"Männer", oder wenn Erwachsene bei Filmtrailern weinen.

Schon gewusst…?

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  • Hiho,

    nach dem ganzen Umweltgedöns möchte ich mal was neues zum Zanken aufmachen.

    Und zwar geht es um die "Männer" meiner Generation den sogenannten "Milenials".


    Ich frage mich wirklich was bitte vor 20, 30 Jahren falsch gelaufen ist das das Männerbild und das Selbstbild der Männer so im Eimer ist.


    Erwachsene Männer heulen bei verdammten Star Wars Trailern, laden Videos hoch wo sie bei "Recations" wie kleine Mädchen losflennen weil ihr Lieblingssuperheld getötet worden ist. Auch habe ich das Gefühl das diese "Herren" wie Kinder behandelt werden wollen.


    Das sogar noch wenn man selbst Kinder hat. Haben Väter früher noch etwas mit ihren Söhnen unternommen, wo ich mittlerweile dankbar das mein Erzeuger mit uns raus ist, hockt man nur noch vor der Glotze oder der Konsole.


    Ich weiß nicht ob das an den sinkenden Testosteronspiegel liegt, aber was weiß ich.

    Ist was im Bildungssystem falsch gelaufen?

    Ist was in der Erziehung falsch gelaufen?

    Ist was in der Gesellschaft falsch gelaufen?

    Liegt das daran das sie oft von Alleinerziehenden Müttern groß gezogen wurden ?

  • Und zwar geht es um die "Männer" meiner Generation den sogenannten "Milenials".

    Sind das die, die an den Volkstod und den Großen Austausch glauben, Angst vor kleinen, autistischen Mädchen habe, die keine Frauen abbekommen, weil sie zu weiß sind und deswegen aus Trotz die Umwelt zerstören? :ugly:

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Wer ein bisschen Ahnung hat weiß das ein "Milenial" nichts mit Politik zu tin hat.

    Hier sind Menschen die zwischen 1981-1996 geboren sind mit gemeint.


    Und sind das die die keine Frauen abbekommen nicht diese Typen Bauweise: Malte-Torben die immer mit auf gewissen "grünen" Demos mitgehen im Glauben damit bei Wiebke zu punkten obwohl diese ganz eindeutig mit Hakan von McFit geht ?

  • Nicht zu vergessen, dass Wiebke irgendeine geistige Behinderung hat, deshalb nicht ganz stabil ist und zu Selbstverletzung tendiert. Das ist auch der Grund warum sie gerne die minderwertige Schlampe für Hakan ist. Malte-Torben macht jedoch gerade diese Situation irgendwie geil, was er aber nie zugeben würde, da er ja schon behauptet hat schwul zu sein, um von Wiebke überhaupt geduldet zu werden, weil sie heterosexuelle weiße Männer irgendwie sexistisch findet. :ugly:

  • Ok, wird ja ein bisschen Off-Topic.


    Also meine Theorie ist das die Herren meiner Generation oft von Beginn an keine Chance hatten richtige Männer zu werden.


    Oft ist Papa schon weg wenn man den ersten Schultag hat. Dann ist nur Mama da. Mama hat Papas Verschwinden nicht gut verdaut und bringt Junior bei das Männer "schlecht" sind.


    Szenario B ist das die Scheidung in den prägendsten Jahren eines Heranwachsenden statt gefunden hat. Papa zieht aus, Mama bleibt verbittert zurück. Kontakt jedes zweite Wochenende, wenn überhaupt, auch hier ist eine verbitterte Mutter und ein fehlendes männliches Vorbild das Problem.



    In der Schule waren trotz katholischen Hintergrund Scheidungskinder und Schlüsselkinder die Mehrheit. Viele fatale Fehler in der Erziehung werden begangen und wurden begangen. Egal wie beschissen man sportlich und schulisch man abschließt, man wird belohnt. Die Lehrer reden die Unzulänglichkeiten des Schülers schön, die Lektion das Versagen zum Leben gehört werden zu spät vermittelt. Auch die Vermittlung eines gesunden Männerbildes kann man vergessen, Männer dürfen weich,schwach weibisch sein, die klassischen Männerbilder werden verteufelt.


    Da die klassischen Helden Tabu sind, "erwachsen" zu werden aberzogen ist und männliche Vorbilder fehlen rettet man sich in die diversen Comicwelten. Ein beschissenes Elternhaus darf man da natürlich nicht vergessen.


    Nun haben wir einen verkorksten Jungen der auf eine wertelose Gesellschaft trifft. Verantwortung, Familie, Heimat, alles ausgehölte Begriffe. Noch dazu das Privileg in einer langen Friedensphase geboren zu werden, selbst der kalte Krieg ist ein Mysterium geworden, eine seit über 60 Jahre wohlhabende Gesellschaft verlangt nichts mehr ab.


    Mit der größten Errungenschaft des 21. Jahrhundert, dem Internet, kann man sich noch weiter vor der Realität verbergen, sich in eine Blase voller Gleichgesinnter einlullen, alle anderen aussperren.


    Herausgekommen sind willensschwache weinerliche Grasfresser die sich für nichts scheren außer für sich selbst. Volän meiner Generation erwarte ich nichts mehr, mit diesen "Männern" gewinnen wir nichts mehr.

  • Ich glaube die Antwort ist relativ einfach.

    Wir "Milenials" sind in einer Zeit groß geworden, in der sowohl die klassischen Rollenbilder wie auch die die alten Erziehungsmethoden in Frage gestellt und neu definiert wurden.

    Das so ein Prozess eine Kluft zwischen denen mit eher konservativer Erziehung und denen mit neueren Ansätzen schafft ist praktisch unvermeidlich.

    Bei den meisten wachsen sich die gröbsten Unterschiede mit der Zeit raus und der Mittelwert zwischen beiden Extremen wird zu "neuen" Norm in dieser Generation, während die nächste Generation den Wandel nach ihren eigenen Bedürfnissen entweder weiter voran treibt oder wieder zurück steuert.


    Was bei "uns Milenials" und GenZ neu ist, ist der Faktor Internet.

    Wo die "komischen" Leute in den vorausgehenden Generationen vergleichsweise wenige Möglichkeiten hatten sich in ihrer Andersartigkeit validieren zu lassen, da haben wir unsere endlose Auswahl an Echokammern in denen wir nur hören was wir hören wollen.


    Ich denke, dass sich lediglich das Selbstverständnis der Männer meiner Generation geändert hat.

    So ziemlich alle anderen "Milenials" die ich kenne stehen in Lohn und Brot und führen vergleichsweise "normale" Leben.

    Sie unternehmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten genau so Dinge mit ihren Kindern wie ihre Eltern es mit ihnen gemacht haben.

    Viele von ihnen sogar mehr, gerade weil sie sich noch das Kind im Inneren erhalten haben.


    Auf der anderen Seite haben wir gerade in den Großstädten eine zunehmende Vereinsamung der Menschen die durch sozial media und den einhergehenden Narzissmus noch weiter verschärft wird.

    Viele Leute sind unfähig geworden eine echte und befriedigende menschliche Beziehung zu anderen Menschen auf zu bauen und suchen ihre emotionale Katharsis anderswo.

    In die selbe Kerbe schlagen dann z.b. auch diese "Reaktions" für einige ist das praktisch die McDonalds Variante von emotionalen Erlebnissen. Und wo es eine Nachfrage gibt entsteht auch ein Angebot.


    Vielleicht überdenke ich das aber auch bloß wieder und Freud hatte doch recht mit seinem Mamakomplex...:ugly:

    Ich wage alles was dem Manne ziemt;
    Wer mehr wagt ist kein Mann!

  • Zitat von Ichda

    Ist was im Bildungssystem falsch gelaufen?

    Ja! Genau!


    Zitat von Ichda

    Ist was in der Erziehung falsch gelaufen?

    Exakt.


    Zitat von Ichda

    Ist was in der Gesellschaft falsch gelaufen?

    Definitiv!!!

    Zitat von Ichda

    Liegt das daran das sie oft von Alleinerziehenden Müttern groß gezogen wurden ?

    Das sowieso.


    Es läuft auch in den Medien, in der Popkultur und in der Politik etwas gewaltig schief.

    Denn die forcieren diese Entwicklung sogar noch ganz gezielt über Programmatik und entsprechendem positivem Framing.

    Und das auch noch in einer überhohen, dem Mehrheitsdenken widersprechenden Weise.


    Es erscheint mir immer wieder, wie die Erziehung der Menschen hin zu unisexuellen Konsumwesen. Hipsters everywhere.

    Es ist auch gar nicht der Trend zur Androgynität, der mir da Sorgen bereitet. Den gabs vermutlich schon ein paar Mal in der Geschichte in vielen Kulturen und die Menschheit hat ihn immer überlebt.

    Mich stört die emotionale Entwicklung. Diese neue Mensch-Software kommt völlig ohne emotionale Firewall und ist in jeder Hinsicht hoch trigger-bar.

    Sie hat eine API, offen wie ein Scheunentor. Um das mal als Software-Entwickler auszudrücken.

    Was die Welt dir nicht gab,
    das kann die Welt dir nicht nehmen!

  • Ich denke das liegt gar nicht so sehr an bestimmten Jahrgängen, sondern ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Als ich in den 90gern in der Grundschule war, hatten wir durchaus noch Lehrer der alten Schule dabei, die z.B. eine Schlägerei mit einem "selbst Schuld, wenn du anfängst" kommentiert haben. Heute ist es ja schon Körperverletzung, wenn man unterschiedlicher Meinung ist. :ugly:

    Wie sind sich früher die Politiker im Bundestag auf persönlicher Ebene angegangen... heute heulen die Leute schon bei der AfD.

    Naturkundemuseen, Waldschulen etc mit ausgestopften Tieren waren mal was interessantes.. .trag heute mal einen Lammfellkragen. :P


    Ich habe keine Ahnung woher das kommt. Wir leben auch in seltsamen Zeiten. Einerseits die Relativierung aller Werte. Selbst biologische Männlichkeit und Weiblichkeit sind relativ, Familiengründung längst nicht mehr das primäre Ziel, Moral ist Ansichtssache. Spaß, Selbstverwirklichung und Toleranz sind (scheinbar) die einzigen Gebote. Gleichzeitig aber heulen immer mehr Leute wegen jeder Scheiße rum und fordern immer mehr Verbote, ordnen sich verstärkt wieder irgendwelchen radikalen Imperativen unter und denken gar nicht mehr an Kompromisse.

    Vielleicht ist der Bogen der grenzenlosen Freiheit, Individualität und Inhaltslosigkeit überspannt und das Pendel schlägt wieder um hin zum anderen Pol, wie es in der Geistesgeschichte so oft vorkam.

  • Internet und (As)Soziale Medien, bei Erwachsenen macht das schon einen weichen Keks - aber Kinder und Jugendliche ist das fatal.


    Smartphone nicht unter 14

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Am Ende behält der gute alte Julius doch Recht. Um religiöse Angelegenheiten kümmern sich die Germanen eher weniger. Sogar in einem eigentlich religiösen Forum...



    Millenial schreibt sich mit Doppel-l. Und auf Deutsch haben wir das schöne Äquivalent „Jahrtausender”. Wahrscheinlich bin ich zu wenig Germane, um mich von der Bewunderung für alles Angelsächsiche, schließlich auch germanisch, anstecken zu lassen.



    Mal 'ne Frage, ihr harten Kerle, ihr Recken, ihr starken und breitschultrigen ihr, darf eurer Meinung nach denn ein Mann, möge er auch ein Urning sein und leicht weibisch in seiner Gestik, denn als Erzieher in einem Kindergarten arbeiten, oder entspricht das so gar nicht dem klassischen und darum wirklichen und einzigen Männerbild, das es zu etablieren gilt?

  • Wann ist man denn ein "richtiger Mann"?

    Wenn er weder Links noch Grün ist :ugly:

    Wer entscheidet das?

    Immer die Anderen

    Ulfberth   Ichda  

    Kann das sein, das Ihr eher ein komisches Frauenbild habt :ugly: Bitte macht doch noch ein Thema über die Frau von heute auf, wegen der Gleichberechtigung

    „Ich bin so etwas wie ein Antikörper der New-Age-Bewegung. Meine Funktion besteht darin, auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, hey, weißt du, einiges von all dem Kram könnte auch riesengroßer Quatsch sein!“


    Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam.

  • Kann das sein, das Ihr eher ein komisches Frauenbild habt

    Ich schildere nur ein Musterbeispiel, zusammengesetzt aus den Schicksalen linker Frauen die ich kenne. :whistling:



    Bitte macht doch noch ein Thema über die Frau von heute auf, wegen der Gleichberechtigung


    Fände ich in der Tat interessant. Denn irgendwie tun mir die Frauen noch mehr leid als die Männer.

    Die Männer dürfen irgendwie gar nichts mehr sein. Sind sie "klassische Männer" sind sie ewig gestrige Machos und Sexisten, sind sie "weiche Männer", werden sie von den anderen Männern und den Frauen nicht wirklich respektiert usw.

    Die Frauen aber müssen alles sein. Karrierefrau und Mutter, Topmodell und Ökoemanze, Sexy und doch Kumpeltyp.


    Aber ich glaube so einen Thread hatten wir schon (mehrmals?). Und da die meisten Frauen hier abgewandert sind, würde er wohl auch nicht mehr viel Sinn machen.

  • Die Männer dürfen irgendwie gar nichts mehr sein. Sind sie "klassische Männer" sind sie ewig gestrige Machos und Sexisten, sind sie "weiche Männer", werden sie von den anderen Männern und den Frauen nicht wirklich respektiert usw.

    Die Frauen aber müssen alles sein. Karrierefrau und Mutter, Topmodell und Ökoemanze, Sexy und doch Kumpeltyp.

    Der oder das Zölibat wird immer attraktiver.

  • Mal zur Auflockerung des Themas......:eek:

    Vor ein paar Jahren hat ein befreundeter Marokkaner erzählt, dass sein Opa in der Heimat den Mercedes-Stern vom Auto gerissen und ins Meer geworfen hat, nachdem er hörte, dass sich deutsche Männer die Brust rasieren und Augenbrauen zupfen. :wolfi:


    Naja, mittlerweile sind ja die Araber eigentlich schon die eitelsten Pfauen hier zu Lande. ^^

  • Ich frage mich wirklich was bitte vor 20, 30 Jahren falsch gelaufen ist das das Männerbild und das Selbstbild der Männer so im Eimer ist.


    Ist was in der Gesellschaft falsch gelaufen?

    Frag mal die alt68iger, die Jungsozialisten aus den 70igern, die Apo Fuzzis, die Alternativen die dann die Grünen wurden und alle einen Hang zur RAF hatten und haben.

    Frag die, die eine Umkehr vom Patriarchat zum Matriarchat beitreiben. Frag die, die die ganze Genderscheiße in die Umwelt gesetzt haben. Der ganze Kram ist ein Selbstläufer geworden und ist uns allen mitlerweile über den Kopf gewachsen.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

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