Schuld sind immer die Anderen - oder böse Hexen oder Geister...?

Schon gewusst…?

Wikinger haben keine gehörnten Helme getragen. Es gibt keine Beweise, die darauf schließen lassen, dass sie es jemals getan haben, außer in einigen rituellen Zeremonien. Das Tragen von gehörnten Helmen würde die Fähigkeit zu kämpfen in einem Nahkampf ernsthaft beinträchtigen. Tatsächlich waren die Wikingerhelme kegelförmig, aus hartem Leder mit Holz- und Metallverstärkungen oder sie waren aus Eisen mit einer Maske und Kettenpanzer.

  • Glück auf,


    ich hab mir die Berichte und Dokumentationen im Thema "Die hässliche Seite des Heidentums" mal genau angeschaut - da kommen da so aussagen vor, wie alles Unglück kommt von bösen Hexen. Wenn jemand krank wird - Hexe, wenn ein Krokodil beißt - Hexe, wenn die Pflanzen eingehen - Hexe. Auch in diversen Foren und auch hier gab es ja mal den ein oder anderen der von einem Fluch belegt war oder von bösen Riesen, Dämonen oder schlechten Menschen geplagt wurde.


    Ich stelle mir bei solchen Berichten und Geschichten immer einen Haufen Fragen. Zu erst einmal, machen sich es die "betroffen" Menschen nicht etwas einfach, die Schuld für alles was passiert ob nun tragische Ereignisse oder einfach den Mist der so alltäglich passiert auf böse Mächte und übel wollende Mitmenschen abzuwälzen?


    Zum anderen frag ich mich, ob das auf Dauer gut für die Psyche und für das Nervenkostüm ist, wenn man ständig böse Omen sieht - ich meine wer ständig glaubt er/sie ist verflucht leidet doch irgendwann unter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung?


    Dann frag ich mich natürlich auch, gibt es heute wirklich noch Leute, die ihrem Nachbarn die Milch sauer hexen oder die Meerschweinchen krank zaubern - und besondersw, warum sollten die sowas tun?


    Und die spannenste Frage, haben wir hier Flucher und Flucherinnen und Entzauberer und Gegenhexerriche?


    :rulez:

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • ich hab mir die Berichte und Dokumentationen im Thema "Die hässliche Seite des Heidentums" mal genau angeschaut - da kommen da so aussagen vor, wie alles Unglück kommt von bösen Hexen. Wenn jemand krank wird - Hexe, wenn ein Krokodil beißt - Hexe, wenn die Pflanzen eingehen - Hexe. Auch in diversen Foren und auch hier gab es ja mal den ein oder anderen der von einem Fluch belegt war oder von bösen Riesen, Dämonen oder schlechten Menschen geplagt wurde.

    Von schlechten Menschen bin ich tatsächlich geplagt - und gefühlt werden es stündlich mehr!

    Ich stelle mir bei solchen Berichten und Geschichten immer einen Haufen Fragen. Zu erst einmal, machen sich es die "betroffen" Menschen nicht etwas einfach, die Schuld für alles was passiert ob nun tragische Ereignisse oder einfach den Mist der so alltäglich passiert auf böse Mächte und übel wollende Mitmenschen abzuwälzen?

    Ich denke, dass es eine der ureigensten Eigenschaften der Menschen ist, Probleme bei anderen und nicht bei sich selbst zu suchen. Mal ehrlich - das ist doch auch viel einfacher, oder? Wenn ich die Ursache für meinen Hexenschuß bei besagter Hexe finden kann, brauch ich mich nicht mit meinem ungesunden Lebenswandel beschäftigen. Wenn die Milch sauer ist, liegt das nicht an meiner falschen Lagerung oder den hygienischen Umständen, sondern an der bösen Nachbarin, die mir übles wünscht. Das kannst du endlos so weiterspinnen.

    Zum anderen frag ich mich, ob das auf Dauer gut für die Psyche und für das Nervenkostüm ist, wenn man ständig böse Omen sieht - ich meine wer ständig glaubt er/sie ist verflucht leidet doch irgendwann unter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung?

    Nun - genau so funktioniert ein Fluch. Wenn der Verfluchte weiß, dass er verflucht ist, wirkt das ganze noch wesentlich besser. Ich schau dir tiiieef in die Augen und erklär dir, dass dir jetzt doppelt so viele Haare am Arsch wachsen. Je nachdem, wie blöd du bist, garnier ich das noch mit ein paar unverständlichen Worten - fertig ist der Fluch. Von nun an wird dein Unterbewusstsein dich jedesmal, wenn du auch nur in die Nähe deines Arsches kommst, an meine Worte erinnern. Du lachst zwar über den Blödsinn, wirst aber unweigerlich irgendwann kontrollieren, ob sich an deinen Arschhaaren was getan hat. Im besten Fall entwickelt sich das zur Manie. Und dein Unterbewusstsein lässt dir tatsächlich Arschhaare wachsen. Entweder in deiner Einbildung oder real.

    Dann frag ich mich natürlich auch, gibt es heute wirklich noch Leute, die ihrem Nachbarn die Milch sauer hexen oder die Meerschweinchen krank zaubern - und besondersw, warum sollten die sowas tun?

    Psychospielchen. Macht auf andere ausüben. Sich dran hochziehen. Wir hatten hier schon Leute, deren "Partnerschaft" sich exakt auf sowas gestützt hat.

    Und die spannenste Frage, haben wir hier Flucher und Flucherinnen und Entzauberer und Gegenhexerriche?

    Nö.

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Also kann ich mir das ganze Holzhacken sparen :eek:

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • So wie ich die Sache sehe liegt die Wahrheit mal wieder irgendwo dazwischen.

    Ich bin zwar davon überzeugt dass es Flüche gibt und auch Menschen die sowas können.

    Aber das ist weitaus seltener als angenommen.

    Wie Cal schon erwähnte wird oft der Glaube an eine Verfluchung oder ähnliches ganz bewusst genutzt und verstärkt, was dann die sich selbst erfüllende Prophezeiung auslöst.

    Das alleine würde mir allerdings zu kurz greifen.

    Ich würde die ganze Sache etwa so einschätzen:

    70% Paranoia, 20% bewusst genutzte Paranoia, allerhöchstens 10% tatsächliche Flüche.

  • Also fluchen tue ich schon öfter mal, wenn mir was schiefgeht, verfluchen eher weniger.

    Wenn man jemanden verflucht, bleibt von der Negativität auch was im eigenen Unterbewußtsein hängen, und das muss man abkönnen, sonst hat man selber irgendwas an der Backe, was man nicht wollte.

    Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die öfter verfluchen und auch Menschen, die unter Flüchen leiden. Die einfachste Form des Fluches ist schon mal bloßer Neid und Missgunst, das tun viele, genau da fällt aber auch auf, dass davon an diesen leuten selbst etwas hängen bleibt und sie dadurch auch selber Probleme bekommen ( und das vielleicht auf einen Fluch zurückführen, ohne zu merken, dass es ihr eigener ist?)

    Allerdings ist es wohl eher Paranoia, wenn man jedes Bagatellunglückchen einem Fluch anlastet. Selbst harte Schicksalsschläge können auch einfach eine Lektion sein.

  • 10% tatsächliche Flüche


    die öfter verfluchen und auch Menschen, die unter Flüchen leiden.

    Da wäre dann die Frage wie äußert sich das und wie unterscheidet man normales Pech, von angehextem Pech...


    Und warum verflucht eigentlich keiner Politiker?

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Da wäre dann die Frage wie äußert sich das und wie unterscheidet man normales Pech, von angehextem Pech...


    Und warum verflucht eigentlich keiner Politiker?

    Ich denke, es gibt auch unterschiedliche Empfänglichkeiten für Flüche.

    Und die meisten Politiker sind ja so aalglatt, da kannste einen ganzen Eimer Wasser drüberkippen, die werden nicht nass, genauso verhält sich das mit den Flüchen.....

    Wer in der Politik nicht aalglatt ist, bleibt nicht lange dort......

    Also auch irgendeine Art Magie, die in der Politik herrscht.8o


    Normales Pech und angehextes Pech, naja, manches ist halt einfach nicht normal, ob es dann angehext ist, nix Genaues weiß man nicht....:/;)

  • Dann frag ich mich natürlich auch, gibt es heute wirklich noch Leute, die ihrem Nachbarn die Milch sauer hexen oder die Meerschweinchen krank zaubern - und besondersw, warum sollten die sowas tun?

    Niedere Beweggründe eben. Und der süße, leicht minzige Geschmack der Macht.


    Und die spannenste Frage, haben wir hier Flucher und Flucherinnen und Entzauberer und Gegenhexerriche?

    Ich habe ein Zettelchen mit den magischen Wort Abracadabra, von dem auf jeder Zeile ein Buchstabe schwindet, bis das Wort und mit ihm alles Böse verschwunden ist, unter meinem Telefon auf Arbeit stehen (Telefonist ist meine Hauptaufgabe).


    621745.1.high.jpg



    Manchmal habe ich Lust, ein Zettelchen mit dem umgekehrten Zauber bei manchen Kollegen zu verstecken... doch bisher hat die Vernunft noch immer obsiegt.


    Im Straßenverkehr schmeiß ich mich tatsächlich manchmal auf die Straße, um ja nicht unter einer Brücke hindurch zu fahren habe, und kreuzt eine schwarze Katze von links meinen Weg, dann kehre ich um. Es wird teilweise ein wenig krankhaft.

  • und kreuzt eine schwarze Katze von links meinen Weg, dann kehre ich um.

    Wenn eine schwarze Katze von links deinen Weg kreuzt, bedeutet das, dass sie nach links will. :rulez:

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Wenn eine schwarze Katze von links deinen Weg kreuzt, bedeutet das, dass sie nach links will. :rulez:

    Wie meinen? Irre ich mich? Bringt sie Unglück, wenn sie von rechts nach links läuft? Ich dachte immer, von links nach rechts, wird's schlecht (und von rechts nach links gelingt's). Im Handwörterbuch des deutchen Aberglaubens steht nichts zur Richtung, nur zum Zeitpunkt, nämlich, wenn einem des Morgens eine schwarze Katze über den Weg läuft oder gar durch die Beine hindurch, dann brächte das Unglück. Ich mag mich irren.

  • Schwarze Katze von Links oder Rechts, bedeutet für sieben Tage nur Schlechts :prior:

    Zum Glück bewegt sich das faule Fetttier hier so gut wie nie, ich geh sie trotzdem mal umfärben

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Wenn eine schwarze Katze von links deinen Weg kreuzt, bedeutet das, dass sie nach links will. :rulez:


    Wie meinen?

    Ich meine natürlich, dass sie nach rechts will. Und umgekehrt. :ugly:

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Wieso?

    Mußt Du Alimente zahlen?

    Sie wollte natürlich nur Essen schnorren und hat ihn letztendlich sitzen lassen. Nun kann ich mir jede Nacht den Katzenjammer anhören.


    Ich habs ihm ja gleich gesagt. :rolleyes:

  • Dann frag ich mich natürlich auch, gibt es heute wirklich noch Leute, die ihrem Nachbarn die Milch sauer hexen oder die Meerschweinchen krank zaubern - und besondersw, warum sollten die sowas tun?

    Nö, hat es nie gegeben. Wenn sie es versuchen, dann nur aus Mißgunst oder Neid wohl auch Gehäßigkeit.

    Ich stelle mir bei solchen Berichten und Geschichten immer einen Haufen Fragen. Zu erst einmal, machen sich es die "betroffen" Menschen nicht etwas einfach, die Schuld für alles was passiert ob nun tragische Ereignisse oder einfach den Mist der so alltäglich passiert auf böse Mächte und übel wollende Mitmenschen abzuwälzen?

    Natürlich machten es sich die Menschen von damals, genauso wie die Menschen von heute, ein bißchen zu einfach. Seine eigene Dämlichkeit oder Ungeschicktheit als übernatürlich, Schicksal oder Fluch von anderen Leuten zu erklären, soll nur über die eigene Fehlbarkeit hinweg täuschen.

    Zum anderen frag ich mich, ob das auf Dauer gut für die Psyche und für das Nervenkostüm ist, wenn man ständig böse Omen sieht - ich meine wer ständig glaubt er/sie ist verflucht leidet doch irgendwann unter einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung?

    Na klar geht das auf die Psyche. Das geht hin bis zu richtig gehenden Verfolgungswahn.

    Joa....gefällt mir!

    So ein Hexerich hat was.....

    Vor allen Dingen Haare...

    wenn einem des Morgens eine schwarze Katze über den Weg läuft oder gar durch die Beine hindurch, dann brächte das Unglück. Ich mag mich irren.

    Man muß sich einfach mal Gedanken darüber machen, wie sowas entstanden sein könnte.

    Wenn einem eine Katze, gleich welcher Haarfarbe, durch die Beine läuft, liegt die Gefahr aufs Maul zu fallen wohl bei 60 - 80 %, wenn man nicht aufpaßt.

    Auch der Leiterfluch muß so entstanden sein.

    Es bringt Pech wenn man unter einer Leiter durchläuft. Na klar, Leiter waren mit Schnüren, heute mit Ketten an den Holmen verbunden, um nicht zusammen zu klappen. Wer da durchlief weil er nicht aufpaßte, riß das ganze Gestell um. Hatte also ordentlich Pech.


    Wie das mit der Katze die über die Straße läuft, welche Richtung jetzt auch immer, hing wohl von der damals vorherrschenden Blickrichtung der Menschen ab. Außerdem sieht man schwarze Katzen im Morgengrauen nur sehr schwer.


    Heutzutage kann man noch den Radfahrerfluch mit einbringen. Wenn ich mich nicht irre dürfen Radfahrer auf Radwegen in beide Richtungen fahren. Ich muß also auch nach rechts gucken wenn ich zuerst den Radweg und dann die Straße überqueren will. Weil Radfahrer von rechts bringt Pech (wenn man nicht hinschaut).


    Diese Pechregeln werden also allesamt einen realen Hintergrund haben, der mit übernatürlichen Pech nichts zu tun hat.


    Und das mit den Hexen und ihren Flüchen und Schadenszaubern, liegt erwiesenermaßen nur am Neid und der Mißgunst des Nachbarn. Wenn dem einen seine Kühe gestorben sind und dem Anderen nicht, so hat der "Geschädigte" nicht verstanden das seine Kühe Giftpflanzen gefressen hatten und dem anderen Bauern seine eben nicht. Unwissenheit gepaart mit Gehäßigkeit hatten und werden immer wieder andere Menschen ruinieren.



    Donars Segen mit euch


    Uwe