Was tut der Heide wenn er keinen Met (mehr) verträgt ?

Schon gewusst…?

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  • OFF TOPIC

    Tacitus selbst sah sich als Gesellschaftskritiker, der versucht hat, den oberen Zehntausend durch seine Germania den Spiegel ihrerselbst vorzuhalten.

    Was die Germanen zu Tacitus' Zeiten waren (zumindest für konservative Römer), das sind die Slawen im 21. Jh.

  • Was die Germanen zu Tacitus' Zeiten waren (zumindest für konservative Römer), das sind die Slawen im 21. Jh.

    Das machts für alle Beteiligten nicht leichter..... :ugly:

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Es gab zu vielen Zeiten irgendwelche Vorschriften für Opfer für irgendwelche Götter in irgendwelchen Gegenden.

    Nicht alle sind überliefert, nicht alle sind heute ohne strafrechtliche Verfolgung zu realisieren.

    Warum sollten die Götter nicht wie ihre Menschen mit der Zeit gehen können und auch Opfer ohne Alkohol/ Blut der Feinde annehmen?;)

  • Ich bin da eher auf Iwan-Dummerjan Seite.


    Wenn etwas niedergeschrieben ist, dann sollte man sich wenigstens daran orientieren und nicht irgendwas ausgedachtes, weil man es besser findet. Klar koennen die Goetter auch mit der Zeit gehen, aber sich irgendwas zurecht zu spinnen ist doch auch nicht das Mittel der Wahl.


    Als Beispiel: Wenn wir wissen, dass von einem bestimmten Gott/zu einem bestimmten Blot Tieropfer bevorzugt genommen wurden, dann sollten man nicht auf Gemuese ausweichen, sondern auf bereits totes Tier... ... lecker zubereitet und das Schlachten auslassen, nur weil man zB. Vegetarier ist oder einem nicht schmeckt...


    Meine Meinung

  • Mal abgesehen davon, dass wir eh schon viel zu viele Traditionen verloren haben, sehe ich das auch praktisch. Wenn ich weiß, dass der Vater meiner Freundin Zigarren liebt, dann freue ich mich doch, dass man es mir mit der Geschenkidee so einfach macht und komme nicht mit Kaugummis an, weil ich selbst Nichtraucher bin. :P

  • Alkoholkranke Mädchenhändler und Autodiebe? :/


    Auch, lol, aber ich meinte eigentlich mehr, weil generell in den slawischsprachigen Ländern eher konservativerer Wind weht, die Geschlechterrollen sind noch eher traditionell gehalten usw. Wobei das meiner Interpretation mehr was damit zu tun hat, dass diese Länder nach dem Realsozialismus erstmal mehrheitlich mit dem Kapitalismus konfrontiert wurden, ohne rechte Vorbereitung. Materieller Armut wird oft, aber eben auch nicht immer, geistiger Reichtum entgegengesetzt (jaja, auch nicht immer, ich weiss).

    Nicht alle sind überliefert, nicht alle sind heute ohne strafrechtliche Verfolgung zu realisieren.

    Warum sollten die Götter nicht wie ihre Menschen mit der Zeit gehen können und auch Opfer ohne Alkohol/ Blut der Feinde annehmen? ;)

    Na, und deswegen finde ich es auch ganz nützlich ein bisschen was von den Nachbarn zu erfahren. Wie die meisten heidnischen Völker kannten auch die Italiker Menschenopfer. Auch die Griechen. Doch im Laufe der Zeit wechselten diese Völker auf Tiere oder Gebäck oder sogar nur Figurchen, die Menschen oder Tiere darstellten. Also klar kann mit mit seiner Zeit gehen und muss man nicht starr befolgen. Doch ich finde es schön, wenn man einige Orientierungspunkte hat.

    Als Beispiel: Wenn wir wissen, dass von einem bestimmten Gott/zu einem bestimmten Blot Tieropfer bevorzugt genommen wurden, dann sollten man nicht auf Gemuese ausweichen, sondern auf bereits totes Tier... ... lecker zubereitet und das Schlachten auslassen, nur weil man zB. Vegetarier ist oder einem nicht schmeckt...

    Auch wenn ich mir jetzt ziemlich doof vorkomme, weil ich dir hier einwenden muss: ärmere Leute, die sich kein Opfertier leisten konnten, nahmen oft Gebildekuchen dafür. ABer wie gesagt, ich will nicht widersprechen.

  • Mal abgesehen davon, dass wir eh schon viel zu viele Traditionen verloren haben, sehe ich das auch praktisch. Wenn ich weiß, dass der Vater meiner Freundin Zigarren liebt, dann freue ich mich doch, dass man es mir mit der Geschenkidee so einfach macht und komme nicht mit Kaugummis an, weil ich selbst Nichtraucher bin. :P

    Gibt es nicht diese Zigarettenkaugummis noch, die Aussehen wie echt ;) . Die hatte unser Bäcker früher immer .

  • Wenn etwas niedergeschrieben ist, dann sollte man sich wenigstens daran orientieren und nicht irgendwas ausgedachtes, weil man es besser findet.

    was niedergeschriebenes ist immer auch was ausgedachtes...ich gebe nie etwas drauf, nur weil es irgendjemand geschrieben hat aus welchen Gründen auch immer...

    und wenn nichts "ausgedachtes" zu einem "wieder Neu entdeckten" Glauben dazukommt kann er sich auch nicht weiterentwickeln. Dann streitet man sich irgendwann mit anderen "Gleichgesinnten" wer näher an der Wahrheit dran ist. Oder wer sich authentischer an die ohnehin dürftigen Quellen hält.

  • Wie du bereits sagtest, die Quellen sind duerftig genug, dann kann man sich wenigstens daran orientieren.


    Einfach etwas eigenes zu erfinden, ist auch nicht gewinnbringend.


    Das Vorhandene zu erweitern, habe ich nie in Frage gestellt.


    Das ist zumindest meine Meinung. Wer sich gerne etwas komplett eigenes ausdenken will, soll es tun. Wieviel es dann noch mit dem urspruenglichen gemein hat, steht dann aber auf einem anderen Blatt.


    Zumindest waere es dann immer noch heidnisch. :prost:

  • Marvel-Filme sind Interessante Actionen zum anschauen.

    Aber mit Glauben und Überlieferung hat nichts zu tun.

  • Wenn einem die Überlieferung egal ist, kann man genauso gut die Marvel-Filme zu einer Religion erheben.

    Bei den Jedis hat es geklappt.


    https://www.order-of-hope.com/index.php


    http://jedi-tempel.eu/43.html


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Wenn einem die Überlieferung egal ist, kann man genauso gut die Marvel-Filme zu einer Religion erheben. :whistling:

    Und selbst da gibt es marginale Reste von Überlieferungen, sonst hätte der Marvel- Thor keinen Hammer, usw. ( bei nur selbst ausgedachtem wären wir dann schon beim fliegenden Spaghetti- Monster)

    Allerdings interpretiert ja jeder die Quellen, und jeder tut dies anders, mancher hinterfragt sie kritisch, manchem sind sie das Nonplusultra als Dogma. zudem kennt nicht jeder jede Quelle, und es ist teilweise schwierig, tatsächliche Überlieferung von Pseudoüberlieferung zu unterscheiden.

    Dadurch entsteht Reibung, und ich halte das für menschlich und notwendig für Entwicklung.

    Ich weiß nicht, ob es Überlieferungen gibt, wie streng und dogmatisch, oder auch pragmatisch unsere Altvorderen ihre Opfergaben ausgewählt haben.

    Für mich ist es wichtig, dass es von Herzen kommt, und gut.

  • Für mich ist es wichtig, dass es von Herzen kommt, und gut.

    Für Heiden wie Ulfberth , Grout und mich auch. Deswegen legen wir ja wohl auch soviel Wert auf die Tradition und Orthopraxis.


    Es ist nicht so, dass ich Heiden, die eben eher nach Gefühl denn nach Überlieferung (wie spärlich auch immer) opfern, ihr Heidentum aberkenne. Erstens bin ich nicht in dieser Position und zweitens kann doch tatsächlich jeder machen, wie er möchte. Ich halte es einfach für eine Verfälschung, wenn man das Heidentum so darstellt, dass dieses keine Regeln hatte. Dahinter steckt meiner Meinung nach eher der Wunsch, dem als rigide empfundenen Christentum eine freiere Religion entgegenzusetzen.


    Mangels Überlieferungen kann man auch immer noch auf die heidnischen Kulte zurückgreifen, von denen es noch Überlieferungen gibt. Die Kulte der Römer und Griechen weisen viele Übereinstimmungen mit beispielsweise dem japanischen Heidentum, dem Shintoismus, auf. Ich glaube nicht, dass man sich dann zu sehr aus dem Fenster lehnt, wenn man annimmt, bei den Kelten, Germanen, Balten und Slawen habe das Heidentum grundliegend andere Formen angenommen.

  • Im Übrigen: so viel wird man ja auch nicht falsch machen können. Darum geht es auch gar nicht. Es geht einfach nur darum, dass es eben auch in den heidnischen Religionen Regeln gab. Diese bezogen sich nicht so sehr, wie im Christentum, auf die Moral und Ethik, sondern eben pur auf den Kult.

  • Was tut der Heide wenn er keinen Met (mehr) verträgt ?

    Na er trinkt Honigwein - genug gealbert, Ich seh da echt kein Problem, das gilt für mich jedenfalls, Keine Dogmen ergo keine festen Vorschriften theoretisch kannste auch bei Blods auch Wasser reichen oder Strohrum , Schampus oder Milch, Wiskey oder Wodka. Aufgrund von Gesetzern und/oder eigener >Einsicvht opfern wir keinen Bloteber und viele andere Dinge werden nicht mehr praktiziert, sofern sie denn tatsächlich überliefert wurden. Hatten die Romfreundlichen Germanen vor dem Christentum auf ihren Blots cvielleicht sogar Weine aus Italien?


    Es ist das Herz was den Blot ausmacht. die meisten würden sicher keinen Schampus nehmen für den Blot und den rituellen Umtrunk aber Wasser, Bier, Milch? Ja das könnte ich mir leicht vorstellen.

  • Es ist das Herz was den Blot ausmacht. die meisten würden sicher keinen Schampus nehmen für den Blot und den rituellen Umtrunk aber Wasser, Bier, Milch? Ja das könnte ich mir leicht vorstellen.

    :goodpost: da bin ich voll bei dir!

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