter hohes, zu den Braunwurzgewächsen (Skrofulariazeen) gehöriges Kraut mit vierkantigem Stengel und gegenständigen, eiförmigen Blättern. Die Blüten sind schmutzig- braun. Die Braunwurz wächst häufig an Gräben, Bächen und im feuchten Gebüsch1).



    2. Die am Hals getragene Braunwurz soll ein gutes Mittel gegen Kröpfe sein2). Sie wird gegen Skropheln verwendet, und zwar muß sie zu diesem Zweck zwischen den beiden Frauentagen gesammelt sein3). Jedenfalls gab der knollig verdickte Wurzelstock der Braunwurz Anlaß zu diesem Aberglauben (signatura rerum!). Aus dem gleichen Grunde (oder wegen der Ähnlichkeit der Blüten) wird die Braunwurz gegen Blutgeschwüre in der Tasche getragen4), ferner wird sie beim Blutharnen der Kühe gebraucht5). Früher scheint überhaupt die Braunwurz häufig zu sympathetischen Kuren gebraucht worden zu sein, denn Bock6) schreibt, daß die »Weiber seltzamer superstition« damit treiben. In der mährischen Walachei gebrauchen die Schafhirten die Pflanze gegen Verzauberung7).



    Lexikon: Braunwurz. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (vgl. HWA Bd. 1, S. 1522 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Scrophularia nodosa L.

    Braunwurz (syn. Knotenwurz),


    Fam.: Scrophulariaceae.


    Vork.: Mitteleuropa, Zentralasien, Nordamerika.


    Droge:


    1. Scrophulariae herba (syn. Herba Scrophulariae); Braunwurzkraut (syn. Knotenwurzkraut), das getrocknete Kraut.


    Inh.: Flavonoide, u.a. Diosmin und Hesperidin, Zimtsäurederivate, Iridoide, Alkaloide in Spuren, Aucubin.


    Anw.: volkstümlich bei Hautleiden und Geschwülsten.


    2. Radix Scrophulariae; Braunwurz (syn. Knotenwurz), die getrocknete Wurzel.


    Inh.: Flavonoidglykoside, Iridoide, u.a. Harpagosid, Alkaloide in Spuren. Anw.: s. Herba Scrophulariae.


    Hom.: 1. Scrophularia nodosa HAB 1; Braunwurz, die frischen, kurz vor Beginn der Blüte gesammelten, oberirdischen Pflanzenteile.


    Anw.-Geb.: Erkrankungen des lymphatischen Systems, der Haut und des Magen-Darm-Traktes, wie Schwächezustände, Drüsenverhärtungen, Enddarmentzündung, Milchschorf.


    2. Scrophularia nodosa spag. Krauß HAB 1; die ganzen, frischen, vor Beginn der Blüte gesammelten Pflanzen.


    Anw.-Geb.: in der spagyrischen Therapierichtung bei Stoffwechselstörungen und Lymphdrüsenentzündungen.


    Histor.: Der Gattungsname Scrophularia, abgeleitet von scrophula (lat., Halsdrüsengeschwulst), ist ein Hinweis auf die Verwendung der Pflanze gegen Skrofulose; nodosa (lat.) bedeutet knotig. Die deutsche Bezeichnung Braunwurz kennzeichnet die Farbe der Blüten und des Wurzelstockes. Im Altertum wird Scrophularia bereits von Dioskurides erwähnt, und auch die Kräuterbücher des Mittelalters heben ihre Verwendung bei Geschwüren hervor.


    Scrophularia nodosa, Braunwurz

    Lexikon: Scrophularia nodosa. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen (vgl. LAD Bd. 2, S. 270 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

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