Bildung -Wahl oder Qual? Oder vergeudete Zeit?

Schon gewusst…?

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  • Es häufen sich derzeit Videos,bei denensich Leute beschweren,das die Schule nix bringt.

    Die vermittelte Schule tät nicht reichen um zu wissen,bei welchem Amt man was beantragen kann.......

    Wenn ich daran denke,wie alle dafür gekämpft haben das alle Leute ein Recht haben ,jeden Beruf zu erreichen den er will-und natürlich das entsprechende Rüstzeug zu erhalten.

    Natürlich gehört Allgemeinbildung auch dazu.

    Schon jetzt klagen die Meisterbetriebe,das sie Jugend nicht rechnen kann.....

    Die schönste Art fern zu sehen ist immer noch der Sternenhimmel in der Nacht

  • Während meines ersten Jobs (ich habe das gemacht, was JuSo-Chef Kevin Kühnert auch gemacht hat) dachte ich tatsächlich oft bei mir: warum bringen die einem in der Schule nicht etwas Nützliches bei, etwas, das einen auf die freie Marktwirtschaft besser vorbereitet. Doch das hat nicht lange angehalten, zumal ich ja auch so ehrlich zu mir selbst war, dass ich wie der dumme Iwan aus der russischen Märchenwelt an die Sache herangegangen bin, passiv, planlos und vertrauend auf das Irgendwie. Gerade das Schöngeistige, für einen Job vielleicht weniger, für das Leben selbst umso mehr brauchbar, hat mich eigentlich durchgeboxt, boxt mich noch immer durch.


    Gut, klar, nun kann man sagen, dieses jenes Schöngeistige sei dann in Prinzip auch nur eine Variante jener Betäubungsmittel, die viele Menschen brauchen, um sich von ihrem tristen Dasein abzulenken, wie da noch wären Zuckerhaltiges, Fernsehprogramme (nee, ich meine keine Dokus), Alkoholisches, Nikotinhaltiges, ... So wie in diesem Witz von Fips Asmussen eben, wo der Vater die Tochter studieren lässt, damit sie später beim Staubsaugen an etwas Anständiges denkt... Nun, letztendlich trägt jeder ja selbst die Verantwortung und jobmäßig bin ich auch noch nicht angekommen, noch nicht da, wo ich sein möchte oder sein zu möchten hoffe.


    Aber, bin auch kein Experte zum Thema, dachte nur mal wieder meinen Bautzener dazugeben zu müssen.

  • Was ich zu unsrem Schulsystem sagen kann: ich glaube dadurch langsam der Verschwörungstheorie das "Wir" dumm gehalten werden sollen.


    Würde die Jugend schon jungen Jahren erkennen wie menschenverachtend Hartz4 ist oder wie der Hase in vielen Branchen auf dem Arbeitsmarkt läuft würden die anders an ihre Zukunft rangehen.


    Gedichte deuten, sinnlose Debatten im Religionsunterricht führen, das lenkt alles schön ab. Aber das die nicht rechnen, können, nun bin 12 Jahre aus der Schule raus, das liegt vermutlich mehr daran das die Jugend allgemein zu viel Zugang zu Technologie hat, eine einfache Addition kriegen die ohne Rechner gar nicht mehr hin, hier muss man mal Taschenrechnerverbote verhängen und sich in Mathe weniger mit Algebra beschäftigen sondern mehr mit dem was auch praktisch wirklich gebraucht wird.


    Aber vermutlich soll so verhindert werden das die Jugend erkennt wie Scheisse wenig Hartz4 ist, die Steuern unverschämt sind und das man in einigen Berufen ausgebeutet wird.

  • Mein Lieblings-Thema <3


    Dazu schreibe ich nicht alles was mir einfällt, sonst sitze ich morgen noch hier. Nur eine kleine Anregung: Unser Schulsystem gibt es so, in ähnlicher gegliederter Form und mit diesem Bildungsideal im Grunde seit den Humboldischen Reformen Anfang des 19.Jh. Das System ist also ca. 200 Jahre alt und man wird kaum sagen können, dass die Deutschen in diesen 200 Jahren was Bildung, Kultur und Technik angeht die Schlusslichter waren...


    Aber seit 20, 30 Jahren klappt halt etwas stellenweise nicht mehr so gut... und jetzt kommt wieder eine bestimmte politische Richtung an und meint, dass das doch klar am System liegt.

    Genau, jedem 5. Schüler muss man erst mal Deutsch als Fremdsprache beibringen, den "normalen" Schülern werden oft, dank antiautoritärem Ideal, nicht einmal mehr einfachste Höflichkeitsregeln mitgegeben, und neben so einer Chaostruppe von 29 Schülern soll man dann noch zeitgleich einem geistig Behinderten Privatunterricht geben. :thumbup:


    Wenn wir jetzt mehr singen und klatschen an die Schulen bringen wirds bestimmt besser
    Oh wie würde ich mir wünschen, dass diese ganzen Dummschwätzer, Precht, Lesch, Pispers, Augstein und wie sie alle heißen, mal ein Jahr an einer Hauptschule im Ruhrgebiet verbrächten... Nicht nur ein kleiner Gastauftritt, am besten mit Kamera, wo es die Schüler schaffen sich mal eine Stunde zusammen zu reißen, nein, mal ein ganzes Jahr Alltag, wenn der Abstand zum Fremden für die Schüler geringer geworden ist...


    Noch ne Anregung: Ich bin auf eine Gesamtschule gegangen. Das Lieblings-Vorzeigeprojekt der SPD-Stadtregierung. Top Neubau auf einem bewaldeten Hügel, trotzdem recht gut zu errreichen. War ne gute Zeit, das miteinander an der Schule war sehr sozial, die Ergebnisse der zentralen Tests am Ende der 10. und im Abi konnten sich mit den Gymnasien messen. Die Stadt-SPD jubelt, der neue Oberbürgermeister der wiedergewählten SPD hat sich sogar in der Aula der Schule vereidigen lassen.

    Jo.. schön.. was niemand erwähnt: Bevor man an der Schule aufgenommen wird, muss ein regelrechtes Vorstellungsverfahren durchlaufen werden, in dem in der Grundschule erworbene Kenntnisse und vor allem Sozialverhalten getestet werden. Darum finden die Anmeldungen extra ein paar Wochen vor denen aller anderen Schulen statt, da die Ablehnungsquote extrem hoch ist. im Grunde eine totale Pseudo-Gesamtschule.


    Es gibt noch eine Gesamtschule in der Stadt. Die ältere, eine richtige, ohne solche Aufnahmetests, im Stadtzentrum gelegen. Das ist eine der schlechtesten Schulen der ganzen Stadt, in allen Bereichen. Man spricht nicht gerne über sie, doch im Volksmund wird sie liebevoll Achmet-Einstein- Schule genannt.


    Aber ja, so macht man sich die Welt wie sie einem Gefällt.


    Schule ist immer ein Spiegel der Gesellschaft.

  • Also ich bin ja immer gerne zur Schule gegangen... :saint:Und in den Jahren wo ich nicht gern hin gegangen bin, lag es nicht an der Schule...


    Ich war auch auf einer Gesamtschule - die einzige in der Gegend, mein Lehrer haben schon meine Eltern unterrichtet und ich kannte alle meine Mitschüler aus der Dorfgemeinschaft. Meine Eltern waren nie zum Elternabend oder ähnliches, außerschulische Angebote gab es nach dem Fall der Mauer auch nicht mehr viele - wir hatten ne Theater-AG, die von einer Mutter geleitet wurde und das war´s dann auch schon. Zum Abitur musste ich auf eine andere Gesamtschule in der nächsten Stadt wechseln, weil nur die eine gymnasiale Oberstufe hatte. Wir haben die gleichen Prüfungen geschrieben wie die verzogenen Elite-Schüler vom Gymnasium nebenan und wurden doch nicht als gleichwertig anerkannt.


    Der Grundschultag meiner Kinder ist heute von vorne bis hinten durchgeplant. Für uns als arbeitende Eltern ist das auch wichtig, da wir die Kinder nicht mehr alleine lassen können/dürfen, so wie es bei uns damals Standard war - wir sind nach der Schule allein nach Hause gefahren, haben uns mit Freunden getroffen, unsere Hausaufgaben selbstständig gemacht, oder eben nicht, die Konsequenzen hatten wir zu tragen.


    Heute scheint es Standard, dass die Eltern die Hausaufgaben der Kinder machen nachdem sie sie von der Schule abgeholt, bekocht und bespaßt haben.

    Man wird komisch angesehen, wenn man das Kind alleine einen 20minütigen Feldweg laufen lässt und kritisiert, wenn man die Fehler der Kinder nicht korrigiert. Nicht von den Lehrern. Von anderen Eltern! Manchmal habe ich das Gefühl, dass man besorgt ist, dass es Standard werden könnte, die Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen.


    Durch meine ehrenamtliche Arbeit an der Grundschule sehe ich so einiges von verschiedenen Seiten. Ich bin von Anfang an in engem Kontakt mit Lehrern, Betreuern und auch anderen Eltern. Ich sehe, dass das Schulsystem immer verworrener und unverständlicher wird. Gleichzeitig sehe ich, dass die Eltern ihre gesamte Verantwortung auf die Schule abwälzen. Erziehung und Wissensvermittlung findet nicht mehr zu Hause statt, sondern wird von der Schule, den Lehrern, erwartet. Die Kinder sollen sich nicht mehr selber Informieren und Wissen erarbeiten, sondern man erwartet, dass sie alles auf dem Silbertablett serviert bekommen. Und alles was nicht in´s Weltbild der Eltern passt, wird verteufelt und zu Tode kritisiert. Man setzt die Kinder daheim vor den Fernseher, stopft sie mir Softdrinks und ungesundem Essen voll, überschüttet sie mit allem möglichen Technikkram, nimmt ihnen jegliche Hürde aus dem Weg und wundert sich dann, dass sie in der Schule nicht aufnahmefähig sind und keine soziale Kompetenz entwickeln. Ich stell das jetzt mal absichtlich überspitzt dar.


    Alles in allem meine ich, dass der Wert eines Systems nicht am System gemessen werden kann sondern an den Menschen, die dieses System lebendig machen. Wenn Menschen nicht funktionieren, liegt das niemals am System sondern am Menschen selbst. Meine ich.

    "I live my dream today,
    I lived it yesterday
    an I´ll be living yours tomorrow
    So don´t look at me that way"
    :whistling:

  • Ich habe den Lesch eigentlich immer ganz gerne gesehen, wenn es denn um Astrophysik geht, aber hier lieber Lesch ist es nur Geschwafel, das die Thematik wohl streift, aber ansonsten voll vorbeigeht.


    Mein Senf dazu baut auf einer Frage auf die da lautet : Warum ist oder war das Bildungsniveau von Hauptschülern der 60iger und anfänglichen 70igern des vorigen Jahrhunderts höher als das Bildungsniveau der Gymnasiasten von heute.


    Wer einfach mal ehrlich zu sich selber ist und diese Frage vollkommen unvoreingenommen und ohne politisch/ideologische Verblendung betrachtet und beantwortet, kommt zwangsweise zum richtigen Ergebnis ohne das ich das hier beschreiben muß. :)



    Und alles was nicht in´s Weltbild der Eltern passt, wird verteufelt und zu Tode kritisiert.

    Dazu muß es aber erstmal gekommen sein.

    Man setzt die Kinder daheim vor den Fernseher, stopft sie mir Softdrinks und ungesundem Essen voll, überschüttet sie mit allem möglichen Technikkram, nimmt ihnen jegliche Hürde aus dem Weg und wundert sich dann, dass sie in der Schule nicht aufnahmefähig sind und keine soziale Kompetenz entwickeln

    Stimmt, hängt aber vom System ab in dem man lebt.

    Ich stell das jetzt mal absichtlich überspitzt dar.

    absolut nicht überspitzt, sondern stellenweise grausame Realitat.

    Alles in allem meine ich, dass der Wert eines Systems nicht am System gemessen werden kann sondern an den Menschen, die dieses System lebendig machen.

    Doch, weil das System in dem Menschen leben, Menschen zu dem machen was sie sind.

    Wenn Menschen nicht funktionieren, liegt das niemals am System sondern am Menschen selbst. Meine ich.

    Doch, Systeme die am Menschen vorbeigehen, weil sie natürliche Eigenschaften nicht beachten oder/vielmehr mit Absicht mißachten, liefern die Grundlage das es halt schief geht und das können wir seit den letzten 50 Jahren kontinuierlich beobachten.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Ich habe den Lesch eigentlich immer ganz gerne gesehen, wenn es denn um Astrophysik geht, aber hier lieber Lesch ist es nur Geschwafel, das die Thematik wohl streift, aber ansonsten voll vorbeigeht.

    Hier zeigt er einfach, dass er sich mal populistisch äußern wollte. Halt in alle Richtungen so'n bisschen, aber keine richtungweisende Aussage machen.

    Wo er Recht hat ist definitiv die Zeit. Das denke ich mir auch immer. Am besten bis 70 Arbeiten, aber unter 18 das Abi machen... da passt was nicht zusammen. Aber wenn er den Mangel an Fachwissen zu Gunsten des Erwerbs von Kompetenzen kritisiert, dann will er zurück zum Alten. Die besondere Förderung von "kreativen" Fächern wie Sport und Musik soll aber eben die Intuition stärken und damit die Kompetenzen, nicht das Fachwissen. Dafür müsste man einfach büffeln.

    Den Vergleich mit den angelsächsischen privaten Eliteschulen fand ich dann zum kotzen, denn das angelsächsische System ist wohl eines der schlechtesten der Welt, wenn es um generelle Bildung der breiten Bevölkerung geht. Die haben ihre Reichen, die die Hochschulen ihrer Kinder finanzieren, und der Rest kann sehen wo er bleibt. Klar, wenn auf eine Uni eh nur Jugendliche kommen, die schon ihr ganzes Leben von ihren wohlhabenden Eltern bzw. deren Personal auf hohe Abschlüsse gedrillt wurden, kann man da auch ein anderes Programm auflegen.


    Ich war auch auf einer Gesamtschule - die einzige in der Gegend, mein Lehrer haben schon meine Eltern unterrichtet und ich kannte alle meine Mitschüler aus der Dorfgemeinschaft.

    Eben, sage ich ja. Wenn das Milieu stimmt ist eine Gesamtschule eine gute Sache. Ich finde es bspw sehr viel besser, wenn erst frühestens in der 7. nach angestrebtem Abschluss differenziert wird. Gerade in den Teenagerjahren verändern sich Menschen so sehr, dass eine Einordnung zuvor eigentlich unsinnig ist. Nach der 4. wäre ich bspw "nur" auf eine Realschule gekommen, die Oberstufe hat mir dann aber später mit Abstand am meisten Spaß in der Schulzeit gemacht und das Abi habe ich locker bekommen.

    Auch das Kennenlernen aller "sozialen Klassen" finde ich gut. Sowohl, dass man Freunde aus verschiedenen Schichten hat, als auch, dass man mal in alle Berufe rein guckt. Das funktioniert aber nur solange gut, wie die Unterschiede der Schüler nur in der Lernfähigkeit bzw Interessenlage bestehen. Also sprich wenn alle grundliegend das Ziel haben einen Abschluss zu machen, wenn alle einigermaßen gut erzogen sind usw. Wenn man an einer Schule jedoch neben dieser "normalen" Gruppe noch andere Gruppen hat, die erst mal auf die eine oder andere Weise integriert werden müssen, dann nimmt das verständlicher Weise Zeit des Lehrers in Anspruch, die er normalerweise in die "normalen" Schüler investieren könnte. Das Ergebnis ist dann, dass keine der Gruppen die volle Aufmerksamkeit bekommt die sie benötigt. Und da macht ein gegliedertes Schulsystem m.M.n. dann sehr viel mehr Sinn.

  • Ich hab vor 4 Monaten mein Grundschullehrer mal gefragt wie die Bildungsinteresse der Schüler sei. Er sagte nur das die Interesse stark gesunken ist.


    Liegt aber eher daran das viele mit Hartz 4 aufwachsen und aus dem Trott nicht rauskommen, bekommen es teilweise auch vorgelebt . Geld bekommen ohne jemals Arbeiten zu gehen. Schule abgebrochen wegen Schwangerschaft. Es gibt noch mehr Beispiele, man kann vieles aufzählen.


    Die heutige Jugend wirtschaftet sich doch selber dumm, liegt aber größtenteils an der Erziehung.

  • Liegt aber eher daran das viele mit Hartz 4 aufwachsen und aus dem Trott nicht rauskommen

    Das ist so eines dieser vielen Vorurteile, die fleißgst gehegt und gepflegt werden, damit sich die breite Masse nicht an der niederschmetternden Bildungspolitik des Staates reibt.

    Ich war in den siebzigern des letzten Jahrtausends Hauptschüler. Trotzdem schaffte ich einen Hauptschulabschluß mit 2,5, obwohl unser Lernpensum erheblich höher war als das der Gymnasiasten von heute. Bekomme ich von meiner lieben Tochter täglich vorgelebt.


    Abitur habe ich übrigens in der Abendschule gemacht. Tagsüber arbeiten und abends in die Schule, war streßig aber eine geile Zeit.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Lesch und Konsorten sind auch mit schuld an der Miesere.
    Dieses ganze Hochglanz-"Bildungsfernsehen" vermittelt NULL Wissen, sondern lediglich Ahnungen.
    Die Leute, und vor allem junge Leute saugen sowas auf und verwechseln es mit Wissen, obwohl jegliche Grundlage dafür fehlt. Viele säuseln dieses Zeug nach, ohne auch nur eine Gleichung lösen zu können, oder überhaupt einmal ein Buch über das jeweilige Thema gelesen zu haben (außer vlt Leschs-Kosmos ^^).
    Ich bekomme das oft im öffentlichen Nahverkehr mit, wenn junge Leute ihr Halbwissen miteinander austauschen und sich mir dann die Fußnägel hochrollen.
    Es scheint hip zu sein, zu leschisieren und zu quarksisieren.
    Auch im Bekanntenkreis hab ich genug Menschen, die aus solchen Sendungen ihren Gesprächsstoff aggregieren.
    Ich will gar nicht auf oberschlau tun. Denn ich weiß nicht so arg viel, stehe aber dazu. Den umgekehrten Effekt bemerke ich aber ständig um mich herum.
    Überall trifft man sie, die Quantenphysiker, die Exo-Zoologen, die Geschichtsprofessoren...


    Warum sollten junge Leute auch pauken, wenns doch die Intellektualität gratis über Youtube und das Fernsehen gibt?
    Bei so Kuriositäten wie MrWissenToGo, MrWissenMachtAh, MrWissenMachtSpass oder Lesch, Quarks, Galileo, Welt der Wunder...

    Es wird Zeit, dass Menschen wieder Wissen lernen und aufhören Ahnung dafür zu halten.

    Was die Welt dir nicht gab,
    das kann die Welt dir nicht nehmen!

  • Und Wissen ist dann für dich was genau?

    Ohne die genannten Formate in Schutz zu nehmen (bis auf Musstewissen Geschichte verfolge ich nichts davon), ist es sinnvoller einfach irgendetwas auswendigzulernen oder wie meinst du das?


    Ich sehe solche Videos eher als Anfangspunkt, von welchem ich mich entweder weitergehend informiere oder es sein lasse bei Nicht-Interesse des Themas, vorausgesetzt ich muss mich mit diesem nicht zwingend befassen.

  • Zitat

    Und Wissen ist dann für dich was genau?

    Ohne die genannten Formate in Schutz zu nehmen (bis auf Musstewissen Geschichte verfolge ich nichts davon), ist es sinnvoller einfach irgendetwas auswendigzulernen oder wie meinst du das?

    Naja, wie wärs mit ganz klassischem Lernen. Sich mit einer Sache beschäftigen, bis man sie kann.
    Alles Andere ist doch nur gespeicherte Plapperei. ^^

    Was die Welt dir nicht gab,
    das kann die Welt dir nicht nehmen!

  • Sich mit einer Sache beschäftigen, bis man sie kann.

    Naja definiere "können" :ugly:


    Lehrstuhlinhaber? Selbst von solchen habe ich schon Sachen gehört, die einfach als veraltet oder widerlegt gelten. Von gegensätzlichen Theorien ganz zu schweigen. Allein jetzt mal für Geschichte gesprochen, ist da das benötigte Wissen so weit gefächert, dass man unmöglich alles lernen kann in einem Menschenleben.


    Btw finde ich MrWissen to Go ziemlich gut für Allgemeinbildung. Wäre klasse, wenn der Durchschnitt auf diesem Niveau wäre :D

  • Aus eigener Erfahrung: Das "Wiederholen bis man's kann" bringt mal Null was. Kannst du meine Eltern und zahlreiche Nachhilfelehrer fragen. Hunderte Male Mathe wiederholt und gelernt, bei Buchstaben in den Rechnungen hörte es bei mir einfach aus.

    Habe erst in der Ausbildung angefangen mich mehr mit Mathematik auseinander zu setzen. Die Motivation hat da wohl einfach gefehlt, der Wille aus dem Drecksloch was mein Lehrbetrieb ist rauszukommen hat aus nem 5er Kandidaten einen 2er gemacht. Wenn der Kandidat nicht will und nicht erreicht werden kann helfen auch Millionenfache Wiederholungen nicht.


    Das ist auch so eine Tatsache die unsere Müllkippe von Bildungssystem nicht kapieren will.


    Gibt zig Youtuber die besser unterrichten als unsere Lehrer. Aber Gallileo und Co. sind was für die Kkatschköppe auf dem Sonder- und Hauptschulhof die sich für besonders gescheite Intelligenzbestien halten weil sie den Rotz den sie vortags im TV gesehen haben mal nicht nach einer Stunde vergessen haben oder zur Abwechslung mal verstanden haben worum es überhaupt ging.


    Das Bildungssystem wie es jetzt ist hat fertig. Mit preußischer Selektion und Aufteilung in Malocher, Betriebsleiter und Betriebsinhaber wird man im 21. Jahrhundert keine Blumentöpfe mehr gewinnen können.


    Wie die Zukunft aussehen könnte zeigt der "Endeckungstour" Modus aus Assassins Creed Origins und Odyssey. Wer was über Ägypten und Griechenland lernen will oder allgemein seinen Horizont erweitern will lege ich diesen nahe.


    Und einfach mal ein Buch zu einem Thema lesen was einen interssiert oder beruflich weiterhilft eröffnet einem bildungsmässig ganz neue Perspektiven.

  • Wie die Zukunft aussehen könnte zeigt der "Endeckungstour" Modus aus Assassins Creed Origins und Odyssey. Wer was über Ägypten und Griechenland lernen will oder allgemein seinen Horizont erweitern will lege ich diesen nah

    Ich habe da jetzt im Grunde keinen Unterschied zu ner normalen Doku gesehen? ?(


    Da fand ich z.B. Age of Empires 2 ganz cool, wo man die Geschichte auch wirklich nachspielen konnte. ^^




    Und wenn es nur so einfach wäre schlicht ein paar Bücher auszuteilen. ^^

    Beim lesen bleibt irgendwie so um die 20% hängen, wenn man drüber diskutiert 50% und wenn man es dann anwendet um die 70% oder so. Mal aus der Erinnerung.

    Und durch Wiederholung setzt sich Wissen definitiv. Wissen setzt sich besser, wenn man es bspw. mit positiven Gefühlen und bereits gemachten Erkenntnissen verknüpfen kann, dann braucht man weniger Wiederholungen, aber denjenigen möchte ich sehen, der ohne Wiederholung das ABC, Autofahren oder seinen Beruf erlernt hat....


    Jammern und Klagen über Lehrer können immer viele. Dann geht doch mal an die Schulen und guckt, ob ihr die Schüler besser motivieren könnt. In Zeiten des Lehrermangels werden z.B. Hausaufgabenhilfen meist dringend gesucht. ^^

  • Aus eigener Erfahrung: Das "Wiederholen bis man's kann" bringt mal Null was. Kannst du meine Eltern und zahlreiche Nachhilfelehrer fragen. Hunderte Male Mathe wiederholt und gelernt, bei Buchstaben in den Rechnungen hörte es bei mir einfach aus.

    Lernen ist eine komische Sache - ich hab während der Ausbildung in Haushalts Kassen und Rechnungswesen schriftlich so versagt (zwei Punkte) so versagt, das ich noch mal mündlich nach geprüft werden musste (14 Punkte). Und kurz nach der Ausbildung hab ich gedacht ich begreif den scheiß nie und hab angefangen in einer Bar/Club/Disc zu arbeiten, dann wurde ich mehr oder weniger von meiner Mutter gezwungen für Ihren Verein den Schatzmeister zu machen, dann hab ich irgendwann die Buchhaltung für die Kneipe gemacht und heute mach ich das komplette HKR-Wesen und die Lohnbuchhaltung für eine nicht gerade kleine Firma.


    Heute muss ich sagen, mein Ausbildungsbetrieb und meine Berufsschule waren einfach nur Scheiße und auch das was ich im Verwaltungsseminar gelernt habe war abseits jeder Praxis. Irgendwie fand ich persönlich das ganze Schul und Hochschulwesen von der sechsten Klasse ab, bescheuert...

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Hei!

    ich hatte vor kurzem die Gelegenheit eine Anerkennungsprüfung abzulegen aufgrund meiner Berufserfahrung...d.h. ich hatte zwei Schultage (Refresher Days) und den Tag darauf eine dreißigminütige Mündliche Prüfung. Da hatte ich dieses Jahr die letzte Möglichkeit. Ab nächstes Jahr muss man wenn man dieses Anerkennung will eine zweijährige Ausbildung machen mit schriftlicher und Mündlicher Prüfung...ich hatte glück noch in so einen Anerkennungskurs rein zu kommen...

    Hier war Bildung mal keine vergeudete Zeit...für jemand der diese Zweijährige Ausbildung machen muss irgendwie schon...:prost:

  • Wer braucht schon Bildung oder Schule.


    Call-Center-Agent, das ist doch ein super Job.


    Ganzen Tag Geklingel, Generve und Geschreie. Und abends darf man sich die Hucke volsaufen, um zu vergessen. Mit etwas Glück bringt einen das auch ins frühe Grab, dann hat man es wenigstens hinter sich. K strowosći!

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