Imbolc 2020 - Wintermondfest

Schon gewusst…?

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  • Gestern fuhr ich zu Imbolc (findet bei mir am 2. Vollmond des Jahres statt) in den Schwarzwald, genauer gesagt in das Eyachtal.

    Imbolc so las ich, ist das Fest in welchem man Freyja und Skadi für Fruchtbarkeit und Jagderfolg opfert und dankt.

    Genannt werde als Opfergaben: Räucherwerk, Nüsse, Honig, Getreide Met, Bier ect.


    Also mischte ich eine größere menge Räucherwerk aus meinem Vorrat und besorgte mir naturbelassene Nüsse sowie Bier.

    Die Räuchermischung enthielt größenteils Heideblüten & Aztekisches Traumkraut (Calea zacatechichi) aber auch eine gute Menge Beifublüten, Damianakraut und Fichtenharz.
    Im Volumen waren das etwa 200ml Räucherwerk.


    Als ich ankam spazierte ich ein weile das Eyachtal entlang und lies mich einfach von meinem Herz leiten um die richtigen Orte für die verschiedenen Opfergaben zu finden.

    Zuerst schlug es bei einer Birke am Wegrand aus, hier ging ich etwas tiefer in den Wald und fand nach wenigen Schritten einen kleinen Birkenhain aus jungen Birken.

    Das war perfekt, hier opferte ich die hälfte der Nüsse und den inhalt einer Flasche Bier die ich im Hain mit "lass es dir schmecken" verteilte und dabei Freyja für Fruchtbarkeit auf Äckern, Beeten und Pflanztöpfen dankte und auch für den jungen Birkenhain. =)

    (später kam ich noch darauf das man das auch auf die Wälder beziehen sollte, denn die müssen ja schließlich auch Fruchtbar sein, bleiben oder werden)


    Es roch kräftig aber angenehm nach Bier, die ganzen Naturenergien sprudelten darin auf und es fühlte sich einfach richtig und großartig an dieses Ritual an diesem Tag und diesem Ort abzuhalten.

    Dieser Junge Birkenhain im Eyachtal ist nun ein Biergeweihter Hain Freyjas. :prost:


    Danach ging ich weiter auf der Suche nach einer Blautanne. Denn die Blautanne ist die einzige Baumart die ich bisher in Bezug auf die Göttin Skadi finden konnte.

    (Quelle: Eschenwelten Weltenesche von Voenix)

    Ich kann aber noch nicht einschätzen wie genau dieses Buch ist, da ich es noch nicht gelesen habe, sondern bisher nur als Nachschlagwerk nutze, kann aber bereits mit Sicherheit sagen das es in Bezug der Götter zu ihren Pflanzen unvöllständig ist, abgesehen davon scheint es mir aber ein gutes Nachschlagwerk.


    An einer Stelle, nahe einer löchrigen Dachhütte, zog es mich dann in einen Fichtenhain.

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    Es zog mich einige Meter hinein, da fand ich eine zu etwa 3/4 abgestorbene, ca. 3m hohe junge Fichte oder Tanne, deren übrige Nadeln im oberen drittel schön blau schimmerten.

    Es war zar keine Blautanne aber ich glaube eine Blau- oder Weißfichte.

    Hier fühlte es sich richtig an für Skadi die Nüsse und das Bier als Opfer zu erbringen, nun für Jagderfolg unter alle Heidnische Jägern die an sie Glauben wollen.

    Doch auch für die Fruchtbarkeit unter den Jagdtieren sowie dasselbe und Heilung dieses kleinen Baumes der schon nahe dem Tod ist oder war.

    Dieser kleine zu 3/4 tote sehr schön bläulich schimmernde Nadelbaum, ob er nun überlebt oder nicht, ist nun jedenfalls ein Biergeweihter Baum Skadis. :prost:

    Auch sonst fand ich dort leider nirgendwo eine echte Blautanne. Die sind wirklich selten.


    Dannach ging es weiter zu einem Grillplatz inmitten des Eiyachtales.

    In einem weiterem Birkenhain in der Nähe desselbe, sammelte ich genug Feuerholz, damit deren Glut genug Fläche für das ganze Räucherwerk aufbauen kann.

    xffgv93y.png

    Da das Holz innen etwas Nass war, was im Winter nicht unüblich ist, benötigte ich einiges an Grillanzünder ehe sich eine anständige Glut aufbaute.

    Dabei trank ich dann die dritte Bierflasche die ich für mich selber zu diesem Ritual mitnahm.


    Da ich keinerlei Alkoholtolranz habe, merkte ich das Bier schon nach wenigen schluck, wodurch mir hier und da etwas schwindelig wurde.

    Aber das gehörte dazu, denn dadurch stoßte ich mit den beiden Göttinnen Freyja und Skadi zu Imbolc an, denen ich dasselbe Bier ja zuvor opferte.:prost:

    Dann kam der Augenblick in welchem die Glut endlich stark genug für das Räucherwerk war.

    Ich entnahm es dem Glas und gab alles auf einmal auf die Glut, auch hier wieder mit dem dank für Fruchtbarkeit und Jagderfolg.

    Der Wohltuende Geruch breitete sich schlagartig über die gesamte Umgebung aus, und mir wurde kurz so schwindelig das ich mich hinsetzten musste, aber dennoch fühlte es sich irgendwie gut an.

    Und ich genoß diesen angenehmen kurzen Rausch ehe er wieder verging.


    Es dauerte eine ganze Weile bis alles verräuchert war, währrenddessen kam aus der Richtung in die der Rauch zog ein Gruppe von 3 Personen und setzte sich auf eine der Sitzmöglichkeiten des Grillplatz.

    Die jüngste von ihnen (sah auch schon erwachsen aus) spielte dabei eine Weile ziemlich Wild mit dem Familienhund den ich mitgebracht hatte, während ich mit dem Räuchern beschäftigt war.

    Die ganze Zeit über schien die Sonne und durch den tollen Geruch fühlte es sich sehr nach Frühling an, wie in einer Vision in der Freyja und Skadi wie 2 vogelartige Schmetterlinge voller Kraft aus dem Rauch erschienen und die ganze Umgebung in ihre fantastische, liebende und göttliche Macht füllten.


    Auf dem Weg zurück zum Parkplatz, entdeckte ich dann an einer Kiefer, eine Stelle an der reichlich Harz verhärtet war, ich hatte genau dafür ein kleines Glas mitgenommen und sammelte etwas vom Harz ein, so das die verwundete Stelle verschlossen blieb.

    Zurück bei mir, verräuchte ich dann alle Harzkristalle die ich dort im Schwarzwald fand, um so den Kreis zu schließen in welchem u.a. das Fichtenharz aus meiner Wohnumgebung im Schwarzwald verräuchert wurde und dannach das Harz aus dem Schwarzwald in meiner Wohnumgebung.


    Ein schönes Imbolc. :)


    Das nächste Fest das ansteht, ist das Frühlingsfest am 21. März, zur Sonnentagnachtgleiche.

    Das Feier ich wahrscheinlich auf dem Gipfel des Jusi in der Schwäbischen Alb, auch hier wird es wieder eine Räucherung geben. =)


    Was insebesondere den Alkohol als Opfergabe angeht, denke ich wäre es am besten selbstgemachten Met zu nutzen.

    Ein Projekt das mich reizen würde. Zumal sich daraus auch Liköre herstellen lassen, wie z.b. ein Salbeimet mit den blättern des Gelben Klebesalbei (Salvia glutinosa) oder Alraunenmet mit Alraunenwurzel (Mandragora officinarum) gezogen. :Met:

  • Nue

    Hat den Titel des Themas von „Imbolc 2020 - Mondfest“ zu „Imbolc 2020 - Wintermondfest“ geändert.
  • Danke fuer deinen Bericht.


    Hat genau diese Mischung des Raeucherwerks irgendeine Bewandtnis? Warum ist dort soviel exotisches drin?



    Met selber herzustellen ist gar nicht so schwer. Irgendwo muesste hier auch noch ein Thread dazu sein.


    Das einfachste Rezept, dass ich kenne ist 1:2 honig zu wasser und Backhefe, als Gefaeß ne PET Flasche in der, mit einer Nadel, ein Loch gestochen wurde. :ugly: Selbst das schmeckt noch besser als der Discounter Kram.

  • Das Aztekische Traumkraut hatte ich hier noch herumliegen und wusste nicht so genau wohin damit.

    Denn ich hatte es mal ausprobiert, doch der Geschmack ist so extrem Bitter das es bestenfalls als Brechmittel geeignet ist.


    Als Räucherwerk testete ich es erst letzten aus, zu beginn entfaltet es eine starke Wirkung, die direkt nach dem Räuchern aber quasi sofort wieder verschwindet. Gemischt mit anderen Kräutern die Länger wirken oder erst etwas verzögert einsetzen ist es genial.

    Es ist im Moment der Entfaltung seiner Kräfte eine sehr starke Zauberpflanze.


    Damiana habe ich hier auch in größerer Menge herumliegen, weshalb ich auch hier meinem Herz unter der besinnung auf Freyja folgte um zu erkennen welche Menge denn die richtige ist.

    So stellte ich die gesamte Räuchermischung zusammen, sprich ich bin das ganz dem Gefühl durch die Götter gefolgt, in dem Rahmen der Kräuter und Räucherstoffe die ich hier habe.

    Damiana wirkt beim verräuchern leicht Aphrodisierend und leicht Bewusstseinserweiternd, riecht sehr angenehm und ist ein Lungenkraut. (Gesund für die Lunge)


    Die Heideblüten (Heidekraut) besitze ich in richtig großen Mengen als Schlaftee und Entspannungsmittel bei Stress.

    Aber auch diese ist eine kräftige Zauberpflanze, die beim Verräuchern ganz fantastisch wirkt. Auch habe ich gelesen das sie als Beirufungskraut dient, Also um z.b. Götter zu rufen und den Bereich vor allem zu schützen das nicht kommen soll. Zudem duftet sie hervorragend.

    Deshalb machte sie den größten Anteil in der Mischung aus.


    Die Beifußblüten stammen aus eigenem Anbau, weshalb die Menge doch etwas begrenzt ist, da meine Anbaufläche sich arg in Grenzen hält.

    Hier werde ich dieses Jahr wilde Beifußblüten im August sammeln, da das Kraut ja überall am Feldrand wächst.

    Die Aufbereitung der Beifußblüten ist aber recht aufwendig und ich muss ständig dabei niesen wegen des Salbeiartigen Duftes, der die Nebenhöhlen reinigt.

    Dafür aber ist damit sogar ein Räucherfeuerwerk möglich. =)

    Die Beifußblüten wirken beim Verräuchern erstklassig reinigend, bewusstseinserweiternd & klärend, sowie entspannend und ausgleichend.


    Das Fichtenharz habe ich selber aus den Wäldern hier gesammelt und gehört zu den besten Räucherstoffen die wir bei uns in der Natur finden können.

    Es wirkt hervorragend Bewusstseinsklärend & erweiternd sowie reinigend, entspannend und ausgleichend.


    Eines meiner Ziele ist natürlich, so viele Zugaben wie möglich selber Anzubauen oder zu Sammeln.

    Räucherwerk aus anderen Regionen der Welt teste ich aber auch einfach gerne aus, weshalb ich auch immer recht viel Copal zuhause rumliegen habe. Unsere Nadelbaumharze wirken ebenso gut, es riecht aber anders.

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