Heilige Pflanzen: Dinkel

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  • Dinkel

    (Fesen; Triticum spelta)


    1. Botanisches. Eine mit dem Weizen nahverwandte Getreideart, deren Hauptkennzeichen darin besteht, daß die Körner von den Spelzen fest eingeschlossen sind. Der Dinkel wird besonders im südwestlichen und südlichen Deutschland (hauptsächlich in alemannischen Gegenden) gebaut1).



    2. Der Dinkel soll am Mittwoch oder Freitag gesät werden, dann wird er nicht taub2), oder in der Kreuzwoche3). Wenn man an Veit (15. Juni) die erste Dinkel-Ähre sieht, so kann man an Jakobi (25. Juli) schneiden4). An dem Blütenstand der Karde (s.d.) kann man die für den Dinkel günstigste Saatzeit ablesen (18. Jh.)5).



    3. Während der zwölf Nächte (Weihnachten bis Dreikönig) werden zwölf »Kernen« (Dinkel-Körner) nacheinander in einem Löffel über das Feuer gehalten; jeder herauspringende »Kernen« bedeutet einen Monat, in dem der Preis des Kernens steigt6).



    4. Auf jedem Dinkelkorn kann man mit bloßem Auge die Muttergottes, angetan mit einem Mantel und dem Christuskind auf dem Arm, sehen. Deshalb schützt der Dinkel gegen die Hexen, auch hat das Brot vom Dinkel eine besondere Kraft7). Sieht man auf dem Dinkelkorn das Muttergottesbild, so bedeutet das eine Hungersnot8).



    Lexikon: Dinkel. Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (vgl. HWA Bd. 2, S. 298 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Triticum spelta L.

    Dinkel (syn. Dinkelweizen, Spelzweizen, Spelz).


    Fam.: Poaceae.


    Vork.: Europa, bes. Süddeutschland.


    Droge: Grünkern, die gerösteten, unreifen Samenkerne.


    Inh.: Polysaccharide, Fette, Proteine. Anw.: in der Diätetik, zeichnet sich durch einen eigenartigen Geschmack aus.


    Histor.: Triticum spelta wurde bereits im alten Ägypten kultiviert und war Ausgangspunkt für die Züchtung zahlreicher Sorten, die bis in die heutige Zeit als wichtige Nahrungspflanze kultiviert werden. Die Germanen nutzten die Pflanze insbes. zur Bierherstellung.


    Lexikon: Triticum spelta. Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen (vgl. LAD Bd. 2, S. 366 ff.)

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

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