Wenn Europa heidnisch geblieben wäre...

Schon gewusst…?

Es sind derzeit leider keine Texte verfügbar.
  • Korruption und Machthunger sind absolut menschlich. Hat nichts unbedingt mit Religion zu tun.


    Noch ne krankhafte Psychose dazu und du schlechtest massenhaft Sachsen ab oder ziehst ne blutige Spur durch die Straßen Jerusalems.

  • "Es [die Priester und Priesterinnen] waren ganz offenkundig Menschen, die in sich selbst versunken waren und nicht auf ihre Schäfchen schauten. Im Paganismus war das Prinzip der Autorität (gäbe sie sich auch noch so liebe- oder salbungsvoll) unbekannt, diese Autorität, die die Bischöfe in den zahlreichen Medaillons der christlichen Mosaiken am Ende der Antike zur Schau tragen. Das Idealbild der heidnischen Priester war nicht das eines geistlichen Führers. "


    Veyne, Paul: Die griechisch-römische Religion. Kult, Frömmigkeit und Moral. Reclam, 2008. S. 118.




    Aber bei den Germanen war das bestimmt alles gaaaaaaaaaaaaanz anders... Also Halleluja dass dem Heidentum der Garaus gemacht wurde! Was Besseres hätte uns Heiden niemals passieren können! Danke, liebe Kirche! Du hast uns endlich von all den Gezas befreit! Am liebsten würden wir dich ja zu einer unserer Göttinnen erheben und dir Tempel bauen, du liebe Kirche, aber leider, oder vielmehr glücklicherweise, geht das ja nicht mehr!

  • Manche Goden - Druiden sind auch geopfert worden wenn sie ihr Amt Missbraucht haben (Moor Leichen Opfer). Das ist der unter den Christen nicht der Fall gewesen. Es wurden auch Herse geopfert wenn sie ihr Amt Missbraucht haben im Moor. Wäre so wie es Cal geschrieben hat nicht möglich gewesen.

  • Nun ja der Menschenwille ist sein Reich jenseits vom Regenbogen, Wenn Odin gewillt ist.

    Iwan-Dummerjan

  • wulfila Der Ritualismus des Heidentums hätte sich auch bis heute einfach erhalten. Jeder Mensch konnte in Theorie die Rituale durchführen, um den Frieden mit den Göttern zu bewahren. Es gab auch nicht viel zum Besserwissen, denn es war keine orthodoxe Religion, sondern eine orthopraktische. Die richtige Ausübung der Riten war ausschlaggebend und diese war im Prinzip öffentlich bekannt.


    Und das Orakel von Delphi hatte gegen Ende der Antike noch zu heidnischen Zeiten an Bedeutung einbüßen müssen, da die Menschen ihre Zukunft aus den Sternen zu erkunden suchten. Die Astrologie war in der römischen Kaiserzeit sehr populär.


    Leider werden die Wissenslücken im germanischen Heidentum lieber mit dem, was man vom Christentum her kennt, gefüllt, als mit dem, was man vom Heidentum des restlichen Europas kennt. Die Griechen und Römer standen den Germanen und Kelten, den Slawen und Balten in kultische Hinsicht näher als die Christen.

  • aber Gestalten wie Geza sind eindeutig am Katholizismus orientiert.

    stimmt, hatte ich gerade vergessen. Der "gute, alte Geza". Selbstverliebt, Arrogant mit Hang zur Selbstüberschätzung. Nun, mit Sicherheit hätte sich das Heidentum, das Keltische und Germanische auch in diese Richtung entwickelt. Machthungrige Menschen warten nur auf eine Gelegenheit, egal welche, um sich an die Spitze von irgendwas zu setzen. Das wäre im Heidentum im Laufe der Zeit auch passiert.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Aber freuen wir uns!


    Das Heidentum gibt es ja nicht mehr! Und wenn es von den Leuten hier im Forum abhängt, wird es dieses auch nie wieder geben! Hurra!


    Hauptsache, wir wissen den Unterschied zwischen links und rechts, rot und grün!



    Ich bin ja so froh!

  • Und woran machst du das fest???? Das Hwidentum hat Jahrtausende existiert ohne dass Phantasten sich lange haben halten können!


    Das Heidentum ist die Gesamtheit an den von den Vorfahren ererbten Bräuchen und Riten. Da gibt es doch schon mal gar keine Möglichkeiten für irgendwelche Berufungen auf irgendein besonderes Wissen! Geza bezieht seine Macht gerade aus dem Umstand, dass das Heidentum unterbrochen wurde, wo das Wissen um die Kultpraktiken von den Eltern an die Kinder weitergegeben wurde... und aus dem Umstand, dass viele Heiden einfach zu faul sind, ein Mal ein Sachbuch zum Thema in die Hand zu nehmen... aber, nee, igitt, wir sind doch keine Buchreligion, igitt, igitt...


    Cal dass so etwas wie Geza so einflussreich sein kann, ist gerade der Unterbrechung des Heidentums und der Tradierung innerhalb der Gemeinschaft zu schulden! Wie man n Weihnachtsbaum schmückt habe ich auch nicht vom Pfarrer gelernt, sondern von Hause aus, und so verhielt es sich mit den heidnischen Kultpraltiken ebenfalls. Die hat man erst Mal zu Hause gelernt, am heimischen Herd, der das zentrale Heiligtum des Heims war... und der Staatskult baute auf dem Hauskult auf. Nur eben mit mehr Göttern und Riten und dazu benötigte es eben bestimmte Angestellte = Priester. Wie gesagt, da war das Risiko auf Scharlatane genauso hoch wie bei zum Beispiel Ärzten oder Handwerkern... schaffen wir die dann auch gleich alle ab???

  • im übrigen, im griechischen und römischen Neuheidentum gibt es zwar auch Nervensägen, doch Gestalten wie Geza haben überhaupt keine Chance, gerade weil die griechischen und römischen Neuheiden alle wissen, worauf es ankommt, was das Wesen des Heidentums ist.



    Aber bei den Germanen ist das natürlich alles GAAAAAAAAAAAANZ anders...

  • wie gesagt, es macht mich ein wenig fassungslos, dass hier auch noch bejubelt wird, dass das Heidentum untergegangen ist, weil es angeblich sonst überall Gezas gäbe... ich meine, wenn das Erhängen von Menschen zu Ehren des Gottes Odin jetzt als Argument gebracht wäre... Aber nee... sorry, wie gesagt, Geza verdankt es gerade dem Christentum und der daraus resultierenden Unkenntnis über das Heidentum, dass ihm überhaupt welche folgen.


    Ich bin ja echt entsetzt, nich. Nun habe ich hier ja schon so manches lesen müssen.

  • Der Ritualismus des Heidentums hätte sich auch bis heute einfach erhalten. Jeder Mensch konnte in Theorie die Rituale durchführen, um den Frieden mit den Göttern zu bewahren. Es gab auch nicht viel zum Besserwissen, denn es war keine orthodoxe Religion, sondern eine orthopraktische. Die richtige Ausübung der Riten war ausschlaggebend und diese war im Prinzip öffentlich bekannt.

    Gesetz dem fall, das römische Heidentum hätte weiterbestanden, hätten unsere Vorfahren auch in Germanien die römische Lebensweise übernommen. Und damit auch den Cäsarkult, der alles Andere in den Schatten stellte.

    Und das Orakel von Delphi hatte gegen Ende der Antike noch zu heidnischen Zeiten an Bedeutung einbüßen müssen, da die Menschen ihre Zukunft aus den Sternen zu erkunden suchten. Die Astrologie war in der römischen Kaiserzeit sehr populär.

    Das Orakel von Delphi hatte das Pech, das Erdbeben die Gasaustrittsöffungen schloßen und somit die Pythia, die direkt über einer dieser Öffnungen saß, nicht mehr in Trance fallen konnte und defacto nicht mehr arbeiten konnte.

    Leider werden die Wissenslücken im germanischen Heidentum lieber mit dem, was man vom Christentum her kennt, gefüllt, als mit dem, was man vom Heidentum des restlichen Europas kennt. Die Griechen und Römer standen den Germanen und Kelten, den Slawen und Balten in kultische Hinsicht näher als die Christen.

    Ich denke zumindest mal, das das Ganze nicht ganz so ist. Ich halte das Christentum eh für einen heidnischen Ableger. Man muß nur das Judentum mit dem Islam und beide mit dem Christentum vergleichen. Es gibt da wohl mehr Ähnlichkeiten bei Judentum und Islam als bei Judentum und Islam gegenüber dem Christentum, das alleine schon wegen seiner Ikonen und Figuren eher einer Götzenreligion gleicht. (Sag das mal einem Priester hä, hä, hä).


    Ichda

    Karl der Große war eben nicht nur der Machtgeile Sachsenschlächter, sondern vielmehr Staatsmann. Als solcher konnte er ein unabhängiges Sachsen zumal noch ein heidnisches, nicht neben dem Frankenreich dulden. Das ging einfach nicht.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Das Heidentum mit Odin hat auch Jahrtausende Gelebt. Da ist nicht viel unterschied zum Hwidentum. und ging dann im Griechisch Orthodoxen-glauben unter.

    Also was ist das man so gegen diesen Glauben ist. Ich weis es nicht.

  • Ich habe zur Zeit Frieden denn Geza lässt mich in Ruhe und Lasse ihn in Ruhe.

    Es gab mal viel Böses Blut wegen ein Paar Ansichten denen ich nicht zustimmen kann und zu christlich sind.

  • Ich habe zur Zeit Frieden denn Geza lässt mich in Ruhe und Lasse ihn in Ruhe.

    Es gab mal viel Böses Blut wegen ein Paar Ansichten denen ich nicht zustimmen kann und zu christlich sind.

    Interessant, wo haste denn geza mal kennengelernt ? wenn ich mal so fragen darf.


    Donars segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Gescheiterte Ostexistenz

    Schade. Ich dachte, man könnte mittlerweile mit dir ganz vernünftig reden.


    Niemand bejubelt den Untergang des Heidentums. Niemand hält Geza für einflussreich. Und niemand scheisst auf unsere Götter. Du unterstellst hier ganz schöne Undinge.

    Traurig, dass du nur in Schwarz und weiß denken kannst, obwohl doch ausgerechnet die vielen Grauschattierungen dazwischen eigentlich das Salz in der Suppe sind.


    Glaub weiter an das romantische Bild der hellenistisch-römischen makellosen Edelkultur - aber erwarte bitte nicht, dass unsereins dazu aufblickt.


    Und ich Dussel hatte gehofft, dich alsbald mit "Iwan-Jan" anreden zu können..... :|

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Ich bin nicht abergläubisch. Das bringt Unglück.

  • wie gesagt, es macht mich ein wenig fassungslos, dass hier auch noch bejubelt wird, dass das Heidentum untergegangen ist, weil es angeblich sonst überall Gezas gäbe.

    Ach mensch Iwan-Dummerjan. Nimm das bloß nicht persönlich.

    Es steht nun mal außer Frage, das unser Heidentum einen Weg gegangen wäre, den wir nur vermuten können. Nur friedlicher wäre der auch nicht gewesen. Karl der Große wäre auch nicht aus der Geschichte verschwunden und Bonifatius hätte wohl auch unter anderen Vorzeichen gewirkt. Vielleicht auch nicht, ich weiß es nicht.

    Das römische Heidentum und seine Strukturen hätten sich dann mehr und mehr durchgesetzt. Also auch durchorganisiert.


    Donars Segen mit euch


    Uwe

    Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran, das der Feind am Leben bleibt.
    Friedrich Nietsche

  • Ich möchte diese Unterhaltung ja nicht unbedingt stören aber ... Geztralala ist einflussreich? Hab ich was verpasst? Lasst den Scharlatan mal schön raus hier.


    Das mit dem Heidentum ist halt einfach kompliziert. Seit dem wir mit unseren Feinden eher so eine Peace & Harmony Gesprächsrunde im Sitzkreis veranstalten und schlechte Anführer machen lassen was sie wollen, statt Teile von ihnen in Bäume zu hängen, ist das Verständnis zu den alten Göttern nicht mehr so innig finde ich. Vielleicht lags auch an den Anführern in ihrer Abneigung gegen im Baum hängen, weshalb das mit den Christen so gelaufen ist bei uns?

    »Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit.«
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel 1770 - 1831)

  • Nüchtern betrachtet: Der stärkere besser Vorbereitete gewinnt, wahlweise mit stärkeren Freunden. Manchmal auch die falsche Schlange der den Richtigen den Podex knutscht.


    Das Heidentum bleibt so lange Beute bis es sich ändert. Und das wird nie sein.

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen
Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!
Neues Benutzerkonto erstellen
Anmelden
Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.
Jetzt anmelden