Tierisches (?) aus allen neun Welten

Schon gewusst…?

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  • Ich vermute, viele von uns - sofern Örtlichkeit des Wohnsitzes und Zeit es gestatten - sind des Öfteren in der Natur. Es würde mich freuen, über eventuelle Erlebnisse zu lesen, die Ihr dabei mit der Tier(?)welt hattet. Erlebnisse, die sich im Grunde zwar problemlos logisch erklären lassen, die jedoch mitunter ein gewisses "Hmmm-Gefühl" erzeugen und somit Spielraum für persönliche Interpretationen lassen.


    Um zu veranschaulichen, was ich damit meine, ein paar Beispiele aus eigener Erfahrung. Nennen wir den Hund, der mich grundsätzlich begleitet und ein guter Indikator dafür ist, ob ich mir Sachen wie Geräusche nur einbilde, im Folgenden einfach "Brüderchen".


    - Auf einem Weg, der an einem Wald entlangführte, blieb Brüderchen abrupt stehen. Ich folgte seinem Blick und sah einen jungen Vogel am Waldrand liegen. Zwar konnte ich in den Bäumen kein Nest erkennen, dass aus dem er hätte gefallen sein können, doch wollte das nichts heißen. Ich stellte mich schon auf die übliche Diskussion mit dem Hund ein, dass nicht alles auf dieser Welt nur dazu geboren worden ist, um von ihm gefressen zu werden.


    Stattdessen, ganz entgegen seiner Gewohnheit, näherte er sich sanft dem Vogel. Wedelte mit der Rute und legte sich auf dem Boden ab. Darüber verblüfft sah ich mir den Vogel an. Nun bin ich zwar grundsätzlich der Meinung, dass man der Natur ihren Lauf lassen solle, doch kam mir dieser gefiederte Geselle irgendwie seltsam vor.


    Weshalb ich nach einigen Sekunden resiginiert seufzte und mit Brüderchen zurück zu unserem zehn Minuten entfernten Lagerplatz ging. Um, ausgestattet mit Handschuhen und provisorischem Tragebehältnis, wiederzukommen. Der Vogel war nun allerdings weg. Nun kann man davon ausgehen, dass ihn in der Zwischenzeit ein Räuber geholt hatte. Doch ließ Brüderchen nichts erkennen, was geruchlich auf diese Variante hindeutete.


    In sich überaus unspektakulär. Und dennoch: Noch heute denke ich hin und wieder daran zurück. Und frage mich, ob Frija mich irgendwie auf die Probe gestellt hat. Oder aber - wozu ich irgendwie mehr tendiere - sich ein Wesen des Waldes mit mir einen Schabernack erlaubt hat. Und sich scheckig gelacht hat, während ich, wie ein behandschuhter Trottel auf allen Vieren rumrobbte.


    - Des Nachts, wir näherten uns den Lichtern der Zivilisation, hörte ich etwa hundert Meter schräg hinter uns aus dem Dunkel laute Schreie. Wie die eines Kindes. Auch Brüderchen starrte augenblicklich in die gleiche Richtung. Nun weiß ich natürlich, dass einige Tiere sich wie Kinder anhören. Weshalb ich davon ausging, dass möglicherweise ein Tier in Not geraten war. So ignorierte ich das seltsame Unbehagen, das ich verspürte und ging in die Richtung. Zumindest so lange, bis die Schleppleine spannte.


    Ich drehte mich um und sah, dass Brüderchen sich trotzig hingesetzt hatte. Abwechselnd mich und den vermuteten Ort der Geräuschquelle anguckte. Seine Körpersprache auch von deutlichem Unbehagen geprägt. Im Folgenden ließ er sich im wahrsten Sinne des Wortes durch nichts bewegen, mir zu folgen. (Wir haben eine äußerst starke Bindung.)


    Irgendwann beschloss ich, meiner Intuition, hauptsächlich jedoch der Intuition Brüderchens zu folgen, und ging in die entgegengesetzte, ursprüngliche Richtung. Sofort sprang er, sichtlich erfreut über meinen Entschluss, auf.


    Kaum hatte ich meine Entscheidung getroffen, hörte das Geschrei sofort auf. Und es mag gewiss Einbildung gewesen sein, doch hatte ich das Gefühl, dass wir bei unserem Weitergehen von etwas beobachtet wurden, dass nicht wohlgesonnen war. Auch der Hund blickte immer wieder zurück. Und ich bin Manns genug, zuzugeben, dass wir ab da etwas schneller als gewöhnlich gingen.


    - In einer Vollmondnacht gingen Brüderchen und ich, etwa eine Stunde, nachdem ich der Wilden Jagd ein Opfer gebracht hatte, auf einem Feldweg. Links Äcker, rechts von uns ein langgezogener, etwa fünfzehn breiter Streifen aus Bäumen, der uns von einem Bach trennte.


    Plötzlich hörten wir von rechts ein Geräusch, als würde ein Tier zweimal mit einem Huf auf den mit Ästen übersäten Boden stampfen. Ein verdammt großes Tier. Im Mondlicht war weder Gestalt noch Bewegung zwischen den Bäumen zu erkennen.


    Hund und ich schauten uns an, dann wieder in die Richtung. Im Gegensatz zur vorher geschilderten Episode ließ er kein Unbehagen erkennen. Allerdings auch keinerlei Verlangen, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich nickte demütig in die Richtung und wir setzten unseren Weg fort. Wobei ich, als Respektsbezeugung, und um eine eventuell eingelegte Rast nicht zu stören, auf der Mitte des Weges ging.


    - Brüderchen und meine Wenigkeit erkundeten eine neue Wanderroute, die an einigen Äckern vorbei führte. Zu meiner Freude sah ich mehrere Krähen. Nicht so sehr zur Freude des Hundes. Denn ich nahm einige seiner Fleischleckerlis und bat die Gefiederten bei Gelegenheit um einige Federn für einen Räucherfächer.


    Die Gabe schien gemundet zu haben. Denn in nächster Zeit fand ich auf dieser Route ständig Federn. Meist an den unmöglichsten Stellen. So dass ich bald genug für meinen Fächer hatte.


    Allerdings fand ich weiter Federn. Bald ging ich mit einem "Danke" an ihnen vorbei und ließ sie liegen. So zumindest der Plan. Doch Brüderchen hatte natürlich gesehen, dass ich sie vorher immer aufgehoben hatte. So nahm er die Federn, an denen ich vorbei gehen wollte, sanft mit der Schnauze auf und brachte sie mir schwanzwedelnd.


    Ende vom Lied: Ich reichte eine weitere Gabe, bedankte mich herzlich und sagte, dass es nun genug sei. Seitdem sah ich keine einzige Feder mehr. Könnte jedoch schwören, dass das Krächzen noch spöttischer als ohnehin schon klang.

  • Da gibt es immer wieder was. Prizipiell kann jede Begegnung mit einem Tier etwas "spirituelles" für mich haben, bin halt Pantheist. ^^


    Aber jetzt speziell auf mein praktiziertes Heidentum bezogen haben sich mir zwei Sachen eingeprägt.


    Zum einen ist da diese Nacht, die ich hier im Forum schon vor einiger Zeit schilderte:


    Im Nachhinein ist mir erst aufgefallen, dass es sich dabei um die Johanni-Nacht handelte (24. Juni). Da muss ich nochmal meinen Aberglauben auffrischen. ^^





    Als zweites wäre da die Einweihung meines "Alltags"-Opferplatzes.


    Ich hatte durch Zufall eine Lichtung inmitten eines Birken-Brombeerdickichts gefunden, auf der 3 amerikanische Eichen und ein umgewälzter, hüfthoher, komplett vermooster Wurzelballen standen.

    Den Ballen nutzte ich als Altar und hinterließ Obst und Brot als Opfer. Am nächsten Tag kam ich sowieso nochmal in der Nähe vorbei, weshalb ich gucken wollte, ob sich die Tiere die Leckereien schon geholt hatten. Anhand der Spuren konnte man jedoch erkennen, dass es sich wohl ausgerechnet eine Rotte Wildschweine hat schmecken lassen .

    Und dem Maggi-Geruch in der Luft nach zu urteilen, der am Vortag noch nicht da war, schliefen sie wohl gerade ganz in der Nähe im Birkendickicht.


    Das war mir dann Omen genug an diesem Platz zukünftig besonders Frey und Freyja zu opfern. ^^




    Und noch eine Sache bezüglich einer Sage fällt mir ein.


    Bevor ich eine mir bisher unbekannte Region erwandere informiere ich mich wenn möglich immer gerne ein bisschen über ihren Sagenschatz.


    In dieser Burgruine soll es Spuken.


    Ein junger Herzog soll hier seinen eigenen Vater im Verließ verrotten lassen haben, um ihn früher beerben zu können. Aufgrund dieses schrecklichen Verrates kam der Geist des alten Herzogs nie zur Ruhe und geht zuweilen immer noch spukend umher um Wanderer in die irre zu leiten. Besonders gerne soll er das in Gestalt eines großen schwarzen Raben machen.

    Nun, was höre ich wohl, als ich da entspannt auf dem Fundament der alten Ringmauer meine Pause mache? Richtig, einen Raben. Das Problem: In der Region gibt es eigentlich keine Raben (mehr), nur Krähen.

    Ich saß da bestimmt eine viertel Stunde und habe gelauscht, ob es sich tatsächlich um einen Kolkraben handelt, dann bin ich zwischen den Bäumen umher gelaufen und habe die Kronen nach einem Anzeichen des schwarzen Gesellen abgesucht, aber nichts. Ich kann nicht leugnen, dass mir da schon ein kleiner Schauer im Nacken saß. ^^

  • Außer dass mir bei einer kurzen Rast während eines Waldspaziergangs ein Eichhörnchen am Hosenbein hochgeklettert ist habe ich in dieser Hinsicht noch nichts erwähnenswertes erlebt.:)

  • Ah doch, da fällt mir noch was ein!


    Ich war damals noch ein Kind. Meine Eltern und ich saßen im Wohnzimmer und unsere Katze schlief friedlich auf dem Sofa.

    Plötzlich, ohne erkennbaren Grund zuckte das Tier zusammen, riss den Kopf hoch und schaute mit großen Augen völlig verängstigt drein.

    Noch ehe wir "Miez, was ist denn los" aussprechen konnten. war sie mit einem Satz unter das Sofa verschwunden und ließ sich nichtmehr dazu bewegen wieder hervorzukommen.

    Wir rätselten was das sein könnte und vermuteten zunächst dass auch Tiere schlimme Alpträume haben könnten oder sowas.

    Dann bemerkten wir dass sich die Wohnzimmerlampe bewegte.


    Am nächsten Tag war in der Zeitung zu lesen dass in der Stadt ein leichtes Erdbeben spürbar war!


    Tiere wären ein sehr gutes Frühwarnsystem wenn man besser mit ihnen kommunizieren könnte.

    Leider weiß man meist nicht wovor sie einen warnen wollen.

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