Wenn Europa heidnisch geblieben wäre...

Schon gewusst…?

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  • In Südarabien bekannte man sich also zum Judentum :)und förderte das auch noch.

    Sagen wir mal so, ohne das Christentum, hätte es mit ziemlicher Sicherheit den islam nicht gegeben. Weil, ohne den einen Propheten gibt es auch den Anderen nicht.

    Nur, das Schicksal hätte der Menschheit dann eine andere Geschichte gegeben, die wohl ähnlich nur unter einem anderen Namen abgelaufen wäre. Also kann man ganz getrost davon ausgehen, das all die Religionskriege unter einem anderen Namen stattgefunden hätten. Es hätte sich wohl nichts geändert im Ablauf der Geschichte.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Wenn nicht unter dem Kreuz oder Halbmond hätte man sicher andere Gründe gefunden um sich gegenseitig abzuschlachten. Genug Schlachten und Kriege hat es ja gegeben, die nichts mit Religion zu tun hatten.

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)

  • Sagen wir mal so, ohne das Christentum, hätte es mit ziemlicher Sicherheit den islam nicht gegeben. Weil, ohne den einen Propheten gibt es auch den Anderen nicht.

    Warum? Mohammed hat sich doch auf den Erzengel Gabriel berufen, nicht auf Jesus. Das Judentum hat den Monotheismus in dieser Region getragen.


    Mohammed hat sich doch als den letzten Propheten hingestellt, der nun endlich wirklich Gottes Willen erfüllen soll, nachdem die etlichen Propheten vor ihm von Abraham bis Jesus gescheitert sind, oder nur einen Teil offenbart haben.

    Ich wüsste nicht wo das Christentum da eine tragende Rolle spielt. Jesus ist halt nur ein Prophet unter vielen die geachtet werden sollen, aber letztendlich unwichtiger als Mohammed sind.

  • Also Kurz gesagt: Ich wüsste nicht wo der Islam auf christlicher Theologie aufbaut, im Gegenteil, er lehnt die zentralen Stellen (Gottessohn, Auferstehung) doch ab.

    Der Islam beruft sich eigentlich auf das alte Testament und das ist nun mal jüdisch. Jesus taucht zwar im Koran auch auf und wird als der tugendhafteste der bisherigen Propheten gelobt, aber meines Wissens trägt er keine Ideen zur Entstehung des Islams bei.

  • Ich dachte ja nur, dass einige Araber vielleicht sahen, dass ihre Nachbarn, die Byzantiner und die Perser, große und mächtige Reiche und jeweils eine monotheistische Religion hatten, und dass diese Araber sich nun dachten: wenn auch wir statt 350 Götter nur noch einen Gott huldigen, dann werden wir auch ein Riesenreich haben.


    (Wie wir Deutschen dachten auch die heidnischen Araber sich die Sonne als eine Göttin und den Mond als einen Gott. Das ist zwar nicht relevant, aber wollte doch gesagt werden. Suspekt sind mir ja jene Völker, die sich beide Himmelsgestirne gleichgeschlechtlich vorstellen...)

  • Möglich, aber ich sehe halt nicht, wo das Christentum eine logische Voraussetzung für den Islam wäre.

  • Warum? Mohammed hat sich doch auf den Erzengel Gabriel berufen, nicht auf Jesus. Das Judentum hat den Monotheismus in dieser Region getragen.

    Darum geht es auch nicht

    Also Kurz gesagt: Ich wüsste nicht wo der Islam auf christlicher Theologie aufbaut,

    Macht er auch nicht

    Möglich, aber ich sehe halt nicht, wo das Christentum eine logische Voraussetzung für den Islam wäre.

    Nachäffertum.

    Ohne die Apostel hätte es das Christentum nicht gegeben. Mit der entstehung des Christentums kam ein Stein ins rollen, der letztendlich mit den "Offenbarungen" des Mohammed endete und so die grundlage für den Islam schuf.

    Mohammed selber hätte ohne die Existenz des Christentums, das ja eine Fortsetzung, Erneuerung, was auch immer, des Judentums sein soll, nie die Impulse für einen Religionsstifter gehabt. Es hätte einfach ein wichtiges Glied in der dreigliedrigen Kette der Monothoismen gefehlt.


    Ist jedenfalls meine bescheidene Überzeugung. Aber letztendlich "hätte, hätte, Fahrradkette".:)


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    Uwe

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    Friedrich Nietsche

  • Begründer des Islamischen Glaubens ist Mohamed wäre aus meiner siecht so oder so Passiert. Denn Mohamed war ein Feldherr.

  • Oder die Araber wären so oder so auf den Expansionszug mit aufgesprungen, ob nun als Moslems unter einem monotheistischen Allah oder eben weiterhin als Heiden unter Allat, Manat und All-Uzza. Wie Wulfila schon meinte: Hätte, hätte, Fahrradkette...

  • Oder die Araber wären so oder so auf den Expansionszug mit aufgesprungen, ob nun als Moslems unter einem monotheistischen Allah oder eben weiterhin als Heiden unter Allat, Manat und All-Uzza.


    Oder als Juden :P


    Nachäffertum.

    Naja, wenn man so will war Jesus ein Nachäffer von Zarathustra und Buddha, und Mani war nach ihm ein Nachäffer dieser drei. Allein das alte Testament kennt um die 60 Propheten....wer weiß wie viele erfolglose dann noch im Dunkel der Geschichte verschwunden sind. :ugly:

    Den Moslems gelten ja ausdrücklich Juden, Christen und Zoroastrier als Buchreligionen, die einen Teil der "Wahrheit" erkannt haben, und das, obwohl der Zoroastrismus eigentlich ein Henotheismus und kein Monotheismus ist...



    Man muss bedenken, dass das Gebiet zwischen Indien und der Levante, Nord- Arabien und dem Kaukasus damals durch die Perser noch eine politische Einheit war und sich Ideen in diesem Gebiet rasch verbreiteten. Der Manichäismus drang bspw von Kleinasien bis nach China vor.


    Jesus als die (alleinige) Hauptinspiration für Mohamend anzusehen resultiert glaube ich eher aus unserer eurozentrischen Weltsicht. ^^

    Wenn wir Religionsstifter hören, denken wir an Jesus, aber eigentlich ist der nur einer von vielen.

  • Wenn wir Religionsstifter hören, denken wir an Jesus, aber eigentlich ist der nur einer von vielen.

    Jesus war aber kein Religionsstifter, jedenfalls nicht direkt. Vielleicht seine Apostel nach ihm, allen voran Petrus. Der Bischoff Ignatius von Antiochien, soll wohl als erster den Begriff "Christentum" im 2. Jahrhundert benutzt haben.

    Jedenfalls kann ich mich nicht an Texte von Jesus erinnern, in denen er von der Religion des Christentum sprach.


    Anders Mohammed, der sich ja richtiggehend in das Religionstiften reinsteigerte und den Glauben an den Einen in die Menschen reinprügelte. Sich selber sogar als den letzten Propheten sah.


    Jesus spielt nur aus einem Grunde eine untergeordnete Rolle im Islam, weil er vom Frieden sprach ohne gleichzeitig zum Krieg aufzurufen. Das stört gewaltig wenn man eine Religion mit Feuer und Schwert verbreiten möchte.


    Na ja egal. Ich bin trotzdem der Überzeugung, das es ohne das Christentum keine Veranlassung gegeben hätte einen dritten Monotheismus zu erschaffen.


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    Uwe

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    Friedrich Nietsche

  • Genau das ist ja der Punkt. Im Islam ist Jesus nur einer von vielen Propheten. :rolleyes:


    Abraham spielt bspw eine viel wichtigere Rolle, allein schon, weil er viel näher an der Vorstellungswelt der zum Teil noch nomadisch lebenden Araber dran war.


    Aber stimmt schon, ist auch egal, wiedermal eine sinnlose Diskussion mehr. ^^

  • Wenn Europa im alten Glauben der Germanen oder Wikinger geblieben wäre hätten wir uns vieles was in der Geschichte steht erspart.

    Aber Hätte Hätte Fahrradkette.

  • Und genau da bin ich mir nicht so sicher. Um Kriege zu führen haben Menschen und ganze Völker noch nie schwerwiegende Gründe gebraucht. Es hätte trotzdem gekracht. Nur auf einer anderen Grundlage.


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    Friedrich Nietsche

  • Das sehe ich auch so. Ich glaube zwar nicht, dass Europa friedlicher oder kriegerischer gewesen wäre, aber sagen wir Mal so: für uns Heiden wäre es allemal besser gewesen. 😀


    Auch ein heidnischer Frankenkönig Karl der Große wäre wohl ein Sachsenschlächter geblieben, hätte aber vielleicht als Heide die Irminsul geschont? Wäre das ein Trost?

  • Und ich bin der Meinung, das wir, wenn alles heidnisch geblieben wäre, eine korrupte, selbstverliebte und machtbesessene Priesterkaste hätten, gegen die der komplette Katholizismus ein Kindergeburtstag wäre.

    In jedem Kaff ein größenwahnsinniger, alleswissender Geza.


    ...nur so ein Gefühl..... :whistling:

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    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • Mit anderen Worten bist Du glücklich darüber, dass das Christentum das Heidentum verdrängt hat...? Mag sein, dass das für germanische Landen zutraf, doch über das mediterrane Heidentum sind wir ziemlich gut unterrichtet und da tauchen solche Gestalten nicht auf. Priester und Priesterinnen sind dort keine geistigen Führer, sondern Kultbeamte, die mit der Organisation des Kults beauftragt sind, nicht mit dem Heil eines jeden einzelnen Verehrers der Götter... Geza hat mehr vom Christentum übernommen, wenn ihr mich fragt. Aber bestimmt sah es bei den Germanen gaaaaaaanz anders als bei den Römern und Griechen...

  • Und ich bin der Meinung, das wir, wenn alles heidnisch geblieben wäre, eine korrupte, selbstverliebte und machtbesessene Priesterkaste hätten, gegen die der komplette Katholizismus ein Kindergeburtstag wäre.

    In jedem Kaff ein größenwahnsinniger, alleswissender Geza.


    ...nur so ein Gefühl.....

    Das denke ich auch so. Leider hat sich das ja immer wieder bewiesen, das all die Leute, die irgendwie Macht ausübten, sich schleichend korrumpieren ließen.

    Mit anderen Worten bist Du glücklich darüber, dass das Christentum das Heidentum verdrängt hat...? Mag sein, dass das für germanische Landen zutraf, doch über das mediterrane Heidentum sind wir ziemlich gut unterrichtet und da tauchen solche Gestalten nicht auf. Priester und Priesterinnen sind dort keine geistigen Führer, sondern Kultbeamte, die mit der Organisation des Kults beauftragt sind, nicht mit dem Heil eines jeden einzelnen Verehrers der Götter... Geza hat mehr vom Christentum übernommen, wenn ihr mich fragt. Aber bestimmt sah es bei den Germanen gaaaaaaanz anders als bei den Römern und Griechen...

    Ich glaube nicht das Cal glücklich darüber ist, nur ist bisher jedes System aus dem Ruder gelaufen, wenn es einfach gesagt lange genug am Ruder war.

    Das Orakel von Delphi ließ sich kaufen, das Orakel von Siwa ließ sich kaufen. Auch die Pontifices von Rom, auch wenn sie nur sakrale Beamte waren, ließen sich kaufen. Eine kleine Geldspende hat schon immer Tore und Türen geöffnet, auch Schicksalsträchtige.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Das Wasser, das ich trinke, könnte auch vergiftet sein. Am besten, ich trinke nie wieder Wasser oder sonst eine Flüssigkeit. Auch die Luft, die ich atme, könnte kontaminiert sein. Am besten stelle ich das Atmen ein, damit ich ein langes und glückliches Leben führen kann.



    Wie gesagt, ich empfehle immer wieder gern und sans cesse Paul Vernes "Die griechisch-römische Religion". Sollte wirklich Pflichtlektüre für Heiden sein. Das auch damals Schindluder mit der Religion betrieben wurde, streitet keiner ab, aber Gestalten wie Geza sind eindeutig am Katholizismus orientiert.

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